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[SF] FTL-Konzept (für Redshift)
Feuersänger:
Der Beitrag hört so mittendrin auf, schaust du da nochmal drüber?
Achamanian:
Noch mal zur Gate-Thematik:
Vielleicht köntest du davon ausgehen, dass ein Sprung in der Regel zu einem künstlichen Gate (oder vielleicht eher zu einer Boje, s.u.) erfolgt, was relativ risikofrei und kostenarm wäre. Diese Gates sind leicht und kostengünstig einzurichten, d.h. auch Piraten könnten Geheim-Bojen absetzen, die sie als Sprungpunkte verwenden. Evtl. kannst du das dann auch mit einer bestimmten Nähe/Entfernung zu einem massereichen Körper koppeln, sodass man auf der Suche nach einem Piratensprungpunkt in einem System mit genug Zeit theoretisch den möglichen Bereich abfliegen kann, was praktisch aber schwer werden dürfte ...
Man kann aber auch "blind" zu einem massereichen Körper springen - ist eben nur riskanter, weil der genaue Austrittspunkt evtl. nicht berechenbar wäre ...
Dein Saturnsprung-Problem löst du mit einem Cooldown - ich finde da die Variante mit der Strahlenbelastung interessant; vielleicht noch interessanter wäre eine enorme psychische Belastung für Menschen (siehe dazu Stories wie "Scanners live in Vain" von Cordwainer Smith" oder "The Star Pit" von Samuel R. Delany, oder, natürlich Herberts "Dune"). Kurz: Wer zu viel Sprungreisen macht, droht auf die eine oder andere Art den Verstand entweder zu verlieren oder psychisch zumindest so stark verändert zu werden, dass er sozialunfähig wird.
Damit hast du natürlich weiterhin das Problem, dass große Firmen es sich leisten können, nach jedem Sprung das Personal auszutauschen und somit wild hin- und herzuspringen. Ich denke aber, das lässt sich in mehrere interessante Settingelemente auflösen:
Erstens: Personalkosten wären wahrscheinlich durchaus enorm hoch, wenn Personal an Sprungpunkten in ansonsten lebensfeindlichen Systemen versorgt werden muss. Man kann das Personal ja nicht einfach dorthin fliegen, wo man es braucht, da es ebenfalls die entstehende psychische Belastung erfährt. Dazu stellt sich die Frage, was das für ein Lebensgefühl ist, als Sprungmatrose auf Abruf irgendwo auf einem elenden Dreckklumpen zu hocken - birgt das vielleicht auch politischen Zündstoff, wenn diese Leute sich beispielsweise gewerkschaftlich orientieren?
Kleine Händler, die ihre Besatzung nicht einfach austauschen können, stünden bei psychischer Belastung eher als bei körperlicher vor dem inneren Konflikt, wie weit sie gehen wollen, um konkurrenzfähig zu bleiben - wagen sie noch zwei Sprünge diesen Monat, obwohl sie schon das Singen der Strings als Tinnitus in den Ohren haben? Wie werden sie sich verändern, wenn sie so weitermachen?
Wahrscheinlich wäre so ein Sprung in jedem Fall eine höchst unangenehme Erfahrung, der man sich nur unterzieht, wenn es dringend notwendig ist - die meisten normalen Passagiere dürften also innerhalb des Systems einen langen Flug bei Unterlicht vorziehen, wenn sie die Möglichkeit dazu haben.
Ist zugegebenermaßen noch nicht so durchdacht, aber vielleicht kannst du ja was damit anfangen!
Holothuroid:
In 3 Worlds Collide funktioniert das so.
Es gibt es sprungfähige Stellen in der Nähe von Sternen. Die haben einen festen Zielort, wobei theoretisch nicht jeder Stern zu jedem anderen Stern führen muss. Es gibt aber pro Stern unübersichtlich viele Verbindungen und was auf der anderen Seite ist, lässt sich nur mittels sprungfähigem Schiff beobachten.. Das Problem ist insofern weniger, eine Sprungstelle zu finden, sondern eine die da ankommt, wo man hin will. Im Zweifelsfall ist es also günstiger einen Zwischenstop über bekannte Routen zu machen. Nicht mal bei Sol sind alle Verbindungen erforscht.
Man weiß also nicht, wer vorbei kommen wird. Aber sie kommen immer in Nähe des Zentralgestirns an.
