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Year Zero Engine / Re: [Vaesen] Austausch über die Art des Spielens
« Letzter Beitrag von Raven Nash am Heute um 07:36 »
Vaesen ist das einzige RPG, bei dem ich ausschließlich Kaufabenteuer leite. Warum? Weil mir einfach weder zu Zeit noch zu Thema selbst was einfällt.
Außerdem ist die Struktur der Abenteuer so weit von dem entfernt, was ich sonst leite, dass ich das einfach so nicht in meinen Schädel kriege.
So wie die Abenteuer aufbereitet sind, funktioniert es aber sehr gut. Demnach meine Gruppe auf Charakterspiel ohnehin keinen besonderen Wert legt, erspare ich ihnen auch irgendwelche Abende am Kamin im Schloss.
So haben wir bisher jedes Abenteuer in einer oder zwei Sessions durch gehabt.

Demnach die Dragonbane-Kampagne gestern zu Ende ging, kommt jetzt wieder Vaesen auf den Tisch, diesmal in England.
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Pen & Paper - Spielberichte / Re: Swanos Fighting Fantasy Thread
« Letzter Beitrag von Swanosaurus am Heute um 07:36 »
Jetzt haben wir Höhlen der Schneehexe durch.

Was gefiel:

Mit Stubb und Redswift gibt es echte Nebenfiguren, dadurch kommt ein bisschen mehr Identifikation mit dem Helden auf. Auch der Heiler hat einen kurzen, aber eindrücklichen Auftritt.

Das Abenteuer ist auf der Entscheidungsbaumebene recht lösbar, aber nicht so einfach wie manche Einsamer-Wolf-Dinger; für mich genau der richtige Schwierigkeitsgrad.

Die Shared World der Fighting Fantasy Bücher wird hier (zum ersten Mal) ernsthafter vernetzt - erwähnt werden Fang, Port Blacksand, der Forst der Finsternis/Stonebridge und die Ereignisse um das entsprechende Spielbuch, es gibt sogar einen Abstecher zum Flammenden Berg.

Insgesamt finde ich den Band wie auch die Vorgänger von Jackson und Lvingstone sehr atmosphärisch, das ist einfach die große Stärke der Reihe.

Was nicht so gefiel:

Die schön erwähnte Integration in die Welt verkommt im dritten viertel des Abenteuers ein bisschen zur Trailershow. "DAS musst du auch noch spielen!"

Dass das Buch mit einigen "Das Abenteuer ist noch NICHT zu Ende, Ha!"-Wendungen aufwartet, ist schön, es wird aber ein bisschen dicke. Meine Kinder waren irgendwann genervt, dass sie es jetzt immer noch nicht geschafft hatten. Okay, dass die Yeti-Mission allein es nicht sein kann, war nicht klar ... aber dann: Schneehexe besiegen, Flucht und Schneehexe erneut besiegen, Reise nach Stonebridge, Reise zum Heiler ... wenn all das von Anfang an ein bisschen stärker verwoben gewesen wäre, hätte das vielleicht mehr Sinn ergeben. Am Anfang schon Geschichten über die Schneehexe gehört. Vorher ein Hinweis darauf, dass die Flucht ein eigenes Abenteuer sein wird. Früher von dem Todesfluch erfahren.

Und eine klassische Fighting-Fantasy-Unsitte: Man kann das Abenteuer nur bestehen, indem man an einer Stelle einen völlig unsinnigen Kampf anfängt, weil man den Loot braucht. Das macht echt die Konsistenz der Figur und Story völlig kaputt und ärgert meine Kinder. Da ist man nett zu dem eigentlich feindlichen Bergelfen, und dann muss man im Anschluss irgendwelche Köche niedermetzen, um an ihren Schrankinhalt zu kommen, von dem man nicht mal weiß, dass er etwas dringend Benötigtes enthält! Da verkommt das Spielbuch dann wieder zum reinen Stationen-Abklappern. Schade.

