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Kritik an 5E
Arldwulf:
--- Zitat von: ElfenLied am 11.10.2015 | 12:26 ---4e rechnet damit, dass du numerische Boni in bestimmter Höhe auf einer bestimmten Stufe hast. Dabei sind items eingeplant.
Und die Planbarkeit der magischen Gegenstände hängt letztlich von Runde und gespieltem Modul ab. 5e überlässt es da jeder Runde selbst, eine entsprechende Regelung zu finden. Manche Runden übernehmen dann eben den Magic Mart, andere spielen mit Absprache und wiederum andere spielen item Lotto.
--- Ende Zitat ---
Jein. Zum einem passierte mit/ohne den Items natürlich das gleiche wie jetzt in der 5e - die Charaktere sind besser/schlechter. In der 4e hat das nur mehr Leute interessiert weil das System zur Encounterberechnung funktioniert hat. In der 5e ist dies wieder eher ein über den Daumen peilen, da macht es wenig wenn die Chars stärker oder schwächer sind - das Balncing ist auch nicht so als ob man nun auf einer bestimmten Stufe eine bestimmte Stärke erwarten könnte.
Aber das konnte man natürlich in jeder Edition so handhaben. Und zudem hatte die 4e halt etwas was bei der 5e fehlt: Ein System für das Spiel ohne magische Gegenstände oder mit sehr wenigen. Magische Items sind halt nur ein Weg um ungefähr passenden Werte für eine Stufe zu haben. Nicht der einzige.
Aber wie gesagt: Ist ja egal wenn man ein derartiges Balancing eh nicht will, dann kann man in jeder Edition auf die Items verzichten und hat dann den gleichen Effekt wie in der 5e.
Just_Flo:
--- Zitat ---Was die Item Creation angeht, die hab ich mir noch nicht angeschaut, aber von dem was ihr da erzählt, erinnert es schon ein wenig an DSA... :p
--- Ende Zitat ---
Stimmt, wir sind ja im Tanelorn. Dem Ort, an dem mit Geschichten und Erinnerungen statt mit Tatsachen gehandelt wird :)
In DSA3 und in DSA4 und in DSA4.1 sind die Herstellung von magischen Gegenständen, die Herstellungskosten, die Preise die man für diese Gegenstände zahlen muss und wo es diese mit großer Wahrscheinlichkeit gibt, sehr detailliert verregelt. Dadurch, dass auch über das Setting ziemlich genau bekannt ist, welche 300-500 Personen reich/mächtig genug sind um sich sowas zuleisten, trifft der Vorwurf des nicht vorhandenen magischen Marktes nicht zu. Der magische Markt wird zwar häufig von Spielern und SLs ignoriert, aber regelseitig ist er seit DSA3 da.
DSA5 müsste ich kurz ins GRW schauen, wobei wenn das bei DnD im SL Handbuch stehen darf, kann das bei DSA auch im Magiebuch oder im Compendium stehen.
Ich spiele zwar momentan kein DSA mehr sondern fast nur noch PF aber soviel Genauigkeit muss schon sein. Schließlich würde ich im DSA Channel auch dazwischen grätschen, wenn jemand was total falsches über DnD verbreiten würde.
Feuersänger:
--- Zitat von: Just_Flo am 11.10.2015 | 16:23 ---In DSA3 und in DSA4 und in DSA4.1 sind die Herstellung von magischen Gegenständen, die Herstellungskosten, die Preise die man für diese Gegenstände zahlen muss und wo es diese mit großer Wahrscheinlichkeit gibt, sehr detailliert verregelt.
