Abend 24 – Der Bruder im Schatten Teil 4 Nach der für Caryen zutiefst verstörenden Begegnung mit dem Geist seiner Mutter macht sich die Gruppe auf den Weg in Richtung des Schlossfrieds, aus dessen Innerem ein schwacher Lichtschein dringt. Eine große, halbrunde Steintreppe führt vom Schlosshof mehrere Stufen hinauf zu einer alten, massiven, doppelflügeligen Holztür. Der wuchtige, U-förmige Eingangsbereich des Gebäudes wird auf beiden Seiten von kleinen Vorräumen mit Sichtfenstern flankiert, von denen aus sich der gesamte Eingangshof gut überblicken lässt. Ebenso wäre von dort aus ein seitlicher Angriff auf ungebetene Gäste ohne Weiteres möglich.

Aus Vorsicht wirft Caryen zunächst einen Blick in einen der beiden Räume, aus dem schwaches Licht zu sehen ist. Doch von möglichen Angreifern fehlt jede Spur. Stattdessen offenbart sich dort nur der Tod. An einer langen Tafel, die noch immer mit längst verdorbenen und verrotteten Speisen gedeckt ist, sitzen mehrere tote Menschen. Offenbar haben sie hier vor langer Zeit ihre letzte Mahlzeit eingenommen. Staub bedeckt ihre leblosen Körper. Nichts scheint sich hier seit Ewigkeiten bewegt zu haben. Aus dem gegenüberliegenden Raum ist weder etwas zu sehen noch zu hören. Schließlich schreiten die Helden auf die große Eingangstür zu und öffnen sie.
Dahinter liegt ein großer, von Fackeln erhellter Vorraum. Ein wahrhaft schauriger Anblick bietet sich ihnen. Mehrere Geisterleichen schweben frei in der Luft. Ihre Kleidung lässt sie unverkennbar als Waldläufer erkennen. Alle hängen in der Haltung von Opfern, die am Strick endeten. Als sich die Gruppe ihnen nähert, erfüllt ein immer lauter werdendes Flüstern den Raum. Es scheint direkt von den Leichen selbst auszugehen. Leise, doch unaufhörlich flüstern sie von ihren Qualen, und ihr Flehen nach Erlösung ist nicht zu überhören.
Getrieben von dem Wunsch, Gutes zu tun, erhört Caryen dieses Flehen. Mit seinem magischen Schwert erlöst er einen nach dem anderen und schenkt ihren geschundenen Seelen endlich Frieden. Die Dankbarkeit, die sich in ihren von Schmerz und Leid gezeichneten Gesichtern spiegelt, ist für Caryen Lohn genug. Einer der Erlösten richtet noch einige letzte Worte an ihn: „Wir sind keine Verräter, wir haben dem Reich immer treu gedient.“ Dann folgt die Warnung: „Warnt Gundahar, die Numesti werden wohl die Nächsten sein.“ Danach löst auch er sich auf, und Stille legt sich erneut über den Raum.
Aus diesem Vorraum führt eine Tür hinaus, die mit eingedicktem Blut verschmiert ist. Daneben liegen auf jeder Seite je zwei kleinere Nebenräume. Im rechten dieser Räume stehen lediglich zwei antike Rüstungen sowie Regale mit verrotteten Waffen. Doch als die Gruppe den Raum wieder verlassen will, erwachen beide Rüstungen plötzlich zum Leben. Ein greller Lichtblitz, begleitet von lautem Getöse, blendet die Helden. Im nächsten Augenblick steht Velkan Dorastan vor ihnen – jener Priester und Heiler, der Tokaro nach dessen Folter auf Schloss Varantir unter Zwang immer und immer wieder heilen musste und den die Helden damals bei der Befreiung von Tokaros Körper schweren Herzens zurücklassen mussten.
Von tiefer Schuld gegenüber Tokaro gezeichnet, hilft Velkan der Gruppe und bändigt die zum Leben erwachten Rüstungen. So kann ein kräftezehrender Kampf vermieden werden. Zudem erklärt er, dass er die blutverkrustete Tür zum Ballsaal mit Tharons Segen für sie öffnen werde. Dahinter, so sagt er, warte Tokaro auf sie – ein Wesen aus Wut und Hass, das an sich selbst erinnert werden müsse. In der Hoffnung, auf diese Weise wenigstens einen kleinen Teil seiner Schuld zu tilgen, verschwindet Velkan wieder genauso plötzlich, wie er erschienen war.