Insgesamt eine positive Bilanz, allerdings mit ähnlichen Schwächen wie schon Stadt der Diebe.
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Midgard / Re: Neues von Midgard
« Letzter Beitrag von Boba Fett am Heute um 07:34 »
Ob Midgard 5 wirklich irgendwann ausstirbt (also nicht mehr gespielt wird), bleibt abzuwarten.
Die Midgard Community ist eine sehr eigene - introvertierte aber auch selbstständige - Gemeinschaft, die es auch bisher überlebt hat, wenn jahrelang kein oder nur wenig Content entstand. Da die Bücher inzwischen als PDF existieren, sind sie auch nach „Ende Verkauf“ reproduzierbar. Mir ist bewusst, dass es nicht legal wäre, ein rechtlich geschütztes Buch zu vervielfältigen, aber grundsätzlich steht nur das Recht im Wege, neuen Leuten, die Midgard spielen wollen, die Bücher zur Verfügung zu stellen.
Ich finde es extrem schade, dass Midgard 5 mit seinen Werken nicht einfach als Creative Commons erklärt wurde. Damit hätten sich die Frankes wirklich ein Denkmal gesetzt. Und ja, auf das entstehende Material hätten sie wenig Einfluss gehabt, aber Ihr Werk wäre so allen erhalten geblieben.
Vielleicht überrascht uns Elsa ja noch…  8]
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Year Zero Engine / Re: [Vaesen] Austausch über die Art des Spielens
« Letzter Beitrag von Kurna am Heute um 00:58 »
Falls diese Erfahrung für dich auch von Interesse ist, ich habe ein paar Vaesen-Abenteuer für meine Abenteuer 1880-Runden benutzt (1x das Abenteuer aus dem GRW, 2x Ein gottloses Geheimnis). Insofern nutze ich die Regeln gar nicht und habe auch den Hintergrund wo nötig angepasst. Insgesamt mag ich die Abenteuer und werde vermutlich zukünftig noch mehr einsetzen.
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Year Zero Engine / Re: [Vaesen] Austausch über die Art des Spielens
« Letzter Beitrag von Horsinand am Heute um 00:23 »
Gerade erst mit dem Einsteigerset angefangen. Ich habe vor, nur Kaufabenteuer zu spielen. Diejenigen, die ich gelesen habe, fand ich auch gut.

Regelseitig sind wir gerade auf Einsteigerset-Niveau, werden das aber auf GRW-Niveau anheben (was wahrscheinlich kein großer Sprung ist).

Mal schauen, wie sich das System über die Zeit anfühlt.
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Year Zero Engine / Re: [Vaesen] Austausch über die Art des Spielens
« Letzter Beitrag von sma am Heute um 00:07 »
Das mit dem Abenteuer im Jahr 1980 klingt ja spannend. Behältst du trotzdem die Prämisse bei, dass die Vaesen durch den technischen Fortschritt und die Abkehr vom alten Glauben getriggert werden?
Habe ich mir ehrlich gesagt noch keine großen Gedanken gemacht, aber jetzt wo du fragst: Nein. In meinem Abenteuer sind die Menschen die Bösen, weil sie die Kräfte einsetzen, die durch Aberglaube und Unwissen entstanden sind. Die Wesen sind eigentlich Opfer. Aber dem John Sinclair-Stil folgend, gibt es das Böse, das bekämpft werden muss. Es nimmt aber den Menschen nicht aus der Verantwortung, weil es seine Entscheidung war, sich auf Magie, Lüge und Aberglaube einzulassen.

Zitat
Wenn ja, was wären die Auswirkungen im Jahr 1980, das diesbezüglich ja noch einmal eine ganz andere Nummer ist als das 19. Jahrhundert?
Gute Frage. Ich persönlich bin kein Fan von der "früher war alles besser" Idee und halte den gerne beschworenen "alten Glauben" für eine moderne erfundene Esoterik, die genau so der Neuzeit zuzuordnen ist, wie die Technologie. Im realen Schweden waren die im 19. Jahrhundert schon seit 800 Jahren christianisiert und das zumeist auch gerne, weil dieser Glaube für den einfachen Bauern viel attraktiver war.

Was aber für mich funktionieren könnte: Anfang der 1980er begann das Computerzeitalter und dank BBC Micro kamen damit Millionen Schüler in Kontakt. Zudem schmeichelte es der patriotischen englischen Seele natürlich, mit dem XZ Spektrum und dem Amstrad CPC (und den weniger bekannten Dragon und Oric Computern) englische Computer zu haben. Dass der Spektrum von Clive Sinclair erfunden wurde, kann kein Zufall gewesen sein, sicherlich ist er mit dem Dämonenjäger John Sinclair verwandt. Computer zu benutzen erschafft Maschinengeister, die mächtigsten natürlich, wenn man Maschinensprache benutzt, die schwächsten, wenn man einfach nur ein Spiel spielt, und diese helfen im Kampf gegen Wesen, geboren aus dem Irrglauben, den Ängsten und Alpträumen von Menschen, allgemein Dämonen genannt.

Zitat
Was das Strapazieren der Würfe angeht, habt ihr durchaus regelkonform gehandelt
Stimmt. Hatte ich jetzt auch noch mal nachgelesen :)  Verschiedene YZE-Systeme sind ähnlich, aber nicht gleich. Das verschwimmt dann immer ein bisschen. Bei Tales from the Loop heißt es "When you push a roll, you must first check a Condition. Choose any Condition that you feel fits the story. Then you reroll all the dice except those showing sixes." und das kann man so oder so interpretieren. Bei Vaesen ist's eindeutig.
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Vielen Dank, freut mich, dass die Runde so gut lief!  :)

Mir hat das Leiten auch viel Spaß gemacht und bin sehr happy, dass mein Raumkampf-Konzept so cool aufgegangen ist und richtig großartig, wenn es für euch auch gute Impulse liefern konnte!  :d
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Danke von mir auch nochmal für die Runde, war ne echt richtig coole Show!  :d 8)

