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Necessary Evil Kampagne - Fehlschlag

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knörzbot:

--- Zitat von: tartex am  1.05.2013 | 14:36 ---Der Elevator-Pitch "Superschurken müssen nach dem Tod aller Superhelden durch außerirdischen Invasoren, die Erde zurückerobern" (und so wurde das ja auch beworben) klingt halt 10x aufregender als "Superschurken werden von einem Oberschurken gezwungen für ihn Aufträge zu erledigen um die Welt vor außerirdischen Invasoren zu retten".

Mehr als das Intro-Szenario (allerdings mit FASERIP, so um 2006) habe ich nie geleitet, aber ich denke, dass hoffentlich jede Spielergruppe, die nicht durch jahrzehntelanges Spielerkleinhalten lobotomisiert wurde, Dr. Destruction bald mal eine Falle stellt. Ein Szenario dafür wäre z.B. großartig. Auch die oft erwähnten Banküberfälle als Zwischenszenarios werden ja leider nicht wirklich unterstützt.

--- Ende Zitat ---
Den Oberschurken könnte man zumindest zu Beginn auch weglassen. Dann sind allerdings die Spieler gefragt, warum sie die anderen Bösen vertreiben wollen. Und je nachdem wie sie die Sache angehen kann man die Plot Points einflechten. Früher oder später müssen Sie allerdings mit dem Oberschurken zusammenarbeiten.
Was die Banküberfälle angeht, spätestens wenn sich die Gruppe eine Geheimbasis aufbauen möchte benötigt sie Ressourcen. Geht also alles, ist nur deutlich mehr Arbeit als vielleicht durch das Produkt suggeriert wird.

Kardohan:

--- Zitat von: tartex am  1.05.2013 | 14:36 ---Der Elevator-Pitch "Superschurken müssen nach dem Tod aller Superhelden durch außerirdischen Invasoren, die Erde zurückerobern" (und so wurde das ja auch beworben) klingt halt 10x aufregender als "Superschurken werden von einem Oberschurken gezwungen für ihn Aufträge zu erledigen um die Welt vor außerirdischen Invasoren zu retten".
--- Ende Zitat ---

Was ein paar richtig gesetzte Worte so alles ausmachen, gell?! ;)

Das ist ja auch die Aufgabe eines Pitches; er soll potentielle Interessen mit wenigen markigen Aussagen an das Produkt fesseln. Wie das genau vonstatten geht, sagt der zweite Satz eher aus...


--- Zitat von: tartex am  1.05.2013 | 14:36 ---Mehr als das Intro-Szenario (allerdings mit FASERIP, so um 2006) habe ich nie geleitet, aber ich denke, dass hoffentlich jede Spielergruppe, die nicht durch jahrzehntelanges Spielerkleinhalten lobotomisiert wurde, Dr. Destruction bald mal eine Falle stellt. Ein Szenario dafür wäre z.B. großartig. Auch die oft erwähnten Banküberfälle als Zwischenszenarios werden ja leider nicht wirklich unterstützt.
--- Ende Zitat ---

Naja, Dr. Destruction ist ja auch nicht blöd, schließlich hat er sich viele Jahre lang oben in der Rangliste halten können, ohne das ihm jemand an den Karren gepinkelt hat. Und wenn, ist diese Person schneller von der Bildfläche verschwunden, als sie "Örks!" sagen konnte. Er hat seine Augen und Ohren überall, so daß die SCs schon mit ner wirklich innovativen Idee rüberkommen müssten. Skrupel seine besten Leute zu opfern hat er jedenfalls keine, wie man an mehreren Stellen der Kampagne mitbekommt.

Ein Szenario dafür zu liefern wäre in jedem Falle nicht praktikabel, da hier viel zu viel auf die Spieler selbst, ihre SCs und den Verlauf der Kampagne ankommt. Du musst ja auch bedenken, daß Dr. D mit Absicht die Charaktere für eine weitere seiner Omegazellen ausgesucht hat. Sie sind harmlos genug ihm und dem Auftrag nicht gefährlich zu werden, arbeiten gut genug im Team zusammen und sind mächtig genug den V'sori kräftig in den Allerwertesten zu treten.

Banküberfälle in NE sind wie der Angriff von Banditen in einem Fantasyszenario nun wirklich kein Hexenwerk. So was leite ich dir mit minimalster Vorbereitung (Karte einer Bank aus dem Fundus geholt und die Spielwerte für Bankkunden und Wachleute im Settingbuch markiert). Banküberfälle u.ä. braucht man aber nur, wenn die Gruppe keine Kohle mehr für Ressourcen hat und nicht einer SCs einen Badman mit (Filthy) Rich spielt.


--- Zitat von: knörznichtbrotbot am  1.05.2013 | 15:21 ---Den Oberschurken könnte man zumindest zu Beginn auch weglassen. Dann sind allerdings die Spieler gefragt, warum sie die anderen Bösen vertreiben wollen. Und je nachdem wie sie die Sache angehen kann man die Plot Points einflechten. Früher oder später müssen Sie allerdings mit dem Oberschurken zusammenarbeiten.
--- Ende Zitat ---

Jupp, kann man machen. Nur ist es dann auch an den Spielern zu klären, warum ihre egomanischen Einzelgänger nun auf einmal im Team vorgehen wollen...