In dem anderen Seitenraum, der bereits vom Vorhof aus einsehbar war, finden die Helden zunächst nichts Besonderes. Für Caryen und Andara ist dort lediglich ein Kinderzimmer mit zwei Betten und verfallenen Möbeln zu sehen. Nur Nerestro erkennt beim Blick durch das Fenster eine Szene aus seiner und Tokaros Kindheit. Es ist der Blick in den Garten eines Hauses, das offensichtlich in Aranost steht, denn im Hintergrund ist der Schlossberg mit dem königlichen Schloss zu erkennen.
Im zweiten seitlichen Nebenraum, unmittelbar bei der blutverschmierten Tür, stehen antike Bücherregale. Doch auch hier lässt sich außer verfallener Literatur kaum etwas finden. Nur wenige Bücher sind noch nicht vollständig zu Staub zerfallen – und selbst diese zerfallen bei der ersten Berührung. Lediglich ein dickes, aufgeschlagenes Buch liegt auf einem Pult. Es scheint sich um ein Tagebuch zu handeln, verfasst in Tokaros Handschrift. Ähnlich wie schon in der Vision im Garten enthalten die Seiten Zeilen über Tokaros Zweifel und seine Gefühle gegenüber seinem Vater. Die zunächst noch klaren Gedanken gehen jedoch schon bald in unverständlichen Wahnsinn über.
Nun bleibt nur noch der Raum mit der großen Tafel, den Caryen zuvor bereits von außen gesehen hatte. Lediglich aus Vorsicht – um nicht doch noch hinterrücks überrascht zu werden – werfen die Helden einen genaueren Blick hinein. Doch zunächst zeigt sich nicht mehr, als Caryen bereits durch die Fensteröffnungen erkannt hatte. Erst als Nerestro sich auf den einzigen noch freien Platz an der Tafel setzt, verändert sich die Szenerie. Die vorher reglosen Leichname beginnen plötzlich, ein vergangenes Geschehen nachzuspielen. Offenbar wird hier ihr letzter gemeinsamer Abend sichtbar. Einst müssen sie Adlige gewesen sein, denn sowohl ihre Kleidung als auch ihr Verhalten lassen keinen Zweifel daran. "Er muss zurück kehren” flüstern sie. Und dann ist die Szene auch schon wieder vorüber.
Daher entschließt sich die Gruppe, nun durch die mit eingedicktem Blut verschlossene Tür zu treten. Dahinter liegt ein langer Flur, an dessen Wänden Blut von der Decke rinnt, während ein von Tod und Verwesung geschwängerter Geruch die Luft erfüllt. Erneut wird Nerestro von einer Vision aus seiner Jugend heimgesucht. Wieder spürt er den guten Teil von Tokaros Seele. Sollten all diese Eindrücke leise Rufe nach ihm sein? Stumme Zeichen, die nur er erkennen kann?
Der lange Gang endet vor einer weiteren Holztür, auf der eine pervertierte Version des Wappens des Hauses Varantir prangt: ein Falke, doch als Gerippe und mit zwei Köpfen. Es wirkt, als stünden diese beiden Köpfe für die zwei Seelen, die in Tokaro miteinander ringen. Dahinter liegt ein gewaltiger Ballsaal. Auf einer zweiten Ebene wird der gesamte Saal von einer Balustrade umrundet. Im unteren Eingangsbereich stehen in der Mitte des Raumes drei große, in Stein gefasste Spiegel. An den Wänden befinden sich auf jeder Seite jeweils zwei weitere antike Ritterrüstungen. Geradeaus führt eine lange Treppe hinauf zur oberen Ebene und zu einem großen Plateau.

