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Pen & Paper - Spielleiterthemen / Re: SC-Tod=Designfehler des SL?
« Letzter Beitrag von Caranthir am Heute um 10:40 »
Wenn das Regelsystem den Charaktertod als Zufallsergebnis vorsieht und die Gruppe der Meinung ist, dass das so okay ist, kann das kaum die Schuld des SLs sein. Bei dem Satz "Der SL würfelt zu gut" musste ich schon schmunzeln, wenn Spieler dann von schlecht designten Kämpfen sprechen.
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Pen & Paper - Spielleiterthemen / Re: SC-Tod=Designfehler des SL?
« Letzter Beitrag von Issi am Heute um 10:37 »
Ich würde erstmal fragen, wer überhaupt unsterbliche SC haben will?
Falls ein System, das unterstützt, dann sollte der Tod einfach nicht Teil der Regeln sein. Dann kann auch der SL nichts falsch machen.

Aber ein System spielen in dem man nach Regeln sterben kann, und das dann dem SL in die Schuhe schieben, wenn es passiert finde ich falsch.

Fakt ist doch viele Spieler wollen nur die Illusion, dass ihre SC sterben könnten, ohne dass sie die logischen Konsequenz daraus ziehen.
D. h. Entweder den Tod in Kauf nehmen(weil Regeln)
Oder darauf verzichten (weil Regeln)

Wer mit seiner Figur nicht sterben will soll doch einfach offen dazu stehen, und gut is.
Dann weiß der SL wenigstens Bescheid.
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Achilleus sagt Nein
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Pen & Paper - Spielleiterthemen / Re: SC-Tod=Designfehler des SL?
« Letzter Beitrag von Hellstorm am Heute um 10:36 »
Randomness gehört zum Spiel. Wenn die Gruppe vorher nicht anderes beschlossen hat, dann kann so etwas passieren. So werden Geschichten geboren.

Ansonsten ein Zitat aus einem GMBuch:

"Why deadly encounters? Because it stands to reason that
not everyone can be an adventurer, let alone a hero."
(How to Game Master like a fucking Boss, S. 35)
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Pen & Paper - Spielleiterthemen / SC-Tod=Designfehler des SL?
« Letzter Beitrag von Blizzard am Heute um 10:30 »
Drüben auf Facebook entbrannte jüngst mal wieder eine Diskussion um das Pro&Contra zum Thema "SL-Schirm". Also wer wie wann warum einen SL-Schirm benutzt und für was (und natürlich damit verbunden das Würfeln des SL hinter dem Schirm). Eines vorneweg: Diese Diskussion hatten wir hier schon zu Genüge, und ob das jetzt mit SL-Schirm besser ist-oder ohne sei mal dahin gestellt und soll hier an dieser Stelle nichtdiskutiert werden.

Mir geht es um etwas anderes und zwar: Hat der Autor besagter Diskussion drüben auf FB noch folgende These hinzu gefügt:

Zitat
- Wenn meine SC durch einen miesen Wurf (hier: der SL würfelt "zu gut") sterben, dann liegt das am schwachen Encounterdesign des SLs, oder dem Spielsystem an sich das für heroische (unsterbliche) Charaktere denkbar ungeeignet ist.

Wie seht ihr das bzw. wie steht ihr zu dieser Aussage? Hat er Recht?
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Pen & Paper - Allgemein / Re: Woher die Abwehrhaltung?
« Letzter Beitrag von Teylen am Heute um 10:30 »
Ich persönlich vermute das die Haltung ein Resultat dessen ist, dass neue Spiele sehr häufig aggressiv gegenüber bestehenden positioniert werden.
 
Das heißt, der Rollenspieler der vor einem steht und eine Gruppe neuer Spiele durchsieht, hat häufig davon in einer Form gehört die auf "Wer DSA/D&D/SpliMo/etc spielt ist geistig zurückgeblieben und spielt objektiv schlechte Spiele, der neuste heiße Scheiß ist Fate/PbtA/whatever".
Was Angesichts der Diskussion darum wie stark der Dachschaden ist den ein Spiel, wie V:tM, hinterlässt kein rein deutsches Phänomen ist. Allerdings durchaus eine Haltung die ich auch hier mitunter beobachte.

Daneben braucht es mitunter vor der Investition von Geld für das Spiel und Zeit um es zu spielen Gründe weshalb. Ebenso wie die Gelassenheit hinzunehmen das man vielleicht nicht jeden davon überzeugt bekommt.
Ich meine, ich rechne nicht damit, dass ich jetzt jeden von den Vorzügen der 5ten Edition von Maskerade überzeugt bekomme und denke das es vielleicht für alle ganz gut ist wenn man akzeptiert das manche lieber ihre Lieblingsedition spielen. Zumal es gerade bei Editionen, eingeschränkt auch bei Spielen, eine "entweder/oder" Entscheidung ist, weil mehrere Editionen zu spielen sperrig ist oder man nicht genügend Zeit und ggf. Spieler hat.
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Pen & Paper - Allgemein / Re: Woher die Abwehrhaltung?
« Letzter Beitrag von sprawldog am Heute um 10:23 »
Eine pauschale Bewertung von individuellem Verhalten ist immer so eine Sache ...

