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Euer liebster Star Trek Film?

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Achamanian:

--- Zitat von: 6 am 23.01.2014 | 08:58 ---Was siehst Du bei den Borgs? Du hast Menschen (und zwar NUR Menschen. Keine andersfarbigen Aliens oder sowas!), die mittels eingepflanzter Technik, die sie als Babys erhalten, zu einem willenlosen Teil eines Kollektivs kontrolliert werden. Die Technik auf die sie treffen, wird kopiert und dann verbessert. Menschen, die gefangen genommen werden, werden umgedreht und alle ihre Infos werden extrahiert. Vergleiche das mal mit dem amerikanischen Bild der 80-er von der Sowietunion und China. Ersetze einfach die eingepflanzte Technik mit der Indoktrination und Du hast ein ziemlich genaue Analogie. Genau deswegen funktioniert dann 2 Jahre später Hugh, denn "auch Russen sind einfach nur Menschen wie Du und ich".

--- Ende Zitat ---

Es gibt ein sehr schönes Buch, "GeBorgte Identitäten" von Andrea zur Nieden, in dem sie die These vorschlägt, dass die Borg das negative Abziehbild der Föderation (und der USA sind); insbesondere wegen ihres Geredes von "Assimilation" das im politischen Diskurs der US ja ein durchaus positiv besetzter Begriff dafür ist, dass die verschiedenen Einwanderergruppen in einer US-amerikanischen Gesamtheit aufgehen. Wie Locutus so schön sagt: "Wir werden Ihre kulturellen Besonderheiten den unseren hinzufügen". Die Borg sind sozusagen die Negativvision eines Apparats, in dem die Inidividualität sich verflüchtigt. Dagegen hält in "The Best of Both Worlds" ja auch Worf, das Posterchild des Föderations-Multikulturalismus, dass er seine kulturelle Eigenständigkeit selbst leben will, als Individuum, und sie nicht dem Kollektiv unterordnen.
Insofern sehe ich da auch nur oberflächlich den Kommunismus; mir leuchtet es viel mehr ein, dass die Borg eine Schreckensvision Amerikas sind, das sozusagen der Kampf Föderation gegen Borg der Kampf von zwei Gesellschaftsmodellen ist, bei dem die Star-Trek-Macher sich klar auf der Seite des Multikulturalismus positionieren.

Und wieder zum Topic: Ich persönlich finde es ja schade, dass man die Borg nicht irgendwann mit Star Trek 1 und V'Ger verbunden hat. Das wäre eine schöne Pointe gewesen ...

Madis:

--- Zitat von: Rumspielstilziel am 23.01.2014 | 09:32 ---[...]
Und wieder zum Topic: Ich persönlich finde es ja schade, dass man die Borg nicht irgendwann mit Star Trek 1 und V'Ger verbunden hat. Das wäre eine schöne Pointe gewesen ...

--- Ende Zitat ---

Hmm, hätte das die Voyzger denn in knapp 300-400 Jahren schaffen können? Wenn, dann nur durch ein Wurmloch.

Eine kleine Anspielung könnten sie aber schon gebracht haben, weil ja die Voyager im Deltaquadranten auf die "Borg-Heimat" gestoßen ist. Das ist aber seeehr weit hergeholt.

Thandbar:

--- Zitat von: Rumspielstilziel am 23.01.2014 | 09:32 --- in dem sie die These vorschlägt, dass die Borg das negative Abziehbild der Föderation (und der USA sind); insbesondere wegen ihres Geredes von "Assimilation" 

--- Ende Zitat ---

In Deep Space Nine sagt der Maquis-Mann Eddington sogar explizit, dass die Föderation sogar "schlimmer als die Borg" seien, da deren Assimilationsvorhaben zumindest ehrlich angekündigt würden, während die Föderation den eingefügten Gesellschaften permanent vorspielt, ihre kulturelle Identität natürlich bewahren zu können.

Ich habe auch mal gehört, dass die Borg ein Sinnbild für die total vernetzte Gesellschaft darstellen, die eben nicht dazu führt, dass der Einzelne sich ermächtigen kann und überall nur noch eine schöne "Party" stattfindet, sondern dass im Zuge der absoluten Verschaltung das Individuum schließlich ausgetilgt wird, indem ein übergeordnetes Gruppeninteresse ensteht, dem das Wohl des Einzelnen gar nichts mehr gilt.

6:
@Rumpelspielstilziel:
Der Interpretationsansatz gefällt mir. Danke für die Info. :)

Niniane:
Ich hab mal "First Contact" angekreuzt, den fand ich mit am Besten, neben der "Trilogie" (II, III und IV). V ging so, wenn auch der Schluß etwas merkwürdig war, VI fand ich furchtbar, das war irgendwie eine Aneinanderreihung von Klischees und auch das schauspielerische Talent von Christopher Plummer wurde vergeudet, als er sich irgendwann nur noch im Sessel drehen durfte und Shakespeare zitiert hat.
"Treffen der Generationen" war übelst peinlich, weil William Shatner von Patrick Stewart und Malcolm McDowell ohne Mühe an die Wand gespielt wurde (Merke: Englische Schauspieler gegen den Kirk-Darsteller lässt letzteren immer alt aussehen, war bei "Into Darkness" ja nicht anders ;))
"Der Aufstand" war groß von den Dialogen her, da ist es auch nicht wirklich aufgefallen, dass die Story dünn und kitschig war.
"Nemesis" war ähnlich peinlich wie "Generations", die Effekte waren billiger als in der Fernsehserie, und Shinzon war ein absolut doofer Klischeebösewicht. Ne, das war dünn und kein guter Abgang für die TNG-Crew.
Star Trek - The Movie ist übrigens ein Film für die große Leinwand, der kommt im Fernsehen überhaupt nicht gut, weil da auffällt, dass die Story für ungefähr 10 Minuten reicht. Im Kino (habe ihn mal in einer Star Trek-Nacht gesehen) kommt der richtig gut rüber, und man merkt, wo die visuellen Vorbilder liegen.

Die neuen Filme find ich durchwachsen, den ersten mochte ich nicht wirklich, der zweite hatte schon wesentlich mehr Drive. Besser als "Nemesis" sind sie allemal ;)

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