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Spielsitzung 14 - Die Verteidigung von Caer Moray - Teil 1

Die Gegner im zerstörten Dorf, durch das sie gingen, entpuppten sich als ein Werwolf, mehrere Werratten sowie einige Riesenratten.

Dazu sah die Gruppe im Hintergrund eine Unterhaltung zwischen einer Gestalt unter einer dunklen Robe sowie einer Werratte.

Der Werwolf heulte auf und griff an, genauso wie die Werratten und die Riesenratten. Es sah so us, als ob der Werwolf von irgendwas oder irgendwem angezogen worden wäre.

Währenddessen sagte die Gestalt, so dass die Gruppe es trotz der Distanz deutlich hören konnte, dass dies nicht ihr Kampf sei, in den die Lykantrophen sie ziehen wollten, sondern dass sich ihre Schwestern darum kümmern würden und es sie nicht interesiert, ob die Werkreaturen sterben oder nicht. Darauf griff die Werratte sie an, stolperte aber und stürzte gegen eine Mauer, die über ihr einstürzte und sie unter sich begrub.

Den Kampf hatte die Gruppe relativ gut im Griff obwohl die Werratten hier und da fiese Treffer landeten. Halwarth und Emer wurden auch gebissen und hatten das Gefühl, da könnte wieder etwas in Ihnen aufkeimen.

Die Gestalt schien eine ältere Frau zu sein und sie winkte der Gruppe und warf Aodnait einen Kuss zu, den er auch auf der Wange spürte, während sie zu ihm meinte, was für ein feiner Junge er geworden sei, wie sie von ihrer Schwester ausrichten soll.

Sie wurde dann ein wenig ernster von der Stimme her und teilte der Gruppe mit, dass Aktionen Auswirkungen haben und Konsequenzen nach sich ziehen.

Sie adressiert dabei auch alle Gruppenmitglieder mit verschiedenen Namen:

Halwarth und Emer sind Valkurs Kinder, Erethir ist der Schattensucher, Elias und Aodnait sind die verlorenen Söhne. Obwohl die Charaktere recht weit entfernt stehen, hören Sie das laut und deutlich.

Nach dem Kampf stellten alle Gruppenmitglieder fest, dass sich eine kleine Stelle am Handrücken wie das Innere einer Austernschale anfühlte und auch so aussah, mit leichtem Perlenglanz. Es erinnerte an Happi, den Sie von seinem Fluch, den er von einer Hexe erhalten hatte, befreit hatten.

Man suchte kurz nach der wahrscheinlichen Hexe, die sich irgendwann zurückgezogen hatte, fand aber nur einen kleinen Frosch, den man mitnahm.

Während des Kampfes fiel der Gruppe auf, dass die silbernen Waffen, welche in Warlsbry gekauft worden waren, ihre Legierung verloren und zumindest für den Zweck, Lykantrophen zu töten, unbrauchbar wurden.

Da man nach dem Kampf weiteres Wolfsgeheul hörte, machte sich die Gruppe schnell auf, nach Caer Moray zu gelangen.

Man gelangte zum Stadttor und wurde, nachdem man bewiesen hatte, dass man kein Lykantrop ist - man wurde geschnitten, eine schnelle Heilung hätte problematisch sein können, hineingelassen.

Halwarth stellte schnell fest, weil man ihn darauf ansprach, dass eines seiner vielen Geschwister, sein älterer Bruder Hakon Birgirsson, vor Ort war und schon ein paar Monate dort Dienst schob.

