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Weitere Pen & Paper Systeme / Re: [Dragonbane] Trudvang
« Letzter Beitrag von Raven Nash am Heute um 08:10 »
Ich bin ja gespannt, wie sie das Magiesystem machen. Das von Trudvang unterscheidet sich doch von dem, das in DB verwendet wird.
Ich werd das Setting vermutlich nie verwenden, aber es gibt so einige Teilbereiche, die ich anderswo brauchen kann...
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D&D - Dungeons & Dragons / Re: Gerüchte über D&D 6 - Teil 2
« Letzter Beitrag von Sashael am Heute um 07:02 »
Noch eine Frage: Es geht ja um einen Game Design Manager und um "Ledership". Aber ist die Höhe des Gehalts für so eine Position nicht etwas ... äh ... hoch?
Das geht jetzt am Thema vorbei, aber:
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D&D - Dungeons & Dragons / Re: Gerüchte über D&D 6 - Teil 2
« Letzter Beitrag von Prisma am Heute um 06:52 »
So schnell wird da nichts Neues kommen. WotC sucht im Wochenrhythmus neue Leute und veröffentlicht Announcen. Heute erst wieder ein D&D Game Designer:
https://jobs.hasbro.com/job/Renton-Game-Design-Manager-D%26D-Wash-98056/1365474100/?fbclid=IwdGRjcAQBzMljbGNrBAHMXmV4dG4DYWVtAjExAHNydGMGYXBwX2lkDDM1MDY4NTUzMTcyOAABHieRaZg3Qo9BKRxozbDL1-ueOjGNFE4953CVkBvPmIDrLNbszwTSb8_a5Eux_aem_vlFT2Kcb1kbbpNz9lDnqvg

Da geht es nicht um kreatives Spieldesign oder um Regel- oder Settingdesign. Das machen andere. Da wird nicht mal Expertise in D&D, Rollenspiel generell, TTCG, Magic The Gathering oder Design gesucht, sondern bloß "Familiarity". In dieser Position geht es nur darum die echten Kreativen zu "managen". Es geht um Einzelgespräche, um "Feedback", um die Auswahl und Einstellung von "diverse, dedicated people" (nicht notwendigerweise um 'experts'). Man soll Mentor sein und Leute "trainieren" (ohne aber selbst tiefe Ahnung von der Materie haben zu müssen).
Dann das wohl ware Wichtige: Monitoring, Reports, Guidelines und Documentation.
Erst zum Schluss kommt "contribute to game design efforts" aber nur "when appropriate".

Hört sich für mich nach typischen Corporate-Zeug an. Jemand der die Materie nur oberflächlich versteht, gleichzeitig aber HR-Entscheidungen treffen soll, die den Erfolg bedingen und dann die ganzen Leute überwacht. Das allein kann, muss aber kein Indiz für eine 6E sein.

Noch eine Frage: Es geht ja um einen Game Design Manager und um "Ledership". Aber ist die Höhe des Gehalts für so eine Position nicht etwas ... äh ... hoch?
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Tanelorn - online gaming / Re: [WoW] Smalltalk
« Letzter Beitrag von Kaskantor am Heute um 06:41 »
Wir spielen hauptsächlich M+, daher ist Arkan schon interessant für mich.
Hab gestern mal Arkan mit Spellslinger versucht und das haut schon etwas mehr rein. Da ist auch Geistesgegenwart mit drin, aber der Schwerpunkt ist auch auch glaube nimmer bei den Arkanen Geschossen.
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Weitere Pen & Paper Systeme / Re: [Dragonbane] Trudvang
« Letzter Beitrag von Fezzik am Heute um 05:54 »
@sma: Schöne Zusammenfassung.

Ich hab auf der Festplatte DoD 1,2, Basic und Expert und im Regal die DoD Retro Box.
Und Trudvang 5E, daher würde ich da nicht nochmal Geld investieren wollen fürs Setting.

Die Retro Box mag ich aber. Das wäre mein W100 System to go. Das schöne ist das man da einfach Zauber o.ä. bei Open Quest oder Runequest borgen kann.

Ich verfolge das aber gedpannt, weil ich Trudvang schon ziemlich gut finde und das Setting mag.
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Via Roland vorbestellt.
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Session 129: Teil 4