--- Ende Zitat ---
Das glaub ich gern, aber das ist auch gar nicht, worum es mir ging. Ich bezog mich da eher auf den prohibitiven Zeitbedarf. Als Vergleich ziehe ich da die DSA3 Mysteria Arkana heran, wo es sinngemäß hieß, "Mit einem Jahr intensiver Forschung und 3 Magiekunde +18 Proben kann man die Farbe eines Flimflams verändern". Da hätte man auch gleich schreiben können "Vergiss es". So ähnlich ist das halt dann bei 5E auch, wenn die Regeln zwar vorhanden sind, aber auch quasi darauf hinauslaufen dass man sie als SC nicht anwenden kann.
Re Rogue:
Der Rogue macht weniger Schaden als eine Kämpferklasse. Selbst wenn er zuverlässig jede Runde sneaken kann, bleibt er hinter einem Champion mit TWF zurück - und dabei ist TWF alles andere als der stärkste Kampfstil.
Stealth an sich können andere Klassen ebenfalls lernen, allen voran freilich der Barde.
Illusionen und Enchantments kann der Barde auch, und zwar wesentlich früher und mehr als der Rogue.
Was dem AT auf der Zauberliste fehlt, wären z.B. so Zauber wie Spider Climb, Darkvision... eben Transmutationen, mit denen man sich selbst zum besseren Dieb macht (so wie dem EK Transmutationen fehlen, die ihn zum besseren Kämpfer machen.)
Wenn man dann noch Multiclassing mit einbezieht, gibt es wie gesagt sehr wenig Gründe, mehr als 2-3 Stufen Rogue zu dippen.
Wenn ich einen "diebigen" Charakter spielen wollte, würde ich das je nach gewünschter Ausrichtung entweder mit Bard oder Wizard als Schwerpunkt umsetzen. Oder evtl auch als Warlock.
Just_Flo:
Ah okay. Wobei ich bei längeren Kampagnen schon häufiger gesehen habe, dass Charaktere am Abend oder Nachmittag halt noch Zeit dran gehängt haben oder während Schiffsreisen.
Bei der Artefakterstellung kann man ja auch auf vorhandene Artefaktthesen zurückgreifen.
Aber die Zauberwerkstatt war tatsächlich ein Äquivalent von macht man einmal im Leben und es ist gut so, dass dies nicht häufiger geschieht.
Scurlock:
--- Zitat von: Arldwulf am 11.10.2015 | 13:58 ---Jein. Zum einem passierte mit/ohne den Items natürlich das gleiche wie jetzt in der 5e - die Charaktere sind besser/schlechter. In der 4e hat das nur mehr Leute interessiert weil das System zur Encounterberechnung funktioniert hat. In der 5e ist dies wieder eher ein über den Daumen peilen, da macht es wenig wenn die Chars stärker oder schwächer sind - das Balncing ist auch nicht so als ob man nun auf einer bestimmten Stufe eine bestimmte Stärke erwarten könnte.
Aber das konnte man natürlich in jeder Edition so handhaben. Und zudem hatte die 4e halt etwas was bei der 5e fehlt: Ein System für das Spiel ohne magische Gegenstände oder mit sehr wenigen. Magische Items sind halt nur ein Weg um ungefähr passenden Werte für eine Stufe zu haben. Nicht der einzige.
--- Ende Zitat ---
Ich glaube hier liegt die Fehlannahme. Es wird davon ausgegangen, dass ein regelgerechtes Balancing in jeder Hinsicht von Nöten und erwünscht ist. Diese durch die die direkten Vorgängereditionen vorgegebene Regelausrichtung ist in der 5E eben nicht mehr gegeben. Das gilt für die Verteilung der magischen Gegenstände wie auch für die Berechnung der Encounter. Dies mag für den balancingdomestizierten Spieler ein grosser Kritikpunkt an der 5E sein, liegt aber am Ende viel mehr in einer falschen Erwartungshaltung begründet.
Die Ausrichtung der 5E ist in der Hinsicht des Balancings wohl eher an den Editionen D&D/AD&D ausgerichtet, in denen das Balancing mehr pi x Daumen orientiert war und nicht wie später in der 3er, und noch mehr in der 4E, durchreguliert wurde.
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