Pen & Paper - Spielsysteme > D&D - Dungeons & Dragons

Gedanken zum Klassenbalancing

<< < (25/37) > >>

Arldwulf:

--- Zitat von: Wormys_Queue am 11.11.2015 | 15:08 ---Ich glaube, dem Oger ging es dabei weniger um Bonus-XP für gutes Charakterspiel oder besondere Initiative, als um Bonus-XP für spezielle Charakterhandlungen (Zaubern, Schlösser Öffnen usw.) wie es das in älteren Editionen des Spiels durchaus gab. Vermute ich wenigstens.

--- Ende Zitat ---

Ja, ich würde dies aber letztlich in einen Kontext mit solchen Dingen wie persönlichen Quests setzen und auch hier den gleichen Hintergrund eines stärkeren Einbringen des Charakters sehen. Und natürlich gilt unabhängig davon: Wenn man dies als Balancingmittel nutzen möchte, so muss man diese Technik für einen schwächeren Charakter verstärkt anwenden. Was eigentlich unschön ist, da dadurch ja das Verhalten im Spiel wieder in den Hintergrund rückt. Sprich Char A und Char B tun etwas "passendes", ob nun passend zu ihrem Hintergrund, der Story oder ihrem Charakterkonzept und sollten dafür eigentlich belohnt werden (wenn man sowas mag) - doch stattdessen belohnt man nur Char A, weil dessen Charakterkonzept schwächer ist. Oder belohnt ihn stärker. Oder häufiger.

Solche Dinge aus Balancinggründen zu nutzen halte ich für falsch, sie zu nutzen um die Charaktere stärker in den Fokus zu rücken aber für richtig.

Aber ich merk eh, das ganze kommt wieder mehr wie ein Aber ohne Ja herüber, obwohl es ein "Ja, aber" war. Ich denke diese Mittel sind durchaus legitim, und nur weil es noch bessere und einfachere Wege gibt verlieren sie diese Legitimität nicht, und solange man sich über die Nachteile im klarem ist und diese Berücksichtigt sind es durchaus Mittel die man zum Balancing nutzen kann.

Wormys_Queue:

--- Zitat von: Arldwulf am 11.11.2015 | 15:38 --- Wenn man dies als Balancingmittel nutzen möchte, so muss man diese Technik für einen schwächeren Charakter verstärkt anwenden.
--- Ende Zitat ---

Nur, wenn man damit eine Unbalance ausgleichen will, die anderen Orts entsteht. Aber das ist ja dann eine Frage des Designs. Die ursprüngliche Idee ist ja wohl eher das, was Thandbar angemerkt hat.  Mit der Folge, dass man den Dieb an anderer Stelle (beispielsweise im Kampf) schwächer gestaltet, damit kein Vorteil dadurch entsteht, dass er XP fürs Schlösser knacken bekommt. Wenn man das gut hinbekommt, ist das einfach eine andere Form des Balancing, und was man lieber mag, letztlich Geschmackssache.

ich seh dabei eher die Gefahr, dass je nach Spielstil bestimmte Kassen bevorteilt werden, von daher ist das sicher nicht für jeden etwas. Ob andere Wege besser oder wenigstens einfacher sind? Ist halt die Frage, die setzen eben das eigentliche Ziel dieser Regelung unter Umständen nicht so gut um.

Arldwulf:

--- Zitat von: Wormys_Queue am 11.11.2015 | 16:42 ---Nur, wenn man damit eine Unbalance ausgleichen will, die anderen Orts entsteht.
--- Ende Zitat ---

Ja, natürlich. Und Oger fragt ja explizit nach dieser Verwendung als Balancingmittel, und nur darauf bezog sich natürlich auch die Aussage: Dafür gibt es bessere und leichtere Wege.

Ansonsten sind solche Sachen aber durchaus ein gutes und sinnvolles Mittel - und werden ja auch in ausbalancierten Systemen angeboten, sei es in der Form persönlicher oder klassengebundener Quests oder in der Form das Erfahrungspunkte durch den Einsatz von Fertigkeiten ermöglicht werden. Und es ist ja auch durchaus schön, gerade wenn man dies mit den von Oger im Ausgangspunkt genannten alternativen Belohnungen verknüpft. Das der Dieb für die Gründung einer Diebesgilde oder die Beschaffung eines bestimmten Gegenstandes Erfahrung sammelt wäre da also nichts ungewöhnliches, genauso wie das entschärfen von Fallen Erfahrungspunkte geben würde.

Aber dort wird dies halt genutzt um die Charaktere besser einzubinden, nicht um Balancingprobleme zu beheben, und ich denke so sollte dies auch sein.

Wormys_Queue:

--- Zitat von: Arldwulf am 11.11.2015 | 16:50 ---Aber dort wird dies halt genutzt um die Charaktere besser einzubinden, nicht um Balancingprobleme zu beheben, und ich denke so sollte dies auch sein.
--- Ende Zitat ---

Müsste man jetzt die Designer fragen, aber ich glaube nicht, dass das Beheben von Balanceproblemen der Grund für die Einführung dieser Elemente in die alten Editionen von D&D war. Und (das kann der Oger besser beantworten) ich glaube auch nicht, dass der Oger das so gemeint hat.

Der Oger (Im Exil):

--- Zitat von: Wormys_Queue am 11.11.2015 | 15:08 ---.

Ich glaube, dem Oger ging es dabei weniger um Bonus-XP für gutes Charakterspiel oder besondere Initiative, als um Bonus-XP für spezielle Charakterhandlungen (Zaubern, Schlösser Öffnen usw.) wie es das in älteren Editionen des Spiels durchaus gab. Vermute ich wenigstens.

--- Ende Zitat ---

Zur Klarstellung: Genau das meinte ich.


--- Zitat von: Thandbar am 11.11.2015 | 15:23 ---Zudem muss der Spielleiter aufpassen, dass alle SCs ungefähr gleichberechtigt davon profitieren, was den Kerkerbau einschränken kann.
--- Ende Zitat ---

Nicht bei ergebnisoffener Spielführung, denke ich (das ist das Gewölbe, wie ihr an den Käse kommt, ist Euer Bier).


--- Zitat ---Ganz sicher bin ich mir auch nicht, ob man nicht bestimmte Formen des Xp-Erwerbs je nach Klassen auch besonders gut "abusen" kann.

--- Ende Zitat ---

Ja, aber nicht ohne Konsequenzen - ein Krieger, der alle Gegner samt Omma und Hund für Extra - EP erschlägt, ein Dieb, der sich taschendiebstehlender Weise über den Marktplatz bewegt etc. macht sich nicht unbedingt beliebt, was durchaus auch zum schnellen Ableben des "Grinders" führt.

Navigation

[0] Themen-Index

[#] Nächste Seite

[*] Vorherige Sete

Zur normalen Ansicht wechseln