Autor Thema: Welche Conan Romane bzw. Kurzgeschichten und Comics sollte man haben?  (Gelesen 3308 mal)

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Offline Mithras

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Zuerstmal: ich habe alle 6 Neuausgaben der Conan Romane vom Festa Verlag, habe sie aber noch nicht gelesen und werde vermutlich auch so schnell nicht dazu kommen. Von Conan kenne ich nur die 3 Filme und Red Sonja sowie die Comics von Panini und ein Videospiel für die X-Box 360.

Allerdings bin ich auf der Suche nach weiteren empfehlenswerten Geschichten auf deutsch die man gelesen haben sollte. Und für die man nicht ein Vermögen ausgeben muss um sie zu besitzen, so wie die 3 Heyne Sammelbände. Ausserdem ist mir aufgefallen das viele L. Sprague de Camp als “de Crap” bezeichnen, woran liegt das? Warum sollte man von diesem Autor die Finger lassen? Und gibt es noch weitere Comics die man auf deutsch relativ unproblematisch bekommen kann und die gut sind?
Ich habe mit Hârnmaster 1 auch Conan, Warhammer und OSR Abenteuer geleitet.

"Le jeu c'est sérieux!"

Tolkien ist stark überbewertet und seine Bücher nach Der kleine Hobbit furchtbar zäh und langatmig. Das beste was er zustande gebracht hat, war die Vorlage für die Drei besten Fantasyfilme zu liefern, die bisher gedreht wurden.

Ich spiele lieber AD&D statt Pathfinder und Cyberpunk 2020 statt Shadowrun.

Samael

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Die Heyne Sammelbände sind inhaltsgleich zur Festa Ausgabe. Bei letzterer fehlt nur dankenswerterweise das becknackte Vorwort von Hohlbein.

Offline Hector

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Von Condor gab es in grauer Vorzeit ziemlich viele Comic-Taschenbücher, die ich teilweise echt gut gelungen fand. Wenn Du die mal einigermaßen günstig auf dem Flohmarkt oder so siehst, greif zu. ;)
Metal-Opa, greiser Püppchenschieber und Retro-Rollenspiel-Veteran

Daheon

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Zitat
Ausserdem ist mir aufgefallen das viele L. Sprague de Camp als “de Crap” bezeichnen, woran liegt das? Warum sollte man von diesem Autor die Finger lassen?

De Camp war für Howard was August Derleth für H.P. Lovecraft war.  >;D

Ist aber wirklich Geschmacksache, ob man die Epigonen oder gar die Comics mag.
Eine Conan-Gesamtausgabe der Howard-Erzählungen (Heyne oder Festa) ist allerdings Pflicht!

Offline Mithras

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Hm, Flohmärkte.... mal schauen. Wie sieht´s mit dem kommenden Kull Band bei Festa aus? Sind die Kull-Geschichten mit Conan vergleichbar und sollte ich den vorbesetellen nachdem ich von Howard noch gar nichts gelesen habe? Immerhin war die Heyne Ausgabe von Conan auch gleich wieder vergriffen und die Preise dafür waren als Gebrauchtware nur abartig teuer!

Und was war Derleth für Lovecraft?
« Letzte Änderung: 23.03.2016 | 13:34 von Mithras »
Ich habe mit Hârnmaster 1 auch Conan, Warhammer und OSR Abenteuer geleitet.

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Tolkien ist stark überbewertet und seine Bücher nach Der kleine Hobbit furchtbar zäh und langatmig. Das beste was er zustande gebracht hat, war die Vorlage für die Drei besten Fantasyfilme zu liefern, die bisher gedreht wurden.

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Offline Vargy72

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Von Condor gab es in grauer Vorzeit ziemlich viele Comic-Taschenbücher, die ich teilweise echt gut gelungen fand. Wenn Du die mal einigermaßen günstig auf dem Flohmarkt oder so siehst, greif zu. ;)
Panini hat die Comics wieder aufgelegt in Sammelbänden. Sogar die schwarz/weiß Bände, wo viele der Geschichten von Howard umgesetzt sind.

