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Naja, vor Fiatgeld war das Problem ein bisschen anders gelagert, aber lief im Prinzip schon aufs Selbe raus. Vor 1971 war ja der USD _offiziell_ goldgedeckt, aber in Wirklichkeit war er das eben nicht, sodass es schon für eine große Verwerfung gesorgt hat als irgendwann (so um 1968 iirc) hat Frankreich die USA beim Wort genommen und wollte sich seine USD in Gold auszahlen lassen, und das ging nicht weil nicht genug Gold da war. Also eigentlich war da die Golddeckung schon längst Geschichte, Nixon hat es dann halt nur offiziell bestätigt.

Und auch wenn man noch weiter zurückgeht und direkt Edelmetalle als Währung nimmt -- es läuft immer wieder darauf hinaus, dass halt die Handelsbilanzen oft nicht ausgeglichen sind und so immer mehr Gold oder Silber aus Land A in Land B fließt und sich dann dort aufhäuft. Siehe zB Teehandel zwischen China und England. England wollte Tee, es gab aber absolut nichts was China von England hätte eintauschen wollen außer Silber. Dass dieser ständige Silberabfluss England bankrott zu machen drohte, führte letztendlich zu den Opiumkriegen.

Bitcoin halte ich letztendlich auch für Quatsch, ist aber wieder ein anderes Thema.

Eine Deckung durch andere Werte, wie Information in Battletech, halte ich durchaus für denkbar und passend. Ich tendiere hier zu einer Energiedeckung, da letztlich jedes Gut in Energieaufwand umgerechnet werden kann.

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Anyway:
Ich habe noch ein wenig über das Problem nachgedacht. Unterm Strich ist die einzige Lösung - auch mit Einführung einer internationalen Handelswährung - dass jeder lokale Währungsraum eine ausgeglichene Handelsbilanz braucht. Aber natürlich nicht durch künstliche Drosselung der Exporte oder Protektionismus, sondern durch Anpassung der Binnennachfrage.
Dazu müsste man halt in einer stolzen Exportnation wie Deutschland erstmal realisieren und verinnerlichen, dass "Exportüberschuss" in Wirklichkeit ein Euphemismus für "Konsumdefizit" ist. Da kommen wir dann wieder zur Productivity Pay Gap, aber das möchte ich jetzt in diesem Thread gar nicht so sehr vertiefen.

Jedenfalls fügt sich das eigentlich ganz schön ins Gesamtbild der Neuen Ökonomischen Politik in Redshift: es wird nicht mehr gehortet, sondern verteilt. Und das könnte ungefähr so funktionieren:
Eine unabhängige Weltbank verwaltet "ICU" - die International Clearing Unit. Zentralbanken wie die US Fed, EZB oder PBC kaufen ICU mit ihrer Landeswährung. Mit diesen ICU werden nun internationale Geschäfte abgewickelt. ZB Autohändler in USA kauft für $10M ICU, und bezahlt damit die Mercedeslieferung, und Mercedes tauscht den Überschuss an ICU wieder in € um. Da die Weltbank aber weder $ noch € erschaffen kann, können (verkürzt gesagt) nur so viele € zurückgetauscht werden wie vorher eingezahlt wurden. Die EU muss also für eine ausgeglichene Handelsbilanz sorgen, und könnte dazu Instrumente wie Strafzinsen nutzen.

Das wirkt jetzt vielleicht auf den 1. Blick unnötig kompliziert und wie "Dollarwirtschaft mit Extra Steps", aber ich finde es macht Sinn wenn man die komplette Weltwirtschaft betrachtet. ICU ist ein internationaler Puffer, der erlaubt, dass Länder in unterschiedlichen Währungen handeln können, ohne dass jedes Währungspaar perfekt ausgeglichen sein muss.
Der Hauptbenefit ist, dass nicht mehr alles am USD hängt. Die USA könnten dann ihre Währung so verwalten, wie es für sie intern am sinnvollsten ist, und die anderen Blöcke sind nicht mehr gezwungen, haufenweise Treasuries zu kaufen weil sie nicht wissen, was sie sonst mit den USD anfangen sollen.

