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Welches Attribut für Angriff im Nahkampf?
Gummibär:
--- Zitat von: Luxferre ---Gegenfrage: welches System?
--- Ende Zitat ---
Die Idee, an einem existierenden System derartig rumzubasteln, finde ich schon ziemlich gewagt.
--- Zitat von: Luxferre ---Welche Attribute stehen zur Auswahl?
--- Ende Zitat ---
Ich glaube Stärke, Schnelligkeit/Schnellkraft (kann man das überhaupt trennen?) und Geschicklichkeit liefern eine gute Diskussionsbasis.
--- Zitat von: Arldwulf --- Jedes. Ob der Angriff nun so gut ist weil mit ganzer Kraft, mit Zielgenauigkeit, mit einer geschickten Finte, mit taktischer Vorarbeit oder durch bessere Kondition oder unter Entdecken einer Schwachstelle beim Gegner geführt wurde macht zwar einen Unterschied. Aber es sollte eben auch alles möglich sein.
--- Ende Zitat ---
Dass bei einem ausgeruhten Kämpfer während eines kurzen Kampfes ein Angriff auf Kondition basiert, halte ich für inakzeptabel.
Auch kann der Magier nicht einfach auf Intelligenz ausweichen und seine körperlichen Attribute unter den Tisch fallen lassen.
--- Zitat von: Tharsinion --- Im unbewaffneten Nahkampf (sofern vorhanden) Stärke. Frag dich mal warum ALLE kompetitiven, waffenlosen KS (Kampfsportarten) Gewichtsklassen haben^^. Um die schwereren Kämpfer von den leichteren zu schützen? Sicher nicht....
--- Ende Zitat ---
Hm, um zu diskriminieren? Bei Leichtathletik gibt es ja auch keine Gewichtsklassen, obwohl die fetten Leute da immer verlieren, so lange sie nicht gegen andere fette Leute antreten.
Hm, und was ist mit dem Gerücht, dass sich schwere Leute besser werfen lassen? Und dass es eh nur auf Technik ankommt (z.B. bei Judo u.ä., natürlich nicht bei Kickboxen)?
Ich würde da außerdem unterscheiden: Zuerst geht es darum, zu treffen. Dann geht es darum, den Effekt zu bestimmen. Letzterer hängt von Stärke ab, das ist ja auch in Systemen so, bei denen Treffen rein auf Geschick basiert.
Arldwulf:
--- Zitat von: Gummibär am 18.10.2012 | 06:13 ---Daß bei einem ausgeruhten Kämpfer während eines kurzen Kampfes ein Angriff auf Kondition basiert, halte ich für inakzeptabel.
Auch kann der Magier nicht einfach auf Intelligenz ausweichen und seine körperlichen Attribute unter den Tisch fallen lassen.
--- Ende Zitat ---
Von unter den Tisch fallen lassen könnte man ja auch nur sprechen wenn es keine Unterschiede macht. Jeder der genannten Angriffe wäre aber unterschiedlich. Mal ganz von der Frage abgesehen ob es in dem System überhaupt Magier gibt und ob diese Intelligenz zum Zauberwirken benötigen.
Es gibt eigentlich wenig Gründe Angriffe pauschal auf ein Attribut des Charakters zu beschränken.
Tharsinion:
@OldSam: Hier unterscheiden sich unsere Erfahrungen wohl merklich. Die Trennung von KKs und KS ist ein guter Punkt: KKs haben einen viel geringeren Leistungsdruck, dort überleben ineffiziente Verhaltensweisen weitaus länger als das in einer KS der Fall wäre (Wettkampfaspekt usw.). Gerade die harte Kontrolle durch einen geregelten Kampf bedeutet ein schnelles aus für ineffiziente Verhaltensweisen.
Das aber nur mal am Rande ohne in die Diskussion KS vs KK abdriften zu wollen ;) Du warst wohl jshrelang im KK Sektor tätig und ich im KS, da Treffen Welten aufeinander ;)
Zur technischen Überlegenheit: Da gebe ich dir Vollkommen Recht! Ein Kämpfer der eine gute Technik hat ist einem ohne Technik überlegen auch wenn er weniger Kraft hat (nachzusehen in UFC 1-3, damals galt noch anything goes bis auf Augenstiche und Genitalschläge). Es war hier aber nach einem Attribut und nicht der Fertigkeit gefragt (siehe Ausganspost). Bei 2 technisch gleich trainierten Kämpfern (Fertigkeit Kämpfen gleich) siegt derjenige mit der höheren Stärke (wenn wir davon ausgehen, dass Stärke alle Kraftarten umfasst, so z.b. Maxkraft, Schnellkraft (ein Teil davon), KAD).
Das kann jeder selber bestätigen wenn er in nem harten Sparring (von mir aus auch no Rules) gegen einen stärkeren Kämpfer gleicher Fertigkeit antritt. Körperkraft diktiert bei gleicher Technik den gesamten Kampfverlauf (Überraschungssituationen ausgeklammert), alle "Techniken" und Verhaltensweisen die der schwächere kämpger durchführen kann stehen dem stärkeren ebenso offen nur in viel potenterer Wirkung.
Die fragilen Stellen von denen du redest brauchen in der Tat nicht viel Belastung um nach zugeben (Eyegouging, Weichteile, Ohren, Fishhooking usw.). Um aber im echten Kampf in eine Position zu kommen diese Techniken sicher anwenden zu können ist bei gleicher Trainingsstufe fast ausnahmslos eine höhere Kraft notwendig, ansonsten ist man einfach zu sehr damit beschäftigt nicht auf die Fr**** zu kriegen, da ein bis zwei Treffer an einer weniger optimalen Stelle bei einem stärkeren Kontrahenten einfach zum aus führen. (Die Ausnahme hier wie mir gerade ein gefallen ist sind Typen wie Anderson Silva, deren Beweglichkeit, Timing und Auge einfach 100 Mal besser sind als die anderer professioneller Kämpfer. So jemand, so selten es ihn gibt, hätte den Luxus sich von einem stärkeren Gegner nicht den Kampfablauf vorgeben lassen zu müssen).
