Pen & Paper - Spielsysteme > Pathfinder/3.x/D20
Reiche des Guten bzw Bösen
Pyromancer:
--- Zitat von: Schwerttänzer am 9.07.2013 | 10:52 ---ein positiver Rechtsstaat gibt sich keine ungerechten Regeln und setzt Regeln aus, wenn sie zu Unrecht führen.
--- Ende Zitat ---
Wer gibt die Regeln vor? Wer setzt sie durch? Wer entscheidet, wann eine Regel zu Unrecht wird und ausgesetzt werden muss?
Ich meine, ein chaotisch-guter "Staat" kann nicht mehr Regeln haben als so Allgemeinplätze wie: "Tu keinem anderen weh, es sei denn, du hast einen guten Grund dafür." und "Nimm nichts, von dem du glaubst, dass es einem anderen gehört, der es noch brauchen könnte, es sei denn, er hat so viel, dass ihm der Verlust nichts ausmacht."
Und das sind dann auch keine Gesetze, sondern mehr so Vorschläge, und dann kann man sie auch gleich ganz weglassen.
Schon so ein für einen echten Staat unverzichtbares Konzept wie "Steuern" und "Abgaben" sind mit einer CG-Gesinnung nur sehr schwer zu vereinbaren. Warum soll ich irgend jemandem Geld für etwas geben, das ich nicht brauche oder selber machen kann?
Slayn:
Oh!
Mir fällt übrigens noch ein Paradebeispiel für einen CE-Staat ein: Die Zhodani aus Traveller/Drittes Imperium.
Kurzinfo: Die kleinere Bevölkerungsschicht der Psioniker herrscht absolut über die große Masse des Proletariats. Eine Gedankenpolizei durchforstet regelmäßig die Gedanken des Volkes und greift hier korrigierend ein um den gewollten Standardbürger zu erhallten. Es gibt keine Gesetzte, keine Gerichte, keine Polizei, da dies nicht notwendig ist. Niemand verübt ein Verbrechen, da er einfach nicht kann. Es gibt auch keine richtigen Persönlichkeitsrechte, da die eigentliche Persönlichkeit jederzeit manipuliert oder ausgetauscht werden kann. Die Mittelschicht stellen die Intendanten dar, Psioniker die zwar stark genug sind das Proletariat zu beherrschen aber zu schwach um nicht selbst beherrscht zu werden. Die Oberschicht dagegen erfährt keine wirkliche Kontrolle. Ja, es gibt Räte und Sitzungen, aber ihr Geist ist frei.
Slayn:
--- Zitat von: Pyromancer am 9.07.2013 | 11:15 ---Wer gibt die Regeln vor? Wer setzt sie durch? Wer entscheidet, wann eine Regel zu Unrecht wird und ausgesetzt werden muss?
Ich meine, ein chaotisch-guter "Staat" kann nicht mehr Regeln haben als so Allgemeinplätze wie: "Tu keinem anderen weh, es sei denn, du hast einen guten Grund dafür." und "Nimm nichts, von dem du glaubst, dass es einem anderen gehört, der es noch brauchen könnte, es sei denn, er hat so viel, dass ihm der Verlust nichts ausmacht."
Und das sind dann auch keine Gesetze, sondern mehr so Vorschläge, und dann kann man sie auch gleich ganz weglassen.
Schon so ein für einen echten Staat unverzichtbares Konzept wie "Steuern" und "Abgaben" sind mit einer CG-Gesinnung nur sehr schwer zu vereinbaren. Warum soll ich irgend jemandem Geld für etwas geben, das ich nicht brauche oder selber machen kann?
--- Ende Zitat ---
Hm, nein, fürchte ich.
Unterteile mal zwischen "Strikte Auslegung" und "Situationelle Auslegung" (L - C). Beides kombiniert mit "G".
Ausgangslagen: Eine Person steht kurz vor dem Verhungern und stiehlt ein Brot, ein Geschäft steht kurz vor der Insolvenz und es stehen Steuern an.
Bei der Strikten Auslegung (L) würde nur die Tat oder die Pflicht bewertet. In dem Fall ist Diebstahl ein Diebstahl und das ergibt das Strafmaß und Steuern müssen gezahlt werden, das ist die Pflicht.
Bei der Situationellen Auslegung (C) würde man dem Täter milde gewähren und ihn entsprechend des Umstandes dass er am Verhungern war beurteilen, oder Steuererlass oder Steuererleichterung für Insolvenzen durchsetzen.
ErikErikson:
--- Zitat von: Pyromancer am 9.07.2013 | 11:15 ---Wer gibt die Regeln vor? Wer setzt sie durch? Wer entscheidet, wann eine Regel zu Unrecht wird und ausgesetzt werden muss?
Ich meine, ein chaotisch-guter "Staat" kann nicht mehr Regeln haben als so Allgemeinplätze wie: "Tu keinem anderen weh, es sei denn, du hast einen guten Grund dafür." und "Nimm nichts, von dem du glaubst, dass es einem anderen gehört, der es noch brauchen könnte, es sei denn, er hat so viel, dass ihm der Verlust nichts ausmacht."
Und das sind dann auch keine Gesetze, sondern mehr so Vorschläge, und dann kann man sie auch gleich ganz weglassen.
Schon so ein für einen echten Staat unverzichtbares Konzept wie "Steuern" und "Abgaben" sind mit einer CG-Gesinnung nur sehr schwer zu vereinbaren. Warum soll ich irgend jemandem Geld für etwas geben, das ich nicht brauche oder selber machen kann?
--- Ende Zitat ---
Ich würd mal sagen, ein CG Staat wäre so eine Mischung aus Griechenland und Hippie-Kommune. Es gäbe sicher Gesetze, aber die Leute würden sie auch mal drei gerade sein lassen, und im Allgemeinen wäre der Staat auch bestrebt, "Ausnahmen" zu machen, wenns fair erscheint. Aber grundsätzlich funktioniert sicher alles, wo ein C davor steht, als Organisationsform eher schlecht.
Slayn:
--- Zitat von: ErikErikson am 9.07.2013 | 11:24 ---Ich würd mal sagen, ein CG Staat wäre so eine Mischung aus Griechenland und Hippie-Kommune. Es gäbe sicher Gesetze, aber die Leute würden sie auch mal drei gerade sein lassen, und im Allgemeinen wäre der Staat auch bestrebt, "Ausnahmen" zu machen, wenns fair erscheint. Aber grundsätzlich funktioniert sicher alles, wo ein C davor steht, als Organisationsform eher schlecht.
--- Ende Zitat ---
Wir leben auch in einem "C"-Staat, nur mal so angemerkt.
Navigation
[0] Themen-Index
[#] Nächste Seite
[*] Vorherige Sete
Zur normalen Ansicht wechseln