Pen & Paper - Spielsysteme > Fate
FATE-Erfahrungen und -Akzeptanz
Chiarina:
--- Zitat von: aikar ---Fate ist einfach eine ganz eigene Art von RP. Es ist eher wieder so, wie es beim ersten mal war, als man RP gespielt hat (sofern nicht ein Profi in der Runde die Einführung gemacht hat). Irgendwie weiß man nicht so recht wie man es machen soll, man macht Fehler, aber es macht Spaß. Und man wächst rein.
--- Ende Zitat ---
Schön gesagt. Ich glaube, für eine traditionell geprägte Rollenspielrunde dauert es einfach eine Weile, bis ein Umgang mit den unkonventionellen Spielelementen gefunden ist.
Werden die Aspekte einfach aufgerufen und was man sich merkt, merkt man sich eben, der Rest ist vergessen (das ist die So-What-Haltung)? Oder werden alle Aspekte auf Karten notiert und es gibt außerdem noch eine Liste der gesamten Spielercharakteraspekte für Spieltisch und Spielleiter damit ja nichts vergessen wird (dann wird versucht, aus dem Konzept das Maximum herauszuholen)?
Werden die Spielleiter-Fate-Punkte wirklich bei jedem Szenenwechsel weggeschmissen und neu besorgt (dann geht´s um Präzision und Regeltreue) oder liegt da den ganzen Abend über einfach irgendsoein Haufen Chips vor dem Spielleiter und wenn er weg ist, ist er weg (So-What-Haltung)?
Haben Spielleiter und Mitspieler wirklich eine präzise Vorstellung vom Setting und den Auswirkungen von weiter gefassten Regelauslegungen, sodass da jemand im entscheidenden Moment souverän Veto rufen kann (dann geht es um einen ernsthaften Kampagnenaufbau) oder ist erstmal alles in Ordnung, solange es cool ist und mit den Auswirkungen muss man sich gegebenenfalls eben später herumschlagen (dann steht der Thrill des Moments im Vordergrund).
Ich habe bisher in drei Runden Fate Core gespielt. Einmal als Spielleiter, zweimal als Spieler. In allen drei Runden war das sehr anders. Einen gemeinsamen Nenner gab es allerdings: Es war jedesmal sehr spannend... und zwar, gerade weil Fate eben anders ist.
Auribiel:
--- Zitat von: JS am 4.08.2015 | 10:40 ---Dazu Frage 1: Wie habt ihr euch FATE genähert und es gedanklich umgesetzt?
--- Ende Zitat ---
Auf Fate gekommen bin ich über SaWo und den Tipp von Boba, es doch mal lieber mit Fate zu probieren, da dies das Erzählspiel besser unterstützt als SaWo. Womit er recht hatte.
Kurz zum Hintergrund: Ich spiele mit einer guten Freundin (und früher im Chat) sehr viel Zweierrollenspiel, bei dem ggf. gar nicht gewürfelt oder nur mit Entscheidungswürfeln (Smileys) gearbeitet wird. Klappt im Zweierspiel super, besonders da man sich sehr gut kennt und einschätzen kann. Für das Spiel in der Gruppe war mir das zu regelarm und ich wollte etwas mit mehr Struktur.
Also habe ich mir den Vorläufer von FreeFate (Name vergessen) angeschaut, bin damit aber nicht ganz wahrgenommen. Erste Gehversuche mit Fate gab es mit FreeFate, aber das hatte noch zu viele Aspekte. Bei uns in den Runden wurde ohnehin zu selten auf die Aspekte geschaut, da war die Menge dann einfach tödlich. Weiter ging es mit Fate2Go, was ich super fand und finde, mir für längere Kampagnen dann aber doch wieder ein wenig ZU ... na einfach ist nicht ganz das richtige Wort, ich wollte wieder Stunts und mehr Fertigkeiten.