Irgendwoher erhalten die Spieler ja ihre Infos über die potentiellen nächsten Ziele (= Plotpoints und Savage Tales). Da ist es ein leichtes diese Quellen os zu definieren, daß Dr. D selbige (zu Beginn unerkannt) steuert. So handeln die Spieler prinzipiell auf eigene Rechnung, kommen Omega aber nicht ins Gehege.

Ab einem bestimmten Punkt verlangt die Kampagne, daß die Spieler offiziell zu Omega gehören. Das ließe sich bei einer Freelancer-Truppe nach dem obigen Muster dann recht einfach erklären...

Und man kann es sogar recht gut zu einem Dilemma für die Spieler machen, entweder Dr. D auszuschalten oder die V'sori zu vertreiben. Gerade Superschurken dazu zu zwingen mal "das Richtige" zu tun und über den eigenen Schatten zu springen, macht ja gerade den Reiz von NE aus...

tartex:

--- Zitat von: Kardohan am  1.05.2013 | 15:43 ---Naja, Dr. Destruction ist ja auch nicht blöd, schließlich hat er sich viele Jahre lang oben in der Rangliste halten können, ohne das ihm jemand an den Karren gepinkelt hat. Und wenn, ist diese Person schneller von der Bildfläche verschwunden, als sie "Örks!" sagen konnte. Er hat seine Augen und Ohren überall, so daß die SCs schon mit ner wirklich innovativen Idee rüberkommen müssten. Skrupel seine besten Leute zu opfern hat er jedenfalls keine, wie man an mehreren Stellen der Kampagne mitbekommt.

Ein Szenario dafür zu liefern wäre in jedem Falle nicht praktikabel, da hier viel zu viel auf die Spieler selbst, ihre SCs und den Verlauf der Kampagne ankommt. Du musst ja auch bedenken, daß Dr. D mit Absicht die Charaktere für eine weitere seiner Omegazellen ausgesucht hat. Sie sind harmlos genug ihm und dem Auftrag nicht gefährlich zu werden, arbeiten gut genug im Team zusammen und sind mächtig genug den V'sori kräftig in den Allerwertesten zu treten.
--- Ende Zitat ---

Ein passender NSC-Oberchecker sollte halt so gestalteten sein, dass er die Spieler nicht nur ankotzt. Auch wenn Elminster oder Nahema noch so gut innerweltlich in den Forgotten Realms und Aventurien erklärt sind, ist bekannt, dass Spielern sowas sauer aufstößt. Also kann man sich fragen, ob man eine Kampagne wirklich nach dem Model aufziehen sollte. Es hätte sicher Möglichkeiten gegeben die Kampagne strukturell ganz anders zu gestalten.

Aber gehen wir davon aus, dass Dr. Destruction, so ist, wie er ist: abgesehen von seiner wahren Identität (ein guter Grund (Klicke zum Anzeigen/Verstecken)zimperlicher zu sein ), könnte man in bester Doctor-Doom-Tradition Roboter-Doppelgänger einsetzen, die gerne draufgehen können, sobald die Superschurken angefixt sind. Für mich wäre die frühzeitige komplette Ausschaltung des Doctors aber nicht das geringste Problem. Eigentlich haben die Schurken viel bessere Gründe selbst gegen die Aliens vorzugehen, als es etwa die Helden in 50 Fathoms haben. Warum vertraut man den einen, dass sie das Problem schon selbst anpacken werden, und den anderen nicht? Das macht den Unterschied zwischen einer mittelmäßigen und einer sehr tollen Plot-Point-Kampagne aus.

Zumindest ein Szenario zu liefern, wie der Doctor mit der sehr naheliegenden (frühen) Konfrontation umgehen könnte, ohne dass die Kampagne komplett scheitern muss, wäre empfehlenswert gewesen.


--- Zitat von: Kardohan am  1.05.2013 | 15:43 ---Banküberfälle in NE sind wie der Angriff von Banditen in einem Fantasyszenario nun wirklich kein Hexenwerk. So was leite ich dir mit minimalster Vorbereitung (Karte einer Bank aus dem Fundus geholt und die Spielwerte für Bankkunden und Wachleute im Settingbuch markiert). Banküberfälle u.ä. braucht man aber nur, wenn die Gruppe keine Kohle mehr für Ressourcen hat und nicht einer SCs einen Badman mit (Filthy) Rich spielt.

--- Ende Zitat ---

Warum sind dann nicht 2 oder 3 Plot Point Abenteuer dafür im Buch? Würde 2 Seiten brauchen. 1 wichtiges Museum mit Artefakten, eine Bank, und noch irgendwas. 50 Fathoms schafft es auch großartig was für die Standardencounter zu bieten. Necessary Evil nicht.

