Pen & Paper - Spielsysteme > D&D5E

Kritik an 5E

<< < (31/130) > >>

Arldwulf:

--- Zitat von: Scurlock am 18.10.2015 | 23:59 ---Improvisation zurückgeschraubt? Unsinn. Gerade die 5E-Philosophie der "Rulings not Rules" befördert doch die Improvisation. Da ist also nichts zurückgeschraubt, sondern viel eher ein bewusstes "back to the roots" von D&D und AD&D. Also wieder mehr Improvisation, und nicht weniger.
--- Ende Zitat ---

Wie gesagt... Aus der 4e Perspektive. Da war dieser Ansatz noch etwas ausgeprägter.

Eben indem die Improvisation dort nicht nur etwas war was der Spielleiter regeln konnte sondern fixer Teil des Spiels.

Was jetzt eben wieder zurück zu der Rule 0 gedreht wurde. Aber wir müssen das auch nicht ausdiskutieren, ich wollte nur Wormy recht geben, das die Anpassungen und auch der Weggang von dem wunsch ein klares Konzept zu haben natürlich nicht ohne den Misserfolg der 4e denkbar gewesen wären. Die 4e hatte vielleicht sinnvolle Ideen, aber keine Akzeptanz und miserables Marketing. Der Fokus bei der 5ten liegt darum natürlich vor allem auf dieser Akzeptanz.


--- Zitat von: Scurlock am 18.10.2015 | 23:59 ---Mechanisch mag die 5E mit der 4E in einigen Punkten oberflächlich betrachtet näher sein. Tatsächlich ist sie aber viel eher ein überarbeitetes AD&D im Geiste. 
--- Ende Zitat ---

Ja, so würde ich dies auch sehen - zumindest in einigen Aspekten.

Scurlock:

--- Zitat von: Arldwulf am 19.10.2015 | 00:14 ---Wie gesagt... Aus der 4e Perspektive. Da war dieser Ansatz noch etwas ausgeprägter.

Eben indem die Improvisation dort nicht nur etwas war was der Spielleiter regeln konnte sondern fixer Teil des Spiels.

Was jetzt eben wieder zurück zu der Rule 0 gedreht wurde.


--- Ende Zitat ---
Du meinst, dass dem SL in der 5E wieder mehr Entscheidungsgewalt zugestanden wird, statt wie in der 4E sämtliche Dinge verregelt sind. Ja, das ist sicherlich richtig. Aber wie schon bei der Fluff-Diskussion denke ich, dass zu viele Regeln Kreativität und somit in diesem Falle auch Improvisation viel mehr behindern als fördern.
Wenn man aber für Hintergründe, Charakterideen und eben Improvisation am Spieltisch eher Regeln benötigt, dann ist sicher die 4E für diese Art von Spielern/SL die bessere Wahl.

Arldwulf:
Nein...ich meine das der SL dort deutlich weniger Hilfe bekommt diesbezüglich, wie er auf improvisationen eingehen kann und die Spieler weniger Infos bekommen um sie einzusetzen. Vergleicht man die Texte dazu in den Regelwerken, so ist es eben ein kleiner Rückschritt von "das ist Teil des Spiels - wenn deine Spieler eine tolle Idee haben sag ja" zu "wenn du magst kannst du so etwas erlauben"

Ist aber noch offensichtlicher bei alternativen Wegen als bei einzelnen Aktionen. In dem anderem Thread sieht man das sehr schön bezüglich der Frage wie man damit umgehen sollte wenn die Spieler CaW betreiben. Die 4. Hatte darauf durchaus Antworten.

Aber am Ende ist das halt inzwischen egal. Das war es was ich oben sagen wollte, Wormy hat völlig Recht wenn er sagt das das Balancing der 4. als Irrweg betrachtet wird, dies bezieht sich nur eben auch auf viele andere Konzepte der 4. Diese wurden ebenfalls eher reduziert oder eingestampft.

Und ich denke auch das ging gar nicht anders. Eben um die oben angesprochene Wirkung zu erreichen.

Scurlock:

--- Zitat von: Arldwulf am 19.10.2015 | 00:35 ---Nein...ich meine das der SL dort deutlich weniger Hilfe bekommt diesbezüglich, wie er auf improvisationen eingehen kann und die Spieler weniger Infos bekommen um sie einzusetzen. Vergleicht man die Texte dazu in den Regelwerken, so ist es eben ein kleiner Rückschritt von "das ist Teil des Spiels - wenn deine Spieler eine tolle Idee haben sag ja" zu "wenn du magst kannst du so etwas erlauben"

--- Ende Zitat ---
Naja, diese Aussagen kann man auch durchaus auch so interpretieren, dass in der 4E der SL viel eher als Erfüllungsgehilfe der Spieler angesehen wird, während die 5E den SL als ernst zu nehmende Instanz zur Beurteilung einer Spielsituation sieht, dem die letzte Entscheidungsgewalt vom Regelwerk auch bewusst zugestanden wird. Ist alles nur eine Frage der Perspektive.

Arldwulf:
Klar, aber am Ende müssen diese Rollenverteilung Spieler und Spielleiter so oder so unter sich ausmachen. Und ichglaube auch nicht das der SL zum Erfüllungsgehilfen wird nur weil ein Regelwerk ihn ermutigt und ein paar Hilfen zur Umsetzung hat. Erst recht nicht wenn das Gegenargument ist er würde es ja anschließend so oder so erlauben.

Aber am Ende darf man das auch nicht zu wertend betrachten, erst einmal sind das ganze ja nur Konzepte. Mir ging es eher darum das man der 5e schlecht Konzeptlosigkeit vorwerfen kann wenn der Vorgänger auch an seiner konzeptlastigen Designs scheiterte. Die 5e hat eben dort andere Prioritäten als unbedingt mit so etwas zu glänzen, und das ist wahrscheinlich auch gut so.

Und das dies natürlich auch Konzepte mit sich zieht die eigentlich durchaus wünschenswert gewesen wären. Um mal ein Beispiel zu nennen: Das CR System wurde hier zuletzt als "eher zum über den Daumen peilen" bezeichnet, und das trifft durchaus zu... ebenso wie ich die Kritik an zum Teil langweiligen Monstern nachvollziehen kann. Aber es ist halt nicht so als ob alles gerufen hätten"Funktionierende CR Systeme sind doof, schafft die Monsterrollen ab und das Herausforderungssystem, wir wollen wieder ein CR System wie in der 3e, das war so toll!"

Nein - es ist einer von vielen kleinen Aspekten die wenig Diskussion abbekommen. Natürlich wollen alle ein funktionierendes, System zur Schaffung von Begegnungen - aber eine tatsächliche Übernahme des 4e Konzepts hätte Akzeptanz gekostet. Stattdessen hat man versucht die Effekte auf anderem Weg nachzustellen, durch Multiplikatoren und BA. Das funktioniert eigentlich nach allen Kommentatoren die ich bisher gelesen hab mehr schlecht als Recht. Wird aber einfacher akzeptiert.

Navigation

[0] Themen-Index

[#] Nächste Seite

[*] Vorherige Sete

Zur normalen Ansicht wechseln