Hírngar
Auf dem KupferwegDunkle Augenringe zeichnen das Gesicht des Holzfällers. Das neue Bett war warm gewesen, der warme Met brannte im Magen und die Müdigkeit so erdrückend. Schlaf wollte sich nicht einstellen. Er hatte nur wenig gesprochen auf der bisherigen Fahrt, kaute auf seiner Innenlippe, immer wieder riss er sie sich auf und schmeckte das Eisen seines Blutes. Hírngar war angespannt und von ich genervt.
Welchen Weg sollen wir gehen? Durch die Stadt?
Kostet Zeit! Denk an Miri!
Den langen Weg durch die Wälder?
Wer weiß was in diesen Wäldern auf uns Wanderer wartet.
Mehr von diesen Eisdämonen, die sich in Träume schleichen können? Trolle oder andere Monster aus den Sagen?
Dunkelwälder ist ein schrecklicher Name.
Wir könnten den Mittelweg nehmen.
Aber mit dem Wagen sind wir immer gehindert...
Hírngar hatte die Frage nun schon einige Male in seinem Kopf hin und her gewälzt -
sprich sie aus - und war einfach nicht zu einem Ergebnis gekommen. Bisher. Sie werden dir zuhören. Ein Biss auf die Lippe. Erneut schmeckte er Blut.
Verdammt!Er räusperte sich.
"Ich bin überzeugt, dass die Dunkelwälder ganz eigene Gefahren für uns bereit halten..."
Miri... "...aber ich bin auch überzeugt, dass es sich lohnt, sie zu bewältigen, wenn wir dadurch Zeit sparen. Vielleicht ist Miri, nun, vielleicht ist ihr etwas zugestoßen. Aber wenn nicht? Sollte sie vielleicht verwundet sein? Und wir könnten dadurch gut gerüstete Diebe auf den Straßen umgehen."
Trolle sind auch gut gerüstet...Hírngars Blick fiel auf den Wagen. "Wir müssten den Wagen zurücklassen..."