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Entwaffnen - völlig sinnloses Konzept?
Holothuroid:
--- Zitat von: Blizzard am 1.06.2012 | 19:22 ---Wenn ich dem Magier einen Knebel verpasse, dass der seinen Spruch nicht mehr sagen kann, ist so gesehen auch eine Form des Entwaffnens.
--- Ende Zitat ---
Dann kommt man in der Tat in die Nähe eines allgemeinen Manövers, um dem Gegner gewisse Fähigkeiten abzuschalten.
Yerho:
--- Zitat von: Blizzard am 1.06.2012 | 19:22 ---Die Aussage, dass Entwaffnen nicht gegen Monster/Tiere angewandt werden kann, würde ich auch nur bedingt unterschreiben, ganz besonders dann, wenn entwaffnen=abhacken eines Armes bedeutet. Aber: jemanden zu entwaffnen heisst für mich, demjenigen die Waffe während des Angriffes zu entwenden. "Arm abhacken" würde bei mir nicht unter "entwaffnen" sondern unter "gezielte(r) Treffer" fallen -man könnte es höchstens als eine barbarische Art des Entwaffnens auslegen.
--- Ende Zitat ---
Nun ja, Entwaffnen ist schon präzise der Akt, bei dem der Gegner dessen beraubt wird, was er als Waffe verwendet.
Wenn man einem Monster die (klauenbewehrte) Hand abschlägt, wäre das Verkrüppeln und Entwaffnen zugleich, ebenso wenn man das bei einem Fechter mit der Hand macht, die die Klinge führt. Auch wenn man beispielsweise einen Telepathen betäubt, wäre das Betäuben und Entwaffnen zugleich.
"Entwaffnen" macht daher meines Erachtens wenig Sinn als isolierte Fähigkeit, es sei den, man behandelt sie konkret als Perk im Rahmen einer Disziplin. Ein Fechter, der im Rahmen von "Schwertkampf" auch "Entwaffnen" beherrscht, wäre dann eben jemand, der weiß, wie man einem anderen Schwertkämpfer gezielt die Waffe abnimmt, ohne dass bei diesem Vorgang eine andere Schadensform überwiegt, die sich permanenter auswirkt als der bloße Verlust der Waffe.
Auch sollte man Entwaffnen als temporären Effekt behandeln. Für den Schwertkämpfer, dem gerade Waffenhand abgehackt wurde, ist der Verlust der Hand schwerwiegender als der Verlust der Klinge, denn selbst in Setting mit wundersamen Heilungsformen ist es definitiv einfacher und schneller, sich erneut zu bewaffnen, als sich die Hand nachwachsen oder sonst irgendwie erneuern zu lassen.
Gummibär:
Jemanden zu töten wäre demnach auch eine Form des Entwaffnens...
Nein! Ich meine mit Entwaffnen, dass jemand seiner Waffe verliert und das der schwerwiegendste Sondereffekt ist, der beim Entwaffnen entsteht. Also nicht Hand/Klaue abschlafen, das ist ein anderes Manöver!
Und einen Magier zu knebeln ist wohl doch noch deutlich schwieriger, als jemanden zu entwaffnen, weswegen das nicht gleich geregelt werden darf.
Taschenschieber:
Entwaffnen ist im Rollenspiel deshalb so schwach, weil das realitätswidrige Paradigma "Eine Runde, maximal ein Treffer" und "Ein Treffer ist nie tödlich" in beinahe allen Systemen gilt.
In einem realistischen System würde dieses Problem nicht bestehen. Ein wirklich realistisches System würde aber keine Sau spielen.
Belchion:
Abgesehen davon, dass die Zweitwaffe normalerweise schlechter sein dürfte als die Hauptwaffe (deswegen verwendet man ja die Hauptwaffe) wurde ja ein Nebeneffekt des Entwaffnens schon angesprochen: Der Gegner ist verwirrt, unter Umständen sogar verängstigt. Ein entsprechender Angriff könnte also einen kurzzeitigen Verwirrungs- oder Furchteffekt auslösen, bzw. einen Moralwurf des Gegner erfordern.
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