Ne andere bekannte Möglichkeit ist, dass Aliens das verwendete Netz aufgebaut haben. Dann sind die Stargates schon da. Aber dazu braucht es eben mindestens ausgestorbene Aliens.
Draig-Athar:
--- Zitat von: Rumspielstilziel am 28.01.2015 | 11:31 ---Dein Saturnsprung-Problem löst du mit einem Cooldown - ich finde da die Variante mit der Strahlenbelastung interessant; vielleicht noch interessanter wäre eine enorme psychische Belastung für Menschen (siehe dazu Stories wie "Scanners live in Vain" von Cordwainer Smith" oder "The Star Pit" von Samuel R. Delany, oder, natürlich Herberts "Dune"). Kurz: Wer zu viel Sprungreisen macht, droht auf die eine oder andere Art den Verstand entweder zu verlieren oder psychisch zumindest so stark verändert zu werden, dass er sozialunfähig wird.
Damit hast du natürlich weiterhin das Problem, dass große Firmen es sich leisten können, nach jedem Sprung das Personal auszutauschen und somit wild hin- und herzuspringen. Ich denke aber, das lässt sich in mehrere interessante Settingelemente auflösen:
Erstens: Personalkosten wären wahrscheinlich durchaus enorm hoch, wenn Personal an Sprungpunkten in ansonsten lebensfeindlichen Systemen versorgt werden muss. Man kann das Personal ja nicht einfach dorthin fliegen, wo man es braucht, da es ebenfalls die entstehende psychische Belastung erfährt. Dazu stellt sich die Frage, was das für ein Lebensgefühl ist, als Sprungmatrose auf Abruf irgendwo auf einem elenden Dreckklumpen zu hocken - birgt das vielleicht auch politischen Zündstoff, wenn diese Leute sich beispielsweise gewerkschaftlich orientieren?
Kleine Händler, die ihre Besatzung nicht einfach austauschen können, stünden bei psychischer Belastung eher als bei körperlicher vor dem inneren Konflikt, wie weit sie gehen wollen, um konkurrenzfähig zu bleiben - wagen sie noch zwei Sprünge diesen Monat, obwohl sie schon das Singen der Strings als Tinnitus in den Ohren haben? Wie werden sie sich verändern, wenn sie so weitermachen?
--- Ende Zitat ---
Da müsste man sich halt auch noch überlegen, weshalb man nicht auf Autopilot/Roboterbesatzungen zurückgreift. Man könnte ja das Schiff für den Sprung programmieren, ohne menschliche Besatzung losschicken und am Endpunkt wieder von einer anderen Crew übernehmen lassen.
Achamanian:
--- Zitat von: Draig-Athar am 28.01.2015 | 12:02 ---Da müsste man sich halt auch noch überlegen, weshalb man nicht auf Autopilot/Roboterbesatzungen zurückgreift. Man könnte ja das Schiff für den Sprung programmieren, ohne menschliche Besatzung losschicken und am Endpunkt wieder von einer anderen Crew übernehmen lassen.
--- Ende Zitat ---
Daran hab ich tatsächlich nicht gedacht ... entweder, man unterbindet das durch irgendeine Settingregel (es braucht halt Besatzung während des Sprungs) - das wäre aber doch etwas sehr plump. Oder man geht von dieser Möglichkeit aus und schaut, was das für das Setting bedeutet und ob die Folgen zu dem von Feuersänger gewünschten Universum passen.
Immerhin würden Leute, die selbst mit ihrer Handelsware springen, noch mehr zu Draufgängern, und FTL-Passagierreisen würden wahrscheinlich noch etwas unüblicher, wenn man zumindest waren per Autopilot durch den Sprungraum schicken könnte. Und andererseits könnte man sich fragen, ob dadurch Piraten irgendwelche Abfangmöglichkeiten erhielten - dafür müsste es allerdings einen Sprungraum geben, der tatsächlich durchflogen wird und in dem man ein Schiff beispielsweise abfangen kann, indem man den Bordcomputer hackt und es umlenkt.
Mir persönlich kommt die Variante: "Sprungreisen werden wegen der Folgen für die Besatzung nach Möglichkeit automatisiert durchgeführt; Passagierreisen überlegt man sich gut, und kleine Raumhändler, die selbst mit ihrer Ware springen müssen, leben auf Messers Schneide" ganz gut, Frage ist natürlich, ob sie zum Redshift-Universum passt.
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