Pen & Paper - Spielsysteme > Systemübergreifende Themen
Spielleiter wuerfelt nicht
Teylen:
Die Diskussion über die Akzeptanz kam doch als eine mögliche Regelung für ein Rollenspiel.
Das heißt es ist nicht so als hätten solche Spieler welche eine Spielmechanik für Spielleiter im Rollenspiel befürworten einen Thread von Spielern welche eine Spielmechanik für Spielleiter ablehnen oder für unnötig befinden gekapert und ihren Unmut kundgetan.
In dem Kontext finde ich es durchaus legitim anzumerken das es einem nicht gefällt, das man sich davon vom Spiel ausgeschloßen fühlt und damit der eigene Spielspaß ruiniert ist.
Das heißt das einem tatsächlich was den einen gefällt, was sie vielleicht gefordert haben und was dann im Spiel wiederzufinden ist, einem den elementaren Spaß an der Sache versaut hat.
Das heißt wenn ein Spiel mit bestimmten Spielmechaniken beworben wird, die ich nicht mag, finde ich es mitunter einfach nur doof und meinen anderen Spielern, die ich mag, mitunter unterlegen. Ich würde es dann auch keinem empfehlen mit dem ich Spielen mag oder wo ich denke das er meinen Geschmack teilt.
--- Zitat von: Rumspielstilziel am 20.08.2013 | 10:07 ---Was ich mir wünsche, ist einfach ein bisschen positive Offenheit
--- Ende Zitat ---
Ich finde es etwas merkwürdig bzw. abwertend anzunehmen das die Personen die es nicht mögen oder ablehnen im Grunde zu dumm oder ignorant/verschlossen sind es einmal auszuprobieren. Manchmal mag jemand etwas nicht und das liegt dann nicht daran das er zu minderbemittelt war es zu verstehen, immer nur schlechte Erfahrungen gemacht hat oder falsch gespielt hat.
Achamanian:
--- Zitat von: Blizzard am 20.08.2013 | 10:16 ---
Ich muss zugeben, dass ich es als Spieler komisch finde, wenn irgendwelche SLs (verdeckte) Würfe für meinen SC machen. Ich weiß dann nie, was der SL da tatsächlich gewürfelt hat. Klar, im Zweifelsfall vertraue ich dem SL. Aber wenn ich als Spieler den Wurf gemacht hätte, wäre er garantiert anders ausgegangen-und mir als Spieler wäre evtl. noch was eingefallen, wie man z.B. den Wurf hätte evtl. positiv modifizieren können. Genau deswegen lasse ich alle SC-relevanten Proben von den Spielern selbst machen, und alle Proben von den NSCs würfle ih als SL. Mag komisch klingen, aber ich mache das auch ein bisschen als Absicherung für mich, nicht dass hinterher einer der Spieler kommt und sagt der Charakter wäre gestorben, weil der SL (also ich) den Wahrnehmunsgwur für seinen SC versaut hätte.
Aber das ist evtl.OT und ein anderes Thema.
--- Ende Zitat ---
Wenn ein System von vorneherein würfellos angelegt ist, dann ist das doch überhaupt kein Thema: Der SL hat dann ja nicht entschieden, dass ein NSC mit einer Handlung gegen einen SC Erfolg hat, sondern der SL hat entschieden, dass der NSC eine Handlung gegen einen SC unternimmt, und die Frage, ob er damit Erfolg hat, hängt von dem Verteidigungswurf des SC ab - der üblicherweise durch die Fähigkeiten des NSC entsprechend erleichtert oder erschwert sein dürfte.
"Der SL würfelt nicht" heißt ja nicht "Der SL überlegt sich, wie gut der Angriff des Gegners gelungen ist", sondern "Das Regelsystem sieht vor, dass bei allen Konflikten zwischen SC und NSC der Spieler und nicht der Spielleiter würfelt."
Ein System, das sagt: "Entscheiden sie als SL einfach selbst, ob der Goblin zur Abwechslung mal einen kritischen Erfolg landet", fände ich auch ziemlich suboptimal ... aber ein System, das sagt: "Der Goblin greift immer mit einem Wert von 6 an, ob er den Spieler trifft, hängt von dessen Verteidigungswurf ab", kommt mir sehr entgegen.
Praion:
Oder auch, wenn der Goblin jemanden angreift dann gelingt das auch, außer diejenige handelt so, dass sie dem Angriff entgeht.
Achamanian:
--- Zitat von: Teylen am 20.08.2013 | 10:19 ---
Ich finde es etwas merkwürdig bzw. abwertend anzunehmen das die Personen die es nicht mögen oder ablehnen im Grunde zu dumm oder ignorant/verschlossen sind es einmal auszuprobieren. Manchmal mag jemand etwas nicht und das liegt dann nicht daran das er zu minderbemittelt war es zu verstehen, immer nur schlechte Erfahrungen gemacht hat oder falsch gespielt hat.
--- Ende Zitat ---
Lies doch mal, was ich schreibe. Ich sage doch explizit NICHT, dass man etwas Neues mögen MUSS, weil man sonst dumm oder ignorant ist; sondern dass ich es ingesamt als offener, freundlicher und toleranter empfinde, wenn man auf die Erklärung, warum das anderen Leuten gefällt, nicht immer noch mal nachschiebt, dass man selbst das aber doof und spaßtötend findet, sondern einfach mal sagt: "Ach so, deshalb kommen Leute auf solche Ideen. Na ja, nichts für mich." Niemand will hier irgendwen bekehren. Es geht nur darum, zu erklären, warum man einen Ansatz interessant/reizvoll/spaßfördernd findet, um vielleicht das gegenseitige Verstehen ein bisschen zu befördern.
Teylen:
Das Gegenteil von offen, freundlich und tolerant ist dumm und ignorant.
Zusagen das man es offen, freundlich und toleranter empfindet ist doch nur der vermeintlich positive Weg diejenigen mit anderer Meinung abzuqualifizieren.
Wenn dann weitere Erklärungen für die eigene Position getätigt werden, ob sie überzeugen oder nicht, sollte man doch auch den anderen zugestehen weitere Erklärungen für ihre Position zu geben. Gerade wenn Thesen in den Raum gestellt werden die zuvor angeführte Argumente für gänzlich nichtig erklären. Wie die Behauptung das der Spielleiter in keinerweise von dem Spiel ausgeschlossen wird.
So das man vielleicht auch hingehen und erkennen kann "Ach so, deshalb mögen einige Leute die Sache nicht. Die mir aus den und den Gründen gefällt und Spaß bereitet.". Immerhin gehören zum gegenseitigen verstehen mehr als eine Seite.
Das Verständnis "Der mag's nicht weil halt nicht-freundlich, nicht-offen, nicht-tolerant" bzw. "Der mag's weil halt rücksichtslos" ist doch nichts was einer Diskussion oder einem Meinungsaustauch zuträglich ist bzw. einen Erkenntnisgewinn verschafft.
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