Die Gruppe kümmerte sich zunächst drum, den Kontakt von Daffyd MacLyrr hier im Ort, Ruary O'Bannon, aufzusuchen und ihm die Situation zu erklären. Er bedankte sich und lud die Gruppe zum Essen in eine der hiesigen Taverne ein, was man gerne annahm. Dazu erzählte er mehr über die Situation auf der Insel und den ständigen Kampf gegen fast alles und jeden, vor allem gegen die Werwölfe und ihre Lakeien. Seine Abneigung gegen die Werwölfe war spürbar. => Moray

Man schaute sich ein wenig im Ort um, bezog ein Quartier und verbrachte eine Woche damit, zu trainieren, sich fit zu halten und die Leute hier im Ort kennen zu lernen. (Aufstieg auf Stufe 5)

Halwarth verbrachte viel Zeit mit und bei seinem Bruder, da sich beide viel zu erzählen hatten.

Aodnait, der mal einen silbernen Bilderrahmen mit dem Bild einer Frau aus Moray gefunden hatte, fand diese Frau namens Sandra Taggard in der Taverne wieder, in der man aß. Sie freundeten ssich ein wenig an und sie erzählte ihm, dass sie das Bild ihrem Geliebten namens Godfrey mitgegeben hatte, der aber schon länger als vermisst gilt. Aodnait gab Ihr das Bild zurück und versprach, sich auf seinen weiteren Reisen umzuhören, ob Godfrey noch lebt bzw. wo er sein könnte.

Halwarth lernte noch einen der wenigen örtliche Schmiede, Brodrick Nails kennen.

Die Gruppe lernte noch die Vorgesetzte von Hakon kennen, Tybie Gow.

Man bekam mit, dass im Ort zum einen mindestens ein Magier wohnte sowie zwei Initiaten der Flamme, die sich hier temporär aufhielten.

Als man sich mit denen unterhielt, zeigte Erethir das Notizbuch von Flamsterd, was er gefunden hatte und die beiden waren sehr überrascht und erstaunt und teilten mit, dass mehrere dieser Bücher wohl vor sehr langer Zeit hergestellt worden waren, also vor weit über 100 Jahren, von Flamsterd persönlich, um Monster zu katalogisieren, die es überall gäbe. Das Buch ist dabei schon mit Informationen gefüllt, diese erscheinen aber nur, wenn man sich in der Nähe solcher Kreaturen befindet, oder wenn man diese bereits gesehen hat. Das bedeutet aber nicht, dass es nur die im Buch erwähnten Monster gibt. Der Zustand des Buches war recht gut. Man sah den beiden an, dass sie das Buch gerne besitzen würden, sie machten aber kein Angebot.

Nach knapp einer Woche erschallte zur Mittagszeit eine Glocke, die einen Angriff auf den Ort verkündete. Da es sowas öfter gab, machte sich die Gruppe keine großen Gedanken, wurde aber von einer Wache, die sie von Halwarths Bruder und von Tybie Gow her kannten, in der Taverne gerufen und gebeten zu helfen, da wohl das Tor offen stände und viele Lykantrophen eingedrungen wären. Überall gäbe es Kämpfe und die Situation wäre unübersichtlich. Dann sprangen auch schon mehrere Wölfe in die Taverne und ein Kampf begann.

Die Wölfe versuchten, einige Gäste aus der Taverne zu zerren, was die Gruppe verhinderte.

Sie lief dann aus der Taverne und sah sich um. Man hörte Geräusche von überall und beschloß, in Richtung tor zu gehen, da Halwarth dort seinen Bruder vermutete.

Zunächst lief man acht Werschakalen in die Arme, die zwei Wachen bedrängten und konnte mit Ihnen fertig werden. Dabei stellt man fest, dass diese Kreaturen versuchten, ihre Gegner einschlafen zu lassen, was aber nur bedingt gelang.

Dann traf man auf eine Werratte und mehrere Werschakale, die versuchten, ein Gebäude zum Einsturz zu bringen, in der Nähe des Hafens. Dies gelang den Kreaturen zwar, sie starben aber auch bei dieser Aktion.

