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[SF: Redshift] Regeln und System
Gasbow:
Vielleicht ist das Gumshoe System etwas für dich.
Da ist ja das Ausgeben von und Haushalten mit Ressourcen ein ganz zentrales Element des Systems. Es gibt auch ein Sci Fi RPG mit dem System: Ashen Stars, welches aber etwas mehr in die Space Opera Richtung geht.
Ich finde "würfeln ob man zurrück kommt" garnicht so schlimm. Es ist nur eine Frage, wie man das Ergebnis interpretiert, ein Fehlschlag bedeutet dann halt, dass man erkennt, dass man es nicht zurrückschaffen wird und kein Versagen im eigentlichen Sinne.
Der Zufallsfaktor des Würfels dient dann eher dazu die Elemente des Universums darzustellen, die nicht vom System bereits simuliert werden.
blut_und_glas:
Bietet sich bei diesen Anforderungen nicht eventuell eine fertige (detaillierte) Raumkampfsimulation an? Zumindest als Grundlage?
(Squadron Strike kommt mir in den Sinn - aber eigentlich auch nur weil ich von hier aus die Box sehen kann. :P)
mfG
jdw
Eulenspiegel:
--- Zitat von: Gasbow am 27.03.2013 | 20:13 ---Ich finde "würfeln ob man zurrück kommt" garnicht so schlimm. Es ist nur eine Frage, wie man das Ergebnis interpretiert, ein Fehlschlag bedeutet dann halt, dass man erkennt, dass man es nicht zurrückschaffen wird und kein Versagen im eigentlichen Sinne.
--- Ende Zitat ---
Normalerweise weiß ich ja VORHER, wieviel Treibstoff ich habe und zum zurückfahren benötige und teile mir diesen dementsprechend ein. Wenn ich also mehr verbrauche, als ich übrig habe, ist das ein Versagen.
Stell dir vor, du fährst irgendwo hin und unterwegs geht dir dein Benzin aus: Dann ist es auch dein Versagen, weil du nicht auf die Tankanzeige geschaut hast.
Man weiß vorher, wieviel Benzin man im Auto hat. Und daher kann man ausrechnen, wie weit man wegfahren fahren kann, um noch rechtzeitig in der Stadt zurück zu sein. Wenn ich jedoch erst am Zielort erfahre, ob ich noch genügend Benzin für die Rückfahrt habe, lief irgendetwas gehörig schief.
@blut_und_glas
Erzähl mal etwas über Squadron Strike. Ist es TableTop, Brettspiel, kommt es ohne Karte aus?
Für wieviele Spieler? Wieviele Einheiten steuert jeder Spieler im Durchschnitt? Ist es realistisch oder eher unrealistisch?
Und ganz wichtig: Würdest du, nachdem du den Thread gelesen hast, Squadron Strike empfehlen oder eher nicht?
Gasbow:
--- Zitat ---Normalerweise weiß ich ja VORHER, ob ich wieviel Treibstoff ich zum zurückfahren habe und teile mir diesen dementsprechend ein. Wenn ich also mehr verbrauche, als ich übrig habe, ist das ein Versagen.
Stell dir vor, du fährst irgendwo hin und unterwegs geht dir dein Benzin aus: Dann ist es auch dein Versagen, weil du nicht auf die Tankanzeige geschaut hast.
Man weiß vorher, wieviel Benzin man im Auto hat. Und daher kann man ausrechnen, wie weit man wegfahren fahren kann, um noch rechtzeitig in der Stadt zurück zu sein. Wenn ich jedoch erst am Zielort erfahre, ob ich noch genügend Benzin für die Rückfahrt habe, lief irgendetwas gehörig schief.
--- Ende Zitat ---
Natürlich darf die Ressource dann bei einem Fehlgeschlagenen Würfelwurf ob man es zurrückschaft nicht verbraucht sein.
Also jetzt bei professionellen Raumfahren.
Das Autofahrer verpennen zu tanken, kommt natürlich durchaus vor ;)
So ein Wurf sollte nur bei kritischen Situationen, wo vorher Dinge nicht nach Plan gelaufen sind verlangt werden.
Keine Sorge, ich bin mit euch einer Meinung, das niemand würfeln müssen sollte, ob er erfolgreich die Route Erde - Proxima Centauri schafft.
--- Zitat ---(Man könnte höchstens auf Astrogration würfeln um festzustellen, ob man grundsätzlich ausreichende delta-V auch so sinnvoll einsetzt, dass man sein Ziel erreicht, oder sie ineffektiv verballert)
--- Ende Zitat ---
Das finde ich nicht so passend. Kursberechnung für Raumfahrer ist ein rein mathematisches Problem, was von einem Computer gelöst wird.
Ich würde sagen, man kann davon ausgehen, dass Raumfahrer in aller Regel den optimalen Kurs fliegen.
Feuersänger:
Das ist genau son Punkt, an der Autor von heute die Computertechnologie verflucht. =D Hatten wir ja im anderen Thread.
Ob es heute schon eine Software bzw Autopiloten geben könnte, die ein Schiff spontan (ohne langwierige Planung) von hier zum Jupiter bringen könnte, quasi auf Knopfdruck und idiotensicher, sei mal dahingestellt.
Aber wenn Computer allein in den nächsten 2 Jahrzehnten nochmal 1000x stärker werden, dürfte das wohl wirklich kein Problem mehr darstellen.
Ihr kennt ja vielleicht die Simulation "Orbiter". Dafür gibt es ein sehr realistisch anmutendes Plugin namens TransX, welches ein Programm zur Durchführung von interplanetaren Missionen darstellt. Da es über das Cockpit-MFD gesteuert wird, ist es wahnsinnig unkommod zu bedienen. Prinzipiell lässt es sich in, sagen wir mal: wenigen Stunden erlernen, damit umzugehen.
Technisch würde ich sagen, ist es etwa auf dem Stand von 1990 oder früher. Wenn ich mich recht entsinne (kann grad nicht nachschauen), ist es etwa 500K groß.
Wie dem auch sei: ein simulierter Flug von der Erde zum Mars ist immer noch kein Pappenstiel. Ich weiß, wie man TransX bedient, ich kann den Kurs plotten, ich kann sogar die Mid-Flight Kurskorrekturen vornehmen. Und dennoch: oft geht mir auf den letzten "Metern" etwas schief, wenn ich Mars schon in Sichtweite habe und nur noch ein seinen Orbit einschwenken müsste.
Teilweise liegt das glaub ich daran, dass TransX einige Vereinfachungen vornimmt, die man als Pilot von Hand bzw nach Gefühl ausgleichen muss: es nimmt vielleicht an, dass die delta-V augenblicklich eintritt (statt über mehrere Minuten), und es rechnet per der Kursprojektion nicht die Schwerkraft der Planeten mit ein.
Was ich damit sagen will: mit einem Programm wie TransX verlangt der interplanetare Flug durchaus noch einiges an Skill, Übung und ein gewisses Maß an Intuition. Wäre die Technik auf diesem Maß eingefroren, hätte man Pilotenraumschiffe.
Aber wie gesagt, vermutlich wären da heute schon ganz andere Kaliber möglich, nicht auszudenken was man da in 200 Jahren machen kann.
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