Autor Thema: Welche Conan Romane bzw. Kurzgeschichten und Comics sollte man haben?  (Gelesen 3316 mal)

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Online Alter Weißer Pottwal

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Im November erscheint eine neue und illustrierte Gesamtausgabe von Conan bei TOR.
« Letzte Änderung: 16.06.2026 | 20:45 von Alter Weißer Pottwal »
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Offline schneeland

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Ja, das ist die Ausgabe, die Inquisitor Majoris oben bereits angesprochen hat. Hier vielleicht nochmal mit freundlicherem Link: Conan - Die illustrierte Gesamtausgabe.

« Letzte Änderung: 16.06.2026 | 19:08 von schneeland (n/a) »
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Offline Der Unhold

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Seid gegrüßt!

Ja, es ist fraglich, wie "in neuer Übersetzung" passt. Dieser Hannes Riffel hat offenbar auch die "zeitgemäße Neuübersetzung" der Elric-Gesamtausgabe gemacht, vielleicht kann jemand der dieses Buch besitzt dazu was sagen?

Komsich ist auch, dass kein(e) Illustrator(en) genannt wird/werden... KI-Zeug?  :think:
Auch bei der Elric-Ausgabe steht kein Name für die Illus dabei, da könnte ebenfalls jemand der das Elric-Buch hat Auskunft geben.

Mit fraglichen Grüßen,

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Abseits der Wege

Offline Prisma

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Conan ist kein Held. Der ist mitunter ein brutaler Verbrecher.

Und man muss sich bewusst machen, dass Howards Schreibe wirklich sehr sehr altbacken ist. Damit muss man zurechtkommen.
Conan ist der Mann, der wir alle sein wollen!  >;D

Doch, Conan ist ein Held, aber eben in einer barbarischen Welt. Da unterscheidet er sich vielleicht von den strahlenden Helden. Wie sich ein brutaler Verbrecher oder ein strahlender Held darstellt, kann auch relativ sein. Luke Skywalker sehen wir z.B. als strahlenden Helden, aber er hat über eine Million Leben auf dem Gewissen. Des einen Volkshelden, ist des anderen Schwerverbrecher. 

Ich persönlich fand Howards Stil bei Conan recht kraftvoll. Aber es gibt in der Tat sehr gelungene und weniger gelungene Erzählungen. Der Turm des Elefanten, Der Gott in der Schale und Die Königin der schwarzen Küste gehören sicherlich zu den besten. Aber da gibt es noch mehr. Etwa wo Conan nur mit Lendenschurz und Dolch aus einem Dungeon entkommen muss, war es Im Zeichen des Phönix, oder die rote Zitadelle? Vielleicht werfe ich da auch was durcheinander. Oder wo Conan sich einen Rambo-artigen Guerillakampf mit den Pikten im Dschungel liefert. Ich finde, wer die Conan-Erzählungen liest, macht nichts falsch. Da kann man sehr sehr viel schlechter treffen.

Mit einem 7er-Set, stehen ganze Universen offen.

Online Alter Weißer Pottwal

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Ja, es ist fraglich, wie "in neuer Übersetzung" passt. Dieser Hannes Riffel hat offenbar auch die "zeitgemäße Neuübersetzung" der Elric-Gesamtausgabe gemacht, vielleicht kann jemand der dieses Buch besitzt dazu was sagen?

Komsich ist auch, dass kein(e) Illustrator(en) genannt wird/werden... KI-Zeug?  :think:
Auch bei der Elric-Ausgabe steht kein Name für die Illus dabei, da könnte ebenfalls jemand der das Elric-Buch hat Auskunft geben.