Offline Lichtschwerttänzer

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Ausserdem ist mir aufgefallen das viele L. Sprague de Camp als “de Crap” bezeichnen, woran liegt das?
weil er Howards Werk spez den Originalen Seele, Herz , Rückrat und Eingeweide entfernt hat


Wenn es irgend geht, lies die Originale im Original

Ich habe diese beide

http://conan.wikia.com/wiki/Gollancz

 
http://conan.wikia.com/wiki/The_Conan_Chronicles:_Volume_1:_The_People_of_the_Black_Circle

http://conan.wikia.com/wiki/The_Conan_Chronicles:_Volume_2:_The_Hour_of_the_Dragon

Bei Crom

Red Sonya of Rogatino

https://en.wikisource.org/wiki/The_Shadow_of_the_Vulture
“Uh, hey Bob?”
“What Steve?”
“Do you feel like we’ve forgotten anything?”
Sigh. “No Steve. I have my sword and my bow, and my arrows and my cloak and this hobbit here. What could I have forgotten?”
“I don’t know, like, all of our stuff? Like the tent, the bedroll, my shovel, your pot, our cups, the food, our water, your dice, my basket, that net, our spare nails and arrowheads, Jim’s pick, my shovel, the tent-pegs…”
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Offline Greifenklaue

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Zuerstmal: ich habe alle 6 Neuausgaben der Conan Romane vom Festa Verlag, habe sie aber noch nicht gelesen und werde vermutlich auch so schnell nicht dazu kommen. Von Conan kenne ich nur die 3 Filme und Red Sonja sowie die Comics von Panini und ein Videospiel für die X-Box 360.
Imho hast Du dann genau das, was Du brauchst. Gerade der erste Doppelband rockt!
"In den letzten zehn Jahren hat sich unser Territorium halbiert, mehr als zwanzig Siedlungen sind der Verderbnis anheim gefallen, doch nun steht eine neue Generation Grenzer vor mir. Diesmal schlagen wir zurück und holen uns wieder, was unseres ist.
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Offline Infernal Teddy

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Wobei ich mich frage was das für "drei" Conan-Filme sein sollen, es gibt doch nur den einen...

Ach ja, und de Camp war sehr... speziell, ob er sich mit Howard oder mit Lovecraft beschäftigt hat.
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Offline Mithras

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Ich werde jetzt erst mal Almuric, Brak Mak Morn, Das Blut Belsazars und Cormac Mac Art lesen, mal sehen wie die so sind...
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Offline Lichtschwerttänzer

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Ich werfe noch Red Cahal, Black Agnes, Turlough Doubh, Solomon kane, James Allison in den  Mix
“Uh, hey Bob?”
“What Steve?”
“Do you feel like we’ve forgotten anything?”
Sigh. “No Steve. I have my sword and my bow, and my arrows and my cloak and this hobbit here. What could I have forgotten?”
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Offline BobMorane

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Wobei ich mich frage was das für "drei" Conan-Filme sein sollen, es gibt doch nur den einen...

Ach ja, und de Camp war sehr... speziell, ob er sich mit Howard oder mit Lovecraft beschäftigt hat.

Den von John Milius
Den von John Milius
und
Den von John Milius

 ~;D

Ich weis gar nicht ob ich De Camp jemals gelesen habe. ich habe was von ihm.
Letzten Endes haben viele Autoren an Conan rumgewerkelt und je nach Autor ist die Figur was anders. Die Straße der Könige ist eine tolle Sword & Sorcery Story, aber an ein paar Punkten trifft Conan Entscheidungen, die er in den Howard Geschichten nicht getroffen hätte. Einige Geschichten sind Adaptionen von zum Teil unveröffentlichter Howard Skripte in den Coanan Hintergrund.

Die Conan Comics die ab 2004 bei Dark Horse erschienen sind, sind sehr gut. Die haben auch einige der Howard Geschichten adaptiert. Dark Horse legt auch die alten Marvel Titel, das sind die Panini Hefte wieder neu auf. Ich weis allerdings nicht wer eine deutsche Ausgabe davon gemacht hat.

https://en.wikipedia.org/wiki/Conan_(Dark_Horse_Comics)

Offline Greifenklaue

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Ich weis gar nicht ob ich De Camp jemals gelesen habe. ich habe was von ihm.
Letzten Endes haben viele Autoren an Conan rumgewerkelt und je nach Autor ist die Figur was anders. Die Straße der Könige ist eine tolle Sword & Sorcery Story, aber an ein paar Punkten trifft Conan Entscheidungen, die er in den Howard Geschichten nicht getroffen hätte. Einige Geschichten sind Adaptionen von zum Teil unveröffentlichter Howard Skripte in den Conan Hintergrund.
Das "Problem" an De Camp sind ja nicht seine Geschichten, sondern dass er Howard-Geschichten umgearbeitet hat. In Deutschland war vor der Heyne-Gesamtausgabe keine originale Howard-Ausgabe (in Übersetzung) zu haben sondern nur Überarbeitungen/Verfremdungen.

