Pen & Paper - Spielsysteme > Fate

Kriminalplots mit Fate

<< < (12/20) > >>

Auribiel:

--- Zitat von: SLF am 21.08.2012 | 08:28 ---Ich finde das Regelwerk auch ehrlich gesagt für klassisches Spiel nicht so bombastisch und glaube, dass es mir dafür zu "unbalanced" ist.

--- Ende Zitat ---

Entschuldige Praion, ich hab das Gefühl, ich hab deinen Thread gekapert o.O;;;

Die Kampagne die ich leiten möchte, heißt CSI:Punin (Punin ist die Hauptstadt der entsprechenden Region in DSA). Der Name steht da nicht einfach nur so, es soll soweit möglich eine Anlehnung an besagte Serien stattfinden. Es wird zwar nicht nur um Mordfälle gehen, aber es soll um die Abenteuer der Criminal Szenen Investigation Punin gehen, also um das Ermittler-Team. Das umfasst zum einen die einzelnen Fälle, aber als Rahmenhandlung natürlich (wie in den Serien auch) das Miteinander der SCs und die Entwicklung deren Hintergrundgeschichten. Was das Miteinander und die Hintergrundgeschichten angeht, steht es den Spielern völlig offen, ihre Aspekte einzubringen und Declarations zu machen bzw. Fakten zu schaffen (meine Frau ist jetzt Schwanger und...). Was die Fälle angeht, gibt es allerdings einige feste Setzungen, an denen mit D+F (Declarations+Faktenschaffen) nicht gedreht werden kann.

Um jetzt nochmal auf die Wahl des Regelwerks zurückzukommen: Wie das bei Serien so üblich ist, haben die Hauptcharaktere meist eine sehr hohe Haltbarkeit, die Sterbensrate tendiert gegen 0 (außer es will mal wieder ein SChauspieler aussteigen oder wir haben es mit Torchwood zu tun). Die Tatsache, dass man bei FATE eigentlich nicht sterben kann (außer der Spieler WILL das so) kommt dem einfach entgegen - ohne dass ich in anderen Regelwerken an den Würfeln drehen muss. Gerade, dass die Spieler selbst über Konsequenzen entscheiden können, macht FATE mMn zum richtigen System. Das restliche PE (Ketzerei, ich weiß) isst für mich da eher Nebensache. Die Spieler haben das Leben ihrer SCs selbst in der Hand, ob sie die Story in der Hand haben, ist situationsabhängig.


Und vielleicht gibt es ja andere Systeme, in denen die Spieler frei bestimmen wann und wo ihre Chars sterben, nur ich kenne sie nicht und ich habe keine Lust, mich in noch ein neues System einzulesen, wenn FATE mir das bietet, was ich brauche. Mag sein das FATE für eine andere Art von Play NOCH BESSER geeignet ist, aber für meine Zwecke reicht es mMn aus.

Sollte sich im Praxistest herausstellen, dass dem nicht so ist, kann ich immer noch schauen, ob ich mich für was anderes entscheide. Aber wieso die Arbeit schon vorher machen?

Praion:
Kein Problem mit dem Kapern

aber ;)


--- Zitat von: Auribiel am 20.08.2012 | 23:13 ---
c) die Möglichkeit, dass die Spieler die Geschichte stärker mitgestalten KÖNNEN. Nicht MÜSSEN. Bei einigen deiner Aussage (nicht böse gemeint) habe ich den Eindruck, für dich muss im Spiel immer ZWINGEND PE dabei sein, egal ob notwendig oder nicht, es muss da rein.

--- Ende Zitat ---

Es kommt mir aber so vor als ob die Spieler die Geschichte nicht wirklich mitgestalten können weil Anfang und Ende schon feststehen.

Von wegen Sklave der Aspekte

Aus Dresden Files, Your Story:

--- Zitat ---The central character attributes in The Dresden Files RPG are called aspects. Aspects cover a wide range of elements and define what makes your character unique—basi- cally, they describe the core of your character’s identity. (By contrast, skills, stunts, and super- natural abilities could be said to paint a similar picture of what your character can do, rather than who he is.)
--- Ende Zitat ---

Dieses Zitat schreit doch danach, das Aspekte der Zentrale Teil von Charakteren sind.
(Ich habe DF genommen als Beispiel weil ich
A: da weiß wo es steht und
B: es am ehesten in die Detektiv/Noir Sache geht

Auribiel:
Praion, das liegt daran, dass du und ich völlig andere Ansprüche an das RPGen haben. Ich erinnere mich aus einem anderen Thread (da ging es irgendwie um Vertrauen in den SL usw.), dass ein Hauptanliegen von dir starkes PE ist, damit es dir Spaß macht - und das unabhängig vom Regelwerk.

Meine Mitspieler und ich sind mit DSA sozialisiert worden und spielen es mittlerweile ALLE ca. 15+ Jahre. Da allerdings eine Mitspielerin und ich mittlerweile wirklich Zustände von DSA4 bekommen - und DSA3 auch nicht wirklich eine Lösung ist (mMn untestützt FATE viele Aspekte für einen Kriminalfall besser, als dies DSA tut) - haben wir uns für FATE entschieden (oder mal anders: zwei waren dafür, einer meinte, er hat kein Problem damit, der letzte sagte, besser FATE als gar nicht spielen).

Wie du siehst, war PE wirklich kein Grund für uns, dass wir FATE als Regelwerk gewählt haben. Der Hauptgrund war, dass es ein eingänglicheres Regelwerk als DSA hat (was zugegeben keine große Herausforderung war), einigen der Mitspieler bereits bekannt war und noch dazu für jeden frei zugänglich ist. Ich wollte auch nicht von den Mitspielern verlangen, dass sie sich jetzt extra für einen Probelauf noch jeder ein Regelwerk kauft (Hintergrund dazu auch: Wir werden über Skype spielen - alle Mitspieler am Tisch bei sich daheim mal reingucken lassen, geht leider nicht!). UND: Bei FATE stirbt man nur, wenn man will.

Also nochmal: PE ist uns (erstmal) nicht wichtig, sondern die anderen Vorzüge des FATE-Systems gaben den Ausschlag.

Praion:
Verstehe ich schon, ich finds aber auch schade, wenn ein so schickes System nicht voll genutzt wird.

Auribiel:

--- Zitat von: Praion am 21.08.2012 | 10:52 ---Verstehe ich schon, ich finds aber auch schade, wenn ein so schickes System nicht voll genutzt wird.

--- Ende Zitat ---

Zugegeben... aber wir sind ja Neulinge, ich rechne damit, dass es mit der Zeit auch mehr PE wird, wenn Mitspieler und SL (also ich) sicherer im System sind. Und abgesehen von den Fakten des Falls (sieh sie doch einfach als vom SL deklariert) können sie auch PEen soviel sie wollen. Okay, wenn jemand die Kaiserin schwängert, gibt's aber Zoff...

Navigation

[0] Themen-Index

[#] Nächste Seite

[*] Vorherige Sete

Zur normalen Ansicht wechseln