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Der Kampf, der mit einem Wurf entschieden ist

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Eulenspiegel:
Wie gesagt: Ich reduziere die Gesundheit nicht auf 3 Zustände. Der Computer berechnet, dass es ab einer gewissen LE Schwelle am besten ist zu heilen.

Mal ganz ganz platt gesprochen: Wenn der Computer für 15 LE berechnet hat, dass eine Heilung diese Runde nicht notwendig ist, da der SC die nächsten Angriffe eh überlebt, dann wird auch bei 20 LE keine Heilung notwendig sein. (Wie gesagt: Ganz platt. Natürlich kommt noch die Anzahl der Gegner hinzu, die in dieser Runde den SC angreifen können.)


--- Zitat ---Und wenn die Simulation eh ungenau hoch drei ist, was hindert dich dann, in dieses Modell einfach über den Daumen gepeilte Werte à la Dungeonslayers-Gegnerhärte oder DnD-Challenge Rating einzusetzen?
--- Ende Zitat ---
Ziel der Simulation ist es ja gerade, dass das Einwurfmodell NICHT ungenau hoch drei ist.

Ansonsten ist der D&D-Challenge wert doch ein wunderbarer Beweis dafür, dass man Kämpfe ziemlich genau vorherbestimmen kann. Bei D&D haben die Autoren mit ihrem Challenge-Rating also genau das gemacht, was ich hier fordere: Sie haben berechnet, wie heftig Gegner sind und wie groß der Ressourcenverbrauch ist, um sie zu besiegen.

Im Gegensatz dazu hatte ich bei der Monsterklasse bei DSA immer das Gefühl, dass diese rein willkürlich vergeben wurde.

Blutschrei:
Wobei DnD meiner Übersicht nach auch noch eins der ganz wenigen Systeme ist, das übertriebene Lebenspunktmengen mit sich rumschleift. Das sorgt natürlich für längere Kämpfe und eine höhere Annäherung an den Durchschnitt bei Würfelwürfen. Systeme die schneller, bzw mit punktuelleren Entscheidungen entschieden werden (Man bedenke die Wundregeln nach DSA 4.1, ein kritischer Pfeiltreffer kann genauso tödlich sein, wie ein gezielter Stich.), sind nicht so zuverlässig mit einem Powerlevvel zu bewerten.

ArneBab:

--- Zitat von: Taschenschieber am 26.10.2012 | 17:02 ---Das löst aber nicht das vorangegangene Problem der Simulationsimplementierung: Reduzierst du die Gesundheit auf 3 Zustände und zwingst dich damit, dem Programm "hart" zu sagen, ab welcher HP-Grenze es sinnvoll ist, zu heilen (der PC kann ja nur aus den zwei Zustandsgrenzen wählen)? Oder implementierst du HP normal und hast dann bei 10 Kämpfern mit 10 Hitpoints schon 10 Millarden Zustände schon alleine für die Hitpoints der Kombattanten?

--- Ende Zitat ---
Oder arbeitest nicht mit roher Gewalt, sondern mit für des Problem angepassten Algorithmen, zum Beispiel inversen Methoden.

Im Idealfall fragst du einen Informatiker, der Algorithmen- und Graphentheorie gehört (und verstanden) hat. Der findet sicher noch bessere Möglichkeiten als ich.

Taschenschieber:

--- Zitat von: Eulenspiegel am 26.10.2012 | 17:16 ---Mal ganz ganz platt gesprochen: Wenn der Computer für 15 LE berechnet hat, dass eine Heilung diese Runde nicht notwendig ist, da der SC die nächsten Angriffe eh überlebt, dann wird auch bei 20 LE keine Heilung notwendig sein. (Wie gesagt: Ganz platt. Natürlich kommt noch die Anzahl der Gegner hinzu, die in dieser Runde den SC angreifen können.)

--- Ende Zitat ---

Ist auch mit der Ergänzung falsch. Was, wenn du einplanst, nächste Runde zu heilen, aber mit 80% Wahrscheinlichkeit in der nächsten Runde noch ein weiterer Charakter zu Boden geht?

Zumal es, wie gesagt, quasi unmöglich ist, Hitpoints exakt zu tracken, weil man OHNE Berücksichtigung von gezogenen Waffen, Positionen et cetera schon 10 Milliarden mögliche Zustände hat.

(Hört mir hier überhaupt irgendjemand zu?)

Eulenspiegel:
Ja, Taschenschieber, wir hören dir zu. Aber hörst du uns überhaupt zu?

Natürlich hängt es von mehreren Faktoren ab. Und natürlich wird der Algorithmus keine 10 Zeilen lang sondern ein vernünftiger ALgorithmus hat eher 1.000 Zeilen. Aber ich habe keine Lust, jetzt hier anzufangen, 1.000 Zeilen Code hinzuschreiben, die eh keiner liest. (Disclaimer: Und natürlich sind 1.000 Zeilen Code noch nicht perfekt. Wenn du eine Software-Schmiede damit beauftragst, wird sie diesen Code wahrscheinlich noch weiter verbessern und dir einen 10.000 Zeilen langen Code präsentieren.)

Schau dir doch einfach mal die D&D Challenge-Ratings von Monstern an. Das beweist doch, dass so eine Berechnung sehr wohl möglich ist!

Und bei Schach gibt es mehr als (64 über 16)*16! = 64!/48! = 10^28 Zustände alleine für eine Seite. (Und da ist noch nicht enthalten, dass Figuren auch geschlagen werden können.) Und trotzdem können Schachcomputer verdammt gut sein. (Der Trick ist halt, dass nicht in jedem Zug jeder Zustand möglich ist.)

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