Schon in der Nähe des Tores traf man af Tybie Gow und ein paar Ihrer Leute, die eingekesselt waren von Werkreaturen. Man schlug eine Bresche zu ihnen, indem man einen werwolf und mehrere andere Lykantrophen tötete und konnt Tybie und die meisten ihrer Soldaten in Sicherheit bringen. Zum Dank gab es silberne Waffen.

Dann kam die Gruppe am Tor an und sah zum einen eine große Gruppe Gefangener auf das Tor zugehen sowie einen großen Werwolf, der auf einem Worg ritt. Er war umgeben von Werschakalen und Wölfen.
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Pen & Paper - Allgemein / NSC und deren Bedeutung
« Letzter Beitrag von Derius am Heute um 01:43 »
Hi :)

Zuerst: Ich betrachte dieses Thema aus der Sicht eines Spielleiters, aber interessieren tuen mich alle Perspektiven, also poste ich es hier und nicht im SL-Bereich.

Kurze Version der Frage: Was haltet ihr von/wie steht ihr zu NSC?

Längere Version:

Ich als SL bin hin- und hergerissen, was NSC betrifft. Auf der einen Seite möchte ich, dass die SC die Geschichte erleben und gestaltet. Aus dieser Perspektive möchte ich, dass es so wenig relevante Charaktere neben den SC gibt wie möglich. Auf der anderen Seite möchte ich den SC eine lebendige, sinnvolle Welt präsentieren. Und in einer Welt muss es noch andere Personen geben, also muss es auch (mehr oder weniger relevante) NSC geben. Doch wie löst man dieses Dilemma auf? Ich bin kein Fan davon, den SC einen Questgeber zu präsentieren, der sie auffordert dieses und jenes zu tun. Ich möchte vielmehr, dass sich die SC aus eigener Motivation heraus in der Welt bewegen (und zwar natürlich auf den Wegen meiner geplanten Story; mehr oder weniger halt, je nach Laune der SC). Außerdem macht es mir als SL auch Spaß, NSC zu planen und zu spielen.

Um das Ganze aber in ein Gleichgewicht zu bringen, plane ich nur wenige - dafür wichtige - NSC. Die Geschichte, die die SC erleben, berührt natürlich - egal was genau die SC nun tun - auch andere Personen in dieser Welt. Unglaubwürdig wäre es also, mMn, wenn die Aktionen der SC gar keine anderen Personen entsprechend berühren würden. Und ebenso natürlich gibt es auch NSC, die kräftemäßig auf einem ähnlichen Level wie die SC spielen. Auch diese können die SC kennenlernen.

Ansonsten sind meine NSC aber recht blass. Natürlich kann jeder Wirt seinen eigenen Tick und seine eigene Geschichte haben, doch bis auf ein paar (wichtige) Ausnahmen sind die NSC in meiner Welt Kulisse für die SC.

Wie ist das bei euch? Wie seht ihr das mit NSC? Sollen diese nur ein Vehikel für eure Geschichte sein? Hättet ihr ein Problem damit, wenn euch ein NSC eine Weile lang begleitet und einen nicht unerheblichen Part in der Story spielt? Mögt ihr es vllt sogar, intensiv mit NSC zu interagieren? Oder reicht es auch, wenn sie euch magische Gegenstände verkaufen?

Bin gespannt auf eure Ansichten!

Grüße
Derius
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Sehen / Re: The Mandalorian [Serie]
« Letzter Beitrag von schneeland am Heute um 01:43 »
Zunächst mal:

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Ansonsten wie üblich viel Action, ein bisschen Plot und ein paar alte Bekannte. Insgesamt diesmal für mich eine angenehm runde Folge.
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Multimedia - Spiele / Re: Boah! Mich nervte heute das Spiel ...
« Letzter Beitrag von Sashael am Heute um 01:22 »
Resident Evil Remake
Ausufernde Puzzle, aber nur 8 Inventarplätze, in denen ein Petersilienzweig genauso viel Platz wegnimmt wie eine Pumpgun.
Auch nach 24 Jahren möchte ich den Designern dafür in die Fresse hauen.
Hat man zwei Waffen, sind schon mal vier Plätze weg. Braucht man zwei Waffen? Ja, verdammt!
Und die Inventarkisten sind rar und weit verstreut.
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Multimedia - Spiele / Re: Was spielt ihr gerade?
« Letzter Beitrag von Sashael am Heute um 01:17 »
Resident Evil Remake
Das Gameplay ist nicht gut gealtert.
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Weitere Pen & Paper Systeme / Re: Cyberpunk Red
« Letzter Beitrag von YY am Heute um 01:16 »
 :o

Respekt!  :d
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Hessische Halblinge, die sich einen Bembel Bier gönnen klingen ganz hervorragend! (den Apfelwein werden sie irgendwann schon noch entdecken ;))
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Wir wollten gerade aufbrechen, da klingelte mein Handy einmal und brach sofort wieder ab. Gleich darauf nochmal. Und nochmal. Und nochmal. Und… naja. Obwohl ich das Telefon in der Hand behielt und aktiv darauf lauerte, den 'Annehmen'-Knopf zu drücken, dauerte es eine ganze Weile, bis es mir gelang, den Anrufer abzupassen, bevor er wieder auflegte. Es war Halfðan, und er klang einigermaßen gehetzt. "Hallo? Hallo? Ah, jetzt… Tut mir leid, Cardo, irgendwann lerne ich das noch mit diesen Telefonen… Es gibt einen Notfall… Wir haben Ulfr Sverrisson gesehen, der Gunnar getötet hat, ihn, und noch ein paar andere! Wir sind ihnen gefolgt, sie sind in einer, wie heißt das… Mall, glaube ich? Du musst unbedingt kommen, die sind gefährlich!"
Oh, santisíma madre. ¿Que demonios?
"Wo, welche Mall? Rührt euch nicht von der Stelle und unternehmt nichts alleine, ich bin auf dem Weg!"

Weil Alex fuhr, konnte ich von unterwegs bei Haley anrufen. Das hat in der Vergangenheit, je nachdem, wo sie gerade war, ja nicht immer so gut geklappt, aber diesmal war die Verbindung anständig. "Ja", antwortete sie fröhlich auf meine Frage, ob sie Leute aus Helheim rausgelassen hätte, "die wollten auch mal shoppen gehen." Oh Dios.. Sie sei aber nicht völlig verantwortungslos, Bjarki würde auf sie aufpassen. Oha. Das war also der Anruf gewesen, den Bjarki bekommen hatte.

In der Mall dauerte es nicht lange, die Einherjar zu finden. Halfðan, Gunnar und zwei andere – Svein und Kjetil – wurden nämlich gerade von zwei Mall-Cops umringt (naja, so gut zwei Sicherheitskräfte eben vier nicht ganz kleine Nordleute umringen können), die höflich auf sie einschrieen. Also ja, laut, und ja, eindringlich, aber eben nicht bedrohlich, sondern noch mit vielen "Sirs" und ohne gezogene Waffen. Mierda. Ich will gar nicht wissen, wie die Situation ausgesehen hätte, wenn das keine weißen Skandinavier gewesen wären.
Da die vier Einherjar keinerlei Anstalten machten, auf die Sicherheitsleute zu hören, sondern immer weiter aufgeregt auf sie einredeten und auch mich gar nicht zu bemerken schienen, pfiff ich einmal schrill durch die Finger, das wirkte. Die Krieger verstummten abrupt und kamen zu mir herüber, als ich sie heranwinkte. Außerdem erkannte mich einer der Mall-Cops und fragte, ob diese Leute zu mir gehörten? Ja, antwortete ich, und ob es Ärger gegeben habe? Ob die vier verhaftet werden sollten? Nein, nein, nicht verhaftet, beeilte der eine Cop sich, mir zu versichern, sie sollten nur bitte einfach die Mall verlassen. Oder wenigstens Ruhe geben. Ob ich dafür garantieren könne? Ich würde dafür sorgen, bestätigte ich, dann zogen die Sicherheitsleute ab.