(Jetzt mal davon abgesehen, dass ich in der Welt von Redshift eh nicht mehr von so wenigen Superblöcken ausgehe, sondern annehme dass sie in kleinere, intern homogenere reorganisieren und auch die Währungen von neuen lokalen Währungen ersetzt werden.)
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Systemübergreifende Themen / Re: Eingangshürden der Vermarktung
« Letzter Beitrag von sma am Heute um 15:20 »
Grimm hat doch gezeigt, dass die rumänische Firma 2024 (?) auf eine Millionen Umsatz (oder war es Gewinn) gesprungen ist. Woher das Investitionskapital kommt? Wäre ich kriminell, würde ich das Geld aus alten Scams in neue stecken, wenn ich sie für vielversprechend halte.
Das war Umsatz, und der war 2023, nicht 2024, da war es nur noch die Hälfte. Wenn man sich den Eintrag anschaut macht diese 1-Mann-Firma auch alles mögliche, von Hausverwaltung bis Filmproduktion. Das ist scheint mir ein Briefkasten zu sein. Ich habe allerdings nicht verstanden, wie dieses Unternehmen da jetzt reinspielt, denn auf der Webseite wird meines Wissen nur auf SRC ECOM SCALING in Dubai verwiesen. Und das sieht nach einer dubiosen Multilevel-Marketing-Werde-Reich-in-dem-du-andere-mit-einem-Webshop-betrügst-Sache aus.

Das Rollenspiel-Ding ist IMHO nur Beifang. Die werden es in allen möglichen Nischen versuchen. U.a. scammen die ja offenbar auch Angehörige von Alzheimer-Erkrankten und als Betroffener finde ich das 10x mehr scheiße als Rollenspiel-Schund an Gutgläubige zu verkaufen. Der emotionale Schaden ist da noch mal viel größer.

Aber wenn du jetzt ein real existierendes Produkt ehrlich auf Facebook bewerben willst, zahlst du z.B. 0,6€ pro Klick. Wenn 2% der Leute dann auch kaufen, hast du Werbekosten von 30€ und wenn du mit dem Verkauf 40€ verdienst, machst du netto 10€. An den 2% musst du drehen. Bei 5% wären es nur noch 12€ und dein Gewinn steigt auf 28€.

Und so ähnlich wird auch der Scammer rechnen. Solange ein paar € abfallen, ist das ja ein Selbstläufer, denn wenn das Ding einmal existiert, ist der Rest ja komplett automatisiert. Zugegebenermaßen haben die das aber vergleichsweise groß aufgezogen. Jetzt, wo ich darauf geachtet habe, ist mir schon 2x auf YT die Werbung für das 15.000 Karten-Paket aufgefallen. Das andere ist mir noch nie untergekommen. Vielleicht bin ich als alter Sack nicht die Zielgruppe?

PS: Die 25€ CPM klingen sehr viel. Für Facebook hatte ich eben 5-15€ ergoogelt und Google meinte, Instagram hat im Prinzip die selben Preise.
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Table Top / Re: Was bemalt oder bastelt ihr gerade?
« Letzter Beitrag von Edgar Allan Poe am Heute um 14:55 »
Ich bin halt auch gar kein guter Maler. Ich schmeiß bei mir Farbe drauf und bin zufrieden. Auch deshalb gebe ich nicht so viel auf die Möglichkeiten von Resin und dem Detailgrad. Wenns nach mir ginge, hätten einfach alle Miniaturen auf der Welt den Detailgrad der Heroquest-Miniaturen aus den 80ern. Das reicht mir völlig aus :D
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Systemübergreifende Themen / Re: Eingangshürden der Vermarktung
« Letzter Beitrag von unicum am Heute um 14:45 »
Ich glaube du brauchts heute Grippe,.. äh ich meine Influenza,... ach ihr wisst schon was ich meine.

Die wissen natürlich auch das ihre Reputation ihre Währung ist und müssen sich sicher sein das da nicht irgendwas Schmuh mäsiges dahinter steht. (also gib dei Zeug mal einfach an die Youtuber die sich in D mit RPG beschäftigen, Orkenspalter & Co,...)