Was wirklich noch mit rein spielt ist bei längerer Kampfdauer die Ausdauer (sofern die in besagtem System nicht ebenfalls unter Stärke fällt). Wer nach 5 mins "out of gas" ist und wenn es dem Kontrahenten nicht ebenso ergeht, der fängt sich halt ne Packung ein...
@Gummibaer: sry aber das ist Blödsinn. Kräftigere (Merke, nicht schwerere!, also keine Fettsäcke) lassen sich nicht leichter werfen sondern schwerer. Geh in einen Ringen/Judo/Luta Livre/BJJ Verein deiner Wahl (in der Reihenfolge) und bitte einen 60 kg Wettkämpfer einen 90 kg Wettkämpfer zu werfen... Mal schaun was der dir sagt...
Zum "Zuerst Treffen": Das kann man nicht so klar von einander trennen. Wenn du gegen einen stärkeren, gleich trainierten Gegner kämpfst ändert sich automatisch dein Verhältnis von Offensive zu Defensive weil du dir keinen Treffer des Gegners erlauben kannst (nicht mal einen leichten/schlechten, denn der "leichte" faltet dich schon so, das es vorbei sein kann). Und es ist leider nun mal Tatsache, dass man während des eigenen Angriffs am schlechtesten geschützt ist (auf das Standup bezogen). Ergo diktiert der stärkere Gegner den Kampf und während erst sich auch mit schlechten Treffern begnügen kann weil sie Wirkung zeigen, bist du gezwungen optimalst zu treffen um überhaupt eine Reaktion hervorzuzrufen.
Zur Leichtathletik: Ernsthaft? Vergleichst du einen Sport indem die Wettkämpfer gegen die Umgebungsbedingungen antreten mit einer Situation in der sich zwei Leute das Leben nehmen wollen/sich kampfunfähig machen wollen?
Edit: Sorry für die Rechtschreibung, ich tippe das erste Mal von einem "Ipad" aus..
Gummibär:
@ Arldwulf
--- Zitat von: Arldwulf am 17.10.2012 | 09:34 ---Jedes. Ob der Angriff nun so gut ist weil mit ganzer Kraft, mit Zielgenauigkeit, mit einer geschickten Finte, mit taktischer Vorarbeit oder durch bessere Kondition oder unter Entdecken einer Schwachstelle beim Gegner geführt wurde macht zwar einen Unterschied. Aber es sollte eben auch alles möglich sein.
--- Ende Zitat ---
Da ist entscheidend, ob du gerade über Frage 1 oder Frage 2 redest.
--- Zitat ---Es gibt eigentlich wenig Gründe Angriffe pauschal auf ein Attribut des Charakters zu beschränken.
--- Ende Zitat ---
Meinst du damit, dass ein Angriff nicht auf nur einem Attribut basieren darf? Oder dass ein Angriff nicht immer auf demgleichen Attribut basieren darf? Oder beides?
--- Zitat --- Mal ganz von der Frage abgesehen ob es in dem System überhaupt Magier gibt und ob diese Intelligenz zum Zauberwirken benötigen.
--- Ende Zitat ---
Das ist irrelevant. Selbst wenn es nichtmal Gelehrte gibt – für einen Nahkampfangriff muss immer ein körperliches Attribut berücksichtigt werden. Das ist die Aussage.
@ Tharsinion
Die Frage ist, ob bei gleichem Fertigkeitswert derjenige gewinnt, der eher stark und ungeschickt ist oder derjenige, der eher schwach und geschickt ist.
Dass derjenige gewinnt, der stark und geschickt ist im Vergleich zu dem, der schwach und geschickt ist, ist doch trivial.
--- Zitat ---Was wirklich noch mit rein spielt ist bei längerer Kampfdauer die Ausdauer (sofern die in besagtem System nicht ebenfalls unter Stärke fällt). Wer nach 5 mins "out of gas" ist und wenn es dem Kontrahenten nicht ebenso ergeht, der fängt sich halt ne Packung ein...
--- Ende Zitat ---
Ja, aber die Ausdauer ist kein Attribut, sondern eine Ressource. Sonst könnte sie ja auch nicht leer werden.
--- Zitat ---Zur Leichtathletik: Ernsthaft? Vergleichst du einen Sport indem die Wettkämpfer gegen die Umgebungsbedingungen antreten mit einer Situation in der sich zwei Leute das Leben nehmen wollen/sich kampfunfähig machen wollen?
--- Ende Zitat ---
Du stellst es so dar, als ob sich im Kampfsport zwei Leute das Leben nehmen wollen und fragst mich, ob meine Aussage ernsthaft ist? ;)
Naja das Ergebnis ist gleich: In der Leichtathletik gewinnt eine bestimmte Gruppe. Im Kampfsport gewinnt eine bestimmte Gruppe. In letzterem kriegen benachteiligte Gruppen daher eine extra Wertung und können 1. werden, einfach weil die besseren für sie aus der Wertung genommen werden. Bei Leichtathletik wird das nicht gemacht. Da sollte man das auch machen.
Holothuroid:
Mein erster Tipp wäre ja: Nahkampf.
Direkt danach mein zweiter: Hausmusik für Cello.
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