Pen & Paper - Spielsysteme > Pathfinder/3.x/D20
Reiche des Guten bzw Bösen
Pyromancer:
--- Zitat von: Feuersänger am 25.07.2013 | 18:55 ---Wie wunderbar vorhersehbar das hier bei uns mit dem "Wir sind die Guten!" funktioniert, sieht man sogar hier im Thread: wenn da v.a. Pyromancer herkommt (vor einigen Seiten) und sinngemäß sagt "Was mich in meinem Egoismus beschneidet, kann nicht gut sein" (sein Naturrechtsargument) - und das war durchaus im moralischen Sinne gemeint. Und diese Chaotisch-Böse Ideologie wird dann schwupps als CG ausgegeben.
--- Ende Zitat ---
Ist es gut, anderen zu helfen? Ich sage: Ja.
Ist es gut, dritte mit Gewalt dazu zu zwingen, anderen zu helfen? Ich sage: Nein.
Das als chaotisch-böse zu bezeichnen ist schon... speziell. Aber gut: Fantasy-Rollenspiel und so, jeder wie er mag. >;D
Skele-Surtur:
--- Zitat von: Tudor the Traveller am 25.07.2013 | 01:20 ---Was ist jetzt daran eine Ausrede? Eine Ausrede ist, wenn man versucht, etwas, von dem man eigentlich nicht so ganz überzeugt ist, zu rechtfertigen. Das ist hier aber nicht der Fall. Du verwechselst ein Motiv mit einer Rechtfertigung.
--- Ende Zitat ---
Nein. Nein, ich verwechsle nichts. Es geht darum, dass man vor sich selbst sein "böses" Handeln als zum Erreichen eines höheren Zieles notwendig rechtfertigt. Das ist aber am Ende immer eine Ausrede.
--- Zitat ---Du steckst mE noch immer in der Wort-Falle. Warum? Darum:
du verwendest hier "gut" in zwei verschiedenen Bedeutungen. "Die Guten" ist die moralisch richtige Seite. "gut für das Volk" hat keine (relevante) moralische Komponente. Es steht hier für einen überlegenen Zustand.
--- Ende Zitat ---
Es geht darum, dass er der Patriot es als moralisch gerechtfertigt hält, den Interessen des eigenen Volkes oder der eigenen Nation den Vorrang vor den Interessen anderer Völker und Nationen einzuräumen. Und für den Nazi ist es moralisch absolut gut und richtig, dem Führer zu folgen - denn das ist Loyalität, Gehorsam und Treue und Loyalität, , Gehorsam und Treue sind gut. Meta-Betrachtet sind die bestenfalls Lawful, aber das ist unerheblich.
Und Juden zu töten ist auch gut, denn die Juden wollen ja die Arier unterdrücken und unterstützen den Bolschewismus und den Kapitalismus und die sind ja böse. Und die Unterdrücker der Arier und die Unterstützer des Bösen zu töten ist gut.
Das ist für uns alles Käse und so ein Bilderbuchnazi ist für uns eindeutig böse. Aber er ist nicht "I'm evil and I know it." Er glaubt, dass er das richtige tut und dass das gut ist.
--- Zitat ---Merke den Unterschied: "Er ist ein guter Mensch". "Er ist ein guter Spieler".
--- Ende Zitat ---
Der Unterschied ist mir klar. Ich verwechsle an dieser Stelle nichts. Mir ist auch nicht klar, wo du herausliest, dass ich diese Verwechslung vornehmen könnte.
--- Zitat ---Und wo taucht da "gut" in moralischer Bedeutung auf? Es geht da um Überlegenheit, und um bestimmte, damit verknüpfte und als erstrebenswert bezeichnete Werte. Es geht aber nicht um "Herzensgüte", Gnade, Nachsicht, Freigiebigkeit, Hilfsbereitschaft etc. also all die Eigenschaften, die ich mit der Gesinnung "gut" verbinde.
--- Ende Zitat ---
"Als Erstrebenswert bezeichnete Werte" sind per se "moralisch gut" aus der Perspektive dessen, der sie erstrebenswert findet. Sonst wären sie nicht erstrebenswert.
Was DU mit der Gesinnung Gut verbindest ist unerheblich - Der Charakter findet dieses oder jenes gut.
@FS: Ich glaube schon, dass es für einige Menschen ein gewisser Selbstzweck ist, "Gut" zu sein. Naja, für einige ist es vielleicht auch die Eitelkeit, die sie dazu bringt, von anderen als Gut betrachtet werden zu wollen, aber für einige ist vielleicht wirklich ein Selbstzweck, gute Menschen zu sein. Vielleicht nicht unbedingt die Mehrheit, aber doch ein paar und damit nach meinem Empfinden wohl mehr, als solche, die einfach Böses tun, weil es böse ist.
Wormys_Queue:
--- Zitat von: Surtur am 25.07.2013 | 19:20 ---"Als Erstrebenswert bezeichnete Werte" sind per se "moralisch gut" aus der Perspektive dessen, der sie erstrebenswert findet. Sonst wären sie nicht erstrebenswert.
--- Ende Zitat ---
Naja, ich wäre gerne der reichste Mensch der Welt, und zwar nicht weil ich das als moralisch gut erachte, sondern einfach, weil ich es gerne wäre. Ich halte es nicht mal für moralisch gut, dass sein zu wollen, weil mir völlig bewusst ist, dass ich diesen Reichtum nur auf dem Rücken anderer erwerben könnte, also indem ich mich Böse verhalte.
Aber würde mich das jucken, wenn ich die Chance zum Erreichen dieses Ziels hätte? daran entscheidet sich dann wohl die Frage, ob ich gut oder böse bin. So oder so aber wäre ich es bewusst.
Skele-Surtur:
--- Zitat von: Wormys_Queue am 25.07.2013 | 19:44 ---Naja, ich wäre gerne der reichste Mensch der Welt, und zwar nicht weil ich das als moralisch gut erachte, sondern einfach, weil ich es gerne wäre.
--- Ende Zitat ---
Der reichste Mensch der Welt zu sein, ist ein eventuell erstrebenswerter Zustand, kein erstrebenswerter Wert. Wert ist in diesem Kontext als eine moralische Größe zu verstehen.
Feuersänger:
--- Zitat von: Pyromancer am 25.07.2013 | 19:06 ---Ist es gut, anderen zu helfen? Ich sage: Ja.
Ist es gut, dritte mit Gewalt dazu zu zwingen, anderen zu helfen? Ich sage: Nein.
--- Ende Zitat ---
Da es auf freiwilliger Basis offensichtlich nicht funktioniert, wie die Realität lehrt, sage ich: doch.
Aber wie gesagt, wenn man kann ja jedem die Möglichkeit zum Opt-out geben: wer nichts zur Gesellschaft beitragen will, darf sich aus der Gesellschaft entfernen. Aber dann eben auch nicht von ihr profitieren.
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