Als der Spiegel betrachtet wird, der dem Eingang am nächsten steht, sehen Caryen und Andara darin lediglich ihr eigenes, verzerrtes Spiegelbild. Nur Nerestro erblickt erneut eine Erinnerung aus der gemeinsamen Vergangenheit mit Tokaro. Als er den Spiegel berührt, kann seine Hand hindurchgreifen. Für Caryen und Andara bleibt es dagegen ein ganz gewöhnlicher Spiegel. Schnell wird klar, dass sich das Rätsel um Tokaro nur lösen lässt, wenn Nerestro durch den Spiegel schreitet und über diese Erinnerungen das verbliebene Gute in Tokaro erreicht.
In diesem Moment erscheint auf der oberen Ebene die dämonenhafte Gestalt Tokaros, erfüllt von Zorn über Nerestros Vorgehen. Sofort wendet sich das Wesen wütend Caryen und Andara zu. Aus seinen Schwingen – die einst seine Rippen waren – lösen sich zwei dieser Rippen wie Geschosse und schießen auf sie zu. Nur knapp können beide ausweichen. In diesem Augenblick wird ihnen klar, was zu tun ist: Die dämonenhafte Kreatur muss so lange aufgehalten werden, bis Nerestro zum guten Teil Tokaros vordringen kann und den eigentlichen Kampf von innen heraus führt. Unter allen Umständen muss verhindert werden, dass das Wesen den von Nerestro betretenen Spiegel zerstört.
Der erste Angriff Tokaros kann abgewehrt werden, doch die enorme Macht und Stärke des vor Hass rasenden Wesens sind deutlich spürbar. Währenddessen befindet sich Nerestro in einer Abschiedsszene zwischen Tokaro und ihrem Vater. Offenbar bereut Tokaro, dass er sich nie wirklich von ihm verabschiedet hat. Stück für Stück begreift Nerestro, was in dieser Erinnerung verborgen liegt, und richtet Worte des Verständnisses und der Liebe an seinen Bruder. Langsam beginnt Tokaro zu erkennen, dass Ilfaris ihn immer geliebt hat – auch ohne große Worte. Er konnte es fühlen. Nachdem Nerestro seine letzten Worte an Tokaro gerichtet hat, versteht dieser endlich. Und auch ihr Vater, der die Szene schon fast verlassen hatte, kehrt zurück und umarmt Tokaro. Dann wird Nerestro von hellem Licht geblendet.
Mit einem gleißenden Lichtblitz erscheint Nerestro wieder im Ballsaal. Das Tokaro-Monster wird von dem Licht getroffen und sichtbar geschwächt. Ohne zu zögern wendet sich Nerestro dem nächsten Spiegel zu, um eine weitere Erinnerung zu betreten. In diesem Augenblick erwachen zwei der Rüstungen zum Leben und greifen in den Kampf ein. Für Caryen und Andara wird die Lage dadurch nicht leichter. Beide müssen all ihre Fähigkeiten aufbieten, um die Übermacht von Tokaros Gefolgsleuten davon abzuhalten, die Spiegel zu zerstören. Zu allem Überfluss sind sowohl Caryen als auch Andara an diesem Tag offenkundig nicht in bester Verfassung. Keiner ihrer Angriffe kann die Gegner ernsthaft schwächen oder lange genug aufhalten, um den Kampf zu wenden.
Doch durch Nerestros beharrliches Zureden gelingt es ihm auch diesmal, das Gute in Tokaro zu erreichen. Wieder erhellt ein Lichtblitz den Saal, und Nerestro steht erneut im Ballsaal. Nun weiß er genau, was zu tun ist. Ohne Zeit zu verlieren, geht er zum letzten verbliebenen Spiegel und schreitet hindurch. Dadurch erwachen auch die letzten beiden Rüstungen zum Leben.
Von nun an ruht alle Hoffnung allein auf Nerestro. Seine beiden Gefährten haben gegen die Übermacht des Bösen auf Dauer keine Chance. Jetzt liegt es an ihm, allem ein Ende zu setzen. Caryen und Andara können kaum noch mehr ausrichten. Während sie die meisten Gegner auf sich binden können, gelingt es einer der belebten Rüstungen sich aus dem Kampf zu lösen und auf den Spiegel zuzuschreiten, den Nerestro gerade erst betreten hat. Mit aller Macht schlägt sie wieder und wieder mit ihrer gewaltigen Waffe auf das Spiegelglas ein. Mit jedem Hieb beugt sich der Spiegel weiter der schieren Wut des Angreifers. Wie lange würde er noch standhalten?