Größtes Problem war wie gesagt, nicht die Aspekte zu vergessen und sie sinnvoll zu nutzen und zu reizen. Wobei ich mir da mittlerweile angewöhnt habe, dass ich mir Vorschläge vom Reizen auch von Mitspielern vorschlagen lasse oder nachträglich Fatepunkte vergebe, wenn ein Spieler in einer laufenden Szene so im Flow war und den Char so überzeugend in seinen negativen Eigenheiten dargestellt hat, dass es eigentlich ein Reizen des Aspekts gewesen wäre. Klappt damit super und wenn ein Mitspieler seinen Char schon so bereitwillig ins Drama reitet, hat er auch die FPs dafür verdient.
Mit Szeneaspekten tue ich mir allerdings immer noch etwas schwer. :-/
--- Zitat ---Dazu Frage 2: Wie habt ihr eure (skeptischen) Mitspieler an FATE herangeführt?
--- Ende Zitat ---
Momentan spiele ich mit einer neu gegründeten Runde, ein Mitspieler kam speziell dazu, um Fate endlich mal ausprobieren zu können, ein Mitspieler ist Neuspieler und kommt mit seinen zarten 18 Jahren mit den Aspekten und Fakten schaffen besser klar als ich, dass ich immer wieder den Hut vor ihm ziehen muss und der letzte Spieler ist auch Neuspieler und geht völlig unvoreingenommen an die Sache heran.
Skeptische Mitspieler würde ich mit einer Proberunde zu überzeugen suchen. Wobei mir klar ist, dass Fate sicher nicht für alle etwas ist, ebensowenig wie jeder mit dem D&D- oder DSA-Regelwerk oder mit SaWo klar kommt.
In der alten Runde, die ich hatte, war man bei Fate erst skeptisch, da es so wenig Fertigkeiten gab - wobei da zugute kam, dass wir kurz zuvor schon SaWo gespielt haben, was eine ähnlich kurze Fertigkeitenliste hat, es keine Ausrüstungslisten gab und auch Waffen- und Rüstungswerte nicht/kaum vorhanden sind (die Gruppe hatte vorher langjährig nur DSA4 gespielt...), das hat schon ziemlich mit lieb gewonnenen Mechanismen gebrochen, lässt sich aber, wenn man bereit ist, sich drauf einzulassen, auch mit Aspekten abbilden.
--- Zitat ---Und Frage 3: Wie wurde FATE in euren Gruppen aufgenommen?
--- Ende Zitat ---
Neue Runde: Super! :)
Lysander:
Ich habs noch nicht durchgelesen ( die freie pdf hatt oben und unten so bloede Raster die etwas Text uberdecken. Gibts da bessere Pdf ? )
Ein Vorteil scheint mir die Einbeziehung= Angagement der Spieler zur Story. Sie waehlen mit aus und bleiben dan gefordert.
Und der Spielleiter kann vielleicht mal leichter wechseln ?
Zur Charakter und Themenfindung zu Abenteuern kann das kreativ sein. Und bei Improvisation hilft es.
Drum wirds wohl gerne zu LARP verwndet ?
Auribiel:
Ich denke gerade bei LARPs hilft es wenig - wie will man denn im LARP (physische) Fakten schaffen? Wenn du die Taschenlampe im Auto hast liegen lassen, dann helfen dir noch so viele Fatepunkte nicht, um sie herbeizuerzählen, du musst schon hinlaufen und sie holen (mal als ev. bissi doofes Beispiel). Ebenso erfordert ein LARP gute Organisation und feste Planung, was sich ebenfalls mit Player Empowerment beißt (außer du verstehst unter LARP, dass alle Mitspieler in einem Raum/in Hörweite befindlich sind), etc.
Ich fürchte, du hast entweder eine falsche Vorstellung von LARP oder von Fate.
Lysander:
Man kann natuerlich immer die Beispiele an Details finden wo es grad nicht funktioniert. Das muß man dan natuerlich regeln.
Ich meinte die Anregung zu Asoziationen und Beteiligung die da speziell interessant und fuer LARP bei mehr improvisation der Geschichte guenstig sein kann.
Navigation
[0] Themen-Index
[#] Nächste Seite
[*] Vorherige Sete
Zur normalen Ansicht wechseln