Pen & Paper - Spielsysteme > D&D - Dungeons & Dragons
Gedanken zum Klassenbalancing
Arldwulf:
--- Zitat von: Wormys_Queue am 13.11.2015 | 15:43 ---Um bestimmte Spielstile zu unterstützen. Spielstile, die ohne Balancing auskommen, unterstützt es in keinster Weise.
--- Ende Zitat ---
Doch natürlich, Denn die Dinge welche von Balancing unterstützt werden lassen sich auch noch anders erreichen, dann halt ohne diese Unterstützung. Alle Spielstile kommen ohne Balancing aus, aber umgedreht hilft es eben auch allen. Nenn doch mal einen der nicht davon profitieren würde? Oder der ohne nicht ginge?
--- Zitat von: Wormys_Queue am 13.11.2015 | 15:43 ---Ich halte es bis zum Gegenbeweis schlichtweg für nicht möglich, das Design der 3E so zu verändern, dass es genauso balanciert ist, wie die 4E, ohne dabei seinen Charakter zu verlieren. Also müssen ich und du entscheiden, was uns wichtiger ist.
--- Ende Zitat ---
Das reine Balancing wäre dabei gar nicht so sehr das Problem...ich kenne auch durchaus viele Spielleiter welche in ihrer Runde eine gute Balance hinbekommen. Es wäre auch durchaus machbar allen Fähigkeiten passende Stufen zuzuweisen. Nur: Wozu das ganze? Es wäre viel Aufwand, und bevor man diesen betreibt müsste man erstmal klären welches Ziel man damit verfolgt, da dieses auch die Art der Maßnahmen bestimmt.
Wie gesagt: Balancing ist kein Selbstzweck. Wenn du mich fragst wie man in einem System mehr Charaktervielfalt hinbekommen könnte, oder aber abwechslungsreichere Kampagnen wäre Balancing sicher etwas das eine Rolle spielt. Doch die Balancingmaßnahmen wären andere als wenn du andere Ziele hast, und ohne einen derartigen Zweck könnte man gar nicht sagen in welche Richtung die Änderungen gehen sollten.
Thandbar:
Versteht ihr jetzt unter Balancing eigentlich hauptsächlich, dass die SCs gleich stark sind und dies auch je Stufe bleiben?
Ich finde es nämlich gar nicht so einfach, mit dem Begriff zu diskutieren, weil Leute darunter imho leicht unterschiedliche Sachen verstehen können.
Was das Designprinzip der Ausgewogenheit unter den 4E-Klassen ja nicht darstellte, waren unfaire Sachen. Ergo, Defiling.
Es gab halt weniger solche Dinge wie: Du wirst auf unfaire Art und Weise mächtiger, aber dafür wirst Du auch allmählich zu dem, was Du bekämpfen willst. Defiling war in der 4E grundsätzlich fair - letztlich eine zusätzliche taktische Option.
Wenn man das zB mit dem vergleicht, was L5R mit dem Schattenlandmakel gemacht hat, ist das halt schon ein ganz anderes Designprinzip. Das heißt ja nicht, dass eins besser ist als das andere, sondern imho eher, dass beides ja nach Kontext seinen eigenen Reiz hat.
Arldwulf:
Im Prinzip schon, mit der Einschränkung , dass dies nicht bedeutet das die Charaktere immer gleich stark sein müssen, sie hätten einfach dann nur verschiedene Bewertungen, verschiedene Level. So kann es sein, dass z.B. Lehrling und Meister unterschiedlich stark sind - das Balancing wäre dennoch vorhanden, und sorgt einfach nur dafür das Mechanik und Beschreibung zusammenpassen, also das Dinge die in der Beschreibung gleich stark sind dies auch in der mechanischen Umsetzung im Spiel sind.
Das ist auch der Grund warum Balancing erst einmal nie etwas verhindern kann. Mächtige Magier und hilflose Kämpfer kann man damit ebenso haben, es ist dort einfach nur eine bewusste Entscheidung und wird offen gemacht. Weshalb es dann viele nicht mehr machen, weil die meisten Spieler ja gar keinen Bonus haben wollen gegenüber ihren Mitspielern nur weil sie Klasse X gewählt haben.
Das gleiche gilt natürlich auch für Einzelfähigkeiten - Balancing heißt nicht das irgendwelche Dinge nicht möglich wären, auch starke Dinge können neben schwachen sein. Nur sind sie eben auch so gekennzeichnet.
Wormys_Queue:
--- Zitat von: Thandbar am 13.11.2015 | 17:47 ---Versteht ihr jetzt unter Balancing eigentlich hauptsächlich, dass die SCs gleich stark sind und dies auch je Stufe bleiben?
