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Gedanken zum Klassenbalancing

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Rhylthar:

--- Zitat ---Bei Anfängern spielt es hingegen noch keine Rolle, weil da eh noch keiner optimiert, die haben alle Hände damit zu tun, den Systemkern kennenzulernen.
--- Ende Zitat ---
Da habe ich andere Erfahrungen gemacht.

Bei D&D kam mit dem Zuwachs weiterer Bücher und dem Aufsteigen der Gruppe sowohl bei Fighter- wie auch Monk-Spieler die Erkenntnis, dass Cleric und Mage auf einmal ganz gewaltig davonziehen. Und nach und nach schwand das Interesse am eigenen Charakter.

Anfänger bleiben dies nicht ewig und es geht ja nicht nur um One-Shots.

Thandbar:
Für mich war bezüglich der dritten Edition eigentlich immer das Problem, dass die eigentlich nie "wirklich" gespielt wird. Jeder SL hat da irgendwie einen eigenen Hausregelhefter, durch den man sich erst mal durcharbeiten müsste, oder sie verbieten einem gleich quasi alle Bücher oder schränken die eigene Lieblingsklasse ein (Druide übrigens, aber sobald man das einem 3.X-Spieler sagt, wird man ja regelmäßig so angeschaut, als hätte man gerade ein Katzenbaby geschlachtet).
Bei der 4E kenn ich das so gar nicht. Da kann man Regeln vorher festlegen, und weil das System sehr transparent ist, weiß man auch gleich, was man da eigentlich macht. Und wenn man sich einschränkt (Barbaren-Kampagne nur mit primalen Klassen etc.), dann macht das halt wirklich freiwillig und der Story wegen und nicht, damit die einen nicht an den anderen vorbeiziehen. Insofern bin ich schon klar für den "balancierten" Ansatz.

Wormys_Queue:

--- Zitat von: nobody@home am 14.11.2015 | 17:52 ---Ach -- nichtmagische Ausrüstung gibt's in der betreffenden Welt gar nicht mehr? Das erklärt dann allerdings die Vormachtstellung der Magier schlicht durch ihr Marktmonopol auf alles... ;)
--- Ende Zitat ---

Nö, nichtmagisches Zeug darf er ruhig anhaben. Hauptsache, er kann seine Saves nicht buffen.

Talim:

--- Zitat von: Thandbar am 14.11.2015 | 18:08 ---Für mich war bezüglich der dritten Edition eigentlich immer das Problem, dass die eigentlich nie "wirklich" gespielt wird. Jeder SL hat da irgendwie einen eigenen Hausregelhefter, durch den man sich erst mal durcharbeiten müsste, oder sie verbieten einem gleich quasi alle Bücher oder schränken die eigene Lieblingsklasse ein (Druide übrigens, aber sobald man das einem 3.X-Spieler sagt, wird man ja regelmäßig so angeschaut, als hätte man gerade ein Katzenbaby geschlachtet).

--- Ende Zitat ---
Habe gerade in einer neuen Gruppe angenfangen und habe noch nichts von Hausregeln mitbekommen.

Wormys_Queue:

--- Zitat von: Thandbar am 14.11.2015 | 18:08 ---Für mich war bezüglich der dritten Edition eigentlich immer das Problem, dass die eigentlich nie "wirklich" gespielt wird.
--- Ende Zitat ---

Das erinnert mich an einen alten Artikel aus dem Dragon, in dem Gary Gygax mit genau dieser Begründung den Unterschied zwischen (O)D&D und AD&D definierte. Das Design von AD&D war nach Gygax genau dafür gedacht, das Spiel wieder auf eine für alle Spieler gemeinsame Basis zu stellen und damit bei Diskussionen, Wechsel einer Gruppe usw. sicherzustellen, dass alle dasselbe spielten.

Nur das Gygax deswegen nicht auf die Idee kam, das alte System für obsolet, minderwertiger oder unmoderner zu erklären. Und tatsächlich existierten beide Systeme ja noch eine ganze Weile nebeneinander her und wurden beide unterstützt.

Was für dich das Problem bei der dritten Edition ist, sehe ich als den großen Vorteil. Weil wirklich jeder sich das System zu eigen machen kann, und wenn dabei unendlich viele unterschiedliche Varianten bei rumkommen, so what? Es ist mir vollkommen egal, ob jemand auf der anderen Seite der Welt (oder im Nachbarort) das Spiel genauso spielt wie ich. Kommt man per Zufall zusammen, gibt es (außer bei krass unterschiedlichen Vorlieben oder schweren Persönlichkeitsdefiziten) immer einen Mittelweg, der für alle attraktiv ist.


--- Zitat ---Und wenn man sich einschränkt (Barbaren-Kampagne nur mit primalen Klassen etc.), dann macht das halt wirklich freiwillig und der Story wegen und nicht, damit die einen nicht an den anderen vorbeiziehen.
--- Ende Zitat ---
Liegt jetzt vielleicht am Beispiel, aber im alten D&D würde man das auch wirklich freiwillig und der Story wegen machen. Die Einschränkung liegt im Kompromiss, nicht in der Balance zwischen den Klassen.

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