Pen & Paper - Rollenspiel > Pen & Paper - Rollenspiel- & Weltenbau

Der Kampf, der mit einem Wurf entschieden ist

<< < (66/85) > >>

Eulenspiegel:
Richtig. Das alles sind Rollenspiele.

Bei LARP kann man den Kampf nicht durchrechnen, weil nicht nur die Entscheidung sondern auch die Fähigkeit des Spielers eine Rolle spielt.
Bei LIRP kann man keinen Kampf durchrechnen, weil es keine Kampfregeln gibt.
Bei Freeforming gibt es überhaupt keine Regeln, insbesondere also auch keine Kampfregeln.
Räuber&Gendarm ist nur eine Spezialform von Freeforming.

Das alles trifft auf SEUCOR nicht zu: Dort gibt es eine Kampfregel und diese hängt nicht von den Fähigkeiten des Spielers ab. Also kann man diese Regel am Computer simulieren.


--- Zitat ---Abgesehen davon ist es völlig scheißegal, ob man SEUCOR jetzt als RPG zählt oder nicht, denn es ist - wie ich bereits mehrfach ausführte - ein hervorragendes Beispiel für ein System, bei dem eine mathematische Beschreibung vollkommen ins Leere läuft.
--- Ende Zitat ---
Nein, es ist ein Beispiel dafür, dass der Computer den Fluff nicht erkennen muss, um den Crunch zu berechnen.

Taschenschieber:
Bei SEUCOR gibt es keine Kampfregel, soweit ich das sehe.

Es gibt lediglich eine Regel, die outgame(!) ermöglicht, Konflikte zwischen den Spielern(!) zu klären.

"Nein, es ist ein Beispiel dafür, dass der Computer den Fluff nicht erkennen muss, um den Crunch zu berechnen."

Der Beweis für diese Aussage steht nach wie vor aus. Könnte damit zusammenhängen, dass sie falsch ist.

Eulenspiegel:

--- Zitat von: Taschenschieber am 31.10.2012 | 17:26 ---Es gibt lediglich eine Regel, die outgame(!) ermöglicht, Konflikte zwischen den Spielern(!) zu klären.
--- Ende Zitat ---
Und ein Konflikt wäre: Spieler X möchte, dass Partei A gewinnt. Spieler Y möchte, dass Partei B gewinnt. Also wird die Regel angewandt, um zu sehen, welche Partei gewinnt.


--- Zitat ---"Nein, es ist ein Beispiel dafür, dass der Computer den Fluff nicht erkennen muss, um den Crunch zu berechnen."

Der Beweis für diese Aussage steht nach wie vor aus. Könnte damit zusammenhängen, dass sie falsch ist.
--- Ende Zitat ---
OK, muss ich ernsthaft beweisen, dass ein Computer berechnen kann, wie hoch die Wahrscheinlichkeiten sind, dass man mit W4, W6 oder W8 einen Mindestwurf von 4+ schafft? ::)

Taschenschieber:

--- Zitat von: Eulenspiegel am 31.10.2012 | 17:32 ---Und ein Konflikt wäre: Spieler X möchte, dass Partei A gewinnt. Spieler Y möchte, dass Partei B gewinnt. Also wird die Regel angewandt, um zu sehen, welche Partei gewinnt.
--- Ende Zitat ---

Nein, welcher Spieler seine Aussage revidieren (und NICHT: Den Konflikt verlieren!) muss. Solange du noch plausible Einschränkungen deiner Aussage hast, die dich in einem Kampf bleiben lassen, bleibst du auch drin.


--- Zitat ---OK, muss ich ernsthaft beweisen, dass ein Computer berechnen kann, wie hoch die Wahrscheinlichkeiten sind, dass man mit W4, W6 oder W8 einen Mindestwurf von 4+ schafft? ::)

--- Ende Zitat ---

Wow, ich muss mich jetzt doch revidieren - hatte die Regeln nämlich nicht ganz durchgedacht.

Wenn es möglich ist, eine Aussage über einen anderen Charakter zu treffen ("du stirbst"), dann ist es - bei taktischem Spiel, was man bei SEUCOR eigentlich nicht tut - die optimale Strategie, genau das zu tun. Vorausgesetzt, man spielt nur mit W6.

Sobald die Sonderregeln, die den Würfeltyp ändern, ins Spiel kommen, fliegt der Komputer aber trotzdem wieder auf die Schnauze - bei "Regel C" ist es zum Beispiel optimales Verhalten, cinematische Aussagen zu treffen, und woher soll der Komputer wissen, ob eine Aussage cinematisch ist? (Ja, das ist hier tatsächlich die Hauptherausforderung an den Spieler - gut beschreiben!)

