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Der Kampf, der mit einem Wurf entschieden ist

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Blutschrei:

--- Zitat ---Natürlich wird jeder SL mit etwas Grips eine Regel improvisieren. Aber Improvisation bedeutet, dass es vorher nicht da war, also quasi eine Hausregel ist.
--- Ende Zitat ---

Ich glaube du verbeisst dich da echt im Nasebhoren-Sandwerfen-Beispiel, die auf regeltechnische Manöver rauslaufen. Wenn die Spieler jetzt aber eine Möglichkeit finden, eine Brücke zum Einsturz zu bringen, auf der einige Gegner stehen, dann ist der Einsturz der Brücke nicht wirklich als Manöver abbildbar - und dies auch eigentlich garnicht nötig, da der Spielleiter dann wie im "Rollenspiel außerhalb der Kampfregeln" das Einstürzen der Brücke beschreibt, mit den daraus folgenden Konsequenzen für den Kampf.
Sprich: Das "Erzählspiel" und die "Spielwelt" rund um die Kampfregeln wird nicht ausgesetzt nur weil es dazu keine Kampfregeln gibt.

6:

--- Zitat von: Eulenspiegel am 24.10.2012 | 22:37 ---Bei DSA1 gibt es keine Möglichkeit für Sand schmeißen. (Bzw. das wird als eine ganz stinknormale AT gewertet.)

--- Ende Zitat ---
Aber natürlich gibt es da eine Möglichkeit. Steht so im Regelwerk und nennt sich "Meister entscheidet". Der wird dann angewiesen seinen GMV einzusetzen.
EDIT:Du gehörst auch zu den Spielleitern, die bei Aktionen, für die sie keine Regeln kennen, erstmal "Nein" sagen, oder?
--- Zitat ---Tja, in diesem Fall hast du doch Regeln: Du kannst entweder die Regel "Taunt" anwenden oder du kannst die Regel "Finte" anwenden.

--- Ende Zitat ---
Und wie willst Du alleine an Hand des Regelwerkes entscheiden, welche Regel zu welchen Bedingungen zieht?
Im Regelwerk steht natürlich: "Taunt funktioniert so... und Finte funktioniert so..." Normalerweise steht dann auch noch etwas über die Standardschwierigkeit. Dann stehen noch Beispiele für erhöhte Schwierigkeiten oder Erschwerungen und Beispiele für vereinfachte Schwierigkeiten oder Erleichterungen. Das sind aber alles nur Richtlinien, damit der SL an Hand der aktuellen Situation entscheiden kann, welche Aktion zieht und wie schwer diese Aktion genau ist. Und genau da hat das Computerprogramm, dass einen Kampf komplett durchrechnen will, verloren.
Ein weiteres Problem: Der SL hat weiterführende Informationen, die das Ergebnis und auch die Schwierigkeit der Aktion noch weiter beeinflussen kann. Du wirst von einem wütenden Menschen bedroht. Du bohrst in der Nase. Was Du nicht weisst ist, dass der wütende Mensch nach einem gewissen Nasebohrer sucht, weil der seine Schwester gerettet hat. Auch sowas kannste vergessen einen Computer durchrechnen zu lassen.

Blutschrei:

--- Zitat ---Und wie willst Du alleine an Hand des Regelwerkes entscheiden, welche Regel zu welchen Bedingungen zieht?
Im Regelwerk steht natürlich: "Taunt funktioniert so... und Finte funktioniert so..." Normalerweise steht dann auch noch etwas über die Standardschwierigkeit. Dann stehen noch Beispiele für erhöhte Schwierigkeiten oder Erschwerungen und Beispiele für vereinfachte Schwierigkeiten oder Erleichterungen. Das sind aber alles nur Richtlinien, damit der SL an Hand der aktuellen Situation entscheiden kann, welche Aktion zieht und wie schwer diese Aktion genau ist. Und genau da hat das Computerprogramm, dass einen Kampf komplett durchrechnen will, verloren.
--- Ende Zitat ---
Naja, wenns die Aktion gibt, gibts die Aktion im Regelwerk, ziemlich selten steht was von "den Umständen entsprechend anders" dabei. Und je nach Spielstil sind es Regeln und keine Richtlinien. Wenn ich als SL sage "Finten sind jetzt um 1 schwerer, weil ich das grad passend find", es aber keine Regeln dafür gibt, dürfen sich die Spieler je nach Gruppenvertrag auch beschweren. Es spielt eben nicht jeder überwiegend narrativ.


--- Zitat ---Ein weiteres Problem: Der SL hat weiterführende Informationen, die das Ergebnis und auch die Schwierigkeit der Aktion noch weiter beeinflussen kann. Du wirst von einem wütenden Menschen bedroht. Du bohrst in der Nase. Was Du nicht weisst ist, dass der wütende Mensch nach einem gewissen Nasebohrer sucht, weil der seine Schwester gerettet hat. Auch sowas kannste vergessen einen Computer durchrechnen zu lassen.
--- Ende Zitat ---
Ich dachte es geht um Kämpfe? Oder wendest du im Kampf dann auch Faktoren für die spontane Tagesform an? "Gork der Ork hat heut morgen genießt, deshalb trifft er nur halb so gut wie sonst"?
Wenn es ein feststehender "Zustand", Story- oder regeltechnisch bedingt eingebracht ist, muss man das natürlich auch inputartig an den Computer weitergeben.

So sehr ich auch verstehen kann, dass ein PC unter keinem Fall alle Entwicklungen (gerade auch im Erzählraum der Welt) im Kampf handhaben kann, so sehr bin ich aber auch der Meinung, dass ich abstrakte Kampfregeln entsprechend dem Gruppenvertrag und das ist bei mir meist "as written" anwende und nicht mal hier mal da ein bischen die Abstraktion verzerre.