Die alternative ist vieleicht ein großer Verlag. Wenn ich mir etwa Midgard anschaue dann hattes das kaum Werbung gemacht war auf den allgemienen Cons nicht sehr präsent, etc. Pegasus das nun Midgard in Lizenz rausbringt kann einfach auf der Spielemesse in Essen das Spiel puschen und jedem Brettspiel einen Flyer beilegen. Es hat auch zugriff auf eine Menge Suporter aus ihren Brettspielsachen die es ggf auch nutzen kann.

Aber ja ansonsten bin ich voll bei dem was Tele sagt auch wenn das Marketing von und ein paar hundert meter von mir weg ist.
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Pen & Paper - Rollenspiel- & Weltenbau / Re: Währungen in SF-Settings
« Letzter Beitrag von unicum am Heute um 14:38 »
Gibt es dieses Problem grundlegend nicht erst seit dem Fiatgeld? Also seitdem man eben Geld nach bedarf "auf knopfdurck" herstellen kann?

Ach ja Bitcoin dürfte ja galube ich auch nicht funktionieren, dafür braucht es doch eine allgemeine Internettverbidnung für Transaktionen (oder? kenn mich damit auch nicht so wirklich aus) - man müsste also überall ein Netz haben das auch so schnell ist. Also eben auch "überall im ganzen Weltall" - Wenn du auf Pluto deinen Kaffeee mit Bitcoin zahlst wird die bezahlung schon etwas dauern selbst mit Lichtgeschwindigkeit. Von Alpa Centauri mal ganz zu schweigen. Könnte man natürlich ggf mit Quantenverschlüsselung umgehen - wenn man sagt das diese wirklich instantan wäre.
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Systemübergreifende Themen / Re: Eingangshürden der Vermarktung
« Letzter Beitrag von Tele am Heute um 14:37 »
Ich habe mit Marketing und sogar den Verlagsbereich viel zu tun und für Indy Werke ist das die Katastrophe, die sich aber gerade erst anbahnt. Früher reichte eine gute Idee, der Wille durchzuhalten und wenig Marketing in den Multiplikatoren (Foren und Cons) und du könntest einige 100 Leute für dein Werk begeistern. Heute keine Chance, wenn du nicht weißt, wie du es verkaufst. Du erreichst deine Zielgruppe und die Multiplikatoren nicht mehr einfach so, denn sie sind übersättigt und misstrauisch. Das wird noch schlimmer. Der Buchmarkt zeigt es. Das hat sogar noch mehr Nebeneffekte, von denen man einige nutzen könnte, aber es ist schwieriger geworden.
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Mache ich gerne - falls ich denn mal jemals dazu komme. Aber auch falls nicht, ist die Idee es wert, aufgezeichnet zu werden ;D.
Vielleicht mal ein wenig näher, wie ich mir das Ganze vorstellen könnte:

Die Welt der Menschen ist, wie im Roman auch, die Erde in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts - oder besser, eine irgendwo durch das Multiversum treibende Version davon. Es gibt die selben Kontinente, die weitgehend selben Reiche und die weitgehend selben Konflikte mit weitgehend den selben Namen. Aber es ist, schon allein weil es reale Hexen, Zauberer und Dämonen gibt, hier und da Unterschiede. Sprich: Die Welt ist nicht exakt historisch. Hier und dort gibt es ein paar Orte, die es in der realen Welt nicht gibt. Ein frühneuzeitliches Mirenburg vielleicht. Und es gibt hier und dort ein paar Personen, die es in der realen Welt nicht gab. Vielleicht heißt die Königin von England ja gegenwärtig Gloriana. Wer weiß. Das Prinzip ist: Die Dinge sind der realen Welt ähnlich genug, dass man sie sofort erkennt, aber verfremdet genug, dass man kein Geschichtsstudium absolviert haben muss und zu sehr auf korrekte Details achten müsste.