Den ganzen 6. Mai 2789 3Z über geht Tinulin langsam weiter dem Bach folgend bergauf, wobei er auf Quenya vor sich her sagt: "Ich freue mich, Euch, meinen Brüdern, in die Augen zu schauen." Als in der Nacht die Sterne über dem Bach zu leuchten beginnen, zieht der Noldo den Helm seines Ahnen Findulin mit dem eingravierten Stern aus Ithildin an und geht weiter, bis er das Rauschen eines Wasserfalls vernimmt, über welchem die liebliche Stimme einer Frau zu erklingen scheint. Als er sich dem Ursprung des Rauschens nähert, erkennt er vor sich eine kleine Lichtung mit einem Weiher, der von einem Wasserfall gespeist wird, welcher an der gegenüberliegenden Seite eine Felswand hinunterstürzt. Tinulin glaubt erst, seinen Ohren nicht zu trauen, als er mit einem Mal erkennt, dass die Stimme das Lied von den Sternen und vom Wasserfall singt. Dieses Lied, so war ihm gesagt worden, habe sein Ahnherr Tinwëlindo im Ersten Zeitalter gesungen, als er, gemeinsam mit den Teleri in Beleriand angekommen, zum ersten Mal das Licht der Sterne auf dem grossen Meer glitzern gesehen habe. Seine Mutter Nenwen sang es oft am Wasserfall von Calenros und singt es noch immer am grossen Wasserfall in Imladris:

"Inmitten des Glanzes, den die Sterne mir schenken,
Beginnt meine Seele, sich weit zu versenken.
Der Wasserfall schimmert, ein silbernes Band,
Geführt von den Sternen, wie von göttlicher Hand.

Oh, ihr Sterne, so rein und so klar,
Euer Licht strahlt hernieder, so wunderbar.
Es tanzt auf den Wellen, wie funkelnder Glanz,
Ein Lied von der Reinheit, ein ewiger Tanz.

Das Wasser ergießt sich in kristallener Pracht,
Ein Spiegel des Lichts, das der Himmel entfacht.
Doch einer, der hellste, führt mein Sehnen hinauf,
Der Stern von Bethlehem, erleuchtet den Lauf.

Oh, ihr Sterne, so rein und so klar,
Euer Licht strahlt hernieder, so wunderbar.
Es tanzt auf den Wellen, wie funkelnder Glanz,
Ein Lied von der Reinheit, ein ewiger Tanz.

Die Sterne geleiten das Wasser so sacht,
Ihr Licht ist das Feuer, das Schönheit entfacht.
Und über dem Glanz, im Flüstern der Zeit,
El-Berethlehem erstrahlt, in unendlicher Weit’.

Bleibt bei mir, ihr Sterne, mit eurem Gesicht,
Ihr tanzt über Wasser, im reinsten Licht.
Im Glitzern der Tropfen, find’ ich Frieden und Ruh,
Denn das Lied der Sterne führt mich immerzu."


Mit Tränen in den Augen stimmt Tinulin in das Lied ein, dessen Worte sich leicht von der ihm bekannten Fassung unterscheiden, und als es zu Ende ist, sagt er tief ergriffen: "Diesen Moment habe ich mir in keinem Gedanken so schön vorgestellt, wie er jetzt ist, noch hat mein Herz je etwas Schöneres gefühlt." Noch während Tinulin diese Worte ausspricht, wird er einer wunderschönen Frau Gewahr, die auf einem kleinen Vorsprung neben dem Wasserfall auf halber Höhe der Felswand ins Licht der Sterne tritt und zu ihm hinabsieht.

// Metageblubber:

Wow, was für eine Session! So viele Enthüllungen über Hintergründe, Schwelgen in Erinnerungen an vergangene Kampagnen sowie Ausspielung von von langer Hand angelegten Kampagnen-Meilensteinen und, nicht zuletzt, so viele Emotionen.

Nachdem die Calatirnor nach drei sehr würfel- und kampfbetonten Sessions mitsamt vier Minenarbeitern und einem Fass voller Gold aus der schwarzen Ebene der Minen von Burskadekdar entkommen waren, war es an der Zeit, etwas mehr Licht auf Mos Vergangenheit zu werfen. Dabei konnten endlich Hintergründe und Verknüpfungen offengelegt werden, welche ich schon seit dem ersten Auftreten von Mo vor gut 5,5 Jahren Realspielzeit in meinem Kopf herumtrage.

Schon als die Gefährten vor einigen Sessions nach Ramsarin kamen, habe ich bei der Vorbereitung viel Zeit und Gedanken in die genaue Ausarbeitung der Vergangenheit von Mo und der Geschichte des Clans vom roten Kamm investiert, wozu auch einige Recherchen in den Aufzeichnungen der alten Kampagnen gehörten. Die Ergebnisse habe ich anschliessend möglichst logisch verknüpft, um das Ganze in einer passenden Reihenfolge an die Gefährten und ihre Spieler zu bringen. Für mich war das nochmals eine sehr tiefe und spannende Auseinandersetzung mit Mos Geschichte und ihren Gefühlen.