Ein Stück abseits der kleinen Menschentraube, die sich für das Spektakel gebildet hatte und sich jetzt wieder zu zerstreuen begann, fragte ich, was denn eigentlich los gewesen sei. Nicht viel, tatsächlich, stellte sich heraus: Es war alles ziemlich harmlos und glimpflich geblieben. Die Einherjar waren durch die Mall geschlendert, als Gunnar plötzlich ein bekanntes Gesicht sah, und zwar eines aus seinem früheren Leben damals: Ulfr Sverrison, der ihn damals in der Schlacht getötet hatte. Daraufhin hatte er erst mich angerufen, dann aber doch Ulfr direkt konfrontieren wollen, und dann war es laut geworden und die Mall-Cops hatten eingegriffen.

Ich erklärte, ich würde mich der Sache annehmen, und schickte die Krieger nach Hause, bevor wir Bjarki und seine Schützlinge suchen gingen. Die waren tatsächlich noch da, wo Gunnar sie zuletzt gesehen hatte: in der Eisdiele des Food Court nämlich. Bjarki winkte mir fröhlich zu, als er mich sah, und auch seine Begleiter wirkten eigentlich ziemlich friedlich und umgänglich. Der Isländer bestätigte uns noch einmal das, was Haley auch schon am Telefon gesagt hatte: dass sie nämlich Besucher aus Helheim nach Miami lasse. Das Tor in die nordische Unterwelt befinde sich in Haleys Zimmer in seinem Haus. Und ja, das sei ein bisschen nervig, dass sein Haus jetzt so eine Durchgangsstation für Helheim-Touristen geworden sei, aber das gehe schon irgendwie.
Wir philosophierten ein bisschen darüber, dass es eigentlich ziemlich unfair ist, dass man laut nordischer Mythologie nur zum Einherje wird, wenn man in der Schlacht fällt, dass aber ein Krieger, der selbst alle Schlachten überlebt und später auf andere Weise stirbt – also im Prinzip der bessere Kämpfer ist – das Recht auf Walhalla verwirkt hat. So war es jedenfalls Ulfr Sverrison ergangen, sagte er – aber halb so wild, er habe ein ein langes, gutes Leben gehabt, und in Helheim sei es eigentlich auch ganz nett.
Wir waren mit dem Gespräch eigentlich soweit fertig, da hatte Bjarki noch eine Warnung für mich. Ich habe die Einherjar ja damals ohne offizielle Erlaubnis aus Heorot nach Miami geholt, und Bjarki war sich nicht sicher, wie amüsiert Odin darüber sei – oder sein werde, sobald er davon erführe. Huh. Ja. Das war nichts, was ich damals  - oder überhaupt bis zu diesem Moment - bedacht hatte. Mierda.
Ob er seinen Vater bitten solle, Thor oder Odin mal zu mir zu schicken, fragte Bjarki, aber das wiegelte ich für's Erste ab. Vielleicht komme ich auf das Angebot nochmal zurück, aber darüber will ich erst einmal in Ruhe nachdenken. Dass es eine metaphysische Entität namens Odin gibt, daran zweifele ich jedenfalls nicht – das wäre auch schön doof, nachdem ich anderen metaphysischen Entitäten aus demselben Kulturkreis (und anderen Kulturkreisen) bereits begegnet bin.

