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Pen & Paper - Eigenentwicklungen / Re: [Star Reeves] Das Space Western Rollenspiel
« Letzter Beitrag von Zed am Heute um 10:35 »Ich möchte hier noch einmal spezifizieren, was in meinen Augen speziell für Dein Projekt gilt:
Die emotionale Ebene
Vom KI-Hype betroffene Künstler:innen sind wütend, enttäuscht und haben Angst, und nur wenig Andere schert es. Auch darum wird so leidenschaftlich mit diesem Thema umgegangen.
Die pragmatische Ebene
Du wirst KI ausführlich kennzeichnen: Du versteckst nicht, woher die Illustrationen kommen. So kann jede interessierte Person selbst entscheiden, ob es sich Dein mit KI-Grafiken angereichertes System ansieht.
Die strategische Ebene
Willst Du RPG-Produzent als KI-User gelten und dadurch das Publikum verlieren, das nix mit KI zu tun haben will? Du verprellst vielleicht viele Interessierte auch bei einem kostenlosen Rollenspiel. Das wäre noch abzuwägen.
Die ästhetische Ebene
Da würde ich an dieser Stelle nicht mit den Orkenspaltern (und Jiba?) mitgehen, dass es ein Hobbyprojekt i m m e r aufwertet, wenn man auf Amateur- und Stockfootage setzt und zugleich auf KI-Illustrationen verzichtet. Das ästhetische Argument erscheint mir das schwächste zu sein, weil es den Laien, also den meisten Leuten zu subjektiv erscheint.
Auf der anderen Seite kenne ich aus dem Amateurfilmbereich ein ähnliches Argument, das ich dort als valide empfinde: Einem Amateurfilm, der höher zielt, als er müsste und wie ein gut finanzierter Kinofilm rüberkommen will, verzeiht man weniger, wenn er in einem Department (Schauspiel oder Kamera zB) schwächelt als wenn er insgesamt sichtbar aber nachvollziehbar unterhalb der Möglichkeiten eines Kinofilms bleibt.
Ich meine, dass diese Frage nur Du als alleiniger Hobby-Autor und -Produzent eines nicht kommerziellen Projektes entscheiden kannst. Wenn Dir KI-Ergebnisse besser gefallen als andere erschwingliche oder kostenlose Sachen - dann liegt die Nutzung in Deiner Entscheidungshoheit, auch wenn Dir Profis erklären, dass die KI-Ergebnisse schlechte Qualität sind.
Die finanzielle und die moralische Ebene
Wenn Du Star Reeves kostenlos herausgibst, dann kannst Du finanziell nicht von geklauten Trainingsdaten profitieren. Druckausgaben könntest Du über BoD anbieten. Ich bin der Überzeugung: Wenn Du bei einer kostenlosen Variante KI-Grafiken nutzt, stehst Du moralisch noch auf der richtigen Seite.
Selbst wenn Du es verkaufen solltest, so wäre bei genauem Hinschauen zwar lange noch kein Gewinn eingefahren, aber zugleich wäre Dein Projekt zu einem "ambitionierten Hobbyprojekt" aufgestiegen, und dann hättest Du in meinen Augen moralisch gesehen nicht mehr dengleichen "Schutz" wie im ersten Fall.
Du kannst natürlich im Kopf haben, dass, wenn Star Reeves kostenlos richtig gut läuft, Du über eine zweite Edition als Kickstarter etc nachdenkst, und dafür dann alle KI-Grafiken gegen menschliche austauschst. Das wäre doch ein guter Weg.
Man könnte argumentieren, dass KI-Grafiken immer unmoralisch sind, weil sie auf geklauten Daten beruhen. Ich finde, dass man die pragmatische Ebene dabei nicht ganz außer Acht lassen kann. Manche Medikamente sind einst unethisch an Menschen getestet / mit Fötenmaterial hergestellt worden, und ich meine, man kann ambiguitätstolerant diese Methoden ablehnen und trotzdem zugleich die Medikamente nutzen.
Wenn ein Hobbycreator zu der Entscheidung kommt, für sein kostenloses Werk lieber viele generische, gekennzeichnete KI-Illustrationen als wenige Amateurzeichnungen eines Menschen zu nutzen, dann sollte das moralisch akzeptabel sein, meine ich.
