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Kampfsystem ohne Runden ist unmöglich

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8t88:
Hmmm... Wenn man ein Kartenspiel wie Brawl entwickeln würde, und es je nach Charakter zusammenbaut, könnte man "Echtzeit" an den Tisch bringen.
Das hängt dann aber auch von demjenigen ab der am tisch sitzt.
Ney, ich denke ohne Kampfrunden ist das nicht umsetzbar.

Alles andere ist Freies beschreiben (Wushu zB.)

Naldantis:

--- Zitat von: Gummibär am 21.10.2012 | 03:29 ---
Und spontan fällt mir nichtmal ein, wie man ein Kampfsystem überhaupt designen könnte, das keine Runden beinhaltet.

Ein Kampfsystem, das nicht rundenbasiert ist, könnte man erstellen, wenn der Kampf in jedem Fall nur eine Runde dauert.

Meine These also: Ein Kampfsystem ohne Runden ist unmöglich.


Einzige Alternative:

Echtzeit.

--- Ende Zitat ---

Ich halte auch den rundenbasierten Kampf für den einzig machbaren.
Versucht man die Resolution komplett in einem Wurf zu packen, so erschlägt einen die kombinatorische Explosion das strathegischen Inputs der Spieler.
Beraubt man die Spieler ihres Einflußes über ein bestimmtes Maß hinaus, so ist es kein 'Kampfsystem' mehr.
Richtet man durch Spielerstrategie definierte 'Breakpoints' ein, so verliert man immernoch die Option, das Kämpfer- und Gegnerverhalten objekt zu beschreiben und unter der Hand Informationen weiterzugeben

Was stellst Du Dir unter 'Echtzeit' vor?
Automatisch Waffen, ja sebst Säbelkampf ist zu schnell, um in echtzeit simuliert zu werden, zudem hätte man dann einfach Runden von der Länge der kleinsten Handlungeinheit oder der kürzesten Reaktionszeit, bzw. des GGT aus diesen, oder?



--- Zitat von: Technokrat am 21.10.2012 | 04:15 ---Mensch Ärgere dich nicht wäre z.B. kein rundenbasiertes Spiel, weil jeder einfach reihum am Zug ist und kein Rundenabschluss passiert. Man könnte natürlich Runden abzählen, aber das wäre sinnlos, denn es hat keine Relevanz.

--- Ende Zitat ---

Aber sicher hat es Relevant, denn ohne 'Runden' könnte man nciht das Ende des Spiels und die Plazierungen feststellen, oder andersherum gesagt, der zuerst startende hätte einen Vorteil gegenüber den Mitspielern.

Naldantis:

--- Zitat von: Blutschrei am 21.10.2012 | 04:00 ---Man teilt ein Pokerblatt komplett aus, jeder Spieler darf auf seine Karten eine Aktion festsetzen, dann wird von der Ass zur 2 abgezählt und abgehandelt. Wer am Ende mehr Moral/Siegespunkte/was-weiss-ich hat, der gewinnt. So hat man fast den klassischen Kapfablauf mit bunt gemischter Initiative aber per Definition wohl nur eine einzelne "Runde".

--- Ende Zitat ---

Wie würdest Du da komplexere Strathegien der Spieler einfleßen lassen, wie "Ich will möglichste viele Gegner lebend gefangen nehmen, aber es darf keiner enkommen, und das Risiko für mich soll überschaubar bleiben; ich ziehe mich zurück, wenn ich verletzt bin, außer einer meiner guten Kameraden ist in Lebensgefahr, aber ich fleihe definitv, wenn ich schwer verletzt bin, außer der Kampf ist so gut wie gewonnen oder mein Blutsbruder ist in Lebensgefahr...."


