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Indizien als Aspekte?

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LordBorsti:
Ich sehe da kein Problem. Im Dresden Files Regelwerk wird da auch kurz drauf eingegangen.

Im Endeffekt sollte das vorher mit den Spielern besprochen werden, dass du SL in dieser Kampagne häufiger von deinem Veto-Recht gebrauch bei Declarations machst, wenn das Erschaffen eines neuen Faktes den Plot so verändert, dass du keine Idee zu weiteren Improvisation hast oder die Plausibilität zerschossen wird.

Solange du da transparent bist, seh ich da kein Problem. Als Ausgleich könntest du z.B., wenn du dein Veto-Recht einsetzt, stattdessen einen Aspekt oder ein Detail, wie nach einem gelungenen Assessment offenbaren. Dadurch werden die Spieler trotzdem für gute Ideen belohnt. Je mehr Indizien umso besser ;)

Auribiel:

--- Zitat von: Bombshell am 19.08.2012 | 11:00 ---Ist es von dir gewünscht, dass das Ablehnen eines spielererschaffenen Indizes aufgrund von Widersprüchen selbst ein Indiz ist?

--- Ende Zitat ---

Es ist von mir gewünscht, dass meine Spieler, die dem Spiele einer Kriminalkampagne zugestimmt haben, von vornherein bis zu einem gewissen Grad davon Abstand nehmen, sich neue Beweise und Verdächtige einfach so herbeizudeklarieren. Erfolgt das mit Sinn*, dann stimme ich entsprechenden Declarations gerne zu (ich als SL kann auch nicht an alle mögichen Indizien denken), passiert das aber ersichtlich mit dem Hintergedanken, den Plot zwingend in eine völlig neue Richtung zu lenken, dann werde ich mich quer stellen. Ich habe - mit Zustimmung der Spieler - einige Arbeit in die Plots gesteckt, da erwarte ich dann von den Spielern auch ein gemeinsames Spiel und kein boykotieren des SLs.


Ferushan und Feyamius bitte nicht lesen, da Szene aus dem ersten Abenteuer:
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Bei all dem Gerede um Indizien ist mir z.B. gerade aufgefallen, dass ich am ersten Tatort gar nicht an Fußspuren gedacht habe. Die SCs sollen einen Tatort - jemand hat einen Löwen freigelassen - auf der Jahrmarktsmeile von Punin untersuchen. Sicher gibt es dort viel Durchgangsverkehr. Dennoch wäre es ja möglich, dass einer der Täter so nahe am Löwenkäfig gestanden hat, dass sich dort noch Spuren erhalten haben. Wenn jetzt ein Spieler auf die Idee kommt, nach Fußspuren zu suchen, obwohl ich das wie gesagt vergessen habe, dann hätte ich damit kein Problem - der Spieler kann gerne seine Declaration machen. Geht sie schief, erhält er eben die falschen Fußspuren, gelingt sie, hat er jetzt eine Vergleichsfußspur.

Noch eine Idee: Das Schloss des Käfigwagens wurde aufgebrochen. Wenn ein Spieler jetzt will, dass dieser spezielle Dietrich irgendeine eigenartige Spur am Schloss hinterlassen hat (z.B. könnte der Dietrich ja beim letzten Einbruch mit einer auffälligen Farbe in Kontakt gekommen sein, von der man jetzt Spuren am Schloss findet und mit der man dann eine Vergleichsmöglichkeit mit bei den Verdächtigen sichergestellten Dietrichen hätte, dann ist mir das auch eine Declaration wert.


Ich hoffe, beide Beispiele machen deutlich, was ich mit Sinnhaftigkeit einer Declaration meine.

Völlig sinnlos wäre es z.B., wenn meine Spieler ihre SCs einen völlig Fremden auf dem Jahrmarkt anhalten und dann den Fakt erschaffen wollen, dass er einen Dietrich mit auffälliger Farbe dran in der Tasche hat, um so den Tatverdächtigen herbeizudeklarieren.

Es ist nicht geplant, mit ständiger Ablehnung einer Declaration dann den Spielern zu zeigen, wo die richtigen Indizien zu finden sind. Aber was das angeht verlasse ich mich auf die Integrität meiner Mitspieler.

Praion:
Eine Declaration soll ja auch niemals den Plot lösen sondern ihn in eine gewünschte Richtung bewegen. Genauso wie ich nicht den Schlaganfall des bösen Magiers deklariere aber vlt., dass er eine schwäche für junge Damen wie mich hat und mich deshalb nicht direkt angreift.