Im Spiel war es dann sehr cool mitzuerleben, wie den Charaktern und ihren Spielern nach und nach klar wurde, dass Mo die Tochter von König Kilgar vom Clan vom roten Kamm ist. Diesen Clan hatten sie schon immer auf dem Schirm gehabt, da sie Grebor vom roten Kamm schon zu Zeiten der Argeleb I.-Kampagne zu einem veritablen Erzfeind von Artemain und der ganzen Gruppe erkoren hatten. Eine Verbindung dieses Clans zu Mo hatten die Spieler schon lange vermutet, aber es fehlten die entsprechenden Beweise. Das schöne Gefühl, mit Mos Befreiung aus Forgs Fängen etwas Gutes bewirkt zu haben, wich schon bald der Erkenntnis, dass sie anschliessend ihren Vater Kilgar getötet hatten. Zwar hatte Kilgar seine eigene Tochter an Forg gegeben, aber das wussten sie zum damaligen Zeitpunkt nicht, und es konnte daher nicht als Legitimation für seine Ermordung dienen. Vielmehr mussten sie erkennen, dass sie damals einer Intrige von Heah-thane Freca aufgesessen waren, der sie benutzt hatte, um den ihm gefügigen Irlak zum neuen König der Dunländer zu machen. Damit hatten sie gleichzeitig die Verfolgung und den Niedergang des Clans vom roten Kamm mitzuverantworten.

Schön war auch, abschliessend noch Bóins II. ganz eigene Sicht auf die damaligen Ereignisse zu hören, als sein Spieler Bóins II. Tagebucheinträge aus der Kampagne "Die Generationen-Gruppe" zur Zeit des Angriffs auf Forg und Kilgar vorlas.

Die Vorbereitung auf diese Session war ebenfalls sehr intensiv. Vor einem Jahr hatte ich mich mit Unterstützung von ChatGPT daran gemacht, dem Sternenlied von Tinwëlindo einen Text zu geben. Tinulins Mutter Nenwen (und vor ihre seine Grossmutter Faingil) hatte es einst während der Kampgange "Die Generationen-Gruppe" an einem Wasserfall bei Calenros im Westen Eriadors gesungen und damit das Herz von Tinulins Vater Elvëanwe erobert. Schon bei der Textfindung war für mich klar, dass die Avari eine leicht abgeänderte Version dieses Lieds kennen und ich an dieser Stelle unbedingt einen bei uns bestehenden Running Gag einbauen möchte: Der Spieler von Tinulin hat schon vor langer Zeit mal gesagt, dass er das Weihnachtslied "Der Stern von Bethlehem" schon seit seiner Kindheit sehr schön findet. Seither - wir sind alle Handballer und er ist der Trainer - wurde im Zusammenhang mit irgendwelchen "Sternen" von der Mannschaft immer wieder mal "Der Stern von Bethlehem" angestimmt. Als es um die Avari-Version des Sternenlieds ging, war für mich daher klar, dass dort unbedingt der "Stern von Bethlehem" drin vorkommen muss, was zum Glück textlich wunderbar geklappt hat.
Und es gibt dazu auch noch eine sprachliche Herleitung.
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Nachdem der Text der beiden Liedversionen feststand, galt es, das Ganze mit Hilfe der KI Suno zu vertonen. Im Verlauf des letzten Jahres sind unzählige Versionen der beiden Lieder entstanden, aber erst am Tag vor der Session habe ich schliesslich je eine Version hinbekommen, die ich passend und gut genug fand, um sie auch im Spiel einsetzen zu können.

In meiner "Langzeit"-Vorbereitung der Kampagne hatte ich bis gut eine Woche vor der Session lediglich Notizen zum Zusammentreffen zwischen Tinulin und den Avari gemacht. Dabei war für mich immer klar, dass es eine Szene werden sollte ähnlich dem Zusammentreffen von Beren und Luthien oder jenem von Nenwen und Elvëanwe. Dazu musste Tinulin entgegen der allgemeinen Gruppenhaltung jedoch nachts alleine im Wald unterwegs sein. Wie ich das hinbekommen sollte, und was die übrigen Calatirnor in der Zwischenzeit machen würden, darüber hatte ich mir bis dahin allerdings noch keine grossen Gedanken gemacht.

Zur Vorbereitung der Sache mit den Luchswesen:
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Die ganze Recherche und Geschichtserstellung war sehr inspirierend und drängte in meinem Kopf sogar die Geschichte um Mos Vergangenheit in den Hintergrund. So war ich während der Session gerne bereit, nach der Klärung von Mos Vergangenheit und der Verknüpfung ihres Clans mit den Calatirnor die Reise nach Helcarth sehr kurz abzuhandeln, um dort gleich wieder möglichst viel Athmosphäre aufbauen zu können - und mann, hat das gut geklappt!

In der Session habe ich Tinulins Spieler durch einen Zettel darauf gebracht, dass der Noldo die Suche nach den Avari als seine persönliche Sache ansehen und darum alleine losgehen könnte, was er sehr gut umgesetzt hat. Gleichzeitig hat er Calendin einen kleinen Stupser in Richtung des unheimlichen Waldes am Südufer des grossen Sees gegeben. Was könnte man mehr wollen?

