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Der Kampf, der mit einem Wurf entschieden ist

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Pyromancer:

--- Zitat von: Blutschrei am 22.10.2012 | 17:10 ---Ich kann mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, wie das so einfach gehen soll, ohne den Entscheidungsbaum durchzugehen. Wenn ich nur Resourcen skalierend zu Schaden habe mag das funktionieren, aber sobald allein schon Positionierung eine Rolle spielt muss man den Kampf doch nachempfinden können.

--- Ende Zitat ---

So lange nur das Endergebnis interessiert muss man das nicht, nein.

Blutschrei:
Zu dem Endergebniss kommt man dann also wie, wenn man sämtliche Entscheidungsmöglichkeiten wegstreicht?

Dass man ein System schreiben kann, welches mit einem Würfelwurf den Konflikt löst, ist bekannt. In dem Thread geht es aber darum, ob komplexe Kampfsysteme eigentlich nur Illusion sind, da sie auch in einem Wurf abgebildet werden können, und ich wüsste auch nicht, wie man das ohne mögliche Entscheidungen zu berücksichtigen "hinreichend" genau bestimmen können sollte.

Eulenspiegel:
Vor allem geht es beim Kampf ja nicht nur darum, das Endergebnis zu bestimmen. Es geht auch um taktisches Geschick und um die Spannung während des Kampfes.

Wenn bei Schach zwei gleich gute Spieler gegeneinander antreten, könnte man das Spiel auch abkürzen, indem eine Münze geworfen wird: Bei Kopf gewinnt der eine, bei Zahl der andere. Das bildet die Wahrscheinlichkeit zu gewinnen zwar sehr gut ab, widerspricht aber dem Prinzip von Schach.

Heinzelgaenger:
Eben nicht-

Ob beim Weltmeisterschach, "Deep Blue vs Kasparov" oder beim Boxen, "Rumble in the Jungle":

Selbst wenn man alles zahlenmässig erfassen kann, hat eine Partei evtl eine guten Einfall, eine Taktik oder Strategie, mit der sie das Papier-Patt aufheben kann. Das weiss niemand, bis mans praktisch rausfindet.
Das ist der Kitzel guter Kämpfe.
Besonders, wenn das Niveau oder der Einsatz der Kombattanten hoch ist. Gilt durch die Bank für Sportarten, RPGs, dramatische Kämpfe in Filmen etc

Im Boxen nennt sich das Prinzip, das ein bestimmer Kämpfertypus einen eigentlich Besseren durch überlegene Strategie besiegen kann, "Styles make fights".
Aber es ist nicht so, dass zB ein 'Swarmer' immer einen 'Outboxer' umhaut.
Und das macht es interessant.

Bei schlechten Spielen ist diese Komponente so minimiert, dass sie praktisch keine Rolle spielt oder zahlenmässig miterfasst werden könnte.
Solche Spiele gilt es zu meiden.

Eulenspiegel:

--- Zitat von: Einzelgaenger am 22.10.2012 | 19:03 ---Selbst wenn man alles zahlenmässig erfassen kann, hat eine Partei evtl eine guten Einfall, eine Taktik oder Strategie, mit der sie das Papier-Patt aufheben kann. Das weiss niemand, bis mans praktisch rausfindet.
--- Ende Zitat ---
Richtig: Aber bei zwei gleichstarken Gegnern ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein Spieler einen guten Einfall hat, genau so groß wie die Wahrscheinlichkeit, dass der andere Spieler einen guten Einfall hat.

Und Deep Blue vs. Kasparov ist doch ein perfektes Beispiel dafür, dass die Wahrscheinlichkeit zu siegen 50:50 waren.

Von Boxen habe ich überhaupt keine Ahnung.

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