Auch Nerestro spürt, dass ihm die Zeit davonläuft. Jeder Schlag des Dämons lässt die Erinnerung, in der er sich befindet, erzittern. Jeder Schlag könnte der letzte sein und den Spiegel zum Bersten bringen. Niemand weiß, was dann mit Nerestro geschehen würde. Es gibt nur einen Weg: Das Gute in Tokaro muss endgültig geweckt und die böse Seite besiegt werden.
Mit den letzten ihm verbliebenen Worten erreicht Nerestro seinen Bruder. Der Ballsaal explodiert in einem gleißenden Lichtblitz, und Nerestro tritt aus dem Spiegel. Die dämonenhafte Kreatur davor wird von einem mächtigen Hieb erfasst, unter Schmerzensschreien durch den Saal geschleudert, und die restlichen Rüstungen erstarren augenblicklich.
Das Tokaro-Monster ist nun sichtbar geschwächt – die gute Seele hat es verlassen. Gleichzeitig erscheint auf der oberen Ebene plötzlich der von den Helden gerettete Körper Tokaros, umgeben von einer goldenen Aura. Diese Seele kehrt in ihren Körper zurück. Tokaro ist gerettet. Doch zugleich sind die Stimmen des Illuminierten und Camerons zu hören. Offenbar herrscht große Sorge über das, was gerade geschieht. „Die Geschichte der Ta’Uris endet hier“, spricht das Tokaro-Monster. Sekunden später wird der Raum von einem dunklen Knall erschüttert, und die Gruppe findet sich plötzlich in einem alten Bauernhaus wieder.
Von draußen dringen Geräusche herein, die allen bekannt vorkommen. Schon damals, als eine Gaststätte von Zombiehorden angegriffen wurde, waren ähnliche Laute zu hören gewesen. Ein Blick hinaus bestätigt die Vermutung: Überall außerhalb des Bauernhauses wimmelt es von Zombies. Gebäude stehen in Flammen. Nerestro erkennt, dass dies jenes Dorf sein muss, dessen Überfall der König einst befohlen hatte – ein Tag der Schande für die Waldläufer des Königs. Doch wo befinden sie sich hier? Wie die Dämmerebene sieht es nicht aus, Calanor kann es aber ebenso wenig sein.
Für Überlegungen bleibt jedoch keine Zeit. In der Ferne ist Tokaros Stimme zu hören, und den Helden wird klar, was hier geschieht. Sie müssen schnell sein, wenn sie nicht alles verlieren wollen. In einer nahegelegenen Tempelanlage finden sie beide Tokaros: die dämonenhafte Gestalt und den lebenden, aber ohnmächtigen Körper des echten Tokaro. Offenbar will die dämonische Kreatur die Sache hier und jetzt endgültig beenden. Getrieben vom Wunsch, die fleischliche Hülle seines früheren Selbst zu vernichten, erhebt sie ihre mächtige Waffe zum vernichtenden Schlag.
Doch die Helden kommen rechtzeitig. Obwohl sie vom Kampf im Ballsaal schwer geschwächt sind, gelingt es ihnen, den ebenfalls angeschlagenen dämonenhaften Tokaro und seine Zombiegefährten zu besiegen. Damit ist Tokaro endgültig gerettet.
Erneut werden alle in den großen Ballsaal versetzt. Unter lautem Beben beginnt der Saal einzustürzen. Mit letzter Kraft schaffen es die Helden, sich selbst und den wieder zu Bewusstsein gekommenen Tokaro in Sicherheit zu bringen. Hinter ihnen stürzt das gesamte Schloss in sich zusammen.
Nach einer kurzen Rast beschließt die Gruppe, sofort den langen Rückweg zum Gasthaus anzutreten. Die Hoffnung ist, dass es all die Zeit über auf sie gewartet hat. Nach einem kurzen Marsch beginnt der Boden erneut zu beben. Plötzlich schießen zwei gewaltige Pflanzenranken aus dem Boden, und Wasser beginnt aus ihnen zu fließen. Gemeinsam formen sie ein Portal aus Wasser, in dessen Tiefe Lilurith, die kleine Fee, zu erkennen ist. Ohne zu zögern treten die Helden hindurch – und stehen im nächsten Augenblick wieder in Nostaroth, nur unweit vom Gasthaus entfernt.