Meiner Erfahrung nach hat das abwertende Verhalten in der Regel aber wenig mit dem Objekt an sich zu tun, sondern mit dem stetigen Kampf gegen die eigenen Unzulänglichkeiten. Sich seiner Unzufriedenheit zu stellen ist oft ein mühseliger Kampf. Da ist es doch viel einfacher, die Unzufriedenheit zu schlucken und sie auf etwas anderes Projizieren. Die im Kontext dessen geäußerte Meinung ist dabei quasi beliebig und nicht wirklich wichtig.
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Pen & Paper - Allgemein / Re: Woher die Abwehrhaltung?
« Letzter Beitrag von Feuersänger am Heute um 10:23 »
Leuten mit extremer Abwehrhaltung gegen Neues/Unbekanntes begegnest du überall, in allen Bereichen. Musik, Autos, Computer / Konsolen, andere Hobbies. Ich kenn das noch aus der Kinder- bzw Jugendzeit: wenn man selber ein 8Bit-Nintendo hatte, fand man das neue 16Bit-Sega prinzipiell scheiße. Ohne es je ausprobiert zu haben.

Ich denke durchaus, dass diese Art Abwehrhaltung der unterbewussten Angst oder gar Erkenntnis entspringt, dass das Neue tatsächlich besser ist, was die eigene bisherige Vorliebe entwerten würde.

Aber es muss ja gar nicht so extrem sein, um Ablehnung oder Desinteresse zu begründen. Wie meine Vorredner schon sagten: wenn ich mich in ein komplexes System eingefuchst habe, müsste ein anderes System schon sehr viel besser sein, damit ich die bisherige Investition abschreibe und von neuem Aufwand investiere. Das ist eine schlichte Kosten/Nutzen-Rechnung.
Und wenn man schon soundsoviele Systeme ausprobiert hat, hat man auch irgendwann geschnallt, dass die alle auch bloß mit Wasser kochen und eine neue Veröffentlichung schwerlich so wahnsinnig viel besser sein kann als alles bisher dagewesene. Wir sind jetzt auch oft genug dem letzten Hype hinterhergerannt, nur um dann festzustellen dass es dann doch nur wieder alter Wein in neuen Schläuchen ist.
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Pen & Paper - Allgemein / Re: Woher die Abwehrhaltung?
« Letzter Beitrag von felixs am Heute um 10:20 »
Vielleicht ist es besser ein System nicht immer Endlos mit irgendeinem System vergleichen zu wollen, sondern sich nur konzentriert Gedanken über Vor-und Nachteile des im Thread genannten Systems macht.
Dann kann auch jeder entscheiden, ob es was für einen ist oder nicht.

Ja, finde ich auch.

Zumal bei Vorlieben (und Abneigungen) für bestimmte Systeme ja auch immer viel Prägung und/oder Bauchgefühl mit reinspielt. Objektivität ist da schwierig und eigentlich auch unnötig.
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Pen & Paper - Allgemein / Re: Woher die Abwehrhaltung?
« Letzter Beitrag von Hellstorm am Heute um 10:18 »
Huhu Tod,

ich denke das Problem ist zu vielschichtig als das man eine "klare" Antwort dazu finden kann.

Grundlegend wissen wir zu wenig über die "deutsche Rollenspielszene". Wir können somit nur vermuten, wie viele Systeme gespielt werden. Gerade der Blick Richtung DSA ist doch häufig recht vorbelastet, ob diese Elitäre Haltung wirklich "grundlegend" existiert oder nur von einer "lauten Minderheit" vor sich her getragen wird.

Wie schon angesprochen ist es vermutlich der Lock in Effekt eines Rollenspielsystem. Je länger man X System spielt, desto mehr effektiver läuft das Spiel und deshalb die Lust zu wechseln erstmal sinkt. Auch sind viele Leute nicht über den Rollenspielmarkt informiert (kann ja nicht jeder so Nerds sein, wie im Tanelorn). Außerdem ist es unwahrscheinlich, das viele dieses Hobby in einer starken Intensität betreiben.

PbtA ist auch tatsächlich recht abstrakt (im Verhältnis zu genannten Beispielen), was viele Leute vermutlich abschrecken mag (nenne es mal Regelhörigkeit). PbtA braucht schon einen "befreiteren" Geist...was schwierig ist, wenn man mit Regelheftigen Systeme "rollenspielisiert" wurde.

Aus meiner Erfahrung als Verkäufer auf Messen und in der Ausbildung, die meisten Leuten kann man nicht überzeugen und manche sind auch "abwehrend", das passiert.

(Ich habe PbtA z.b. nicht benutzt, weil es mir zu abstrakt war)
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