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Der Kampf, der mit einem Wurf entschieden ist
Eulenspiegel:
--- Zitat von: Taschenschieber am 26.10.2012 | 15:51 ---Wieso reichen auf einmal die Zustände der jetztigen Runde? Ich muss doch vor dem Kampf den gesamten Kampf durchrechnen können und dabei alle optimalen Pfade (abhängig von den Würfelergebnissen) analysieren, um eine Wahrscheinlichkeit berechnen zu können?
--- Ende Zitat ---
Nein, wenn Aktion 1 beim Gegner 5 Schaden verursacht und Aktion 2 beim gleichen Gegner 8 Schaden verursacht, sich ansonsten aber nichts ändert, ist Aktion 2 besser und man kann Aktion 1 verwerfen.
Ebenso ist es egal, ob du zu Beginn der 2. Runde auf Position x stehst und dort stehen bleibst oder ob du zu Beginn der 2. Runde auf Position y stehst und am Ende der Aktion auf Position x stehst. In beiden Fällen werden die gleichen Werte an die Nachfolge-Runde weitergegeben.
Crimson King:
Was ist mit Aktionen, die Zustände verursachen, die die Qualität der Folgeaktionen verändern?
Taschenschieber:
--- Zitat von: Eulenspiegel am 26.10.2012 | 16:06 ---Nein, wenn Aktion 1 beim Gegner 5 Schaden verursacht und Aktion 2 beim gleichen Gegner 8 Schaden verursacht, sich ansonsten aber nichts ändert, ist Aktion 2 besser und man kann Aktion 1 verwerfen.
--- Ende Zitat ---
Aktionen machen aber nicht 8 Schaden, sondern sie machen zum Beispiel mit 40% Wahrscheinlichkeit einen Schaden, der über die natürlichen Zahlen zwischen 3 und 8 laplace-verteilt ist.
Eulenspiegel:
@ CK
Das ist auch ein Zustand. Aber hier ist es ja egal, weshalb die Qualität der Folgeaktion geändert wurde. Es ist nur wichtig, wie stark die Qualität der Folgeaktion verändert wurde.
@ TS
Unabhängig davon kann man sagen, dass die eine Aktion mehr Schaden macht als die andere. (Die eine macht 1W6 Schaden, die andere macht 1W6+2 Schaden. Die eine macht 1W6 Schaden, die andere macht 1W8 Schaden.)
Klar gibt es auch Fälle, wo man sich beispielsweise überlegen muss, ob 1W6+1 oder 1W8 Schaden jetzt besser ist. Aber das sind Ausnahmen. Und in diesen seltenen Fällen kann man dann beide Aktionsmöglichkeiten weiterberechnen.
ArneBab:
--- Zitat von: Taschenschieber am 26.10.2012 | 15:51 ---Wieso reichen auf einmal die Zustände der jetztigen Runde? Ich muss doch vor dem Kampf den gesamten Kampf durchrechnen können und dabei alle optimalen Pfade (abhängig von den Würfelergebnissen) analysieren, um eine Wahrscheinlichkeit berechnen zu können?
--- Ende Zitat ---
Weil die möglichen Entscheidungen nicht abhängig von den Vorentscheidungen sind, sondern nur von dem Ergebnis der Vorentscheidungen.
Und mit den möglichen Entscheidungen kannst du Übergänge zwischen den Zuständen berechnen.
Durch sinnvolle Aufteilung der Zustände in welche, die ineinander übergehen können, und welche, die das nicht können, kannst du die Kosten der Berechnung dieser Übergänge minimieren, so dass du den exponentiellen Teil minimieren kannst (idealerweise so weit, dass er für die Dauer eines Kampfes nicht den Hauptteil der Rechenzeit braucht).
Beispielsweise kann durch einen Nahkampfangriff meist nur ein Charakter Lebenspunkte verlieren. Dadurch können durch Nahkampfangriffe nur Zustände ineinander übergehen, in denen sich höchstens die Lebenspunkte eines Charakters unterscheiden. Und ASP können nur dann verloren werden, wenn ein Magier handelt.
Der letzte Schritt ist dann, die besten Zustände zu analysieren und alle möglichen Pfade zu diesen Zuständen zu finden. Dafür gibt es Algorithmen der Graphentheorie.
Und das ist immernoch brute force: Inverse Modelle reduzieren den Aufwand nochmal deutlich, geben allerdings den Versuch auf, das garantierte Optimum zu berechnen, weil angenommen wird, dass dafür entweder nicht genug Informationen oder nicht genug Rechenzeit zur Verfügung steht.
Ein Optimum wird für die Aufgabe des TE aber auch nicht gebraucht: Das Ergebnis muss nur so gut sein, dass es das Verhalten menschlicher Spieler widerspiegelt.
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