Als es dann zur entscheidenden Szene am Wasserfall kam und ich unter dem Tisch den MP3-Player mit der Soundbox verband, begann mein Herz plötzlich schneller zu schlagen und eine massive Nervosität stieg in mir auf. Sobald das Lied lief und ich den überraschten Spielern den Text des Sternenlieds in der Version gab, die Tinulin (nicht aber sein Spieler) kannte, merkte ich, dass ich verdammt nah am Wasser gebaut und einen ziemlichen Kloss der Ergriffenheit im Hals hatte. So starke Emotionen hatte ich beim Rollenspiel schon sehr lange nicht mehr, und dem Spieler von Tinulin ging es ganz genauso, wie er mir nach der Session sagte. Der "Stern von Bethlehem" hat die ganze Sache dann ein bisschen "erträglicher", aber nicht weniger tragend gemacht :)

Gleich nach dem Lied habe ich den Cut gemacht - ein Cliffhanger wie ich ihn bisher nur sehr selten hatte.

PS: Nachdem "The War of the Rohirrim" ins Kino gekommen war, habe ich meine Spieler gebeten, sich den Film noch nicht gleich anzusehen, da er genau jene Ereignisse zum Thema hat, die wir auch mit der Kampagne "Die Generationen-Gruppe" bespielt haben. Den Film werden wir uns nach Mos Offenbarungen nun bei Gelegenheit wohl mal noch zusammen reinpfeiffen können (ich habe ihn allerdings aus Recherche-Gründen schon mal gesehen, denn ich musste ja schauen, ob die Filmemacher auf eine ähnlich kreative Story gekommen sind wie ich :) ).


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D&D - Dungeons & Dragons / Re: Gerüchte über D&D 6 - Teil 2
« Letzter Beitrag von sma am Heute um 00:25 »
WotC operiert in einem Umfeld, wo Bücherverkäufe keine große Rolle spielen. Wo das Geld verdient wird, schrieb ich ja schon.

Ein Rollenspielbuch, das im Laden $60 kostet, bringt ihnen vielleicht $24 Umsatz und vielleicht $8 Gewinn.

Ein verkauftes Baldur's Gate 3 bringt ihnen $6 Umsatz und Gewinn ($90 Mio bei 15 Mio verkaufter Spiele). Wenn die neue Serie nochmal 5 Mio Spiele verkaufen hilft, wofür sie nichts machen müssen, außer ein paar Meetings, müssten sie mehr Bücher als jemals zuvor verkaufen, um das zu toppen. Dazu kommt, dass allein das Recht, die Serie zu produzieren $10-20 Mio einbringen.

Dank DDB haben sie wie kein anderer Verlag Daten, was bei Spielern beliebt ist und was nicht und können nachsteuern – ohne dafür extra eine neue Regeledition herausbringen zu müssen. Diese wäre nur notwendig, damit Leute darüber reden, aber nicht, um Spieler auf der Plattform zu halten.

Zum Vergleich der Größenordnungen als Antwort darauf, warum es keine Rolle spielt, ob Pegasus zu einem Zeitpunkt mal 10.000 Shadowrun-Bücher zum Selbstkostenpreis in den Markt gedrückt hat: System Matters freut sich, wenn sie mit einem Spiel der kleinen Reihe 50 Exemplare (als die gesamte Auflage) verkaufen. Jeder deutsche Verlag freut sich, wenn er 500 Exemplare umsetzt und jubelt, wenn er 5000 Exemplare erreicht. Ich weiß nicht, ob es überhaupt ein Rollenspiel aus Deutschland gibt, dass 50.000 erreicht (aber zumindest die Größenordnung wird DSA 5 schaffen, Shadowrun ebenfalls, vielleicht auch noch Cthulhu), aber das wäre auch für internationale Verlage ein großer Erfolg. Und dann gibt es vielleicht 1W6 Verlage, die 500.000 Exemplare umsetzen können, wobei mir eigentlich nur Paizo und vielleicht Monte Cook einfallen. Und dann ist da noch WotC, die nochmal eine Größenordnung drüber liegen. Tja, und dann sind da nur noch Computerspiele, die 50.000.000 oder mehr schaffen.
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Session 129: Teil 3

Während Arrohir beim Gedanken an das damals Vorgefallene nur den Kopf schüttelt, wendet sich Mo nochmals an die Gefährten und sagt:

