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Kritik an 5E

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Ein Dämon auf Abwegen:

--- Zitat von: Ainor am  2.06.2021 | 09:55 ---Die Vorstellung das das ein Problem ist hat 5E zum Glück beerdigt. Ich fand immer das Kämpfe in einem engen Gang/an einer Tür
wo nur der Tank angegriffen werden kann sind bei weitem die langweiligsten. Die Mark Mechaniken der 4E Defender versuchen jeden Kampf dahin zu bringen. Interessanterweise hatten die 4E Designer schon damals erkannt hatten dass es besser ist komplexe Kampfplätze mit einfachen Monstern zu haben als einfache Kampfplätze mit komplexen Monstern. Sie haben sich nur von WoW ablenken lassen.

--- Ende Zitat ---
Es is ein Problem für die Nützlichkeit von Tanks. Und weiter vorne wurde ja gesagt, das dass der Vorteil ist den Nahkämpfer gegenüber Fernkämpfern haben.


--- Zitat von: Ainor am  2.06.2021 | 09:55 ---Nein.

--- Ende Zitat ---
Shield, Mirror Image, Shield of Faith, Absorb Elements, Greater Invisbilty, Shadow of Moil ... Dodge Action während man sich auf einen Spruch konzentriert ...

Arldwulf:

--- Zitat von: Raven Nash am  2.06.2021 | 08:01 ---Dir (euch) ist schon bewusst, dass sowas eigentlich reines Skirmish-Wargaming Gedankengut ist? Kontrollzonen von Minis ausnutzen, usw.

--- Ende Zitat ---

In erster Linie ist es ein Mittel um romanhafter, beschreibender agieren zu können. Aktiv Gegner daran zu hindern andere anzugreifen ist nun einmal etwas das in typischen Kampfszenen von Romanen und dergleichen ein häufiger Ansatz ist.

Und gleichzeitig auch ermöglicht diese regelmechanischen Rollen auch in mit konkreten Beschreibungen zu befüllen. Der Paladin der schützend sein Schild vor die Unschuldigen hält um den Schlag des Schurken aufzuhalten ist eben nicht einfach nur ein Skirmish-Wargaming konzept sondern ein Charakter der durch eine Aktion gleichzeitig auch ein Bild von sich vermittelt.

Deshalb ist es so wichtig mehr Optionen zum Schutz anderer zu haben als nur "ich steh da und hau drauf"


--- Zitat von: tartex am  2.06.2021 | 10:50 ---Das ist so wie zu sagen: "Das Problem beim Fußball ist, dass der Ball einfach am Torwart vorbeigeschossen werden kann."  ~;D

--- Ende Zitat ---

Eher als ob man sagen würde: Es wäre ein Problem beim Fußball wenn der Torhüter nichts aktives tun kann um zu verhindern dass ein Tor geschossen werden kann. Beispielsweise nicht springen darf oder die Hände nicht ausstrecken darf.

Und ja...natürlich wäre es ein Problem. Natürlich ist es auch in solch einem Rollenspielfremden Kontext sinnvoller wenn aktive Aktionen möglich sind und nicht nur das passive "ich stehe halt da"

Gunthar:
Darum finde ich den Ansatz des Battlemasters gut, dass der verschiedene Manöver hat. Ein Champion hingegen kann nur zuhauen.

Ainor:

--- Zitat von: Ein Dämon auf Abwegen am  2.06.2021 | 11:39 ---Es is ein Problem für die Nützlichkeit von Tanks. Und weiter vorne wurde ja gesagt, das dass der Vorteil ist den Nahkämpfer gegenüber Fernkämpfern haben.

--- Ende Zitat ---

Naja, der Vorteil der Nahkämpfer ist dass sie keinen Disadvantage haben wenn Gegner ranlaufen.
Der Vorteil von Tanks (im Sinne von: defensiven Frontschweinen) ist dass es weniger weh tut wenn sie angegriffen werden. Zum einen geben sie Deckung gegen Fernkampf, zum anderen ziehen sie Angriffe indem sie Vorne stehen.


--- Zitat von: Ein Dämon auf Abwegen am  2.06.2021 | 11:39 ---Shield, Mirror Image, Shield of Faith, Absorb Elements, Greater Invisbilty, Shadow of Moil ... Dodge Action während man sich auf einen Spruch konzentriert ...

--- Ende Zitat ---

Plattenpanzer & Schild, Uncanny Dodge, Defense Style, Evasion, Resistance gegen alles ausser Psychic,
Retaliation/Riposte,  10 TP/Stufe....

Abgesehen davon: wenn Magier so gut verteidigt sind dann sollten sie nach Vorne um die Krieger in den hinteren Reihen zu schützen  :)

Feuersänger:
Das stimmt ja nicht. Die Analogie wäre, wenn es beim Fußball mehrere Bälle gleichzeitig gäbe die alle gleichzeitig geschossen werden können, und der Torwart sich nur um einen davon kümmern kann. Das ist ja eben genau das Problem bei "Defendern" in der 5E -- sie haben ihre eine Reaction, mit der sie wenn es gut läuft einen Gegner abfangen können, und das war's dann.

Weil es weiter vorne um Nahkampf vs Fernkampf ging: das kennt man aber auch von vielen MMOs wie WOW, aber auch zB in Pathfinder (1) ist es so, dass Fernkämpfer ein sehr gutes Schadenspotential haben. Bei PF etwa schlicht dadurch, dass sie viel öfter und bequemer ihre Full Attacks rausdrücken können. Das geht da so weit, dass der FK schadenstechnisch so attraktiv ist, dass es in manchen Gruppen niemanden gibt, der freiwillig Nahkampf macht. Und das ist dann wieder die Crux - wenn niemand Nahkämpfer ist, ist jeder ein Nahkämpfer.  >;D

--

Also ich versuch grad nochmal zusammenzufassen, was meine Kritik an 5E ist -- alles nix Neues und wurde zT schon mehrmals im Thread genannt:

- Klassen zu samey, Charaktere ähneln einander oft. Zwei von verschiedenen Spielern unabhängig voneinander erstellte Charaktere des gleichen Archetyps gleichen sich oft wie ein Ei dem Anderen.

- zu rudimentäres / grobes Fertigkeitensystem.

- zu wenige taktische Möglichkeiten, und diese haben oft wenig Impact. Sowas wie "Einen einzelnen Angriff von einem einzelnen Gegner abfangen, wenn man gut genug würfelt", und bei allen anderen Angriffen und allen anderen Gegnern kann man dann nur zuschauen.

- generell sind mir die wenigen Tools, die man hat, zu grob: "Vorteil / Normal / Nachteil", Ende.

- eine funktional zusammengestellte Gruppe hat meist genau eine dominante Strategie; jeder macht in jedem Kampf dasselbe.

- nachgereichte Sage Advice widerspricht dem Regeltext im Buch oft diametral --> Tonne (da nicht als Errata sondern als "Erklärung" gekennzeichnet)

- und ich persönlich bin außerdem kein Fan der Bounded Acc; für mich braucht RPG kein Glücksspiel zu sein. Für meinen Gusto sollen die Entscheidungen und Ideen der Spieler mehr Gewicht haben als ein buckeliges Plastikklötzchen. Ich mag es also mehr wie Schach und weniger wie Snakes & Ladders. ;)

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