Es sagt niemand, dass sowas die Deus ex Machina sein soll, wohl aber meine Fähigkeit die Handlung wo hin zu lenken.

Auribiel:

--- Zitat von: Praion am 19.08.2012 | 16:13 ---Eine Declaration soll ja auch niemals den Plot lösen sondern ihn in eine gewünschte Richtung bewegen. Genauso wie ich nicht den Schlaganfall des bösen Magiers deklariere aber vlt., dass er eine schwäche für junge Damen wie mich hat und mich deshalb nicht direkt angreift.

Es sagt niemand, dass sowas die Deus ex Machina sein soll, wohl aber meine Fähigkeit die Handlung wo hin zu lenken.

--- Ende Zitat ---

Bitte nochmal für diesen Thread:

FAKT ist, dass wir eine Kriminalkampagne spielen werden, was nicht vom SL mal so beschlossen wurde, sondern von den Mitspielern auch mitentschieden wurde.

Insofern kann man - wie ich schon mehrfach sagte - natürlich auch Declarations und Fakten anbringen. Aber den Spielern ist durchaus klar, dass sie damit nicht in JEDE gewünschte Richtung führen können. Sie könnten z.b. festlegen, dass der Butler eine Schwäche für hübsche Damen hat, daher abgelenkt war und nicht mitbekam wie xyz, aber nur, wenn die Ausrichtung des Butlers nicht notwendigerweise für den Fall schon festgelegt wurde. Steht da im Hintergrund schon die Festsetzung meinerseits "der Butler steht nur auf Männer, ist verliebt in den Täter und hat deswegen mit dem gemeinsame Sache gemacht um xyz", dann ist die Declaration leider nicht möglich... da sie sonst die Beweiskette und Überführungsmöglichkeiten für die Spieler selbst kippt.

Könnte mir das ja so vorstellen:

Spieler 1 will den Fakt schaffen, dass der Butler auf hübsche Damen steht, da er vermutet, er war abgelenkt und hat daher nicht gesehen, wie der Täter ins Haus kam, weil vornedran gerade zwei Schönheiten herumflanierten.

S1 (als Ermittler): Na mein Guter, unter uns gesprochen, ich hab gehört, an dem Abend waren zwei richtig hübsche Mädels bei Euch in der Straße. Also ich kann sehr gut verstehen, wenn man da mal stehen bleibt und bisschen schaut und man sich dann nicht so richtig auf die Begrüßung der Gäste konzentrieren kann... (Würfelt ggf. auf Charme, um den Butler um den Finger zu wickeln... was auch klappt...)
Butler: Naja, also die Damen... also... wisst ihr, dass ihr ein ausgesprochen hübscher Mann seid?
S1 (als Ermittler): o.O;;; Oh, jetzt verstehe ich, ähm...


Die Declaration hat zwar nicht gegriffen, aber Spieler 1 bzw. dessen Ermittler hat trotzdem eine interessante Tatsache ans Licht gebracht. Das bringt mich auch nochmal auf die Frage von Bombshell: Unter der Voraussetzung kann es durchaus erwünscht sein, dass ein "abgelehnter Indiz" selbst zu einem Indiz wird. Die Aufdeckung hat sich der Spieler auch redlich erspielt und verdient. Und da kann man dann auch weiterhin ansetzen.

Auribiel:
Ich kapere mal meinen eigenen Thread:

Um an die Indizien zu kommen (und da im Hintergrund eine Deadline läuft) möchte ich vermehrten Wert auf die Dauer der Ermittlungen legen. Kommen folgende Basiszeiten ungefähr hin?

Basiszeiten:
Befragung - 30 Minuten (eher Charme)
Verhör - 1 Stunde (eher Einschüchtern)
Szene-/Ortswechsel - 30 Minuten (ev. Reiten)
Alchemistische Untersuchung   - 30 Minuten (man weiß eigentlich schon, um was es sich handelt)
                    - mehrere Stunden (man kennt grob die Stoffgruppe)
                    - halber Tag (man hat überhaupt keine Ahnung, um was es sich handelt)
Durchsuchung - 1 Stunde (kleines Haus)
          - Mehrere Stunden (Stadtvilla)
            Zusätzliche Faktoren erhöhen (z.B. gut verborgenes Geheimfach, extrem
                kleiner Gegenstand) oder senken (man sucht eine Person, mehrere
               Personen suchen) die Zeitdauer je um 1.

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