Zum anderen ist De Camp aber sicher auch ein Grund dafür, dass Howard nicht in Vergessenheit geriet.

Ich kann jedenfalls nur empfehlen, die Conansachen im Original zu lesen, einfach weil mir der knappere, prägnantere Stil Howards sehr gefällt.

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Offline nobody@home

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Wenn man Englisch kann und sich den Original-Howard reinziehen möchte, dann findet man zumindest einige seiner Geschichten, deren Copyright anscheinend abgelaufen ist, auch kostenlos im Netz -- beispielsweise auf Wikisource.

Offline Mithras

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Ich lese mich gerade durch Almuric, den Roman finde ich bis jetzt nicht so gelungen. Alles sehr übertrieben und überlebensgroß, der einfache und direkte Schreibstil von Howard ist dagegen mal eine angenehme Abwechslung. Ich gebe aber zu, das ich bis jetzt erst eine Geschichte von Howard überhaupt gelesen habe: Das Volk der Finsternis. Fand ich auch nicht sonderlich spannend oder gruselig. Als nächstes ist Das Blut Belsazars an der Reihe.
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Offline Mithras

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Also die Kurzgeschichten aus dem "Das Blut Belsazars" gefallen mir deutlich besser als "Almuric" oder "Volk der Finsternis", kann ich jedem R. E. Howard Fan empfehlen. Actionreich, kurzweilig, natürlich etwas übertrieben wie es für das Genre wohl üblich ist. Trotzdem eine deutliche Steigerung zu Almuric; im Anschluss ist "Tiger der See" an der Reihe.
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Offline Inquisitor_Majoris

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Threadnekromantie.

Im November erscheint eine neue Ausgabe zu den Conanbüchern - quasi eine Gesamtausgabe mit 200 Illustrationen.
Ich glaube vom gleichen Verlag ist auch eine Elric Gesamtausgabe erschienen.
Was meint ihr, als jemand der noch keine Conanbücher im Regal stehen hat, sollte ich mich dieser neuen Ausgabe widmen?

Conan - Robert E. Howard | S. Fischer Verlage https://share.google/Wn6EshovKAqot4XnC
« Letzte Änderung: 14.06.2026 | 10:04 von Inquisitor_Majoris »

Offline Edgar Allan Poe

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Man muss sich halt darüber im Klaren sein, dass dieser Conan recht wenig mit Arnie-Conan zu tun hat. Conan ist kein Held. Der ist mitunter ein brutaler Verbrecher.

Und man muss sich bewusst machen, dass Howards Schreibe wirklich sehr sehr altbacken ist. Damit muss man zurechtkommen.
Den Akkusativ zu nutzen ist sexy.

Offline nobody@home

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Man muss sich halt darüber im Klaren sein, dass dieser Conan recht wenig mit Arnie-Conan zu tun hat. Conan ist kein Held. Der ist mitunter ein brutaler Verbrecher.

Und man muss sich bewusst machen, dass Howards Schreibe wirklich sehr sehr altbacken ist. Damit muss man zurechtkommen.

Na ja, wie die Schreibe in der "neuen Übersetzung" aussehen wird, muß man auch erst noch mal abwarten. Kommt da beispielsweise der englische Original-Howard in etwa so durch, wie damals geschrieben, oder wird da bewußt oder anderweitig merkbar "verneudeutscht"?

Was Conans "Heldenstatus" angeht, würde ich ihn im ursprünglichen Sinne des Begriffs schon als Helden bezeichnen -- er leistet mit schöner Regelmäßigkeit Außergewöhnliches und Erzählungswürdiges. Trägt er dabei einen weißen Hut oder hat er sich ein S im Wappen auf die Brust tätowiert? Sicher nicht...aber wie die Formulierung schon andeuten mag, scheint mir der Gedanke, daß "Helden" immer die möglichst makellos Guten sein müssen, ein gutes Stück weit speziell der US-amerikanischen Medienselbstzensur ca. Mitte des 20. Jahrhunderts (Hays-Code für Filme, Comics Code Authority, und was es sonst noch gegeben haben mag) geschuldet und wird ansonsten normalerweise gar nicht groß verlangt -- Hauptsache, der "Held" taugt halbwegs zum Bewundern. Und daß das auch mal ein Dieb, Pirat, oder Banden- und Söldnerführer leisten kann, zeigt uns ja schon allein die Realität. ;)