"Wir sollten echt sowas wie einen Einreise-Checkpoint für Übernatürliche einrichten", brummte Alex, als wir wieder unter uns waren.
"Sowas wie bei Men in Black für die Aliens, meinst du?" fragte ich. Keine schlechte Idee, tatsächlich, aber wie sowas umsetzen?
"Wir müssen in die Unseelie Accords", sagte Edward unvermittelt. Der Gedanke war ja letztens schon mal aufgekommen, aber da hatten wir irgendwie gerade zu viele andere Sachen um die Ohren, um uns näher damit zu beschäftigen. Jetzt aber fingen wir an, ein paar Ideen zu dem Thema hin- und herzuschieben.
Ich zumindest hatte keine Ahnung, wie man das überhaupt anstellen müsste, aber die anderen wussten zum Glück mehr. Man benötigt drei Sponsoren: drei Parteien, die bereits den Accords angehören und die sich dafür aussprechen, die neue Partei aufzunehmen.
Hm. Da war natürlich die Frage, wer bei uns diese drei Sponsoren sein könnten. Der Sommerhof wäre vermutlich eine Option, eventuell sogar der Winterhof, wenn ich nicht derjenige bin, der den Vorstoß in diese Richtung macht. Der Rat der Magier? Ähm. Nein. Wohl eher nicht. Was für Fraktionen sind denn noch in den Accords? Die Vampirhöfe… hm, vielleicht könnte Totilas als Raith beim White Court in die Richtung wirken. Wobei mir der Gedanke, dem White Court für das Sponsoring etwas zu schulden, ganz und gar nicht gefällt.

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21. April

Alex' Familie hat sich ganz kurzfristig für einen Besuch angesagt. Übermorgen schon wollen sie hier sein. Zumindest hat Dee heute bei Alex angerufen und ihm das erzählt. Ihr Vater hat sich wohl nur bei Dee angekündigt, will aber offenbar mit beiden reden, also wird Alex seine Schwester natürlich an den Flughafen begleiten, um den Rest der Familie abzuholen.

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22. April

Eben hat Alex angerufen. Seine Familie ist hier, und irgendwas Komisches ist los. Alex ist nicht ins Detail gegangen, dafür war keine Zeit, aber er hat erzählt, dass sein Vater von Geistern verfolgt wird. Er hat uns alle zu Dee gerufen. Nachher mehr.

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Später. Wir haben Alex' Eltern (Alex' Vater ist ein hohes Tier in der U.S. Army), Alex' Bruder (der ebenfalls beim Militär ist) und dessen Frau kennengelernt, ebenso deren Tochter. Sowohl General als auch Captain Martin sind auf derselben Base in Arizona stationiert, und diese Base wurde kürzlich von den Froschlingen angegriffen. Bei diesem Angriff kamen einige Soldaten ums Leben, und eben diese Soldaten folgten dem General jetzt als Geister. Alex' Bruder konnte die Geister nicht sehen, dessen Tochter Elaine sah sie aber tatsächlich auch.
Alex lud einen der Soldaten in sich ein, um mit ihm zu reden, erfuhr aber nichts weiter, als dass der Trupp den General, die Zivilisten und das Land beschützen wollten und jetzt dem General folgten, weil er halt der General sei. Daraufhin hatte General Martin die Soldaten explizit aus ihrem Dienst entlassen und Alex sie weitergeschickt, aber einer von ihnen fehlte. Oder genauer gesagt, er verschwand direkt vor Alex' Augen, mit einem überraschten Gesichtsausdruck, als habe er nicht damit gerechnet, dass das jetzt passieren würde.
Alex warf einen Blick ins Nevernever, wo der Boden aufgewühlt aussah, als habe dort ein Kampf stattgefunden oder als habe sich jemand gewehrt. Als Alex danach dem Verschwundenen hinterherspürte, stellte er fest, dass der Soldat weg war, komplett fehlte, als sei er von etwas aufgefressen worden.

Als ich das hörte, rief ich kurz bei Bjarki an, um mich nach den Helheim-Touristen zu erkundigen, aber in der Hinsicht konnte Bjarki mich beruhigen. Von dem kleinen Touristentrüppchen ist niemand verschwunden, sondern er hat sie alle wieder wohlbehalten in Helheim abgeliefert, sagte er.
Okay. Das war immerhin schon mal beruhigend.