"Es ist erstaunlich, dass der Clan Merangruk durch das Haus dû Anduin und dessen Verbündete gleich zweimal seiner Vormachtsstellung in Dunland beraubt wurde. Nicht erstaunen mag es daher, dass Artemain dû Anduin durch seine Taten im Jahr 2577 3Z zu einem der Erzfeinde von Clan Merangruk wurde. Damals nämlich nahm Grebor vom roten Kamm, der damalige König von Dunland, am grossen Turnier von Tharbad teil und traf dabei nicht nur auf Fairins Ahnherrn Torben, den damaligen Träger des Blüten-Amuletts Lothguil, sondern eben auch auf Artemain dû Anduin sowie deren übrige Begleiter. Wie im Lied unseres Clans berichtet wird, errang Grebor an diesem Turnier im Kampf gegen die Vertreter aus Tharbad sowie Artemain dû Anduin und seine Begleiter ehrenhaft und rechtens den so genannten "Nordschild" zu Eigentum. Uns ist bekannt, dass der Raub des Nordschilds und die Ermordung Grebors im Anschluss an das Turnier auf Artemain dû Anduins Machenschaften zurückzuführen sind. Er war es, der am Turnier in seiner Delegation den Ton angab, sobald es um den Nordschild ging, und später verübte er, verkleidet als Grebor, einen Überfall auf die Burg vom roten Kamm, bei dem auch der weise Sunte erschlagen wurde. Im Jahr 2580 3Z hat sich all dies bestätigt, als Artemain Grebors Witwe gegenüber zugegeben hat, damals den Nordschild an sich genommen zu haben. Nach dem gewaltsamen Tod Grebors hat ein anderer Clan die Macht ergriffen, wodurch Haus Merangruk für viele Jahre seine Vormachtsstellung in Dunland einbüsste. Erst um das Jahr 2730 3Z konnte mein Vater Kilgar den Stand von Haus Merangruk als Königsclan unter seiner Führung wiederherstellen, bevor er im Jahr 2753 3Z ermordet und unser Clan erneut verfolgt wurde."

Tinulin erklärt darauf: "Beim Nordschild verhält es sich mit den Besitzansprüchen etwas anders als beim Blüten-Amulett Lothguil. Wie ich erzählt habe, trafen Artemain, Torben, Aldatir, Fii und Gentiana eines Nachts im Jahr 2576 3Z auf einer Lichtung in Rhudaur zum ersten Mal zusammen. Dieses Treffen war jedoch nicht zufällig, sondern sie wurden von König Argelebs I. Geist gerufen, um ihm seine Ruhe zu schenken, nachdem er im Jahre 1356 3Z in einer Schlacht gegen Rhudaur und Angmar gefallen war. Hierzu mussten die Gefährten verschiedene Relikte des Königs, unter anderem auch seinen Schild, den Nordschild, finden und zurückbringen. Der Schild war somit nie auf- oder freigegeben worden, weshalb ihn Grebor im Jahr 2577 3Z auch nicht behalten durfte, ganz gleich, ob er ihn am Turnier gewonnen hatte oder nicht. Soweit ich weiss, soll Artemain stets um friedliche Lösungen bemüht gewesen sein, aber Grebor zeigte sich in dieser Angelegenheit wohl sehr stur und uneinsichtig. Und wie gesagt, der Umgang von Kilgar mit seinen eigenen Kindern, insbesondere mit Dir, Mo, ist sehr befremdlich und für uns Elben nicht nachvollziehbar."

Mo gibt dem Noldo zur Antwort: "Ja, dieser Umgang mag für Euch Elben nicht nachvollziehbar sein, aber trotzdem geschehen solche Dinge immer wieder, denke nur an Prinzessin Jubara von Ubain, die in Skad als Geisel am Hof der Schlange von Cyan leben muss." Auf Mos anschliessende Frage an Calendin, ob sie sich jetzt geöffnet habe und sie nun mehr übereinander erfahren hätten, sagt der Waldelb: "Ja, das hast Du in der Tat."

Bóin II. hat derweil nachgedacht und sagt zu Mo: "Als wir uns vor rund vier Jahren, damals im Sommer 2785 3Z, in dem Gasthaus in Dunland zum ersten Mal begegnet sind, wurde doch Dein Bruder angegriffen, oder?" Mo erwidert darauf: "Ja, das waren Männer von Irlaks Clan, die Lurg umbringen wollten. Irlak ist zwar schon älter, aber er ist noch immer an der Macht und das Oberhaupt eines starken Clans. Seid Euch aber gewiss, dass wir, Clan Merangruk, das Haus vom roten Kamm, von Tag zu Tag stärker werden und immer mehr der anderen Clans auf unsere Seite bringen. Und ich setze auf Eure tatkräftige Beteiligung, wenn wir eines Tages an Irlaks Tor klopfen und uns die Königswürde von Dunland zurückholen, die uns nach der Ermordung meines Vaters Kilgar genommen wurde."
Mos Antwort führt Bóin II. zur Frage, weshalb sich die Menschen bloss immer gegenseitig bekriegen müssen angesichts des grossen schwarzen Gegners. Tinulin erklärt darauf, dass nicht nur die Menschen, sondern auch die Zwerge und selbst die Elben schon gegen ihre eigenen Brüder ins Feld gezogen seien. Hier im Osten sei die Lage nochmals schwieriger, da die Menschen hier über tausende Jahre unter dem fast ausschliesslichen Einfluss des Schattens gelebt hätten.

