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Spieldesign (Weibliche Charaktere, Umgang mit Minderheiten / Rassismus)
6:
--- Zitat von: Teylen am 10.12.2013 | 18:15 ---Einmal abgesehen davon das die Zusammenfassung von Parzival nach groben Überfliegen nicht davon spricht das er Artus begegnet oder auch nur rettet ?
--- Ende Zitat ---
Schau mal nach Artushof. Okay. Derjenige, den er rettet ist Anfortas. Im weiteren historischen Verlauf des Mythos wurde Anfortas durch Artus ersetzt.
--- Zitat ---Einmal abgesehen davon das Artus weder entführt noch in Gefangenschaft ist oder andersweitig sich in einem durch dritte herbei geführten Umstand befindet aus dem er gerettet werden mus.
Teilweise zieht Artus auch aus um andere Abenteuer zu erleben?
--- Ende Zitat ---
Siehe Nocturamas Beitrag.
--- Zitat ---Was genau hat das mit einer Figur - bzw. imho immernoch Objekt - zu tun die am Anfang der Geschichte entführt wird (oder schläft), während der Geschichte idR. hilflos auf den Retter harrt und die am Ende der Geschichte befreit wird?
--- Ende Zitat ---
Okay. Dann nochmal: Die Gralsritter machen sich auf die Suche nach einem Heilmittel für ihren König, der im Sterben liegt. Er ist hilflos und hofft auf seine Retter.
Auribiel:
--- Zitat von: 6 am 10.12.2013 | 18:44 ---Dann nochmal: Die Gralsritter machen sich auf die Suche nach einem Heilmittel für ihren König, der im Sterben liegt. Er ist hilflos und hofft auf seine Retter.
--- Ende Zitat ---
Freut mich, dass wir oben einer Meinung sind, aber ich hätte doch gerne gewusst, wieso da kein Unterschied zwischen Zelda (immer nur zu retten) und Artus (war mal DER Ruler) zu sehen ist?
Übrigens, was mir auch ganz sauer aufgestoßen ist (jetzt kein Videogame, sondern ein Comic): In den Comics zu Knights of the old Republic begleitet man in den ersten Bänden Zayne Carrick samt seiner Truppe. Darunter auch eine schlagkräftige Frau. Fand ich sehr gut. Als ich mir dann nach längerer Zeit den nächsten Band geholt habe (neuer Autor), kommt die Dame auch noch vor... jedenfalls zu Beginn, wo sie brav bei den Schwestern (Kusinen?) von Zayne daheim im Häusle hocken bleibt, derweil Zayne diesmal ohne sie die Galaxis rettet. Und als er heimkommt, kann er ihr zur Belohnung in die bislang passiven Arme fallen. Als mir fällt es ja nicht immer gleich auf, wenn die weibliche Rolle mies ist, aber das war wirlklich mit der groben Kelle. Wie man aus der aktiven Gefährtin eine passive "ich warte bis der Held heimkommt"-Trulla machen konnte, ist mir schleierhaft. *grrrrr*
Teylen:
Der Großteil der Spiele läuft danach: "Zelda stößt etwas zu. Link begibt sich auf den Weg sie zu retten"
Der Weg dahingehend ist geradlinig.
Es gibt zwar Aufgaben auf dem Weg, aber der Weg ist noch Zielstrebig auf die Rettung Zeldas zu.
Sowohl von der Spielmechanik als auch von der Erzählung.
Was Parzival betrifft so ignorierst du weiterhin die Artusepik.
Die schließlich nicht mit Parzival startet sondern im Kern die Geschichte von Artus erzählt.
Die Erzählungen um Parzival sind letztlich die Behandlung einer Nebenfigur.
Das Problem bei dem Vergleich ist weiterhin das weder Peach noch Zelda die Aktivität von Artus gezeigt haben. Nicht einmal Ansatzweise.
Das Problem bei dem Vergleich ist weiterhin das Artus "bestenfalls" passiv ist. Zelda sowie Peach sind jedoch jeweils in einer durch Dritte verursachten Zwangslagen.
Das Problem bei dem Vergleich ist weiterhin das Artus mitunter nicht gerettet wird oder werden muss.
Das heißt Parzival rettet Artus nicht. Bei der Gralssuche handelt es sich quasi um eine "Fetch-Quest".
Insofern funktioniert der Vergelich auf keiner Ebene.
Hinsichtlich der Gralssuche nehmen Peach und Zelda wie schon von anderen ausgeführt eher die Rolle des Grals ein.
Bluerps:
@6: Ich verstehe das Argument auch nicht, ehrlich gesagt. Ich glaube dir das man gewisse Parallelen zwischen Parzival und Legend of Zelda finden kann, aber was ändert das denn daran das Zelda eine (mehr oder weniger) hilflose, passive Frau ist, die von einem aktiven, männlichen Helden gerettet werden muss?
Bluerps
6:
--- Zitat von: Seuchenschiff am 10.12.2013 | 18:48 ---Freut mich, dass wir oben einer Meinung sind, aber ich hätte doch gerne gewusst, wieso da kein Unterschied zwischen Zelda (immer nur zu retten) und Artus (war mal DER Ruler) zu sehen ist?
--- Ende Zitat ---
Zelda hat die gleiche Aufgabe wie Artus. Sie repräsentiert das Land. Sie macht ja sogar etwas Mächtiges und zerbricht das Triforce-Fragment der Weisheit, damit es nicht in die Hände von Ganon geraten kann. Das ist etwas, dass von Anfang an als sehr sehr mächtig dagestellt wird. Sie ist also sehr wohl DIE Rulerin des Landes.
--- Zitat ---
Übrigens, was mir auch ganz sauer aufgestoßen ist (jetzt kein Videogame, sondern ein Comic): In den Comics zu Knights of the old Republic begleitet man in den ersten Bänden Zayne Carrick samt seiner Truppe. Darunter auch eine schlagkräftige Frau. Fand ich sehr gut. Als ich mir dann nach längerer Zeit den nächsten Band geholt habe (neuer Autor), kommt die Dame auch noch vor... jedenfalls zu Beginn, wo sie brav bei den Schwestern (Kusinen?) von Zayne daheim im Häusle hocken bleibt, derweil Zayne diesmal ohne sie die Galaxis rettet. Und als er heimkommt, kann er ihr zur Belohnung in die bislang passiven Arme fallen. Als mir fällt es ja nicht immer gleich auf, wenn die weibliche Rolle mies ist, aber das war wirlklich mit der groben Kelle. Wie man aus der aktiven Gefährtin eine passive "ich warte bis der Held heimkommt"-Trulla machen konnte, ist mir schleierhaft. *grrrrr*
--- Ende Zitat ---
Ohje. Solche Charakteränderungen sind natürlich nervig.
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