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Kritik an 5E

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Tegres:
Dieser Vorwurf der Monokultur (sei es gegenüber 5e oder gegenüber anderen Systemen) ist aus meiner Sicht Quatsch. Charaktere werden durch die Art und Weise, wie sie gespielt werden, und was sie erlebt haben, einzigartig, nicht durch die Mechanik. Die Verlockung bei mechanischeren Systemen wie 5e ist, Probleme überwiegend durch das Schielen auf den Charakterbogen und den Einsatz von Klassenfähigkeiten zu lösen, statt durch kreative Problemlösungsstrategien seitens der Spieler:innen. Wenn beides zusammenkommt, dann wird es auch keine Monokultur geben, weil Spieler A mit seinem Stufe-3-Dieb ganz andere Dinge macht (der z. B. in sozialen Situationen glänzt) als Spielerin B mit ihrer Stufe-3-Diebin (die dafür z. B. gerne elaborierte Kampfstrategien austüftelt).

Tudor the Traveller:

--- Zitat von: Tegres am  3.06.2021 | 08:22 ---Die Verlockung bei mechanischeren Systemen wie 5e ist, Probleme überwiegend durch das Schielen auf den Charakterbogen und den Einsatz von Klassenfähigkeiten zu lösen, statt durch kreative Problemlösungsstrategien seitens der Spieler:innen.

--- Ende Zitat ---

Nee Tegres. Nichts gegen rollenspielerische Elemente, aber deine Aussage ignoriert komplett das Game ( gamistische?) Element. Nach deiner Aussage benötigt man GAR KEINE Mechanik - auch keine Klassen - , da genügen dann simple beschreibende Eigenschaften ( "ist stark" statt "STR 16", " kann gut kämpfen" etc.). Die meisten Spieler werden aber wollen, dass  das Mechanische eine signifikante Rolle spielt. Und dann brauchst du diese Unterschiede.

Wobei es aus meiner Sicht gar nicht so schlimm ist, wenn sich Charaktere mechanisch ähneln. Warum nicht zwei Ritter oder Magier in der Runde haben? Warum braucht jeder unbedingt seine Nische? An der Stelle bin ich dann doch bei Tegres: auch mechanisch sehr ähnliche Charaktere können sehr unterschiedliche Persönlichkeiten sein.

nobody@home:

--- Zitat von: Tudor the Traveller am  3.06.2021 | 09:08 ---Wobei es aus meiner Sicht gar nicht so schlimm ist, wenn sich Charaktere mechanisch ähneln. Warum nicht zwei Ritter oder Magier in der Runde haben? Warum braucht jeder unbedingt seine Nische? An der Stelle bin ich dann doch bei Tegres: auch mechanisch sehr ähnliche Charaktere können sehr unterschiedliche Persönlichkeiten sein.
--- Ende Zitat ---

Abstrakt betrachtet kann man natürlich auch eine Gruppe haben, die gleich nur aus Rittern oder Magiern besteht -- das wäre als Konzept allemal tragbar und würde dann auch gleich dabei helfen, zu erklären, warum ausgerechnet diese Nasen dauernd miteinander abhängen. ;) Wäre halt vielleicht ironischerweise eher nichts für ein System, das wie D&D traditionsgemäß doch eigentlich lieber ein aus komplett unterschiedlichen Spezialisten zusammengestoppeltes Team von "Abenteurern" sehen möchte, aber prinzipiell...

Tegres:
Da habe ich mich wohl missverständlich ausgedrückt. Ich meine, dass die Mechanik nicht für die Einzigartigkeit sorgt und damit nicht das endgültige Unterscheidungsmerkmal zwischen zwei Charakteren sein kann. Das kann aus meiner Sicht nur das Erlebte sein und wie der Charakter ausgespielt wird. Schließlich ist es möglich, mechanisch gesehen zwei komplett identische Charaktere zu bauen. Das heißt aber noch lange nicht, dass die Charaktere selbst identisch sind. Deswegen finde ich den Vorwurf der Monokultur falsch.
Die Klassen finde ich hingegen zur grundlegenden Beschreibung eines Charakters überaus hilfreich. Ob es dann allerdings X Unterklassen braucht wie in 5e, darüber lässt sich streiten.

Ein Dämon auf Abwegen:

--- Zitat von: Tegres am  3.06.2021 | 08:22 ---Dieser Vorwurf der Monokultur (sei es gegenüber 5e oder gegenüber anderen Systemen) ist aus meiner Sicht Quatsch.
--- Ende Zitat ---
Das Problem haben eigentlich so ziemlich alle Systeme (selbst die klassenlosen) so denn die Spieler auf mechanisch starke Chars wert legen,weil du halt immer ein paar Optionen hast die besser sind als die alternativen, bzw. bestimmte Dinge die halt eine besonders gute (oder besonders schlechte) Synergie haben.

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