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[Basic Roleplaying] Wie ist es für Fantasy und was braucht man?
D. M_Athair:
--- Zitat von: FlawlessFlo am 10.04.2015 | 15:19 ---Via Age of Shadows bin ich auf OpenQuest gestoßen. Wäre das auch eine lohnenswerte Alternative zu RuneQuest? Oder lohnt sich hier das kommerzielle Produkt einfach mehr?
--- Ende Zitat ---
OpenQuest (insbesondere in der kostenlosen Basic Edition) ist wohl das einfachste, komplette BRP-Derivat, das du bekommen kannst. Es ist alles andere als verkehrt damit anzufangen. Wenn du das durchgelesen hast, kannst du immer noch überlegen, ob du lieber mit dem BRP selber bastelst oder das umfassende Fantasy-Regelwerk RQ6 benutzen willst oder ob dir OQ Basic reicht.
... ich warte hier noch darauf, dass Clockwork & Chivalry endlich ankommt. Das verwendet das Renaissance-System, welches eine OGL besitzt und eine umfassendende Bearbeitung von Open Quest für "black powder historical/fantasy games" ist.
FlawlessFlo:
So, ich habe mir RuneQuest 6 und BRP als PDFs besorgt und mich mal in beiden etwas eingelesen.
Auf mich macht zur Zeit BRP den besseren Eindruck, insbesondere was das Kampfsystem betrifft. Es ist alles sehr viel näher an dem mir bekannten Stormbringer (5th Ed), mir dem Splitten der Angriffe und dem kummulativen -30% auf Paraden/Ausweichen und ohne Aktionspunkte. Auch wirkt es flexibler, da es an vielen Stellen verschiedene Regeloptionen bietet und ich mir aussuchen kann, was am besten passt bzw. auch auf die Vorlieben der Spieler hier direkt eingehen kann.
An die RQ-erfahrenen Menschen: Welche Elemente von RQ sind für euch die Stärken gegenüber BRP bzw. welche der in RQ getroffenen Entscheidungen (bzgl. der in BRP optionalen Regeln) sind aus eurer Sicht die genau richtig?
Turning Wheel:
Der Punkt, der für mich RQ besser macht als BRP, ist die Weltbezogenheit und das reiche Angebot verschiedener Magiearten.
Also wenn die Regelunterschiede von BRP dir mehr zusagen, dann nimm das!
Open Quest hab ich mir gerade durchgesehen. Ich fand es inkonsequent und war etwas enttäuscht davon.
munchkin:
RuneQuest ist sozusagen das "Muttersystem" von BRP, was auch der Grund ist, dass alles so prima untereinander kompatibel ist.
Das RQ Kampfsystem ist taktischer und genauer als bei BRP.
Die Magie bei RQ ist auch "ausführlicher" und durch die 5 verschiedenen Magiearten auch extrem Flexibel. Die Magiearten sind Volksmagie, Mystizismus, Zauberei, Theismus (Göttliche Magie) und Animismus (Schamanismus).
FlawlessFlo:
--- Zitat von: munchkin am 13.04.2015 | 07:55 ---Das RQ Kampfsystem ist taktischer und genauer als bei BRP.
--- Ende Zitat ---
Das kann gut sein, aber ich habe nach dem Lesen des RQ-Kampfsystems und einem Vergleich zu dem in BRP präsentierten Kampfsystem mehr folgenden Eindruck zu RQ bekommen: "Holt die Gleitcreme raus, ein Kampf steht an!"
Das soll jetzt auch gar nicht abwertend oder böse gemeint sein, aber ich erwarte bei RQ einfach extrem tödliche Kämpfe (außer ich übersehe da etwas / verstehe etwas falsch). Ist natürlich vollkommen legitim, so zu spielen, aber klingt mir dann doch etwas zu extrem für meinen Geschmack.
Im Detail: Die Erfolgsgrade bei BRP sind für mich organischer (Patzer, Misserfolg, Erfolg, Besonderer Erfolg, Kritischer Erfolg) gegenüber RQ (Besonderer Erfolg fehlt, dafür sind kritische doppelt so häufig). Die Vergleichsmatrix im Kampf (Angriffsprobe vs. Parade-/Ausweichprobe) scheint bei RQ auch eher in Richtung "Schwupps, biste tot" zu gehen, da ein hier sehr viel wahrscheinlicherer Kritischer Treffer (im Vergleich zu BRP) nicht einmal mit einer Kritischen Parade / Kritischem Ausweichen abgewehrt werden kann, sondern es immer noch zu einem vollen Treffer kommt. Da macht für mich BRP einfach mehr Sinn: Bei gleichem Erfolgsgrad des Verteidigers wird der Angriff abgewehrt, liegt der Verteidiger niedriger, kommt ein Treffer dessen Stärke dem Unterschied der Erfolgsgrade entspricht.
Ich hatte mir bzgl. RQ einfach mal folgendes vorgestellt: En Gegner mit einem Zweihänder und 50% Waffenfertigkeit hat eine 5%-Chance auf einen Krit. Selbst wenn der Angegriffene ebenfalls eine Waffe hat, welche überhaupt in der Lage ist, den Zweihänder vollständig zu parieren (viele Waffen sind das nicht) und 100% auf die entsprechende Waffenfertigkeit (Kampfstil) hat er lediglich eine 10%-Chance dem mehr oder weniger sicheren Tod zu entgehen und "nur" einen normalen Treffer vom Zweihänder zu fressen. Das scheint mir einfach ein wenig arg heftig für mein Empfinden.
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