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[SF] FTL-Konzept (für Redshift)
Dark_Tigger:
--- Zitat von: Skeeve am 3.02.2015 | 00:36 ---Nach Tankstellen neben den Ziel-Sprungtoren [wurde irgendwo mal kurz erwähnt] und der Wasserrtransport-Diskussion, frage ich mich gerade ob schon Tankstellen bei den Startpunkten berücksichtigt wurden
--- Ende Zitat ---
Das stell ich mir schwer vor.
A) Der "gewöhnliche" Absprungpunkt, wenn man von einem bestimmten Planeten startet, wird sich mit der Postion des Planeten um seine Sonne herum verändern.
B) Je nach dem wie schnell ein Schiff beschleunigt kann es seinen Vektor in unterschiedlicher Entfernung zum Startpunkt an das Zielsystem angeglichen haben.
Und am schlimmsten
C) Jeder Treibstoff den ein Schiff aufnehmen will, braucht den gleichen Vektor wie das Schiff. Das heißt du kannst keine Tankstellen aufstellen (die würden sich immer weiter entfernen) sondern müsstest den Treibstoff mit dem Schiff mitschießen... was den ganzen Plan irgendwie ad absurdum führt.
Feuersänger:
Alles dies, und außerdem wäre das sowieso zweckwidrig, da ja der ganze Sinn mit den Tankstellen der ist, dass man so wenig Ballast wie möglich durch den Hyperraum schleppen will.
Mehr morgen, mein Fest-Internet spinnt gerade.
Feuersänger:
So, hier jetzt der Beitrag, den ich gestern nicht mehr absenden durfte:
Hmmmh, dass alle Riesenplaneten ein Tor bzw Sprungpunkt an ihrem L-Punkt haben könnten, wäre uU auch eine Idee -- allerdings würde das uU wieder genau das "Saturndilemma" reaktivieren, das wir gerade erst (so halbwegs) ausgehebelt hatten.
--- Zitat von: Chaos am 2.02.2015 | 01:05 ---Man könnte das noch dadurch verkomplizieren, indem man, um zum L-Punkt zu springen, ziemlich genau wissen muss, wo der gerade ist. Position des Sterns ist bekannt, aber man bräuchte relativ aktuelle Informationen darüber, wo der zweite Körper gerade ist, am besten von jemanden, der vor kurzem erst dort gewesen ist.
--- Ende Zitat ---
Prinzipiell gehen meine Gedanken so etwa in diese Richtung: der L-Punkt ist ein sicherer Ankunftspunkt, aber ihn genau anvisieren kann man halt nur mit Hilfe der "Tore", die man sich also auch als Baken / Funkfeuer / Leuchttürme etc vorstellen kann.
Ansonsten, wenn es nur ums "Wissen" geht, das ist kein großes Constraint -- wenn das System einmal kartographiert ist, kann man die Planetenpositionen zu jedem beliebigen Zeitpunkt auf beliebig viele Jahre im Voraus berechnen. Schließlich muss man nur die Masse des Sterns und den Radius des Orbits kennen, um die Bahngeschwindigkeit zu errechnen.
Darum tendiere ich wie gesagt in Richtung "Sprungtor" um da ein Constraint drin zu haben, das uU auch storyrelevant sein kann. Das wäre aber auch andererseits in guter Grund, dass es nur ein Tor pro System geben kann -- sonst stören die sich gegenseitig.
Man könnte aber auch auf die Verwendung eines vorhandenen Tors verzichten und freiwillig weit draußen ankommen. Hat auch gleich eine Implikation: wenn z.B. ein Schiff vor einem anderen flüchtet und in ein anderes System springt, kann der Verfolger zwar anhand des Vektors ablesen, in welches System die Reise geht -- aber er wüsste nicht, ob es nun ans Tor oder in die Pampa springt.
Oder entsprechende Verfolger (Piraten z.B.) könnten über Jammer verfügen, die dem verfolgten Schiff die Anvisierung des Tores unmöglich machen und es so zu einer Konfrontation weit draußen in der Leere zwingen.
Sind jetzt alles ganz neue Gedanken für mich, muss ich auch erst noch hin und herwälzen.
--- Zitat von: Skeeve am 3.02.2015 | 00:36 ---Sollen die Schiffe den Treibstof um zum einen weit genug aus der Schwerkraftsenke raus zu fliegen und um dann den Vektor anzugleichen schon beim Start transportieren? Oder können sie den Sprit, den sie dann zum Vektor angleichen benötigen, da draußen nachtanken? Das würde dann die Startpunkte auf die Gegenden, ganz weit draußen, reduzieren wo genügend Treibstoff "rumfliegt" (entweder auf natürliche Art dort unterwegs (Kuipergürtel?)oder dorthin transportiert).
--- Ende Zitat ---
Nein, das wäre eher zweckwidrig. Die Idee mit den Tankstellen an den Ankunftspunkten kommt ja gerade daher, dass die Schiffe mit so wenig Ballast wie möglich springen wollen -- z.B. um Sprungenergie zu sparen, und/oder weil die maximale Masse für den Sprung hart gedeckelt sein könnte. Es gibt keinen Grund, vor dem Absprung anzuhalten um vollzutanken, wenn man es auch nach der Ankunft tun kann.
Analogie: das wäre ungefähr so, als ob du am Flughafen direkt vor dem Wiegen deines Gepäcks noch ein paar Flaschen Leitungswasser reinpackst.
Achja, ehe hier ein Mißverständnis auftritt: wir müssen bei fortschrittlichen Raumschiffen unterscheiden zwischen Treibstoff und Brennstoff. Dass das bei unseren heutigen chemischen Raketen das gleiche ist, ist insgesamt betrachtet ein Sonderfall. Also nochmal zur Klarstellung:
Brennstoff: Deuterium und Helium-3, zwecks Fusion. Bedarf pro Reise: einige 100kg.