Die emotionale Ebene
Vom KI-Hype betroffene Künstler:innen sind wütend, enttäuscht und haben Angst, und nur wenig Andere schert es. Auch darum wird so leidenschaftlich mit diesem Thema umgegangen.
Die pragmatische Ebene
Du wirst KI ausführlich kennzeichnen: Du versteckst nicht, woher die Illustrationen kommen. So kann jede interessierte Person selbst entscheiden, ob es sich Dein mit KI-Grafiken angereichertes System ansieht.
Die strategische Ebene
Willst Du RPG-Produzent als KI-User gelten und dadurch das Publikum verlieren, das nix mit KI zu tun haben will? Du verprellst vielleicht viele Interessierte auch bei einem kostenlosen Rollenspiel. Das wäre noch abzuwägen.
Die ästhetische Ebene
Da würde ich an dieser Stelle nicht mit den Orkenspaltern (und Jiba?) mitgehen, dass es ein Hobbyprojekt i m m e r aufwertet, wenn man auf Amateur- und Stockfootage setzt und zugleich auf KI-Illustrationen verzichtet. Das ästhetische Argument erscheint mir das schwächste zu sein, weil es den Laien, also den meisten Leuten zu subjektiv erscheint.
Auf der anderen Seite kenne ich aus dem Amateurfilmbereich ein ähnliches Argument, das ich dort als valide empfinde: Einem Amateurfilm, der höher zielt, als er müsste und wie ein gut finanzierter Kinofilm rüberkommen will, verzeiht man weniger, wenn er in einem Department (Schauspiel oder Kamera zB) schwächelt als wenn er insgesamt sichtbar aber nachvollziehbar unterhalb der Möglichkeiten eines Kinofilms bleibt.
Ich meine, dass diese Frage nur Du als alleiniger Hobby-Autor und -Produzent eines nicht kommerziellen Projektes entscheiden kannst. Wenn Dir KI-Ergebnisse besser gefallen als andere erschwingliche oder kostenlose Sachen - dann liegt die Nutzung in Deiner Entscheidungshoheit, auch wenn Dir Profis erklären, dass die KI-Ergebnisse schlechte Qualität sind.
Die finanzielle und die moralische Ebene
Wenn Du Star Reeves kostenlos herausgibst, dann kannst Du finanziell nicht von geklauten Trainingsdaten profitieren. Druckausgaben könntest Du über BoD anbieten. Ich bin der Überzeugung: Wenn Du bei einer kostenlosen Variante KI-Grafiken nutzt, stehst Du moralisch noch auf der richtigen Seite.
Selbst wenn Du es verkaufen solltest, so wäre bei genauem Hinschauen zwar lange noch kein Gewinn eingefahren, aber zugleich wäre Dein Projekt zu einem "ambitionierten Hobbyprojekt" aufgestiegen, und dann hättest Du in meinen Augen moralisch gesehen nicht mehr dengleichen "Schutz" wie im ersten Fall.
Du kannst natürlich im Kopf haben, dass, wenn Star Reeves kostenlos richtig gut läuft, Du über eine zweite Edition als Kickstarter etc nachdenkst, und dafür dann alle KI-Grafiken gegen menschliche austauschst. Das wäre doch ein guter Weg.
Man könnte argumentieren, dass KI-Grafiken immer unmoralisch sind, weil sie auf geklauten Daten beruhen. Ich finde, dass man die pragmatische Ebene dabei nicht ganz außer Acht lassen kann. Manche Medikamente sind einst unethisch an Menschen getestet / mit Fötenmaterial hergestellt worden, und ich meine, man kann ambiguitätstolerant diese Methoden ablehnen und trotzdem zugleich die Medikamente nutzen.
Wenn ein Hobbycreator zu der Entscheidung kommt, für sein kostenloses Werk lieber viele generische, gekennzeichnete KI-Illustrationen als wenige Amateurzeichnungen eines Menschen zu nutzen, dann sollte das moralisch akzeptabel sein, meine ich.

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