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Gedanken zum Klassenbalancing
Wormys_Queue:
--- Zitat von: Arldwulf am 7.11.2015 | 11:32 ---Es zerstört mir einfach einen Teil der Charakterbindung wenn ich Dinge welche ich als Spieler für die ideale Lösung halte als Charakter nicht tue, nur mit dem Metagedanken: Wenn ich das jetzt mache nehme ich bloß den anderen den Spaß.
--- Ende Zitat ---
Was du als Spieler für die ideale Lösung erachtest, ist genau so ein Metagedanke wie die Rücksichtnahme auf den Spielspass der Mitspieler. In einer guten Gruppe von Spielern nimmt man Rücksicht aufeinander, und das heisst Kompromisse zu schließen. Das heisst meines Erachtens eben auch, dass man beim Magierspielen bei der Zauberauswahl auf die anderen Spieler Rücksicht nimmt. Wenn dann jemand einen Schurken wählt, weil er gerne Schlösser öffnet, muss ich ja von den unzähligen Magiervarianten nicht ausgerechnet eine nehmen, die den Zauber Knock im Zauberbuch stehen hat.
Wenn hingegen niemand einen Schurken spielen will, ist das ein gutes Zeichen, dass am Schlösserknacken niemand so richtig Interesse hat, da macht es natürlich Sinn, wenn der Magier die Option wahrnehmen kann (und dann macht es auch Sinn, dass der Zauber quasi keine Einschränkung besitzt, weil eh niemand dadurch herausgefordert werden will).
Wenn Spieler A aber unbedingt einen schlösserknackenden Magier und Spieler B einen schlösserknackenden Schurken spielen will, liegt ein Konflikt vor, den man gefälligst voir Beginn der Spielrunde löst (und die Lösung muss nicht unbedingt heissen, dass der Magier gewinnt, weil er es eh besser kann).
Im übrigen machen meine Charaktere dauernd Sachen, die ich nicht als ideale Lösung ansehe. Liegt einfach daran, dass die das Regelwerk nicht kennen. Da jetzt ausgerechnet an einer Stelle ideale Lösungen umsetzen zu wollen, mit denen ich anderen den Spielspass raube, halte ich für einen sehr egoistischen Gedanken. Mit Spielern, die an einer solchen Stelle die Kooperation verweigern, spiele ich keine balancierten Systeme, die das Problem entschärfen: Mit denen spiele ich überhaupt nicht.
Arldwulf:
--- Zitat von: Wormys_Queue am 7.11.2015 | 12:25 ---Da jetzt ausgerechnet an einer Stelle ideale Lösungen umsetzen zu wollen, mit denen ich anderen den Spielspass raube, halte ich für einen sehr egoistischen Gedanken. Mit Spielern, die an einer solchen Stelle die Kooperation verweigern, spiele ich keine balancierten Systeme, die das Problem entschärfen: Mit denen spiele ich überhaupt nicht.
--- Ende Zitat ---
Eben, und genau diese Meinung habe ich dort ebenso. Du hast völlig recht, mit Spielern die solche Kompromissfähigkeit vermissen lassen spielt man nicht lang.
Doch mit jenen die so eine kompromissbereite Haltung haben spiele ich lieber ausbalancierte Systeme. Weil sie den Kompromiss dann nicht eingehen müssen idealer weise, oder die Kompromisse kleiner werden.
Galatea:
Erfahrungsgemäß ist beim Spotlightverteilen auch die bekloppt lange Kampfdauer in D&D ein Problem. Schon ein popeliger random encounter nimmt schnell 1-2 Stunden ein, was in einer typischen wöchentlichen Runde von 3-4 Stunden durchaus zum Problem werden kann.
Selbst bei Systemen mit Klassen die nur auf den Kampf ausgerichtet sind kann das extrem nervig werden - ich erinnere mich da noch sehr gut an eine D20-Starship-Troopers-Runde bei der wir für eine mickrige Trainingsmission mit lachhaften 40 Bugs über 2 Stunden da saßen (das war auch der Abend nach dem wir das komplette Setting in ein anderes System portiert haben, mit dem sich dieselbe Trainingsmission in 20 Minuten schaffen ließ).
Hat man da Klassen dabei deren Stärken absolut nicht im Kampf liegen sitzen die schonmal locker 50% der Spielzeit mehr oder weniger doof rum ohne großartig was beizutragen.
nobody@home:
--- Zitat von: Wormys_Queue am 7.11.2015 | 10:47 ---Und auch wenn ich verstehe, warum diese Möglichkeit existiert (es soll ja gewährleistet sein, dass die Aufgaben eines Nahkämpfers oder Schurken auch dann übernommen werden können, wenn niemand die Klassen spielt), ist hier die Verteilung zu ungleichmäßig.
--- Ende Zitat ---
Amen. Damit diese Begründung funktioniert, müßte nämlich auch noch dafür gesorgt sein, daß immer jemand die Aufgaben des Magiers oder Klerikers übernehmen kann, wenn keiner am Tisch diese Klassen spielt...
Runenstahl:
Du meinst also auch andere Klassen sollten Feuerbälle werfen können (hust Eldritch Knight hust 4 Elements Monk) oder Heilungssprüche besitzen (hust Paladin hust Barde) ?
Ja, wäre echt gerechter wenn es sowas geben würde.
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