Treibstoff: Wasser. Bedarf pro Reise: viele 100 Tonnen.
Dark_Tigger:
--- Zitat von: Feuersänger am 3.02.2015 | 09:11 ---Darum tendiere ich wie gesagt in Richtung "Sprungtor" um da ein Constraint drin zu haben, das uU auch storyrelevant sein kann. Das wäre aber auch andererseits in guter Grund, dass es nur ein Tor pro System geben kann -- sonst stören die sich gegenseitig.
--- Ende Zitat ---
Ein Tor könnte auch einfach politische Gründe haben. Sowohl Händler als auch Angreifer haben nämlich Interesse möglichst weit im inneren eines Systems raus zu kommen.
Wenn der Verkehr über einen einzelnen Knotenpunkt geht, ist er dann einfach zu katalogisieren, kanalisieren, verzollen und ihm schlimmsten Fall abzuwehren.
Führt aber wieder zu der Frage, was Piraten, Schmuggler und anderes Gesocks machen?
Das man Starten kann von wo man will, ist ja schön und gut, aber was hilft das, wenn man es nicht heimlich irgendwo hinbringen kann.
Selbst ein Piratenhafen wird ja eine gewisse Bestreitbarkeit brauchen, weswegen ein bekanntes Piratenschiff, nicht fröhlich an den Highport des genannten Systems anlegen kann.
--- Zitat von: Feuersänger am 3.02.2015 | 09:11 ---Hmmmh, dass alle Riesenplaneten ein Tor bzw Sprungpunkt an ihrem L-Punkt haben könnten, wäre uU auch eine Idee -- allerdings würde das uU wieder genau das "Saturndilemma" reaktivieren, das wir gerade erst (so halbwegs) ausgehebelt hatten.
--- Ende Zitat ---
Hatten "wir"? Das ist irgendwie an mir vorbei gegangen.
Feuersänger:
--- Zitat von: Dark_Tigger am 3.02.2015 | 09:37 ---Ein Tor könnte auch einfach politische Gründe haben. Sowohl Händler als auch Angreifer haben nämlich Interesse möglichst weit im inneren eines Systems raus zu kommen.
Wenn der Verkehr über einen einzelnen Knotenpunkt geht, ist er dann einfach zu katalogisieren, kanalisieren, verzollen und ihm schlimmsten Fall abzuwehren.
--- Ende Zitat ---
Jo, klar. Es gibt eigentlich aus Sicht der örtlichen Häuptlinge nicht viel Anreiz, mehr als eine Einfallstraße ins System zu haben.
Es soll aber eben auch nicht zu perfekt für die Überwacher sein -- das wäre ja dann wieder langweilig. Einzelne Schiffe sollten schon durchs Netz schlüpfen können.
--- Zitat ---Führt aber wieder zu der Frage, was Piraten, Schmuggler und anderes Gesocks machen?
Das man Starten kann von wo man will, ist ja schön und gut, aber was hilft das, wenn man es nicht heimlich irgendwo hinbringen kann.
Selbst ein Piratenhafen wird ja eine gewisse Bestreitbarkeit brauchen, weswegen ein bekanntes Piratenschiff, nicht fröhlich an den Highport des genannten Systems anlegen kann.
--- Ende Zitat ---
Was meinst du mit Bestreitbarkeit?
Prinzipiell habe ich mir das so gedacht: Piraten betreten ein System als "Wolf im Schafspelz", d.h. sie geben sich zunächst als normales Schiff aus. Wenn sie eine lohnende Beute ausgemacht haben, können sie diese entweder gleich in diesem System angreifen, oder sie heften sich an dessen Fersen und springen ihm nach ins nächste System (wenn dieses weniger stark gesichert ist).
Um Erfolg zu haben, müssen sie das Opfer in der Regel nicht entern -- es reicht, wenn sie es so unter Druck setzen, dass dieses seine Frachtcontainer abwirft. Dann kann der Pirat die Container einsammeln und zeitnah aus dem System springen. Dabei kann es natürlich sein, dass er von Piratenjägern verfolgt wird, die ihn dann nach dem Sprung im nächsten System stellen.
Ist aber natürlich schon ziemlich riskant. Soll es auch sein. Es wäre auch okay, wenn Piraterie im Sol-System weitgehend suizidal wäre - gibt ja noch genügend andere Systeme, die dann deutlich weniger stark gesichert sind.
Da hatte die alte Sonnenmethode halt auch noch einen gewissen Vorteil für die Piraten -- wenn man so nah an der Sonne rauskommt, ist man unter Umständen nicht so leicht zu entdecken.
--- Zitat ---Hatten "wir"? Das ist irgendwie an mir vorbei gegangen.
--- Ende Zitat ---
Naja, ich meinte das insofern, als man z.B. in Sol immer auf dem Jupiterorbit rauskommt (aber 5,2AU von diesem entfernt). Das heisst, egal ob man zur Erde, zum Jupp oder zum Saturn will, man durch Double Jumps niemals auch nur annähernd ans Ziel kommt. Von der Erde zum Jupiter ist es +/- genauso weit wie vom L4 zum Jupiter.
Allerdings hatte ich da grad eh was verpeilt, wie mir gerade auffällt. Ein Sprung zum Saturn-L4 wäre nämlich ebenso wieder 9,5AU von diesem entfernt, brächte also rein gar nichts. Lediglich der Sprung vom Saturn zum Jupiter-L4 (über Umweg) würde etwa den halben interplanetaren Weg einsparen, und wenn man da noch den Aufwand fürs Raus- und Reinspringen dazuzählt, lässt sich leicht rationalisieren, dass das nicht mehr ökonomisch wäre.
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