Offline Edgar Allan Poe

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Wobei zwischen "Dieb" und "Ich ersäufe meinen Gegenüber in einem Trog aus Fäkalien" irgendwie schon ein Unterschied darstellt :D
« Letzte Änderung: 16.06.2026 | 14:19 von Edgar Allan Poe »
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Offline KWÜTEG GRÄÜWÖLF

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Was Conans "Heldenstatus" angeht, würde ich ihn im ursprünglichen Sinne des Begriffs schon als Helden bezeichnen -- er leistet mit schöner Regelmäßigkeit Außergewöhnliches und Erzählungswürdiges. Trägt er dabei einen weißen Hut oder hat er sich ein S im Wappen auf die Brust tätowiert? Sicher nicht...aber wie die Formulierung schon andeuten mag, scheint mir der Gedanke, daß "Helden" immer die möglichst makellos Guten sein müssen, ein gutes Stück weit speziell der US-amerikanischen Medienselbstzensur ca. Mitte des 20. Jahrhunderts (Hays-Code für Filme, Comics Code Authority, und was es sonst noch gegeben haben mag) geschuldet und wird ansonsten normalerweise gar nicht groß verlangt -- Hauptsache, der "Held" taugt halbwegs zum Bewundern. Und daß das auch mal ein Dieb, Pirat, oder Banden- und Söldnerführer leisten kann, zeigt uns ja schon allein die Realität. ;)

Der US-amerikanischen Medienselbstzensur ca. Mitte des 20. Jahrhunderts wären so ziemlich alle Helden der Romane von Alexandre Dumas zum Opfer gefallen - gerade die Musketiere sind astreine Halunken mit ab und an die Überhand gewinnendem Ehrgefühl, und machen deswegen auch Mordsspaß.
Aber was erwartet man auch von einer Kultur, die von Puritanern abstammt?  ^-^
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Into the valley of Death
    Rode the six hundred.

Offline Kurna

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Andererseits hat Karl May mit Kara ben Nemsi/Old Shatterhand und Winnetou schon im 19. Jhdt. Helden geschrieben, die ziemlich makellos sind. Eine amerikanische Erfindung des 20. Jhdt. ist das also auch nicht.
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Andererseits hat Karl May mit Kara ben Nemsi/Old Shatterhand und Winnetou schon im 19. Jhdt. Helden geschrieben, die ziemlich makellos sind. Eine amerikanische Erfindung des 20. Jhdt. ist das also auch nicht.

Um das endgültig beurteilen zu können, müßte ich mal seine Originalwerke sehen; was ich persönlich überwiegend so in den 70er/80er Jahren gelesen habe, waren modernere Neuauflagen, die theoretisch schon ein wenig "entschärft" gewesen sein könnten, und von den Filmen her kann man das ohnehin etwas schlecht beurteilen. Daß allerdings der Autorenavatar des Herrn May seinerseits gerne mal ein gehöriger Schwindler war, der ohne mit der Wimper zu zucken die Unwissenheit oder gar den "unzivilisierten Aberglauben" zwar primär, aber nicht unbedingt nur seiner Gegner zum eigenen Vorteil ausgenutzt hat, ist selbst bei mir noch hängengeblieben. ;D

Offline Raven Nash

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Sir Rider Haggard hatte den charakterlich makellosen "Weißen Jäger" zeitgleich als Allan Quatermain etabliert. Das war einfach ein Archetyp der viktorianischen Zeit, des Kolonialismus und der Romantik.
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Offline schneeland

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Um mal wieder zu den eigentlichen Büchern und der Frage von Inquisitor Majoris zurückzommen.

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Ich habe selber die Festa-Ausgabe in digitaler Form, und ich finde, man kann die Geschichten auch heute noch mit Gewinn lesen. Die Bücher von TOR Fischer, die ich bisher in der Hand hatte, waren solide, insofern würde ich grundsätzlich sagen: wer noch nichts im Schrank stehen oder auf dem Tablet/e-Reader liegen hat, kann da ruhig zuschlagen.
Alternativ kann man natürlich auch den Gebrauchtmarkt nach der Festa-Ausgabe abklappern - mein Eindruck ist aber, dass die Preise da schon wieder auf Scalper-Niveau sind.

Persönlicher Eindruck war übrigens: flott geschrieben sind die meisten Geschichten, aber es gibt schon bessere und schlechtere, und es hat m.E. schon seinen Grund, warum die Leute sich als erstes an Der Turm des Elefanten oder Die Königin der Schwarzen Küste erinnern.
All good things come to those who wait! ... like dual flamethrowers and beer.