--- Zitat von: La Dolge Vita am 21.10.2012 | 05:00 ---Runden sind erst dann überhaupt sinnvoll, wenn es einen zufälligen Resolutionsmechanismus gibt, der Aktionen regelseitig voneinander trennend strukturiert oder während des Kampfes noch Entscheidungen getroffen werden sollen, die den weiteren Verlauf beeinflussen. Wenn man *will*, kann man natürlich kampfrundenlos spielen - zum Beispiel mit einem interpretatorischen Mechanismus. Zu Anfang des Kampfes ziehen die Spieler Tarotkarten und legen sie vor sich hin, der SL beschreibt dann dann aufgrund der Karten und der Werte der Charaktere den Ablauf. Alternativ kann man z.B. würfeln lassen und den Sieger den Kampf erzählen lassen.

--- Ende Zitat ---

Wie 'realistisch' oder sinnvoll ist ein Konfliktresolutionmechanismus, der eine einmalige, einheitliche Zielsetzung von mehreren heterogenen Gruppen mit dynamischen Beziehungen in übergeordneten Individualzielen verlangt?

Naldantis:

--- Zitat von: sir_paul am 21.10.2012 | 12:30 ---Alle Aktionen und Tätigkeiten werden Zeiteinheiten (meinetwegen ms oder noch kleiner) zugeordnet. Alle Charaktere beginnen gleichzeitig bei Zeitpunkt 0 mit ihren Aktionen (eine Anfängliche Initiatieve kann leicht eingefügt werden). Es wird die Zeit in ms nach vorne gezählt. Sobald eine Aktion beendet ist wird ihr Ergebniss ermittelt. Danach kann der Charakter sofort mit der nächsten Aktion beginnen. Charaktere können jederzeit ihre Aktion abbrechen um auf neue Gegebenheiten zu reagieren und eine neue Aktion zu starten.

Dies beinhält (mMn) keinerlei Rundenstrucktur...

--- Ende Zitat ---

Doch, eben 1ms-Runden, und es gibt für Spieler Runden, in denen sie eine Aktion haben (zuschlagen, weglaufen, etc.) und andere (bei ms-Runden natürlich die weit überwiegende Anzahl), in denen sie keine haben (bereitmachen, Bewegung fortsetzen, usw.).
Wenn man z.B. Schadowrun oder Virus (?) spielt, sind Ms durchaus auch völlig normale Rundengrößen.


--- Zitat von: Greifenklaue am 21.10.2012 | 13:57 ---Ein Gegenbeispiel fällt mir aber tatsächlich noch ein: 1W6 Freunde. Da ist ein Kampf ein vergleichender Wurf. Der gibt das Ergebnis vor, den Weg (und die Zeit) dahin aber nicht.

--- Ende Zitat ---

...die haben ja auch genrebedingt nur ein einziges 'Kampf'ziel zur Option: weglaufen!    ;)

Naldantis:

--- Zitat von: Feuersänger am 21.10.2012 | 15:12 ---Man kann auch Systeme ohne Rundenmechanik bauen. Aber _irgendeine_ minimale Zeiteinteilung braucht man halt. Nennen wir es "Phase": die Handlung eines einzelnen Charakters.
Handlungen könnten auch eine bestimmte Dauer zugewiesen bekommen, z.B. "9 Meter laufen - 3 Phasen".
Wie gesagt, da gibt es X Möglichkeiten. Worauf es ankommt ist, dass das eben ein "Phasensystem" und kein "Rundensystem" ist.

--- Ende Zitat ---

Nochmal bitte: worin liegt hier der unterschied zuwischen einem 'Rundensystem' ala D&D, DSA oder Gurps, die Aktionen über mehrere Runden kennen, und einem 'Phasensystem'?


--- Zitat von: sir_paul am 21.10.2012 | 15:57 ---Nach deiner (meiner Meinung nach) sinnlosen Deffinition, klar. Im allgemeinen allerdings eher nicht...

Nach deiner Definition würden unsere gesamte Realität in Runden ablaufen, was zumindest nicht meinem Empfinfen von Runde entspricht!

--- Ende Zitat ---

Tut sie doch auch, und wir kennen das Maß der Runde: die Planck-Zeit.

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