Pen & Paper - Spielsysteme > Fate
Kriminalplots mit Fate
LordBorsti:
@Praion:
Nach meiner Erfahrung fordern die Spieler PE bei FATE recht schnell selbst ein. Spätestens wenn einer per Declaration den den ersten "Coolen Moment" erzeugt hat, werden die Spieler, die Bock auf sowas haben, nachziehen.
Nach meinen Erfahrungen reguliert sich das in der Runde ganz gut selbst, wieviel PE gewünscht ist.
Das einzige was dabei wichtig ist -und das würde ich dir Auribiel Nahe legen - ist nicht von vorne herein Declarations, die den Plot ändern, komplett auszuschließen.
Wenn also einer der Spieler mit einer Declaration ankommt, die den Plot umschmeißen würde, nicht reflexartig ein Veto einlegen, weil du es so gewohnt bist, sondern kurz drüber nachdenken, ob du nicht auf Basis deiner Unterlagen den Gedanken aufnehmen und weiter improvisieren kannst. Häufig kann man den Gedanken mit relativ wenig Aufwand weiterspinnen, weil die Spieler ihre Declarations nach meinen Erfahrungen mein vielen Fällen bewusst (oder unbewusst) plausibel in den Plot einbinden. Das Veto also eher bewusst benutzen, wenn die Declaration dich als SL in eine Sackkasse bringen würde.
Probiers also einfach mal aus, wenn du eine Idee hast so eine Plotänderung weiterzuspinnen. Dadurch können du und deine Gruppe mal abtasten, welche Menge an PE sich für dich und deine Gruppe am besten anfühlt.
Du wirst meistens ein paar Spieler haben die PE-Mechaniken häufiger anwenden und ein paar die eher "klassisch" spielen. Das schöne an FATE ist, dass beide Seiten zusammen spielen können ohne das es groß hakt.
Oberkampf:
--- Zitat von: Abd al Rahman am 24.08.2012 | 09:53 ---FATE ist eigentlich für "Wer ist der Täter?" Krimis bestens geeignet. Ich versteh nicht, warum hier so darauf rumgeritten wird, dass der Fokus bei FATE die Charaktere und deren Drama ist und das so ziemlich "Wer ist der Täter?" Abenteuer zuwider läuft.
Wenn ich mir die ganzen modernen US-Krimiserien, wie Bones, Criminal Minds, The Closer, The Mentalist etc. anschaue, dann seh ich jede Menge Drama der Ermittler. Ich kann deren Aspekte und deren Compells förmlich riechen. Und trotzdem geht es darum, wer denn der Täter ist.
Keine Ahnung, warum ihr FATE so kastrieren wollt.
--- Ende Zitat ---
Es geht mir eher um die Frage der Vorrangigkeit. In den von dir genannten Beispielserien ist die Tätersuche nicht vorrangig, sondern gleichrangig zu der Charakterentwicklung. bzw. zu den Charakterdramen. Deshalb mein Deep Space Nine-Beispiel, das ist Sci-Fi und Soap. In klassischen "englischen" Kriminalromanen (aber auch bei amerikanischen Whodunit? wie denen von Ellery Queen) steht die Tätersuche allerdings im Mittelpunkt, es geht vornehmlich darum, verzwickte Rätsel zu lösen und aus scheinbar nebensächlichen Indizien abstruse, aber zutreffende Schlussfolgerungen zu ziehen. Der ermittelnde Detektiv beobachtet und analysiert das Geschehen von außen.
Das kann man auf mehrere Arten rollenspielerisch aufbereiten, z.B. als Rätsel an die Spieler (wie es bei einigen Richter-Di-Abenteuern von Midgard gemacht wird), oder als Skill-Challenge für die Charaktere (was in Richtung Gumshoe geht). In jedem Fall spielen die SCs aber eine untergeordnete Rolle, das Abenteuer würde mit anderen SCs nicht anders verlaufen. So kann man Fate spielen - aber so kann ich auch jedes andere Rollenspiel spielen, und wenn ich sowas leiten will, fühle ich persönlich mich auch mit traditionellen Rollenspielen "sicherer". Anstelle von Aspekten reichen da schon die üblichen Regelungen für Charakternachteile oder schwache Attribute, um die nötige "persönliche Note" des Charakters in die Abenteuer einzubringen.
Auribiel:
--- Zitat von: LordBorsti am 24.08.2012 | 12:52 ---Das einzige was dabei wichtig ist -und das würde ich dir Auribiel Nahe legen - ist nicht von vorne herein Declarations, die den Plot ändern, komplett auszuschließen.
Wenn also einer der Spieler mit einer Declaration ankommt, die den Plot umschmeißen würde, nicht reflexartig ein Veto einlegen, weil du es so gewohnt bist, sondern kurz drüber nachdenken, ob du nicht auf Basis deiner Unterlagen den Gedanken aufnehmen und weiter improvisieren kannst. Häufig kann man den Gedanken mit relativ wenig Aufwand weiterspinnen, weil die Spieler ihre Declarations nach meinen Erfahrungen mein vielen Fällen bewusst (oder unbewusst) plausibel in den Plot einbinden. Das Veto also eher bewusst benutzen, wenn die Declaration dich als SL in eine Sackkasse bringen würde.
--- Ende Zitat ---
Veto!!!
Tschuldigung! :D
Ich wollte nur einwerfen: Es ist ja nicht so, dass ich nicht auch bereits bisher, gute Spielerideen bzw. deren Handlungen aufgegriffen hätte, sogar wenn sie den Plot verändert und zu neuen "Enden" einer Story geführt haben. Hey, ich hab sogar DSA so gespielt! Dazu brauch ich kein FATE oder Zusatzregeln für PE. :d
Was ich (mit einer gegen 100% tendieren Wahrscheinlichkeit) NICHT mitmachen werde, sind Declarations, die bereits geschehene Dinge (und dazu gehört auch der Tathergang) negieren werden. Sorry, wir spielen hier nicht Dr. Who, sondern Krimi. *miep*
LordBorsti:
Bei Dr. Who machen sogar Declarations sinn, die gerade geschende Dinge verändern bzw. ihnen widersprechen ;D
Auribiel:
--- Zitat von: LordBorsti am 24.08.2012 | 19:42 ---Bei Dr. Who machen sogar Declarations sinn, die gerade geschende Dinge verändern bzw. ihnen widersprechen ;D
--- Ende Zitat ---
:d Mal schauen, vielleicht wird's ja mal was...
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