Es war, als würde die ganze Geschichte des HdR zurückgezoomt werden. Plötzlich wurden Zusammenhänge klar, die ich vorher nicht kannte, und die mir die geliebte HdR-Geschichte in neues Licht tauchten. Noch immer bekomme ich Gänsehaut, wenn ich lese, wie Frodo und Co gestattet wird, nach Valinor zu reisen, eine Fahrt wegen derer Millionen von Wesen starben und ganze Kontinente untergingen, weil die Gottheiten von Valinor ihnen diesen Besuch bei ihnen n i c h t gestattet hatten.
Eine der besten Szenen ist als Gimli Galadriel nach einer Haarsträhne fragt und sie ihm DREI gibt. Diese Zahl ist sehr beabsichtigt gewählt. Da schwingt so viel Geschichte mit, wäre jetzt nicht übertrieben gewesen, wenn die Hälfte der Elben in Ohnmacht gefallen wäre. Das versteht man aber auch nur, wenn man weiß von wem sie zuvor drei mal gefragt wurde und jedes abgelehnt hat.
Solche Details mag ich, aber man muss sie halt auch einbauen. Das passiert bei Rollenspielen leider selten, wobei die Geschichte von Arda den Vorteil hat, dass die zentralen Charaktere in den Geschichten SEHR lange leben und sich nicht ständig wechseln. Mit menschlicher Historie könnte man sowas nicht wirklich machen, da blinzelt man mal kurz und es sind schon wieder zehn Generationen vorbei.
Man muss ich nur mal verinnerlichen, dass Aragorns Ur-Ur-Ur-[...]-Urgroßvater, der erste König von Numenor, Elronds BRUDER war. Da merkt man, dass die Elben eine GANZ andere Perspektive auf die Geschichte haben und für die Sachen die vor 5000 Jahren passiert sind absolut relevant sind, weil der Großteil von ihnen
persönlich betroffen war.