Nach einer Weile erhebt sich Mo vom Bett und legt erst Arrohir und Tinulin und anschliessend auch noch Bóin II. ihre Hände auf den Kopf, wobei sie sagt: "Mein Angebot, betreffend Lothguil mit meiner Familie zu sprechen und auch Arrohirs Vorschlag vorzubringen, rührt auch daher, dass ich ohne Fairin heute nicht hier wäre. Was einmal sein wird, werden wir sehen, wenn wir in den Westen zurückkehren." Abschliessend gibt Calendin noch zu bedenken, dass der Konflikt zwischen Rohan und Dunland älter ist als das Attentat auf König Kilgar vom roten Kamm.

Abends kommt Arang in Begleitung von Avgan und Gorig zu den Gefährten und bedankt sich nochmals für die Rettung der Minenarbeiter sowie die Sicherstellung des Goldes. Anschliessend erkundigt sich Tinulin bei Gorig nach dessen Kenntnissen über die Luchsmenschen, worauf der Mann den Gefährten Folgendes erzählt:

"Was ich Euch zu den Luchsmenschen sagen kann, rührt von den Geschichten meines Grossvaters, welche mein Vater mir weitererzählt hat. Mein Grossvater ist vor vielen Jahren in eine Gegend gereist, die rund 640 Kilometer nördlich von Assadin auf der Höhe eines grossen Sees im Gebirge liegt. Er suchte dort in einem Fluss nach Gold und brachte auch zahlreiche Blätter und Früchte von Heilpflanzen mit, die er dort leicht finden konnte.
Immer wenn das Gespräch auf diese Gegend kam, wurde mein Grossvater nicht müde, darauf hinzuweisen, dass man den grossen See und die Wälder an seinem Südufer wenn immer möglich meiden sollte. "Dort ist es unheimlich und gefährlich", pflegte er zu sagen, auch wenn er vermutlich selbst nie dorthin gegangen ist oder sagen konnte, was dort vorzufinden wäre. Den Überlieferungen zufolge soll sich am Südostufer des Sees vor unerdenklichen Zeiten ein nun lange untergegangenes und vergessenes Reich befunden haben. Ob das aber wirklich wahr ist und wer dort gelebt haben könnte, ist mir nicht bekannt. Aber eben, dorthin solltet Ihr Euch ohnehin nicht wagen. Folgt stattdessen dem südlichen Zufluss zum See stromaufwärts, bis Ihr zu einer Flussgabelung gelangt. Folgt dort dem östlichen Zufluss ins Gebirge hinauf, und Ihr seid am Ziel. Mein Grossvater sagte immer: "Folge dem Fluss hinauf, dort wirst Du fündig, aber achte darauf, den Luchsmenschen nicht zu nahe zu kommen, denn sie mögen es nicht, wenn man ihre Ruhe stört." Ich weiss nicht, ob er die Luchsmenschen jemals selbst gesehen hat, denn er war ein vorsichtiger Mann."


Nachdem Gorig am Ende seines Berichts angekommen ist, erkundigt sich Tinulin nach Avgans Plänen, worauf dieser sagt, dass er mit seinem Konvoi schon bald nach Assadin zurückkehren werde. Auf seine Frage, was die Gefährten in der schwarzen Ebene eigentlich angetroffen hätten, erklärt Tinulin, dass dort dämonische Spinnen und zumindest auch teilweise dämonische Fische hausen würden. Die Spinnen, so vermutet der Noldo, seien nahe am Ursprung der bösen Mutterspinne, wobei er den Namen "Ungoliant" nicht ausspricht.
Die Gefährten sind sich noch nicht sicher, auf welchem Weg sie nach Norden und zum Gebirge bei dem grossen See reisen wollen. Bevor jedoch an einen Aufbruch zu denken ist, müssen sie sich ohnehin noch einige Tage erholen, was sie so auch der Burska-Wache mitteilen. Bis zum Aufbruch der Gefährten erzählt Tinulin Arang alles, was er in der schwarzen Ebene über die dortigen Spinnen und Fische sowie ihr Verhalten gelernt hat.

Am 19. März 2789 3Z verabschieden sich die Gefährten schliesslich von Avgan und Arang sowie den übrigen ubainischen Arbeitern, die sie während ihrer Zeit in Ramsarin kennengelernt haben und brechen in Richtung des grossen Sees im Norden auf. Beim Abschied wünscht Avgan Tinulin Glück und sagt mit einem Augenzwinkern: "Ich hoffe, dass wir uns wiedersehen und dass Ihr nicht vergesst, dass ich nicht vergessen werde, dank wessen Hilfe Ihr aus der schwarzen Ebene entkommen seid."

