Pen & Paper - Spielsysteme > Systemübergreifende Themen
Bestes System für Mantel und Degen?
YY:
--- Zitat von: Ahab am 19.07.2015 | 14:37 ---Interessanter Weise könnte man auch sagen, Initiative wird nur für die erste Runde ermittelt, und dann bleibt der Angreifer so lange Angreifer, bis er einen Angriff versemmelt. Also nicht erfolgreich pariert, sondern "mühelos abgewehrt". Und dann ist der andere der Angreifer. Ein bisschen wie beim Volleyball - man muss erst den Aufschlag haben, um Punkte machen zu können. Das könnte recht gut das hin und her eines Degenduells simulieren. Was meint Ihr?
--- Ende Zitat ---
Ich meine:
Wenn Flynning und das Kampfgefühl der klassischen M&D-Filme gewollt sind, richte das gesamte Kampfsystem konsequent darauf aus und nicht nur mit einzelnen Sonderregeln.
Es ist unnötiger Aufwand, ein ehrliches* Kampfsystem so weit bringen zu wollen, dass es solche Kämpfe mehr oder weniger garantiert als organisches Ergebnis liefert. Dann lieber abstrakter arbeiten, um die passende Atmosphäre zu erzeugen und das Ganze auf erzählerischer Ebene mit Leben füllen.
*Die Kämpfe in jedem Film sind natürlich geskriptet, und in M&D-Filmen sind sie obendrauf fechterisch/kämpferisch völlig Banane.
Das kann man natürlich genau so nachstellen und auch zu einem sinnvollen Spielelement gestalten, aber dann sollte man dafür auch keine Umwege gehen, indem man ein "normales" Kampfsystem dahingehend umbaut.
--- Zitat von: Ludovico am 19.07.2015 | 14:41 ---Wenn man in dem System einen moeglichst effektiven Kaempfer haben willst, dann baut man sich halt den klassischen Fantasy-Fighter mit viel Kraft, Ruestung, Lang- oder Breitschwert und Schild.
Der wischt in dem System mit D'Artagnan den Boden auf.
--- Ende Zitat ---
(Auch in Richtung Eingangspost)
Da hat Schwerttänzer allerdings Recht.
Die Fechtwaffen der M&D-Filme sind auch zu ihrer Zeit nicht verwendet worden, weil sie absolut betrachtet die effektivsten Nahkampfwaffen waren.
Sie waren das Produkt einer ganz spezifischen historischen Entwicklung, das sich in seinem eigentlichen Kontext auch nicht sehr lange hielt.
Für ein M&D-Rollenspiel ist es doch völliger Quark, etwas anderes überhaupt verfügbar zu machen - dass man nichts anderes nutzte und sich dadurch der besondere Kampfstil ergibt, ist doch gerade die Prämisse von M&D.
Der Grund ist für historische Settings und M&D-Settings der selbe, aber bei M&D braucht man das erst gar nicht zu hinterfragen.
Wer da als Autor schwere Rüstungen, Rundschild, Breitschwert usw. überhaupt ins Regelwerk schreibt, hat was nicht verstanden.
Zuletzt stimme ich Imion zu:
GURPS kann schnelles Degengefuchtel durchaus, gerade wenn aktive Parade usw. gefordert sind.
Aber man muss sich - wie immer - etwas reinfuchsen, bis das richtig schnell läuft.
Althalus:
--- Zitat ---das Kampfgefühl der klassischen M&D-Filme
--- Ende Zitat ---
Mich würde ja interessieren, welche Filme das wären. Ich hab annähernd jeden M&D-Film, der auf DVD zu kriegen ist, hier - und die meisten davon entsprechen wenig bis gar nicht dem, was hier als "Standard M&D" angenommen wird. Das sind dann eher die neueren, so ab Disney's 3 Musketiere.
Allein Jean Marais hat in seinen Filmen eine ganze Bandbreite an verschiedenen Ausrichtungen der Kampfszenen zu bieten - inklusive schwere Rüstung.
Wenn man also "Genre-Konventionen" anlegt, sollte man die wohl auch definieren.
Crimson King:
--- Zitat von: Althalus am 25.07.2015 | 09:14 ---Allein Jean Marais hat in seinen Filmen eine ganze Bandbreite an verschiedenen Ausrichtungen der Kampfszenen zu bieten - inklusive schwere Rüstung.
--- Ende Zitat ---
Ich nehme an, du beziehst dich auf Mein Schwert für den König. Der Film mag Teil einer Mantel- und Degen-Sammlung sein. Ob es sich dabei auch um einen Mantel- und Degen-Film handelt, steht auf einem anderen Blatt. Auch wenn er viele klassische Tropen des Genres aufnimmt, ist es wohl eher ein Ritterfilm.
Ludovico:
Wird jetzt darueber diskutiert, was Mantel und Degen denn nun ist? Es steht doch schon im Namen.
Althalus:
--- Zitat ---Es steht doch schon im Namen.
--- Ende Zitat ---
Tjo, dann verbieten wir aber auch den Dolch als Beiwaffe und Feuerwaffen sind sowieso draußen ... (Dann ist die BBC The Musketeers aber komplett draußen).
Hier wird immer wieder über den gleichen Mist diskutiert - aber mal grundsätzlich festzustellen, was genau man sich unter dem Genre vorstellt, dazu reicht's nicht.
--- Zitat ---Ich nehme an, du beziehst dich auf Mein Schwert für den König.
--- Ende Zitat ---
Unter anderem, ja. Aber du hast natürlich Recht, dass der im Speziellen eher ein Ritterfilm ist.
Wie du aber schon sagtest - er benutzt die typischen Elemente des Genres, womit wir wieder bei der Frage wären, was genau nun M&D ausmacht. Der englische Begriff "Swashbuckling" geht z.B. in eine etwas andere Richtung, obwohl er die gleichen Filme bezeichnet.
Navigation
[0] Themen-Index
[#] Nächste Seite
[*] Vorherige Sete
Zur normalen Ansicht wechseln