Pen & Paper - Spielsysteme > Fate
Kriminalplots mit Fate
Tim Finnegan:
--- Zitat von: Auribiel am 20.08.2012 | 22:03 ---Findest du das nicht ungerechtfertigt? Wir haben einen anderen Spielstil und Anspruch an FATE (wohl da wir eben alle vier aus der DSA-Ecke kommen) als du. Und was ist da nun schlimm dran? Ich denke, dass man auch ganz klassisch mit FATE spielen kann und nicht massiv PE betreiben und Plot während des Plays entwickeln MUSS.
Ist toll, wenn FATE das bietet und in anderen Settings werde ich das gerne auch mal benutzen. Aber jetzt NICHT. Und das ist auch so GEWOLLT. ;)
--- Ende Zitat ---
Ich habe mich da etwas absolut ausgedrückt, einfach aus einem mir bekannten Problem heraus: Frag Leute was sie wollen und nicht wollen und du bekommst immer die gleichen Antworten, mehr doer wenigre konsistent und wenn sie dann am Spieltisch sind haben sie trotzdem alle Spaß.
Ansonsten verfasse ich dir gleich mal ne PM und du wirst sehen worauf ich vorhin angespielt habe, das sprengt aber jetzt den Rahmen hier und kann nachher noch eingefügt werden. Ich hoffe du bist noch so lange wach ;)
Bad Horse:
Klassisches Fate und krasses Indie-Fate sind ja nur zwei Extrem-Pole. Wir haben meistens relativ klassisch gespielt, aber mit ein paar mehr Indie-Aspekten - Spieler können ihre Meta-Einfälle besser umsetzen, die Charaktere rocken genau da, wo sie sollen, und Nachteile sind nicht einfach ein drangeflanschte "Ich brauch noch Punkte"-Geschichte, sondern echte Charaktermerkmale.
Das läuft auch ohne ständige Compells. Mir würde es total auf den Geist gehen, wenn ich dauernd hin- und hercompellt würde. Ich compell mich aber eh lieber selbst.
@Auri: Laß dich nicht ärgern. Fate hat ja die Stellschrauben, dass man es klassisch spielen kann, nicht ohne Grund.
Oberkampf:
--- Zitat von: Auribiel am 20.08.2012 | 22:09 ---
Langsam vergeht mir echt die Lust auf FATE, wenn mir jeder da versucht mir und meiner Gruppe da Vorschriften zu machen. Dann wohl doch lieber DSA3. :P
--- Ende Zitat ---
Versteh mich bitte nicht falsch, ich will nicht Dir vorschreiben, wie Du FATE spielen sollst, ich will verstehen, warum meine Gruppe auf diese Art FATE spielen will, und hoffe, dass Du mir das erklären kannst. Ich frage mich nämlich auch, warum wir für den Kram, den die Gruppe spielen will, nicht ein bekanntes System nehmen, denn DF ist für alle etwas Neues. Bei euch scheint FATE ja auch eher eine Neuerung zu sein. Was hat Dich und Deine Gruppe bewogen, eben nicht DSA3 zu nehmen?
Auribiel:
--- Zitat von: Tim Finnegan am 20.08.2012 | 22:10 ---Ansonsten verfasse ich dir gleich mal ne PM und du wirst sehen worauf ich vorhin angespielt habe, das sprengt aber jetzt den Rahmen hier und kann nachher noch eingefügt werden. Ich hoffe du bist noch so lange wach ;)
--- Ende Zitat ---
Danke, ich bin noch ein Weilchen wach und werd die PN nachher lesen. ;)
--- Zitat von: Bad Horse am 20.08.2012 | 22:11 ---@Auri: Laß dich nicht ärgern. Fate hat ja die Stellschrauben, dass man es klassisch spielen kann, nicht ohne Grund.
--- Ende Zitat ---
Danke, ich mag FATE ja auch gerade WEGEN der Stellschrauben. :d
--- Zitat von: SLF am 20.08.2012 | 22:18 ---Was hat Dich und Deine Gruppe bewogen, eben nicht DSA3 zu nehmen?