Auf der rund 50 Tage dauernden Reise umreiten die Gefährten das Gebirge von Jendiar auf der Westseite und halten danach mit Hilfe der Sterne geradewegs auf den grossen See im Norden zu. Unterwegs treffen sie immer wieder auf kleine Höfe, bei denen sie ihren Proviant auffrischen können. Auch die eine oder andere berittene Patrouille aus Jendiar und später aus Ubain kreuzt im Lauf der Zeit ihren Weg, hindert sie aber nicht an der Weiterreise.
Als sie schon eine ganze Weile unterwegs sind, fragt Mo Tinulin, wie sein Plan aussehe, wenn sie das Gebiet der Luchsmenschen erreichen. Der Noldo hatte während dieser Reise schon mehrfach das helle Funkeln der Sterne über den Orocarni bemerkt und sagt, die Gefährten sollten am Fuss des Gebirges ein Lager errichten, während er sich flussaufwärts auf die Suche nach den Luchsmenschen begeben wolle. Im Gespräch mit Calendin kann er sogar den Waldelben davon überzeugen, dass seine Chance, die Luchsmenschen zu finden, am grössten sein dürften, wenn er alleine unterwegs ist. Calendin solle sich derweil um die Gefährten kümmern und ihnen unter anderem bei der Nahrungssuche beistehen. Dem Waldelben gefällt die Vorstellung zwar nicht, dass sein Freund alleine nach unbekannten Wesen sucht, schliesslich lenkt er aber ein. Dabei weist er nochmals auf Khufurs Gesichtsentstellung hin, in der Hoffnung, dass die Luchsmenschen ihn heilen können, sollten sie tatsächlich Avari-Elben sein.

Nachdem sie die Nordflanke der westlichsten Ausläufer der Orocarni gleich südlich des grossen Sees erreicht haben, errichten die Gefährten am Abend des 4. Mai 2789 3Z ein Lager, das rund 20 Kilometer vom südlichen Zufluss zum See entfernt liegt. Calendin ist an diesem Abend das Jagdglück hold, und er kann schon nach kurzer Zeit einen Gämsbock erlegen, den Mo zu einem schmackhaften Mahl verarbeitet. Während dem Essen eröffnet Tinulin auch den übrigen Gefährten, dass er gedenkt, von hier aus alleine ins Gebirge aufzubrechen, um die Luchsmenschen zu suchen. Bóin II. ist von dieser Idee gar nicht angetan, während Mo bereit wäre, ihre Bedenken Tinulins Wunsch hintanzustellen, zumal er auch ihrem Bedürfnis nachgegeben habe, die Minenarbeiter in der schwarzen Ebene zu suchen. Schliesslich fügen sich alle Gefährten Tinulins Wunsch, worauf Mo und Arrohir ihre allabendlichen Rituale ausführen.
Tinulin und Calendin begeben sich derweil in eine Meditation, welche dem Waldelben eine Vision vom Wald beim Südufer des grossen Sees zeigt und ihm dabei das Gefühl vermittelt, dass von dort etwas für ihn Wichtiges ausgeht. Als er bald darauf wieder aus der Meditation kommt, sieht er unentschlossen zum nördlich in der Dunkelheit der Nacht gelegenen Wald, vor dessen unheimlicher Aura Gorig sie gewarnt hatte. Noch während der Blick des Elben auf den dunklen Baumwipfeln in der Ferne ruht, erinnert er sich an die Worte, welche Glorwen anlässlich ihrer Verlobung und der Übergabe des Bogens Culor an ihn gerichtet hatte: "Und da ich nun weiss, dass ich auch in Deinem Herzen bin und nicht möchte, dass Dir auf Deinen Reisen etwas zustösst, übergebe ich Dir zum Zeichen unserer Verlobung Culor, den Bogen des Goldenen Lichts, der von meinem Vater am Ende des Zweiten Zeitalters in der Schlacht des Letzten Bündnisses geführt wurde. Er ist aus dem Holz des Goldenen Baumes Mallorn geschnitten und mit Einlagen aus Ithilnaur, Mondfeuer, versehen und hat eine Sehne aus feinstem Hithlain, dem elbischen Garn, das kaum zu zerreissen ist und den Bogen lautlos macht. Möge er Dir gute Dienste leisten und dazu beitragen, dass Du immer gesund und wohlbehalten zu mir zurückkehrst." Gleichzeitig kommen ihm auch die Worte von Tinulins Mutter Nenwen in den Sinn, die beim Anblick des Bogens mit ernster Miene zu ihm gesagt hatte: "Dies ist ein Bogen von anderer Art und nicht geschaffen für alltägliche und einfache Ziele. Sei Dir immer bewusst, dass mit so einer grossen Waffe eine grosse Verantwortung einhergeht und grosse Aufgaben verbunden sind."