Alex öffnete uns ein Tor ins Nevernever, weil uns dort ein bisschen genauer umsehen wollten. Aber als wir auf der anderen Seite ankamen, war Totilas nicht mehr bei uns. ¿Que demonios?
Während Alex unseren White Court-Kumpel suchen ging, versuchten Edward, Roberto und ich, den Spuren des Geisterfressers zu folgen.
Es war spannend zu sehen, wie im Nevernever die Schutzzauber um Dees Haus einen leuchtenden Wall ergaben und wie auch die magischen Schwellen der anderen Häuser zu sehen waren.
Spuren, denen wir so richtig folgen konnten, gab es keine, aber an der Grenze zu Dees Haus, dort, wo der Schutz begann, lag, halb verborgen im Gras, eine Rabenfeder.

Ay, mierda. Stefania Steinbach. Was um alles in der Welt haben die Denarier-Dämonen mit dieser ganzen Sache zu tun?

Etwas später tauchte Alex mit Totilas im Schlepptau wieder auf, der bei seinem Übergang von einer weiteren Phasenverschiebung erwischt und ein ganz schönes Stück weit weggeschleudert worden war. Alex öffnete uns den Weg zurück, und bei Dee im Haus hielten wir erst einmal Kriegsrat.

Dass es aussieht, als seien die Denarier in die Sache verwickelt, ist mehr als unschön, da waren wir uns alle einig.
Außerdem ist Alex aufgefallen, dass er in letzter Zeit sehr wenige von Adlenes bzw. Jaks Halsbandgeistern in der Stadt gesehen hat. Entweder die haben etwas anderes vor und hängen uns deswegen nicht mehr ständig auf der Pelle, oder sie sind auch irgendwie aus der Stadt verschwunden.

Oh, und Alex hat einen neuen Namen für Adlenes Geister geprägt: „Halsbandsittiche“. Vielleicht nicht unbedingt passend, aber lustig.

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24. April

Totilas war zu einem kleinen interfamiliären Therapietermin bei Hilary Anger Elfenbein. Eigentlich sind beide Probleme, die er zuletzt hatte, die Phasenverschiebung und die gekappte Verbindung zu seinem Dämon, ja zumindest im Ansatz erledigt: In Sachen Phasenverschiebung hat ja unser Ritual die Heilung eingeleitet, und es wird jetzt einfach noch eine Weile dauern, bis die letzten Reste davon verschwunden sind, und zu seinem Dämon hat unser Kumpel inzwischen ja auch wieder Kontakt. Aber trotzdem wollte er die beiden Themen bei der White Court-Therapeutin einmal ansprechen, um ihre Meinung darüber zu hören. Und vielleicht hat sie ja noch Ideen, wie man Totilas' Heilung beschleunigen kann.

Wie man die Heilung beschleunigen könnte, wusste sie nicht, aber sie warnte Totilas, dass sein Dämon, oder besser, die mangelnde Kommunikation mit ihm, der ständige Zweikampf zwischen den beiden Persönlichkeiten, Totilas dem Dämon und Totilas dem Nicht-Dämon, ein Problem werden könnte. Also ein noch größeres Problem, als es das ohnehin schon ist.

Totilas sagte, auf diese Bemerkung hätte er Hilary überrascht gefragt, ob das denn auch anders ginge, und sie habe erklärt, in ihrem Bekanntenkreis sei er der einzige White Court, bei dem das so sei. Bei ihr selbst zum Beispiel äußere sich ihr Hunger nicht als eigene Persönlichkeit, sondern als Instinkte, denen sie eben nicht nachgebe. Der Hunger sei einfach eine weitere Seite ihres Selbst – sie habe ihn nicht so verpersönlicht, wie Totilas das tue, und er Hilarys Hunger spreche nicht mit ihr.
Warum das bei Totilas so sei, könne sie nicht sagen, aber als Therapeutin könne sie ihm sagen, dass dieser innere Konflikt ihm irgendwann noch ganz gehörig um die Ohren fliegen könne.