Kardohan:

--- Zitat von: tartex am  1.05.2013 | 16:02 ---Ein passender NSC-Oberchecker sollte halt so gestalteten sein, dass er die Spieler nicht nur ankotzt. Auch wenn Elminster oder Nahema noch so gut innerweltlich in den Forgotten Realms und Aventurien erklärt sind, ist bekannt, dass Spielern sowas sauer aufstößt. Also kann man sich fragen, ob man eine Kampagne wirklich nach dem Model aufziehen sollte. Es hätte sicher Möglichkeiten gegeben die Kampagne strukturell ganz anders zu gestalten.

Aber gehen wir davon aus, dass Dr. Destruction, so ist, wie er ist: abgesehen von seiner wahren Identität (ein guter Grund (Klicke zum Anzeigen/Verstecken)zimperlicher zu sein ), könnte man in bester Doctor-Doom-Tradition Roboter-Doppelgänger einsetzen, die gerne draufgehen können, sobald die Superschurken angefixt sind. Für mich wäre die frühzeitige komplette Ausschaltung des Doctors aber nicht das geringste Problem. Eigentlich haben die Schurken viel bessere Gründe selbst gegen die Aliens vorzugehen, als es etwa die Helden in 50 Fathoms haben. Warum vertraut man den einen, dass sie das Problem schon selbst anpacken werden, und den anderen nicht? Das macht den Unterschied zwischen einer mittelmäßigen und einer sehr tollen Plot-Point-Kampagne aus.

Zumindest ein Szenario zu liefern, wie der Doctor mit der sehr naheliegenden (frühen) Konfrontation umgehen könnte, ohne dass die Kampagne komplett scheitern muss, wäre empfehlenswert gewesen.
--- Ende Zitat ---

Also in Episode 9 eines Elfteilers in Persona aufzutauchen ist für dich früh? In diesem Falle ist die Kampagne eigentlich schon durch, denn E9-11 sind eigentlich ein zusammengehöriges Staffelende.

Die Spieler haben genau die gleichen Gründe gegen die Aliens vorzugehen wie Dr. D selbst, nur hat er die weitaus größere Erfahrung, Ressourcen und - seien wir ehrlich - Power Level. Beim Endfight gibt es vielleicht eine Stelle, wo man ihn abmurksen könnte, aber selbst dem machtgeilsten Superschurken sollte bis dahin klar sein mit statt gegen ihn zu arbeiten. Wie gesagt, die Kampagne handelt davon über den eigenen Schatten zu springen und das Guten im eigenen Bösen zu entdecken.

Sollten die Spielerschurken es wider Erwarten doch vor dem Ende der Kampagne Dr. D ausfindig zu machen und auszuschalten, so ist das äußerst spezifisch für die jeweilige Kampagne. Ohne das man hier noch mehr auf Schienen gesetzt wird, wie schon sowieso, ist da kaum was zu machen. Im Anhang findet man einige Karten von Superheldenunterschlüpfen, die man für eine solche Konfrontation gut umfunktionieren kann.

NE ist ob seiner offensichtlichen Schienenstruktur sowieso bestenfalls Mittelfeld. Der SL hat eh genug zu tun die Hintergründe der Spielerschurken als Tünche zu benutze, um diesen Umstand bestmöglich zu überdecken. Da verbessert der Mord eines wichtigen NPCs eigentlich kaum was. Sein Tod würde nur dazu führen daß man das Ende komplett umschreiben müsste, effektiv sogar die halbe Kampagne denn nur sein Einfluß und Durchsetzungsvermögen hielten die V'sori bisher in Schach. Sofern sie nicht schaffen ihn bestmöglich zu kopieren (etwa durch eine gewisse Superkraft), ist der Aufstand relativ schnell dem Untergang geweiht.


--- Zitat von: tartex am  1.05.2013 | 16:02 ---Warum sind dann nicht 2 oder 3 Plot Point Abenteuer dafür im Buch? Würde 2 Seiten brauchen. 1 wichtiges Museum mit Artefakten, eine Bank, und noch irgendwas. 50 Fathoms schafft es auch großartig was für die Standardencounter zu bieten. Necessary Evil nicht.

--- Ende Zitat ---

Benutze die Maps im Anhang als Vorlage, pack ein paar Zivilisten und Wachleute hinzu und schon hast du deinen Encounter. Wenn du etwas Aufregung brauchst, ist ein drittklassiger Superheld anwesend, der den Überfall zu verhindern sucht, oder die Spezialpolizei bekommt schneller Wind als gedacht. Solche Standards sollte ein SL aus dem Ärmel schütteln können...

Selganor [n/a]:
Warum sollte die Gruppe Dr. Destruction eine Falle stellen?

Es hat wohl kaum einer der Charaktere ein derartiges Netzwerk an Leuten mit Powers die gegen die Invasoren vorgehen... (Hab' das Abenteuer allerdings nie gelesen da ich drin Spieler war - die Kampagne aber irgendwann eingeschlafen ist)

Klar koennte ein Egomane gegen die beste Chance vorgehen die die Erde hat, aber das waere dann mal wieder ein Beweis wie schwierig es ist "Boese" Charaktere in laengeren Kampagnen zu spielen...

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