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Aus welchen Nachteilen lassen sich brauchbare Abenteuerideen ziehen?

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Gorilla:
Ich finde "Nachteile" als Storyaufhänger ehrlich gesagt bescheuert (zumindest mit dieser Begrifflichkeit belegt).
Das gilt insbesondere in Systemen, bei denen sie einfach nur Crunch sind. Dort sollten sie dann nämlich genau das bleiben - auch wenn sie durchaus Einfluss auf den Spielverlauf haben können.
Warum sollte ich einen Spieler mit einem Spotlight oder eine Hauptrolle in einem Plot belohnen, nur weil er versucht, sich über einen Nachteil noch ein paar Punkte für XYZ zu verschaffen, mit dem er ohnehin den Vorteil erhält, dass er leichter "wichtiger" werden kann, als andere Charaktere?
Dieses Konzept gefällt mir gar nicht.

Ich habe aber einen alternativen Vorschlag:
Und den nenne ich "Charakterbeschreibung" oder "Hintergrund-" bzw. "Vorgeschichte" oder auch einfach nur "Charakterdarstellung" bzw. "Charakterspiel".
Dort ist dann ebenfalls Platz für all die "Nachteile" und diese werden einfach zu Eigenschaften, die mehr oder weniger direkt auf das Rollenspiel an sich und u.U. auch sehr konkret "den Plot" einwirken.
Mir ist es jedenfalls deutlich lieber, wenn meine Spieler "Sancho, den einarmigen Pistolero" oder "Xorgos Riesentöter, der Stumme" spielen weil sie genau das wollen, als einen generischen Barden, der noch "äh.. einäugig ist... äh, und, äh, Spielschulden hat... und, äh, leicht alkoholsüchtig ist", damit er sich noch diese und jene Superpower kaufen kann.

So eine Nachteil-Liste kann jedoch durchaus als Orientierungs- und Ideenhilfe für die Spieler dienen, was denkbar wäre.

Eulenspiegel:
Ich stimme Gorilla zu.

Mach vier Sparten:
- Vorteile
- Nachteile
- Gummipunkte-Generierung
- Hintergrund / Story-Generierung

Holothuroid:

--- Zitat von: Gorilla am  7.05.2013 | 14:56 ---Warum sollte ich einen Spieler mit einem Spotlight oder eine Hauptrolle in einem Plot belohnen, nur weil er versucht, sich über einen Nachteil noch ein paar Punkte für XYZ zu verschaffen, mit dem er ohnehin den Vorteil erhält, dass er leichter "wichtiger" werden kann, als andere Charaktere?
Dieses Konzept gefällt mir gar nicht.
--- Ende Zitat ---

Das war tatsächlich einer der Gründe, warum ich nach rdw's Intention gefragt hatte. Das Verfahren bei TSoY scheint mir auch sinnvoller: Da darf man diese extra bezahlen.

rettet den wald:

--- Zitat von: Greifenklaue am  7.05.2013 | 14:08 ---Wenn Du Dir gern andere Systeme anguckst, sind vielleicht die Obligations vom neuen Star Wars für Dich interessant, die sollen genau das leiten.

--- Ende Zitat ---

Ok, ich kenne das neue Star Wars noch nicht wirklich... Wenn ich es mal spielen sollte, werde ich mich aber nach Obligations umschauen. :)




--- Zitat von: Gorilla am  7.05.2013 | 14:56 ---Warum sollte ich einen Spieler mit einem Spotlight oder eine Hauptrolle in einem Plot belohnen, nur weil er versucht, sich über einen Nachteil noch ein paar Punkte für XYZ zu verschaffen, mit dem er ohnehin den Vorteil erhält, dass er leichter "wichtiger" werden kann, als andere Charaktere?
Dieses Konzept gefällt mir gar nicht.

--- Ende Zitat ---

...Wie definiert sich denn deiner Ansicht nach ein guter "Nachteil" in einem Rollenspielsystem? Welchen Zweck erfüllt er? Nachteile, die den entsprechenden Spieler daran hindern, sich sinnvoll am Spiel zu beteiligen (siehe das Anfangsbeispiel zu Phobie/Intoleranz) halte ich ehrlich gesagt für bescheuert.

Überlegung: Indem du dir Nachteile als Storyaufhänger nimmst, machst du mir als SL den Job leichter, und dafür kriegst du ein paar Punkte.




--- Zitat von: Eulenspiegel am  7.05.2013 | 18:58 ---Ich stimme Gorilla zu.

Mach vier Sparten:
- Vorteile
- Nachteile
- Gummipunkte-Generierung
- Hintergrund / Story-Generierung

--- Ende Zitat ---

In Nodix verfolge ich hier den Ansatz, dass Gummipunkte-Generierung und Hintergrund/Story-Generierung Aufgaben von Vor- und Nachteilen sind. Welchen Zweck erfüllt ein Nachteil, der weder Gummipunkte generiert noch für Hintergrund/Story relevant ist?




--- Zitat von: 1of3 am  7.05.2013 | 19:53 ---Das war tatsächlich einer der Gründe, warum ich nach rdw's Intention gefragt hatte. Das Verfahren bei TSoY scheint mir auch sinnvoller: Da darf man diese extra bezahlen.

--- Ende Zitat ---

...Ich muss dafür bezahlen, dem SL Plotideen zu liefern? Klingt dämlich. oO
Das sage ich jetzt mal, ohne TSoY zu kennen.



---

So, ich hab jetzt mal die bisherige Liste von Nachteilen zusammengefasst, die ich relativ uneingeschränkt verwenden kann:
-> Feind: Dein Feind macht dir Probleme und du musst damit fertig werden.
-> Schulden: Du musst ziemlich schnell Geld auftreiben, auf welche Art auch immer.
-> Gesucht: Du hast Probleme mit ein paar Kopfgeldjägern.
-> Erpressung: Du wirst mit irgendwas erpresst... Und musst entscheiden, wie du mit den Forderungen des Erpressers umgehst.
-> Verpflichtung: Irgendwas ungutes passiert mit jemandem, der dir wichtig ist... Was tust du?
-> Alpträume: In letzter Zeit hast du immer wieder den selben Alptraum, und du willst herausfinden, was das zu bedeuten hat.
-> Rache: Irgendjemand hat dir irgendwas schlimmes angetan, und du willst es ihm heimzahlen.
-> Krankheit: Du leidest an einer Krankheit, die dich langsam umbringt. Finde ein Gegenmittel!

La Cipolla:

--- Zitat ---Welchen Zweck erfüllt ein Nachteil, der weder Gummipunkte generiert noch für Hintergrund/Story relevant ist?
--- Ende Zitat ---

Er verändert, wie man den Charakter spielt und bringt damit Abwechslung und Individualisierung, wie alle Cool Powerz (nur eben andersrum ^^'). Bsp.: Wenn du Glasknochen hast, überlegst du dir zweimal, in einen Kampf zu gehen. Wenn dir ein Arm fehlt, kannst du keinen Bogen verwenden und musst dementsprechend andere Entscheidungen fällen.

Das extreme Beispiel ist immer der Charakter im Rollstuhl.

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