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Kritik an 5E

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Mouncy:

--- Zitat von: Grubentroll am 17.01.2019 | 16:46 ---Habt ihr das eigentlich in der 4E als besser empfunden?

Ohne wie Ardwulf klingen zu wollen: :D
Da gab es ja doch einiges mehr an Strategie-Gedöns im Kampf, meine ich mal.

--- Ende Zitat ---
Jain. Anfangs war es total toll mit cewl powerz um sich zu ballern, aber die Kämpfe haben sich halt dermaßen in die länge gezogen, dass ich mit dem back to the roots feeling der 5E inzwischen sehr zufrieden bin. Wenn ich "taktische Kämpfe" haben möchte, mit zoning, viel AOE, dots, massiv Zustände usw. schalte ich den Rechner ein und zocke ein RPG oder LoL.

Ainor:

--- Zitat von: Grubentroll am 17.01.2019 | 16:46 ---Habt ihr das eigentlich in der 4E als besser empfunden?

--- Ende Zitat ---

Was die 4E besser gemacht hat ist dass sie klar gesagt hat dass man die Monster als Gruppe zusammenstellen muss. Es ist ja völlig ok wenn eins der Monster ein Eisen-Panzerschwein ist solange auch ein paar Glasskannonen dabei sind. 5E gibt hier leider keine Hinweise, und ich bin mir auch nicht sicher ob die Designer das wirklich im Blick hatten.

Ansonsten finde ich auch dass die hohen Schadenswerte der 3E ein Irrweg sind. Ich hab lieber Kämpfe die mehr Runden dauern, solange die einzelnen Runden schneller gehen. 

gilborn:

--- Zitat von: Feuersänger am 17.01.2019 | 18:21 ---Naja. Erstens finde ich durchaus, dass ein Eisenhaufen-Nahkampfschwein wie ein Paladin durchaus mehr als 3 Treffer vertragen darf. Zweitens ist das Problem bei diesen aufgebohrten Encountern, dass diese 3 Treffer extrem schnell kumulieren können. Da reichen schon 2 Gegner die gleichzeitig auf dich gehen -- bäm gehst du down, ohne dass du irgendwas dagegen tun könntest. Was ist jetzt daran spannend? Ich find das nur frustrierend.

Und hier sind wie am kritischen Punkt: wenn die Gegner so viel Schaden machen, dass der Held das nicht lange aushält, ist die logische Reaktion, selber Nova zu gehen damit die Gegner ausgedünnt oder tot sind, ehe sie ihren Schaden anrichten können. Zack, sind wir wieder beim Rocket Tag der 3E.
Wenn aber das Damage/Life-Verhältnis klein ist, also eine Figur wenig Schaden macht und viele Treffer aushält, haben wir wieder das ultralangweilige Sumo Padding der 4E.

--- Ende Zitat ---

Ich finde schon, dass weniger LP und mehr Schaden bei den Monstern was bringt bzw. halte es für DIE Lösung  ;).

Man muss es ja nicht soweit treiben, dass ich wieder bei den Wahrscheinlichkeiten / Lucky Punch Problemen von Stufe 1 angelange und dann wirds auch nicht frustrierend.

Ich sehe es so:
Auf Stufe 1 ist es kacke weil man durch die zu hohe Varianz beim Schaden und zu wenig LP schnell mal eben Abnippelt / Down geht ohne dass man irgendwas gemacht hat.
Auf Stufe 4 bis 6 so ist für mich der sweet spot. Es ist spannend, der Kampf ist angenehm von der Länge, und Würfelglück hat genau den richtigen Einfluss. Weil die Schadenshöhe und deren Varianz zu den TP passt und noch nicht jeder 3 Attacken hat.

Dann beginnt das Elend und es kippt in die andere Richtung.
Die Schaden werden kleiner im Verhältnis zu den TP, somit auch die Varianz.
Mehrfachattacken bringen gar nix außer zusätzliche Länge, man hätte genausogut den Schaden ver-x-fachen können (bei uns optional als Hausregel) und gut ists (damit ist das Verhältnis von Schaden/Runde zwar noch genau gleich aber zumindest steigt die Varianz etwas und die Runden gehen schneller von der Hand).

Deshalb, bei den Gegnern höherer Herausforderungsgrade: TP runter, Schaden rauf, bis man wieder im Sweet Spot von Stufe 4 ist.

Bleibt das Problem mit der Varianz, also:
Größere Würfel beim Schaden, dafür weniger in der Anzahl, dann klappts auch damit und wenn mir der Spielraum ausgeht mache ich halt anstatt 3W12+7 einfach W12x3+7.
Und schwupps, hält der Paladin hält mal 4, meistens 5, manchmal aber auch 6 Treffer aus, wenn Krits ins Spiel kommen auch schon mal 3.

Ich fänds geil.

Feuersänger:
Hmh. Zumindest ist 5E viel eher deine Edition, als es meine ist. Mir ist der RNGeezus-Faktor (was du Varianz nennst) bei 5E so schon zu hoch; das noch weiter anzuheben würde für mich das Spiel vollends zu Snakes and Ladders erodieren. Allerdings komme ich auch grundsätzlich aus dem Camp, dass für ein schönes Rollenspielerlebnis nichts so störend ist wie die Würfel. Insofern, YMMV.

AlucartDante:

--- Zitat von: gilborn am 17.01.2019 | 21:55 ---Mehrfachattacken bringen gar nix außer zusätzliche Länge, man hätte genausogut den Schaden ver-x-fachen können (bei uns optional als Hausregel) und gut ists

--- Ende Zitat ---

Das ist wahr. Wie ich mich in D&D verliebt habe, als ich erfahren habe, dass es nur eine Attacke und keine Parade gibt und daher alles doppelt so schnell wie in DSA geht, nur um später zu erfahren, dass in D&D jeder 5 Attacken und 5 mal so viele Hitpoints hat und es noch viel zäher ist.

Letztlich bringe ich einfach weniger komische Monster und mehr Menschen Level X als Gegner, macht die Kämpfe schneller und spannungsvoller. Wenn es zulange dauert, kommt der gute alte Schrei der Todesfee. Den schätze ich mehr, als endlos hohe Hitpoints.

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