Bzgl. denkbarer Optimierungen: Am liebsten hätte ich ja noch einen Showdown gegen eine der fiktiven Gegnergruppen (GOONS o. ä.) ausgespielt und großartig wären dabei dann in der Tat auch noch ein paar kurze rollenspielerische Sequenzen gewesen, aber in der Tat kostet sowas einiges an Zeit und hätte evtl. leicht den Rahmen gesprengt (schwierig zu sagen wieviel Zeit man durch andere Streichungen ggf. gewinnen kann ohne das Hauptkonzept zu beeinträchtigen etc.). Das Zeitmanagement ist bei sowas immer echt tricky, insofern auch hier großer Respekt wie gut das bei der Runde geklappt hat und nochmal vielen Dank für die genialen Pokale!   :) :d

Am Ende ein richtig stark abgeliefertes Tournament am Samstag Abend - legendary! -  und unsere Gruppe hat zusammen einfach sehr viel großartigen Humor auf den Punkt gebracht!  8) :d

Ich ziehe für mich viel Inspiration und Motivation daraus mit ähnlichen Konzepten auch mal sowas zu leiten, mal schauen was sich da so entwickelt...  ;) 

 :w4: :w6: :w8: :w10: :w20:
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Year Zero Engine / Re: [Vaesen] Austausch über die Art des Spielens
« Letzter Beitrag von Femenmeister am Gestern um 23:27 »
Ich hab's ein paar mal geleitet und auch gespielt – sowas ist für meine Verhältnisse als System-ADHSler schon viel.

Geleitet habe ich das Abenteuer aus dem GRW, dann drei aus dem Abenteuerbuch und zwei aus dem England-Buch. Außerdem ein eigenes Abenteuer, das in Lübeck spielte und eigenes Wesen mit lokalem Bezug hatte. Außerdem noch ein paar Ideen einfach so zum Spaß zusammen mit Claude entwickelt. Gespielt habe ich zwei Abenteuer (glaube ich), die in Deutschland spielten und selbst ausgedacht waren.

Aktuell plane ich ein Abenteuer, das im John Sinclair-Stil im England der 1980er Jahre spielen soll.

Was die Regeln angeht, habe ich das nach besten Wissen und Gewissen wie vorgegeben gespielt, allerdings machen wir's meist so, dass man erst nach dem Pushen den Zustand bekommt und daher alle Würfel neu würfeln kann und nicht sofort einen abziehen muss.

Ehrlich gesagt habe ich persönlich noch nie eines der fertigen Abenteuer geleitet. Obwohl ich die Bände immer gern in den Händen gehalten habe, haben mich die Geschichten auf einer ganz subjektiven Ebene nicht angesprochen. Vielleicht passten sie auch einfach nicht zur Geschichte meiner Gruppe (drei Schwestern, die im ersten Abenteuer vom Tod ihres Vaters erfuhren, der der letzte Hüter der geheimen Gesellschaft war und ihnen sozusagen posthum die Weiterführung dieser Aufgabe anbot).

Das mit dem Abenteuer im Jahr 1980 klingt ja spannend. Behältst du trotzdem die Prämisse bei, dass die Vaesen durch den technischen Fortschritt und die Abkehr vom alten Glauben getriggert werden? Wenn ja, was wären die Auswirkungen im Jahr 1980, das diesbezüglich ja noch einmal eine ganz andere Nummer ist als das 19. Jahrhundert?

Was das Strapazieren der Würfe angeht, habt ihr durchaus regelkonform gehandelt: Offiziell kommt der Zustand, den man fürs Strapazieren erhält, erst nach dem erneuten Wurf zum Tragen. Allerdings dürfen nur Würfel neu geworfen werden, die zuvor keinen Erfolg gezeigt haben. Zumindest, wenn man streng nach Buch spielt (was wir allerdings auch nicht tun).
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Year Zero Engine / Re: [Vaesen] Austausch über die Art des Spielens
« Letzter Beitrag von sma am Gestern um 22:43 »
Ich hab's ein paar mal geleitet und auch gespielt – sowas ist für meine Verhältnisse als System-ADHSler schon viel.

Geleitet habe ich das Abenteuer aus dem GRW, dann drei aus dem Abenteuerbuch und zwei aus dem England-Buch. Außerdem ein eigenes Abenteuer, das in Lübeck spielte und eigenes Wesen mit lokalem Bezug hatte. Außerdem noch ein paar Ideen einfach so zum Spaß zusammen mit Claude entwickelt. Gespielt habe ich zwei Abenteuer (glaube ich), die in Deutschland spielten und selbst ausgedacht waren.

Aktuell plane ich ein Abenteuer, das im John Sinclair-Stil im England der 1980er Jahre spielen soll.

Was die Regeln angeht, habe ich das nach besten Wissen und Gewissen wie vorgegeben gespielt, allerdings machen wir's meist so, dass man erst nach dem Pushen den Zustand bekommt und daher alle Würfel neu würfeln kann und nicht sofort einen abziehen muss.
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