Lilurith hatte den Aufenthaltsort der Gruppe mithilfe von Dwalkirs Schwertknauf bestimmen können, den dieser ihnen mitgegeben hatte. Dwalkir hatte ihr bei einer Begegnung von der Gruppe berichtet – und war verändert gewesen. Er wusste um die Gefahr und die Eile, in der sie sich befanden. Sie machten sich auf zum Gasthaus und es hatte tatsächlich all die Zeit über auf sie gewartet. Durch ein geschicktes Ablenkungsmanöver der kleinen Fee, die von dem Akrykaner Kar-Mur-Kar ein magisches Licht erhalten hatte, konnte sie die noch anwesenden Ghoule vom Platz fortlocken. So gelingt es den Helden, sich dem Gasthaus bis auf wenige Meter zu nähern.
Doch noch immer sind sie nicht in Sicherheit. Direkt vor dem Eingang erhebt sich wie aus dem Nichts eine titanenhafte untote Kreatur. Eine grausame und zugleich traurige Aura, der Nachhall uralter Macht, umgibt sie. Sie ist sieben oder acht Meter hoch und schwingt zwei riesige, an langen Ketten befestigte Stachelkugeln. Mit aller Gewalt will sie verhindern, dass die Gruppe das sichere Gasthaus erreicht. Was sollten sie gegen einen solchen Titanen ausrichten? Zudem ist die Gruppe noch immer schwer vom Befreiungskampf um Tokaro gezeichnet.

Ein offener Kampf würde nicht gut enden. Nur ein Weg scheint möglich: Andara muss einen nach dem anderen auf das Gelände des Gasthauses versetzen. Doch diese Zauber benötigen Zeit. Eine ganze Gruppe auf einmal zu teleportieren übersteigt seine Fähigkeiten. Also bleibt nur, jeden einzeln in Sicherheit zu bringen. Damit geraten die anderen jedoch in größte Gefahr. Sie müssen die Kreatur ablenken und beschäftigen, während Andara den Zauber wirkt.
So beginnt ein verzweifelter Wettlauf. Im ersten Versuch will Andara den geschwächten Tokaro in Sicherheit bringen. Gerade als die Kreatur erneut ihre beiden Waffen erhebt, erscheint Fürst Dwalkir zwischen den Fronten und versucht, auf den Titanen einzureden. Hyperion nennt er ihn. Auch diesen Namen hören die Helden nicht zum ersten Mal. Einst war auch er ein Freund der alten Helden Lucifer, Kwork und Thagirion. „Einst waren wir etwas Größeres!“, ruft Dwalkir dem Monstrum entgegen, offenbar unter Einsatz von Magie. Auch Dwalkir selbst scheint in diesem Moment verwandelt, fast so, als sei etwas in ihm erwacht.
Er dankt den Helden und erklärt, dass er hier warten werde. Einst sei ihm ein anderes Schicksal bestimmt gewesen – vielleicht würde es ihn doch noch finden. Tatsächlich gelingt es Dwalkir, den Riesen für einen kurzen Moment zu verunsichern. Diesen Augenblick der Unaufmerksamkeit nutzen die Helden, um in den Schutz des Gasthauses zu fliehen. Zumindest hoffen sie, dort sicher zu sein.
Doch über der Stadt braut sich am grauen, wolkenverhangenen Himmel ein Sturm zusammen. In einer tosenden Windsäule erscheint auf einem Gebäude direkt neben dem Gasthaus eine skelettartige Gestalt. Sowohl der Titan als auch Fürst Dwalkir erstarren wie gelähmt und sinken vor dem Wesen auf die Knie. „Lord Dagul“ nennen sie ihn – den Bleichen Gott. Konnte es wirklich sein? Hatten ihre Taten die Aufmerksamkeit des Herrschers dieser gesamten Ebene auf sich gezogen?
