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Kriminalplots mit Fate
Naldantis:
--- Zitat von: Nocturama am 24.08.2012 | 11:00 ---Nein, wir spielen das wie gesagt ganz traditionell: Täter und Tathergang stehen fest und können nicht durch Declarations geändert werden. "Herbeierzählen" kann man zusätzliche Beweise (wenn es um's überführen geht), dass einem ein Involvierter aus einem bestimmten Grund besser gesonnen ist (oder schlechter gesonnen ist, wenn man lieber mehr Probleme haben will) und da es in unserem Fall ja meist um übernatürliche Kreaturen geht, kann man auch noch Fakten über die Monster erfinden.
--- Ende Zitat ---
Ah, klar.
Aber kommt es nicht vor, daß Spieler A NPC C für den Täter hält und Beweise in die Story hineinPEt, Spieler B aber gleiches für NPC D tut?
Oder ein Spieler einem Monster Attribute zuschreibt, die Teile des Hintergrundplots (oder der bereits vergangene Ereignisse) unmöglich macht?
Jiba:
Sorry, Nadalantis, aber an sowas glaube ich nicht. Ich habe schon in vielen Konstellationen gespielt, auch in miesen, in den die Spieler sich nicht grün waren, aber es ist noch nie passiert, dass ein Spieler eine Entwicklung wissentlich in die Unplausibilität stürzt. Es gibt genau zwei Situationen, in denen ich mir vorstellen kann, dass sowas konkret am Spieltisch geschieht:
1. Dem Spieler ist nicht klar, dass er eine Unplausibilität erzeugt, doch andere am Tisch wissen davon. Dieses Problem wird behoben, indem entweder der SL vetot, oder die Gruppe als solche kurz klärt, was denn hier das Problem ist.
2. Allen mit Ausnahme des SLs ist diese Unplausibilität nicht klar. Dies ist der Fall, wenn die Informationen, die durch die PE-Aktion des Spielers verändert werden, bislang den Spielern gar nicht offenbar sind. Auch das ist kein Problem, wenn der SL beim PE mitzieht und seine Geschichte entsprechend verändert. Da niemand außer dem SL um die Unplausibilität weiß, liegt auch keine Unplausibilität für die Spieler vor.
Überhaupt glaube ich, dass es immer (ja, ganz recht: IMMER!) die Möglichkeit gibt eine entstandene Unplausibilität nach hinten raus noch plausibel wirken zu lassen. Da ist nicht viel Schwieriges dabei.
Naldantis:
--- Zitat von: Praion am 24.08.2012 | 11:02 ---Weil es eben NICHT primär darum geht wer eigentlich der Mörder ist sondern mehr um die Leute. Genauso wie es in einer House Folge an sich nicht darum geht was der Patient für ne KRankheit hat sondern we er und Cuddy sich streiten.
--- Ende Zitat ---
Deine Auffassung.
Mir gehen die zweckfreien Sentimentalitäten meist nur auf den Frack und ich tendiere zum Wegzappen (bzw. Verfolge den Film eh nur mit einem Ohr, wärend ich eigentlich etwas anderes mache) - House war da ein besonders krasses Beispiel, in dem im eigentlichen 'Fall' schon genug Drama und Comic Relief war, das man den Beziehungswust hätte auch einfach weglassen können und sollen.
Naldantis:
--- Zitat von: Jiba's Green am 25.08.2012 | 10:15 ---Überhaupt glaube ich, dass es immer (ja, ganz recht: IMMER!) die Möglichkeit gibt eine entstandene Unplausibilität nach hinten raus noch plausibel wirken zu lassen. Da ist nicht viel Schwieriges dabei.
--- Ende Zitat ---
Ich befürchtete da schon eine kombination aus Deinen Punkten 1 & 2:
Die beiden Akteure merken es nicht, weil jeder im Kopf auf seinen Tathergang fixiert ist.
Der SL merkt es, kann aber in der kurzen Zeit die Implikationen nicht abschätzen und die beiden nicht konstruktiv eingrenzen sondern nur blocken oder machen lassen.
Der Rest guckt sich das verwirrt an und wieß auch nicht, worauf die beiden hinauswollen; und selbst wenn, dann hätten sie weder präferenzen noch die entschlossenheit, einen der beiden abzubügeln.
Natürlich kann das der SL wie Du sagst immer retten, nur muß er dazu soviel umbauen und so weite Bögen schlagen, daß zumindest ich als SL da streike.
Jiba:
--- Zitat von: Naldantis am 25.08.2012 | 12:24 ---Die beiden Akteure merken es nicht, weil jeder im Kopf auf seinen Tathergang fixiert ist.
--- Ende Zitat ---
Ja, aber sobald sowas auftaucht, redet man doch drüber.
--- Zitat von: Naldantis am 25.08.2012 | 12:24 ---Der SL merkt es, kann aber in der kurzen Zeit die Implikationen nicht abschätzen und die beiden nicht konstruktiv eingrenzen sondern nur blocken oder machen lassen.
Der Rest guckt sich das verwirrt an und wieß auch nicht, worauf die beiden hinauswollen; und selbst wenn, dann hätten sie weder präferenzen noch die entschlossenheit, einen der beiden abzubügeln.
--- Ende Zitat ---
Das sind aber viele "Wenns"... zumal ja niemand was von "kurzer Zeit" schreibt. Was ist denn, wenn der SL sagt: "Oh, damit habe ich nicht gerechnet. Gebt mir 30 Minuten, dann gehts weiter."
--- Zitat von: Naldantis am 25.08.2012 | 12:24 ---Natürlich kann das der SL wie Du sagst immer retten, nur muß er dazu soviel umbauen und so weite Bögen schlagen, daß zumindest ich als SL da streike.
--- Ende Zitat ---
Ach, komm schon... wo ist es denn viel Aufwand und Umarbeiterei einfach zu sagen: "Hmm, ja, die Idee von Spieler Hans-Otto gefällt mir besser, dann machen wir es doch so." Und deine "weiten Bögen" müssen nur dann geschlagen werden, wenn ein SL wirklich das ganze Ding haarklein geskriptet hat. Wenn nicht, muss maximal ein Pfeilchen auf der R-Map geändert werden.
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