Als Bóin II. die Elben fragt, ob sie in der Meditation ihre Erleuchtung gefunden hätten, sieht Tinulin Calendin an und sagt, dass jeder von ihnen auf seine Weise etwas zum Nachdenken gefunden habe. An Calendin gewandt sagt Tinulin, er könnte sich vorstellen, dass der unheimliche Wald etwas mit dem Ursprung der Elben in diesem Gebirge zu tun haben könnte. Der Waldelb ist jedoch noch immer unsicher und sagt, er könne sich noch immer nicht erklären, wie er im hohen Norden eine Verletzung habe erhalten können, die Auswirkungen bis zu Glorwen in Imladris gehabt habe. Tinulin sagt seinem Freund daher, dass nichts dagegenspräche, wenn er die Gefährten bis zum Waldrand mitnehmen würde. Als Calendin Tinulin kurz darauf sagt, er solle sich auf den Weg machen, erwidert der Noldo: "Du auch, Calendin, Du auch. Wir werden uns wiederfinden und nicht beide gleichzeitig verloren gehen." Anschliessend wendet sich Bóin II. an Tinulin und sagt: "Du bist einer meiner ältesten Freunde und noch sturer als mein Bruder." Seine Axt Kibil Burk ziehend, fährt der Zwerg fort: "Nicht einmal damit könnte ich Dich aufhalten."
Tinulin erklärt seinen Freunden in beinahe entschuldigendem Ton, dass er nunmal ein Getriebener sei, worauf er Bóin II. und Calendin umarmt, denn mit der widerstrebenden Zustimmung des Zwergs hat er nun die für ihn nötige Mehrheit der Stimmen, um sich alleine auf den Weg machen zu können.
Beim nächtlichen Aufbruch vom Lager der Gefährten lässt Tinulin seinen Schild und auch den Bogen sowie sein Gold zurück und packt dafür etwas Proviant ein, bevor er zu Fuss in die Dunkelheit der Nacht entschwindet. Schon kurz nachdem Tinulin losgezogen ist, reisst die dichte Wolkendecke auf und gibt den Blick auf die hell am Himmel strahlenden Sterne frei.

Am nächsten Morgen sind Calendin, Arrohir und Yuzuki bei der Suche nach Essbarem so erfolgreich, dass die Gefährten mit den Resten des Gämsbocks vom Vortag genügend Proviant für vier bis fünf Tage haben. In einer weiteren Meditation schreitet Calendin bald darauf mit fest auf den Boden geheftetem Blick durch einen nebligen Wald. Als er stehenbleibt und den Blick hebt, beginnt sich der Nebel zu lichten und er spürt, dass der Wald aufzuatmen scheint, als hätte er sich nach dem Waldelben gesehnt. Als Calendin im Anschluss Mo auf ihre Nachfrage erklärt, dass er über den Wald nachdenke, erklären sich Arrohir und die schöne Heilerin bereit, mit ihm zum Wald zu gehen, wobei Mo dies aber auch von Khufurs Begleitung abhängig macht.
Als Calendin am Abend erneut über den Wald meditiert, wird ihm das Gefühl vermittelt, dass der Wald das Zwitschern der Vögel, das Spriessen der Blüten und das Summen der Bienen vermisst.

Am Morgen des 6. Mai 2789 3Z verlegen die Gefährten ihr Lager nach Nordosten zu einer günstig gelegenen Stelle rund fünf Kilometer südlich des unheimlichen Waldes in der Nähe vom südlichen Zufluss zum grossen See. Mo erklärt Calendin dabei, dass es nie ihr Wunsch, sondern ein innerer Drang gewesen sei, die schwarze Ebene der Minen von Burskadekdar zu betreten. Da er sie dorthin begleitet habe und diesen Drang nun auch bei ihm vermute, wolle sie Calendin zum Wald begleiten.

Während sich die übrigen Gefährten im Verlauf der Tage somit langsam dem unheimlichen Wald näherten, überquerte Tinulin am Morgen des 5. Mai 2789 3Z an einer günstigen Stelle den südlichen Zufluss zum grossen See und folgte dem reissenden Wasser anschliessend flussaufwärts. Als er ins Gebirge kam, begann er in normaler Lautstärke auf Quenya zu singen und versuchte dabei, nicht wie jemand auszusehen, der nach etwas Ausschau hält. In der Nacht glaubte er, über dem Leuchten der Sterne und dem Rauschen des Bergbaches einen Klang zu hören wie ein Flüstern im Wind. Tinulin ging weiter und sang dabei leise eine Antwort auf das Flüstern. Unterwegs hielt er auch kurz inne, um ein Steinmännchen zu errichten, auf welchem er einen grün schimmernden Smaragd ablegte.

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