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Kritik an 5E
Arldwulf:
--- Zitat von: Tegres am 3.06.2021 | 09:25 ---Da habe ich mich wohl missverständlich ausgedrückt. Ich meine, dass die Mechanik nicht für die Einzigartigkeit sorgt und damit nicht das endgültige Unterscheidungsmerkmal zwischen zwei Charakteren sein kann. Das kann aus meiner Sicht nur das Erlebte sein und wie der Charakter ausgespielt wird. Schließlich ist es möglich, mechanisch gesehen zwei komplett identische Charaktere zu bauen. Das heißt aber noch lange nicht, dass die Charaktere selbst identisch sind.
--- Ende Zitat ---
Natürlich nicht. Aber darum geht es auch gar nicht, sondern um die Frage welche Mechaniken das System bietet um die individuellen Eigenschaften der Charaktere ins Spiel einfließen zu lassen.
Wie man die Regeländerungen unter diesem Aspekt bewerten würde. Und es ist schon so, das die 5e dort einige konkrete Änderungen durchführt.
Bei solchen Diskussionen kann es nie darum gehen was abseits der Regeln gemacht werden kann, denn im Rollenspiel ist immer alles möglich was Spieler und Spielleiter möchten, auch ganz ohne Regeln.
Aber das bedeutet eben nicht man könne die Regeländerungen nicht bewerten. Und dort sind eben gerade bezüglich der Individualisierung einige Designentscheidungen getroffen worden welche zu weniger individuellen Charakteren, Aktionen und auch Gegnern führen
Talwyn:
Tja und genau daran scheiden sich halt die Geister. Mir persönlich bietet die 5E allemal genug Optionen um meinen Charakter auf der Regelseite zu differenzieren. Ich bin sogar sehr froh über die stark reduzierte Optionsvielfalt, weil mir das Konzept eines "Builds" in einem Tischrollenspiel zuwider ist. Ich habe üblicherweise eine Charakteridee, aber die bezieht sich weniger auf die Regeln als vielmehr auf die Persönlichkeit. Wie sich der Charakter auf der Regelseite entwickelt hängt dann auch davon ab, was er im Spiel erlebt. Dass ich mir in dieser Hinsicht in der 5e nicht viele Gedanken um "Effektivität" machen muss, empfinde ich persönlich als Feature des Systems. In D&D 3.5 hat das hingegen in meinen Gruppen nie funktioniert, weil es oft auf ein Wettrüsten zwischen Optimierern in SL hinausgelaufen ist. Mit einem suboptimale Charakter hat man deswegen schnell in die Röhre geguckt.
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Arldwulf:
--- Zitat von: Talwyn am 3.06.2021 | 11:31 ---Tja und genau daran scheiden sich halt die Geister. Mir persönlich bietet die 5E allemal genug Optionen um meinen Charakter auf der Regelseite zu differenzieren. Ich bin sogar sehr froh über die stark reduzierte Optionsvielfalt, weil mir das Konzept eines "Builds" in einem Tischrollenspiel zuwider ist.
--- Ende Zitat ---
Ich glaube nicht, das es da rein um "builds" geht, letztlich betreffen die Änderungen ja auch nicht nur die Spieler, sondern beispielsweise auch die Regeln für Monster / Gegner.
Und in den meisten Fällen geht es ohnehin weniger darum ob die Mechanik nun besonders gut ist, sondern ob sie gut ist die Charaktereigenschaften umzusetzen.
Aber so etwas ist ja nicht binär, nicht schwarz oder weiß. Die 5e mag stromlinienförmiger sein und gewiss gibt es eine Menge was man an den konkreten Regeln kritisieren kann. Aber das ist dann immer nur relativ zu anderen Editionen und sollte nicht als Extrem aufgefasst werden. Begriffe wie Monokultur würden mir da viel zu weit gehen.
Mr. Ohnesorge:
--- Zitat von: Arldwulf am 3.06.2021 | 10:41 ---Wie man die Regeländerungen unter diesem Aspekt bewerten würde. Und es ist schon so, das die 5e dort einige konkrete Änderungen durchführt.
--- Ende Zitat ---
Von welchen Änderungen sprichst du?
Arldwulf:
--- Zitat von: Uwe-Wan am 3.06.2021 | 12:36 ---Von welchen Änderungen sprichst du?
--- Ende Zitat ---
Ein paar sind oben ja schon genannt worden. Gemeinsame Zauberlisten, Wegfall der Monsterrollen, Bonded Accuracy und die damit verbundenen Probleme bezüglich Balancing von Effekten und Schaden bei unterschiedlichen Herausforderungsgraden, Wegfall von Hilfsmitteln für Nichtkampfsituationen zum Beispiel.
Generell glaube ich, das es in solchen Diskussionen hilft konkret auf Details einzugehen, sich die Regeln anzuschauen und dann zu entscheiden ob diese sinnvolle Änderungen sind.
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