Pen & Paper - Spielsysteme > Pathfinder/3.x/D20
Reiche des Guten bzw Bösen
Feuersänger:
--- Zitat von: Thandbar am 7.07.2013 | 03:08 ---Wird das bei Planescape nicht schon sehr konsequent durchgespielt?
--- Ende Zitat ---
Jein. Im Prinzip ja, allerdings werden ja dort die Ebenen und Gate Cities schon mit vorgefilterter Bevölkerung bestückt. Da haben also quasi eh schon alle die gleiche Gesinnung, somit ist es nicht weiter schwierig, die Ideale dieser Gesinnung dort durchzusetzen.
--- Zitat ---Was Gesinnungen angeht: Wirf mal einen Blick auf das Palladium-System als Gegenentwurf zur 3/9-Systematik. Das ist vielleicht ganz interessant für Dich.
--- Ende Zitat ---
Danke für den Hinweis, das hab ich mir mal eben angeschaut. Ist sicher spielbar, aber so den richtigen Mehrwert gegenüber dem D&D-Raster erkenne ich nicht. Im Wesentlichen werden NG und CG zusammengelegt, LN und N rausgekickt und CN in zwei Teile aufgespalten.
Zumal bei D&D ja auch die Alignments mit mechanischen Auswirkungen verknüpft sind. Zauber die nur bestimmte Alignments betreffen usw.
Nebenbei: die Begründung gegen Neutrale Gesinnungen finde ich auch Kappes: "Weil Neutral nicht zu SCs passt". Ja und, gibt es denn nur SCs in der Welt? Was ist mit den 99,99999% NSCs?
Aber egal.
Hróđvitnirs Gedanken bzgl Böser Staaten finde ich gut und nachvollziehbar.
--- Zitat ---LE - Reich ähnelt den guten Reichen, aber es gibt eine korrupte Justiz und Herrschaft. Meist sehr drakonisch, mit einem autoritären, unfehlbaren Herrscher an der Spitze.
NE - Reich ist ein Failed State und in viele Fraktionen zersplittert. Es gibt Kräfte innerhalb des Reiches, die wieder Ordnung herstellen wollen.
CE - Kein politischen oder gesellschaftlichen Strukturen jenseits elementarster Strukturen, wie Sippen. Jeder gegen jeden.
--- Ende Zitat ---
Auch einleuchtend, zumindest im säkularen Bereich. Somit wäre ein funktionaler (böser) Staat auf jeden Fall LE, und auch für eine Theokratie bietet LE wesentlich günstigere Voraussetzungen und Strukturen.
Tudor the Traveller:
Ich habe keine Probleme damit, mir rechtschaffene Staaten vorzustellen. Bei den chaotischen hakt es aber, da Chaos dem Prinzip einer Staatsstruktur widerspricht. Das fängt dann schon bei den typisch CG Elfenreichen an. Da kann man imo kaum von Staat sprechen.
Wenn man eine Bevölkerung mit breiter STreuung in den Gesinnungen hat, ist es imo unabdingbar, dass ein die Staatsgesinnung prägendes Element mehr oder weniger unumstößlich integriert ist. Heißt: die Bevölkerung hat nur marginalen Einfluss auf das Staatssystem, sonst müsste man erwarten, dass es sich im Großen und Ganzen zu Neutral ausgleicht.
Sven:
Ja, böse Theokratien sind häufig mit LE definiert. Es gibt einen Herrscher, einen Verwaltungsapparat und Gesetze, die die Bürger schützen, nur ist es nicht nice Sklaven zu opfern oder zum Vergnügen in der Arena sterben zu lassen.
Sven:
@Tudor
Es hilft immer sich vor Augen zu halten wer eine bestimmte Gesinnung hat. CG ist in D&D die klassische Gesinnung von Robin Hood. Ein CG-Staat ist also ein lockeres Bündnis von freien Männern und Frauen, die sich im Bedarfsfall zusammen tun und basisdemokratisch Regelungen finden oder einen Anführer wählen und ansonsten auf ihrem Land tun, was sie wollen. Sprich die idealisierte Frontier-Men- oder keltische/wikingische Clan-Gesellschaft.
Slayn:
--- Zitat von: Tudor the Traveller am 7.07.2013 | 14:16 ---Ich habe keine Probleme damit, mir rechtschaffene Staaten vorzustellen. Bei den chaotischen hakt es aber, da Chaos dem Prinzip einer Staatsstruktur widerspricht. Das fängt dann schon bei den typisch CG Elfenreichen an. Da kann man imo kaum von Staat sprechen.
--- Ende Zitat ---
"Kaum" ist das Schlagwort hier. Gerade bei den C-Gesinnungen stellt sich die Frage ob eine Gemeinschaft einen übergeordneten Staat benötigt und solche Strukturen aufbauen würde oder eher nur die Instanzen, die generell für notwendig befunden werden, zweckbedingt erschaffen werden.
--- Zitat von: Tudor the Traveller am 7.07.2013 | 14:16 ---Wenn man eine Bevölkerung mit breiter STreuung in den Gesinnungen hat, ist es imo unabdingbar, dass ein die Staatsgesinnung prägendes Element mehr oder weniger unumstößlich integriert ist. Heißt: die Bevölkerung hat nur marginalen Einfluss auf das Staatssystem, sonst müsste man erwarten, dass es sich im Großen und Ganzen zu Neutral ausgleicht.
--- Ende Zitat ---
Wurde in D&D nicht des Öfteren erwähnt dass "normale Menschen" einfach in Richtung von NG tendieren würden, wenn man sie keinen weiteren Einflüssen ausgesetzt ist? Alle beispiele für "Böse" Länder, die mir zumindest aus AD&D bekannt sind, haben immer eine extrem mächtige Gruppierung an der Spitze, welche diesen Einfluss einbringt, etwa die Magier von Thay.
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