Eulenspiegel:

--- Zitat von: La Dolge Vita am 24.10.2012 | 23:02 ---Warum rede ich eigentlich noch mit dir?  :(
--- Ende Zitat ---
Ich hatte ja gehofft, du redest mit mir, weil du ergebnisoffen bist und nicht der Meinung wärst, deine Aussage seid ie einzige richtige.

Ein Beweis, dass es in DSA1 keine Regeln für "Sand in den Augen gibt, wäre zum Beispiel auch folgender:
Nehme vier verschiedene SLs, und frage sie, wie sie "Sand in den Augen" handhaben würden. Du bekommst vier verschiedene Antworten:
Der eine würde sagen, der Gegner verliert die Aktion für die nächste Runde. Der nächste würde eine Erschwernis auf Aktionen geben. Der dritte würde eine Erschwernis auf Parade geben und der vierte würde die Ini senken.

Und jetzt mache das gleiche Spiel in DSA4 oder bei SW (bei vier SLs, die alle Regeln kennen). Hier wirst du nur eine einzige Antwort erhalten. Und zwar die Antwort, die in den Regeln steht.


--- Zitat von: Blutschrei am 24.10.2012 | 23:10 ---Wenn die Spieler jetzt aber eine Möglichkeit finden, eine Brücke zum Einsturz zu bringen, auf der einige Gegner stehen, dann ist der Einsturz der Brücke nicht wirklich als Manöver abbildbar - und dies auch eigentlich garnicht nötig, da der Spielleiter dann wie im "Rollenspiel außerhalb der Kampfregeln" das Einstürzen der Brücke beschreibt, mit den daraus folgenden Konsequenzen für den Kampf.
--- Ende Zitat ---
Bei DSA1 hätte die Brücke LE und RS und mit dem passenden Zauber könnte man also die LE und RS der Brücke angreifen.
Die Leute, die auf der Brücke stehen, bekommen anschließend Fallschaden.

Das ist sogar eine Sache, die regeltechnisch abgebildet ist.


--- Zitat ---Sprich: Das "Erzählspiel" und die "Spielwelt" rund um die Kampfregeln wird nicht ausgesetzt nur weil es dazu keine Kampfregeln gibt.
--- Ende Zitat ---
Habe ich doch auch nie behauptet! Ich habe behauptet, die REGELN werden ausgesetzt, wenn es dazu keine Regeln gibt!
Und wenn du dann Hausregeln einführst, die diesen Sachverhalt regeln, spielst du nicht mehr das Original DSA mit RAW sondern ein verhausregeltes DSA.

BTW, ein Rollenspiel, wo wirklich ALLES geregelt ist, ist Dogs in the Vineyard. Da ist wirklich ALLES durch Regeln abgedeckt.


--- Zitat von: 6 am 24.10.2012 | 23:19 ---Und wie willst Du alleine an Hand des Regelwerkes entscheiden, welche Regel zu welchen Bedingungen zieht?
--- Ende Zitat ---
Muss ich nicht. Ich bin nämlich kein SL, der zu jeder Sache "Nein!" sagt.
Wenn der Spieler sagt, dass er den Gegner durch "Nase bohren" beleidigen will, finde ich persönlich das zwar eine bescheuerte Idee, aber das ist meine persönliche Ansicht. Wenn der Spieler die Beleidigung unbedingt mit "Nase bohren" im Fluff-Bereich nutzen will, dann soll er doch. (Egal, wie bescheuert ich persönlich diese Idee finde.)


--- Zitat ---Ein weiteres Problem: Der SL hat weiterführende Informationen, die das Ergebnis und auch die Schwierigkeit der Aktion noch weiter beeinflussen kann. Du wirst von einem wütenden Menschen bedroht. Du bohrst in der Nase. Was Du nicht weisst ist, dass der wütende Mensch nach einem gewissen Nasebohrer sucht, weil der seine Schwester gerettet hat. Auch sowas kannste vergessen einen Computer durchrechnen zu lassen.
--- Ende Zitat ---
Nope. Da unterschätzt du moderne Computerprogramme. Selbstverständlich lässt sich so etwas programmieren.

El God:

--- Zitat ---Ein Beweis, dass es in DSA1 keine Regeln für "Sand in den Augen gibt, wäre zum Beispiel auch folgender:

--- Ende Zitat ---

Das hat niemand bezweifelt. Ein SL kann das trotzdem lösen, ein Computer nicht. Du sagst ja selbst, dass du bei 4 SLs eventuell 4 unterschiedliche Antworten erhälst. Die Regel lautet also: Der SL entscheidet. Die entscheidende Frage ist nun: Wenn du 4 Computer fragst - wie viele Antworten erhälst du da? Und wie viele werden die Spielgruppe zufrieden stellen, die ja immerhin ein Rollenspiel und kein Brettspiel spielen will?


--- Zitat ---Bei DSA1 hätte die Brücke LE und RS und mit dem passenden Zauber könnte man also die LE und RS der Brücke angreifen.
Die Leute, die auf der Brücke stehen, bekommen anschließend Fallschaden.

--- Ende Zitat ---

Jetzt willst du mich aber verarschen, oder?

DSA1 kennt keine LE oder RS für Brücken. Da muss der SL improvisieren. Merkt bei dir die linke Hirnhälfte eigentlich noch, was die rechte schreibt?  wtf?

Und: Bist du dir wirklich sicher, dass DSA 1 Regeln für Fallschaden kennt? (Ich habs nicht da, um nachzuschlagen, evtl. kann da ein DSA 1 - Besitzer nachschauen).

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