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Kritik an 5E

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Arldwulf:
Ist das beim Thema Powerlevel denn wirklich so? Am Ende sind sich dort AD&D, 4E und 5E ähnlicher als sie dies gegenüber 3E/3.5/Pathfinder RPG sind.

Die 5E ist sicherlich nun wieder etwas höher anzusiedeln als dies 4E war, und AD&D ist was das Thema angeht ja durchaus komplex, aber von 3.5 ist der Abstand aus doch etwas größer, was das Powerlevel angeht ist das eigentlich der große Ausreißer.

Feuersänger:
Das stimmt, die 3E - und insbesondere 3.5 - ist der Power-Peak. Insbesondere natürlich in Punkto Caster. Aber 4E ist einfach aufgrund ihrer gänzlich anderen Mechaniken ein anderes Spiel; dieses mit 3E oder 5E zu vergleichen ist ungefähr so sinnvoll, als würde man Fate oder DSA zum Vergleich heranziehen.

In AD&D ist Magie in manchen Aspekten restringierter als in späteren Editionen -- z.B. ist es relativ gut möglich, einen Caster beim Zaubern zu unterbrechen, sodass er den Slot verliert -- aber davon abgesehen, sind Zauber dort rein vom Effekt her zum Teil noch brutaler. Manche Zauber (z.B. Command) erlauben z.B. erst ab 6HD überhaupt einen Rettungswurf. Rundenweise wiederholte RWs gibt es sowieso nicht. Andere haben einen viel größeren Wirkungsbereich (z.B. Grease iirc 20x20ft). Andere Zauber aber sind handzahmer, z.B. machen Evard's Black Tentacles weniger Schaden und sind durch Angriffe zerstörbar. Und so weiter.
Insgesamt ist Magie in AD&D besser gebalanced als in 3E, aber ihre Effekte sind dennoch häufig sehr binär, also auf gut Englisch "Save or Suck".

Außerdem hat man ja in AD&D auch keine Bounded Accuracy, was sich darin niederschlägt, wie gefährlich Mobs ab mittleren Stufen noch sind. Auch hier ist das System wieder ziemlich binär: entweder können so viele Gegner ihre Angriffe anbringen, dass genügend 20er fallen um einen ins Wanken zu bringen (z.B. wenn man vergessen hat, die feindlichen Bogenschützen durch Einnebeln auszuschalten), oder sie sind einfach nur Sensenfutter, denn im Nahkampf trifft dich vielleicht alle 4 Runden mal einer, während du 3 pro Runde wegmachst.

In 5E sind so Schlachten gegen größere Mobs wohl auch immer noch möglich -- aber die SCs werden auf jeden Fall immer wieder getroffen und müssen halt ihre HP im Auge behalten. Der Kampf ist also weniger binär, was, wenn man sich mal an den Gedanken gewöhnt hat, keine schlechte Sache ist. ;)

Arldwulf:

--- Zitat von: Feuersänger am 16.10.2015 | 15:45 ---Das stimmt, die 3E - und insbesondere 3.5 - ist der Power-Peak. Insbesondere natürlich in Punkto Caster. Aber 4E ist einfach aufgrund ihrer gänzlich anderen Mechaniken ein anderes Spiel; dieses mit 3E oder 5E zu vergleichen ist ungefähr so sinnvoll, als würde man Fate oder DSA zum Vergleich heranziehen.

--- Ende Zitat ---

Kann ich schon verstehen, aber die 5e entfernt sich ja mechanisch noch weiter von früheren Editionen als dies die 4e schon tat, mit dem Argument könnte man also auch gleich ganz sagen es ist mit keiner der Editionen vergleichbar. (Tatsächlich ist das auch in etwa meine Meinung, ich halte AD&D, 3E/3.5/PF, 4E und nun D&D (5E) für verschiedene Spiele, welche zwar alle D&D sind, aber eben auch alle verschiedene Mechaniken und dabei wenig Gemeinsamkeiten haben)

Die paar Anknüpfungspunkte welche noch da sind sind ja am ehesten noch zur 4e, wenn auch zumeist nur dem Namen nach und häufig in einer vereinfachten Form. Spreche ich über die Anpassungen welche die 5E bezüglich Short Rests, Hitdice/HS, Recharges für Monsterfähigkeiten, Rituale, Todesrettungswürfen oder eben Backgrounds / Themes macht so werden diese Dinge zumeist häufiger dem 4E Spieler bekannt sein als jemandem aus 3.5 Kontext. Auch der Grundgedanke hinter BA fußt ja auf dem gleichem Grundgedanken wie die Monsterrollen der 4E - es ist nur eine andere Umsetzung. Rein Mechanisch gibt es zu 3.5 oder gar AD&D eigentlich nicht mehr viele Gemeinsamkeiten, am ehesten halt diejenigen welche auch noch in die 4E übernommen wurden, halt Attribute, Feats etc.

Und deshalb macht es wenig Sinn die 4E da auszublenden, denn eigentlich macht es durchaus Sinn über die Anpassungen dort zu sprechen. Sie sorgen ja schließlich durchaus für eine Veränderung im Spielgefühl.

D. M_Athair:
... ich kann an 5E eigentlich schon gar nix mehr kritisieren. Es ist halt irgendwo ein kgN-Spiel geworden.
Mich hat das überhaupt nicht packen können. Da war nichts dabei, was mich motiviert hätte weiterzulesen.
So hab ich die Bücher halt schnell wieder verkauft. Zuerst das MM und dann das PHB. Nur die Starterbox habe ich (ungespielt) behalten.
Auch wegen des Abenteuers.

(Ich vermute immer noch, dass das hätte anders sein können, wenn 0E/CE & 4E die Hauptinspirationsquellen gewesen wären.
Andererseits kann ich gut nachvollziehen, dass WotC auf Wünsche der Fans dieser Editionen kein besonderes Augenmerk legen konnte.
Irgendwo stößt halt das Konzept von D&D Unified an seine Grenzen ... und es gibt ja schöne Alternativen für diese Fangruppen. Schade ist es trotzdem.)

ElfenLied:
Ein völlig anderer Kritikpunkt, ausgehend vom Menschen Thread: Das Typecasting der Rassen, v.a. unter Pointbuy.

Dadurch, dass man maximal eine 15 kaufen kann, kommen Rassen ohne den jeweiligen Bonus nicht auf einen Startmodifikator von +3 im jeweiligen Attribut. Will man also was abseits der Stereotypen spielen wie z.B. einen Zwergenschurken/Gnomenpriester oder gar einen Stereotypen, der gar nicht unterstützt wird wie z.B. ein Elfenkrieger in schwerer Rüstung à la Hobbit Filme, dann hinkt man bis mindestens Stufe 4 um einen Punkt hinter den Rassen zurück, die vom System in der Hinsicht begünstigt werden.

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