--- Ende Zitat ---
DSA4 hat zwar viele Nachteile, aber gerade frei wählbare (und damit auch den Char beschreibende) Vor- und Nachteile finden meine Spieler und ich gut. Also wäre nur ein DSA3 mit stark modifizierter Charerschaffung + weiterer Hausregeln möglich. Und dazu hat DSA3 noch einige andere Schwächen (z.B. finde ich Nachforschen als eigene Fertigkeit sehr gut).
Jetzt hätte da noch Savage World im Raum gestanden. Das habe ich mit meiner Gruppe schon angespielt, aber das ist uns wieder ZU kampflastig auf die Dauer.
Da ich mir schon FATE angeschaut hatte, blieb also dieses System. Mit anderen Universal-Systemen wie Gurps (GRUSEL! Sorry, ich komm mit dem System überhaupt nicht klar, ich glaube, es hasst mich!!11) und Co. hab ich nichts am Hut. Ich will spielen und nicht erst wieder hunderte Seiten lang eine neues System von Grund auf lernen müssen.
Die Entscheidung für FATE war also
a) kurzes und flexibles Regelwerk
b) Charerschaffung die auch Beschreibung des Chars erlaubt, abgesehen davon fanden wir die Aspekte bei der Erschaffung toll. (okay, bis auf einen Spieler, der hätte lieber gleich DSA4 gespielt, aber da stellt sich dann bei einer Mitspielerin und mir alles quer.)
c) die Möglichkeit, dass die Spieler die Geschichte stärker mitgestalten KÖNNEN. Nicht MÜSSEN. Bei einigen deiner Aussage (nicht böse gemeint) habe ich den Eindruck, für dich muss im Spiel immer ZWINGEND PE dabei sein, egal ob notwendig oder nicht, es muss da rein.
Ich empfinde die Aspekte als Hilfe für die Spieler und den Spielleiter, den SCs mehr Tiefe zu verleihen und den Spielern mehr Möglichkeiten zum Mitgestalten zu geben. Aber die Spieler sind für mich NICHT die Sklaven der Aspekte (wie mir das bei manchen Beiträgen hier so vorkam).
Aus dem Grund sehe ich auch kein Problem, dass man recht klassisch spielt, mit für den Krimifall (der keinen festen PLOT, sondern nur vorgegebene Indizien und Täter hat) eingeschränkten Möglichkeiten zum Fakten erschaffen.
Ansonsten hast du mir mit deinen Tipps zu den Aspekten wirklich geholfen und ich will da morgen versuchen, etwas dazu umzusetzen, dass du dir mal anschauen kannst, was ich vorhab.
Ergo: Meine Spieler (und deine ev. auch) fühlen sich auf klassischem Terrain einfach sicherer. ABER es reizt sie die Möglichkeit, wenn sie WOLLEN auch mehr von den Zügeln in die Hand zu nehmen. Aber wieso sollte man sie dazu ZWINGEN?
Oberkampf:
--- Zitat von: Auribiel am 20.08.2012 | 23:13 ---
c) die Möglichkeit, dass die Spieler die Geschichte stärker mitgestalten KÖNNEN. Nicht MÜSSEN. Bei einigen deiner Aussage (nicht böse gemeint) habe ich den Eindruck, für dich muss im Spiel immer ZWINGEND PE dabei sein, egal ob notwendig oder nicht, es muss da rein.
--- Ende Zitat ---
Ja, ich glaube, da beschreibst Du meine Erwartungen an FATE ziemlich richtig. Solche PE-Erwartungen habe ich in Grenzen bei Marvel Heroic Roleplaying, aber deutlich weniger bei Savage Worlds, noch weniger bei Warhammer(3). Mit Warhammer 3 habe ich mittlerweile drei Ermittlungsabenteuer geleitet, und ich bin ziemlich sicher, damit genau das machen zu können, was gewünscht wird, ergänzt um eine hohe Portion "reaktives" Charakterspiel. Bei FATE leigt mir aber sehr viel am gemeinsamen Erstellen der Geschichte mit aktiver, unvermittelter Spielerbeteiligung. Ich finde das Regelwerk auch ehrlich gesagt für klassisches Spiel nicht so bombastisch und glaube, dass es mir dafür zu "unbalanced" ist.
Navigation
[0] Themen-Index
[#] Nächste Seite
[*] Vorherige Sete
Zur normalen Ansicht wechseln