Mit fraglichen Grüßen,

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Zum Elric-Buch:

Schwarz-Weiß-Illustrationen von John Picacio.
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Offline Der Unhold

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Danke Alter Weißer Pottwal für die Information zu den Künstlern! :d

Kannst du auch was zur Übersetzung sagen? (Ich nehme mal an du hast das Buch.)
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Abseits der Wege

Offline Edgar Allan Poe

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Doch, Conan ist ein Held, aber eben in einer barbarischen Welt. Da unterscheidet er sich vielleicht von den strahlenden Helden. Wie sich ein brutaler Verbrecher oder ein strahlender Held darstellt, kann auch relativ sein. Luke Skywalker sehen wir z.B. als strahlenden Helden, aber er hat über eine Million Leben auf dem Gewissen. Des einen Volkshelden, ist des anderen Schwerverbrecher. 

Da würde ich nach wie vor widersprechen. Conan ist weder Held noch Antiheld. Er ist in vielen Geschichten - nicht in allen - einfach nur ein weiterer Akteur in dieser brutalen Welt. Und das meine ich übrigens alles andere als wertend. Das ist eben die DNA der Geschichten und ich glaube, genau deshalb funktionieren sie auch heute noch. Wäre Conan schlicht ein Held - selbst ein nicht strahlender - dann wären die Geschichten heute extrem schlecht gealtert, weil sehr 08/15.

Aber so, wie Howard sie geschrieben hat ... so wie Howard Conan geschrieben hat, hebt er sich ab von dem Einheitsbrei.
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Offline Waldviech

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Im Übrigen ist das m.E. auch der Grund, warum das Hyborische Zeitalter als Background für RPG-Kampagnen ziemlich gut funktioniert. Man hat jederzeit das starke Gefühl, dass in dieser Welt auch dann Dinge passieren, wenn Conan gerade nicht da sein sollte, eben weil er auch nur ein Bewohner dieser Welt ist - selbst da, wo er als König über Aquilonien herrscht, ist er ja letzlich "nur" König eines Reiches von vielen und "nur" ein König in einer Reihe von Königen.
« Letzte Änderung: 18.06.2026 | 09:39 von Waldviech »
Barbaren ! Dekadente Stadtstaaten ! Finstere Hexenmeister ! Helden (oder sowas Ähnliches)!

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Online Alter Weißer Pottwal

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Kannst du auch was zur Übersetzung sagen? (Ich nehme mal an du hast das Buch.)

Leider nein. Ich hab das Buch, aber noch nicht gelesen. Das Ding ist so riesig und klobig (wenn auch  sehr schön), dass ich noch nach eine Lösung suche. So ein Drumm kann ich eigentlich nur im Urlaub lesen. Aber da will ich es nicht mitschleppen...
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Offline nobody@home

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Im Übrigen ist das m.E. auch der Grund, warum das Hyborische Zeitalter als Background für RPG-Kampagnen ziemlich gut funktioniert. Man hat jederzeit das starke Gefühl, dass in dieser Welt auch dann Dinge passieren, wenn Conan gerade nicht da sein sollte, eben weil er auch nur ein Bewohner dieser Welt ist - selbst da, wo er als König über Aquilonien herrscht, ist er ja letzlich "nur" König eines Reiches von vielen und "nur" ein König in einer Reihe von Königen.

Yep. Wo andere Protagonisten inner- wie außerhalb des Fantasygenres gerne in Zeiten tätig sind, in denen sich gerade ihre ganze Welt grundlegend verändert (oft genug durch ihre eigenen Taten gleich mit), ist Conan "einfach nur" jemand, der in seiner Welt und zu seiner Zeit seinen sehr eigenen Weg geht und am Ende seine eigene Legende hinterläßt -- gewissermaßen das direkte Gegenteil des einen Auserwählten, von dem alles abhängt. Das läßt neben ihm noch reichlich Platz, denn selbst wenn eine Gruppe von SC mal direkt in seinen persönlichen Kanon verwickelt werden und ihn gründlich auf den Kopf stellen sollte, kommt seine Welt an sich damit gut klar. Ob der olle König Numedides nun pflichtgemäß von Conan vom Thron gefegt wird oder erst ein paar Jahre später bei einem Festmal erstickt, so groß ist der Unterschied für Aquilonien nicht unbedingt. :)