--- Ende Zitat ---
Ich nicht, aber ich halte die 3.x auch nicht für fürchterlich unbalanciert. Wie ich oben mal anmerkte, ist sie für mich balanciert genug. Sicherlich ginge es im Detail noch besser, aber das hat halt offiziell noch niemand versucht (Auch bei Pathfinder war das Hauptziel ja nicht in erster Linie, eine bessere Balance zu finden, da gings beispielsweise darum, die Grundklassen wieder interessanter zu machen). Deswegen wehre ich mich ja auch nicht prinzipiell gegen Balancing, ich wehre mich nur dagegen, dass zum Nonplusultra zu erklären. Und wenn es bedeutet, dass ich meine Basteleien dem Zwang zur Ausbalancierung unterwerfen muss, lehne ich es sogar rundweg ab. Ich will eine Bandbreite, und die beiden Ränder dürfen ruhig miteinander inkompatibel sein. Hauptsache ich hab Platz.
--- Zitat von: Arldwulf am 13.11.2015 | 16:18 ---Doch natürlich, Denn die Dinge welche von Balancing unterstützt werden lassen sich auch noch anders erreichen, dann halt ohne diese Unterstützung. Alle Spielstile kommen ohne Balancing aus, aber umgedreht hilft es eben auch allen. Nenn doch mal einen der nicht davon profitieren würde? Oder der ohne nicht ginge?
--- Ende Zitat ---
Mein Spielstil "würde" nicht nur davon nicht profitieren, er tut das sogar definitiv nicht. Besseres Balancing fügt ihm einfach keine zusätzliche Qualität hinzu, auf die ich irgendeinen Wert legen würde. Ich kann schlicht und ergreifend nichts von dem, was ich gerne mache, in einem besser balancierten System besser machen. Und ich kann ALLES, was ich in dem balancierten System machen könnte, auch in meinem System machen. Ergo ist meine Bereitschaft, Änderungen an "meinem" System hinzunehmen, deren einziger Zweck die Spielbalance ist, recht begrenzt.
Und das andere hab ich eh nicht behauptet.
--- Zitat ---Das reine Balancing wäre dabei gar nicht so sehr das Problem...ich kenne auch durchaus viele Spielleiter welche in ihrer Runde eine gute Balance hinbekommen.
--- Ende Zitat ---
Ich auch. Und jeder tut das auf seine ganz unterschiedliche Art und Weise. Diese Vielfalt ist kein Problem, sondern eine echte Qualität.
--- Zitat ---Es wäre auch durchaus machbar allen Fähigkeiten passende Stufen zuzuweisen. Nur: Wozu das ganze? Es wäre viel Aufwand, und bevor man diesen betreibt müsste man erstmal klären welches Ziel man damit verfolgt, da dieses auch die Art der Maßnahmen bestimmt.
--- Ende Zitat ---
Richtig. Es ist schlicht und ergreifend den Aufwand nicht wert. Denn abgesehen vom Ziel "besseres Balancing" braucht man das Balancing für nichts.
--- Zitat ---Wie gesagt: Balancing ist kein Selbstzweck. Wenn du mich fragst wie man in einem System mehr Charaktervielfalt hinbekommen könnte, oder aber abwechslungsreichere Kampagnen wäre Balancing sicher etwas das eine Rolle spielt.
--- Ende Zitat ---
Ja, das behauptest du schon seit Beginn des Edition Wars, und es hat immer noch keine einzige Kampagne und keinen einzigen Charakter gegeben, die man nicht irgendwie auch in 3.X hinbekommen hätte (und zwar spielbar). Weil es schlicht und ergreifend nicht stimmt, dass Balancing da irgendetwas besser macht. Einfacher vielleicht, dem Teil würde ich sogar zustimmen.
Wormys_Queue:
--- Zitat von: Thandbar am 13.11.2015 | 17:47 ---Versteht ihr jetzt unter Balancing eigentlich hauptsächlich, dass die SCs gleich stark sind und dies auch je Stufe bleiben?
--- Ende Zitat ---
Persönlich versteh ich unter Balancing übrigens eher, dass jeder Mitspieler genügend sinnvolle Betätigungen im Spiel findet, um seinen Spielspass zu erhalten. Dass muss weder zu jedem beliebigen Zeitpunkt noch bei jedem beliebigen Teil des Spiels so sein, aber insgesamt sollte es sich in etwa ausgleichen.
Navigation
[0] Themen-Index
[#] Nächste Seite
[*] Vorherige Sete
Zur normalen Ansicht wechseln