Unter der Annahme, dass das alle Beteiligten tun, kannst du zumindest die Wahrscheinlichkeit dafür, dass eine Seite gewinnt, rauskriegen. Nachdem das Kampfsystem unter dieser Annahme (genau wie in der Variante ohne Regel C) aber eh fast nur auf einen Würfelwurf ist - genauer gesagt, man würfelt, bis einer die 4+ kriegt - ist das keine große Kunst. Damit hast du eigentlich nur bewiesen, dass (regelmechanisch) strunzeinfache Kampfsysteme strunzeinfach sind. Wie gesagt: Da SEUCOR ja quasi Freeforming ist, sollte jeder Vergleich mit "vollwertigen" P&P-Systemen sich von alleine verbieten.

Eulenspiegel:

--- Zitat von: Taschenschieber am 31.10.2012 | 17:39 ---Nein, welcher Spieler seine Aussage revidieren (und NICHT: Den Konflikt verlieren!) muss. Solange du noch plausible Einschränkungen deiner Aussage hast, die dich in einem Kampf bleiben lassen, bleibst du auch drin.
--- Ende Zitat ---
Die Aussage zu revidieren IST der Konflikt:

Spieler A macht Aussage xyz.
Spieler B möchte nicht, dass xyz gilt.

Der Konflikt ist also die Frage, ob xyz gilt.
Wenn Spieler A jetzt also damit durchkommt, dass xyz gilt, hat er den Konflikt gewonnen.
Wenn Spieler A damit nicht durchkommt, hat er den Konflikt verloren.

Und im Kampf wäre z.B. die Aussage: xyz = "Wir gewinnen den Kampf."
Wenn sie den Konflikt nicht gewinnen, gewinnen sie auch nicht den Kampf.
Evtl. könnte dann die Gegenseite ebenfalls einen Würfel werfen, um zu sehen, ob die Gegenseite den Kampf gewinnt oder ob es ein unentschieden gibt.


--- Zitat ---Sobald die Sonderregeln, die den Würfeltyp ändern, ins Spiel kommen, fliegt der Komputer aber trotzdem wieder auf die Schnauze - bei "Regel C" ist es zum Beispiel optimales Verhalten, cinematische Aussagen zu treffen, und woher soll der Komputer wissen, ob eine Aussage cinematisch ist? (Ja, das ist hier tatsächlich die Hauptherausforderung an den Spieler - gut beschreiben!)
--- Ende Zitat ---
Und da liegt der Clou: Der Computer muss nicht wissen, ob die Regel cineastisch ist!!!
Es reicht aus, dass der Computer berechnen kann, dass eine cineastische Handlung, die größte Erfolgswahrscheinlichkeit hat!!!

Nochmal:
Der Computer kann berechnen, dass man mit W8 eine größere Erfolgswahrscheinlichkeit hat, als mit W6. Der Computer berechnet also, dass eine cineastische Handlung zu einer größeren Erfolgswahrscheinlichkeit führt.

Wie dieser crunchige Part "cineastische Handlung" jetzt aber in Fluff übertragen wird, ist für den Computer vollkommen irrelevant. Es spielt für die optimale Handlung keine Rolle!!!


--- Zitat ---Unter der Annahme, dass das alle Beteiligten tun, kannst du zumindest die Wahrscheinlichkeit dafür, dass eine Seite gewinnt, rauskriegen. Nachdem das Kampfsystem unter dieser Annahme (genau wie in der Variante ohne Regel C) aber eh fast nur auf einen Würfelwurf ist - genauer gesagt, man würfelt, bis einer die 4+ kriegt - ist das keine große Kunst.
--- Ende Zitat ---
Richtig. Gegenbeispiele haben ja auch den Zweck, das zu beweisende zu zeigen, ohne dass es eine große Kunst ist. Das ist der Sinn und Zweck von Gegenbeispielen: Man nimmt sich kein möglichst kompliziertes Gegenbeispiel, sondern man verwendet ein möglichst einfaches Gegenbeispiel.


--- Zitat ---Wie gesagt: Da SEUCOR ja quasi Freeforming ist, sollte jeder Vergleich mit "vollwertigen" P&P-Systemen sich von alleine verbieten.
--- Ende Zitat ---
Und was ist bitteschön "vollwertig"?
Das klingt für mich extrem nach diskriminierender Wertung: "Schaut her, mein RPG ist vollwertig und deines ist es nicht."

Navigation

[0] Themen-Index

[#] Nächste Seite

[*] Vorherige Sete

Zur normalen Ansicht wechseln