Pen & Paper - Spielsysteme > Pathfinder/3.x/D20
Reiche des Guten bzw Bösen
Feuersänger:
Dann müssen diese sich eben außerhalb erschlossener Gebiete irgendwo in der Wildnis niederlassen, wenn die Idee, 10% ihrer Erträge abzugeben, derart unerträglich erscheint. Dann stellt sich auch die Frage nicht, ob sie die Infrastruktur des Landes mitbenutzen dürfen, z.B. die Straßen um zum Markt zu fahren.
Slayn:
--- Zitat von: Pyromancer am 9.07.2013 | 12:54 ---Wir reden hier ja nicht über die Realität, sondern über ein Fantasy-Rollenspiel.
Der Bauer hat nicht darum gebeten, dass die Polizei ihn schützt. Vielleicht hält er sich selbst für einen so guten Kämpfer, dass er keinen Schutz braucht - das kann im D&D-Kontext ja durchaus vorkommen, wenn das chaotisch gute Abenteurer-Päärchen auf Level 5 beschließt, sich niederzulassen und eine Familie zu gründen. Da Steuern/Schutzgeld als "gut" zu legitimieren wird schwierig.
--- Ende Zitat ---
Stop hier mal.
Globale oder Sozial-bezogene Steuern und eine Fantasy-Welt beißen sich eh, abgesehen davon dass es sie so wohl nie gab.
Es wird aber Dinge wie eine Markt-Steuer geben, also Sach- und Aktionsbezogen. Wenn Bauer Alric seinen Karren voller Kohlköpfe zum hiesigen Markt schleppt, wird er Marktsteuern abgeben müssen, da er diese bereitgestellte Infrastruktur nutzt. Wenn das Heldenpärchen 5 Säcke Gold durch das Stadttor schleift um zum Händler zu gehen, wird es Steuern zahlen müssen weil es die Infrastruktur benutzt.
Niemand wird Einkommens- oder Mehrwertsteuer verlangen, höchstens Pacht und Standardabgaben für das bereitgestellte Land. Befindet man sich dagegen aber außerhalb der "Zivilisation", wird man weder diese Infrastruktur haben, als auch diese Abgaben.
Dark_Tigger:
--- Zitat von: Feuersänger am 9.07.2013 | 12:33 ---(Nebenbei erinnert mich das gerade wieder an einen Auswuchs des US-Systems, wo z.B. Obdachlose absichtlich kleinere Straftaten begehen, um für den Winter ein Dach über dem Kopf und drei Mahlzeiten am Tag sicher zu haben.)
--- Ende Zitat ---
Das gibt/gab es zmd auch hier. (Wir hatten in der SekI so einen Lehrer der war vorher Polizist gewesen und erzählte in Vertretungsstunden immer von seinen Pappenheimern....)
Hier wurde mehrfach über Zwangsarbeit und Rehabilitierung als Strafe geredet. Passt natürlich auch gut in den Grenzregion-Trope vieler RPG Settings: Straftäter kommen für N-Jahre in die Grenzgrafschaften, müssen helfen die Infrastruktur da aufzubauen, und das Land urbar zu machen. Und nach der Strafe gibt es ein schickes Stück Land mit dem sie tun und lassen können was sie wollen.
Strafe, gewöhnung an "richtige" Arbeit, resozialisierung in dem man ihnen eine Lebensgrundlage gibt. Stellt sich natürlich die Frage:
Wo gehört das hin? L N oder C?
Slayn:
--- Zitat von: Dark_Tigger am 9.07.2013 | 13:09 ---Das gibt/gab es zmd auch hier. (Wir hatten in der SekI so einen Lehrer der war vorher Polizist gewesen und erzählte in Vertretungsstunden immer von seinen Pappenheimern....)
Hier wurde mehrfach über Zwangsarbeit und Rehabilitierung als Strafe geredet. Passt natürlich auch gut in den Grenzregion-Trope vieler RPG Settings: Straftäter kommen für N-Jahre in die Grenzgrafschaften, müssen helfen die Infrastruktur da aufzubauen, und das Land urbar zu machen. Und nach der Strafe gibt es ein schickes Stück Land mit dem sie tun und lassen können was sie wollen.
Strafe, gewöhnung an "richtige" Arbeit, resozialisierung in dem man ihnen eine Lebensgrundlage gibt. Stellt sich natürlich die Frage:
Wo gehört das hin? L N oder C?
--- Ende Zitat ---
Davon ausgehen, dann wir dem Grundsatz folgen "Auge um Auge, Zahn um Zahn" und Strafe vor Rehabilitation kommt, ist Zwangsarbeit "L".
Praktisch bedingt: Du hast WERT X zerstört und musst erst mal WERT X*2 erschaffen.
Die Form der Zwangsarbeit mag dann, je nach G-N-B unterschiedlich sein. So gesehen, ist Zwangs-Sozialdienst anders als Zwangsarbeit?
Ergo:
G - Dienst an der Gemeinschaft
N - Dienst aus Strafe
E - Dienst am Geschädigten
... so nur mal kurz dahingedacht.
Pyromancer:
Ich sprach ja die ganze Zeit von Steuern, die im Gegensatz zu Gebühren eben nicht für einen konkreten Zweck erhoben werden, sondern erstmal so in den Topf des Herrschers wandern.
Und da hakt's halt beim chaotisch-guten. Weder wird der chaotisch-gute Herrscher eine feste Steuer erheben (sei es nun eine Kopfsteuer, der Zehnt oder sonst etwas), noch wird der chaotisch-gute Untertan eine solche Steuer bereitwillig zahlen.
In einem chaotisch-guten Reich wird der Herrscher wohl die Staatsausgaben aus eigener Tasche finanzieren - dafür gibt es in der irdischen Geschichte ja auch Präzedenzfälle.
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