Überall in der Welt liegen Zugänge zu den "Mittelmarschen", einer Dimension "zwischen der Menschenwelt und der Hölle". Dort finden sich alle möglichen Zauberwälder, Elfenreiche und ähnliches Zeugs, dass "magischer" ist, als es die Menschenwelt selbst wäre. Die Mittelmarschen folgen dabei eher anderweltlichen als diesseitigen Gesetzmäßigkeiten, was dem "Kriegsmeute-Setting" so eine gewisse "Gummi-Geographie" verleiht. Nimmt man den einen Bergpass, dann kommt man durch mehrere hundert Meilen Zwergenkönigreich. Nimmt man den anderen, ist gleich fünf Kilometer weiter das nächste, normale tiroler Dorf. Normale Menschen verschlägt es nie in die Mittelmarschen. SC vermutlich dauernd.

Aus Sicht der meisten Menschen "funktioniert" die Welt in übernatürlicher Weise sehr ähnlich, wie man sich das im 17. Jahrhundert so vorgestellt hat. Auf der einen Seite die "guten Rechtgläubigen", die allerdings strenggläubig und fanatisch sein MÜSSEN, denn auf der anderen Seite gibt es die übernatürlichen Mächte des Bösen. Das verleiht dem Setting natürlich etwas reichlich "warhammeriges".
Was die wenigsten wissen, ist dass die wichtigere Bruchkante anders verläuft: auf der guten Seite stehen Rationalität, Aufklärung und Humanismus - auf der bösen Seite Aberglaube, Engstirnigkeit und Obskurantismus.

Zu diesen wenigen zählen die SC! Die SC haben allesamt eine eher unschöne Vergangenheit und daher den Wunsch, ihre Seele zu retten. Deswegen sind sie an von Bek und Luzifer geraten! Ihre Abenteuer dienen allesamt dazu, in irgend einer Form gegen "Das Leid der Welt" vorzugehen (also wie oben genannt gegen Aberglaube, Engstirnigkeit und Obskurantismus usw.). Daher könnten sie im einen Abenteuer tatsächlich gegen einen üblen, menschenfeindlichen Chaoskult vorgehen - und im nächsten eine Hexe vor Hexenjägern retten. Aus der Sicht ihrer Umwelt, die die wahren Verhältnisse nicht kennt (oder kennen will), wirken die SC daher erratisch oder opportunistisch und rutschen so sehr schnell überall in die Rolle des dubiosen Underdogs.

Zitat
Ist Hexxen 1733 nicht auch auf ähnlicher Schiene unterwegs?
Ja und nein. Hexxen ist thematisch recht ähnlich, hat aber einen anderen "philosophischen Unterbau".
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Spieltisch - Orga / Re: THORGAL RPG - Forenspiel (anno 2026)
« Letzter Beitrag von Blizzard am Heute um 14:21 »
Ich seh mich glaub beim Archer
Ok. Zweit(wunsch)-Charakter hast du keinen ?

Ich mache mir dann in den nächsten Tagen mal Gedanken um die Verteilung der Charaktere. Ich melde mich dann wieder. :P
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Table Top / Re: Was bemalt oder bastelt ihr gerade?
« Letzter Beitrag von Raven Nash am Heute um 14:17 »
Shit. Das ist ein Grund, warum ich Resin als Material eigentlich gar nicht mag. Man kann damit zwar sehr detaillierte Minis erstellen, dafür zerfällt es gefühlt aber schon zu Staub, wenn man es nur schief anguckt. Ich mag inzwischen meine Hartplastik-Minis. Die kann man mit Schmackes auf den Boden pfeffern und da passiert nix.
Resin ist nicht gleich Resin. Gerade im 3D-Druck sollte man einiges durchprobieren. Manche darf man nicht zu stark nachhärten, andere sind von Haus aus spröde, und einige sind recht zäh. Das ist ja das eigentliche "Hobby" dran - das Harz und die Einstellungen zu finden, die perfekt zum Drucker passen.  ~;D

Ansonsten sind die Designer auch schuld: Wenn man ultradünne Teile modelliert, sind die prädestiniert zum Brechen (oft schon beim Supports entfernen).

Ich brech auch immer wieder mal was ab - leider hält auch Superkleber meistens nicht so toll (zu kleine Klebeflächen). Hab da schon einige Minis in die Tonne werfen müssen...
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