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Indessen hatte Edward auch ein Treffen, und zwar mit seiner Nachfolgerin beim SID, der neu beförderten Lieutenant Allison Townsend. Was sie genau besprochen haben, erzählte Edward nicht im Detail, aber er hat ihr reinen Wein eingeschenkt. Denn das Ende vom Lied war, dass Allison bei ihm zumindest die Grundzüge der Magie lernen will – und Edward will ihr Miami vorstellen.

Wobei. Den Austausch hat Edward tatsächlich detailliert wiedergegben. Es ging wohl darum, dass er irgendwann zu Allison sagte, er beschütze Miami, und das könne er außerhalb der Polizei besser als darin. Darauf fragte Allison, ob er ein Mandat von der Stadt habe, und Edward antwortete: „Ja, das habe ich tatsächlich.“
Darauf Allison, ironisch: „Die Stadt ist zu dir gekommen und hat gesagt 'beschütz mich'?“
Und Edwards Antwort: „Andersrum. Wir haben gesagt, wir wollen das, und sie hat gesagt: 'Macht mal.'“
Und deswegen will Allison jetzt Miami kennenlernen. Ich bin gespannt, wie sie für sie aussehen wird.

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Und noch ein Gespräch, von dem ich allerdings auch nur die groben Grundzüge weiß: Alex hat mit seiner Nichte über Magie und das Sehen von Geistern und all das gesprochen. Offenbar hat Elaine das Zweite Gesicht, sagte Alex, und hat schon einige Erinnerungen unauslöschlich eingebrannt bekommen. Er hat ihr erzählt, dass man dagegen angehen kann, indem man versucht, auch und gerade schöne Eindrücke mit der Sight zu betrachten, um ein gewisses Gegengewicht zu den schlimmen Bildern zu erreichen, und er hat Roberto gebeten, dem Mädchen beizubringen, wie man das Zweite Gesicht kontrolliert und verhindert, dass es ungewollt anspringt.

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25. April

Ich habe wegen der Aktion in der Mall nochmal mit Halfðan geredet. Das ist soweit erstmal alles geklärt, und Halfðan hat versprochen, dass seine Leute und er ruhig bleiben werden, wenn weitere Touristen aus Helheim auftauchen (und das werden sie mit ziemlicher Sicherheit, glaube ich), aber da ist ja noch das, was Bjarki sagte und was Halfðan mir jetzt bestätigte. Die Einherjar aus Heorot sind wirklich desertiert, wenn man es sich so überlegt: Eigentlich sollten sie ja in Walhalla auf Ragnarök warten, also das Ende der Welt gemäß der nordischen Mythologie, wenn es gemäß dieser Mythologie zum Krieg gegen die Frostriesen kommen soll. Nun haben sie alle den Marvel-Film „Thor: Ragnarök“ gesehen, aber das zählt ja wohl nicht. Und überhaupt kommen in dem Film viel zu wenige Einherjar für ihren Geschmack vor.
Aber das nur nebenbei. Aus dem Gespräch wurde jedenfalls eines für mich klar. Ich sollte definitiv Odin finden und den Zustand offiziell machen, bevor Odin uns von sich aus findet.

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26. April

Kriegsrat heute.

Roberto hat erzählt, dass Oshun inzwischen mehr mehr mit Shango zusammen ist, was einen Vorteil und einen Nachteil hat. Der Vorteil: Die Orisha rückt Roberto jetzt nicht mehr so auf die Pelle und geht ihm etwas weniger auf die Nerven; der Nachteil: Dafür bringt sie Shango jetzt gelegentlich mit zu Roberto, und dann hat er sie beide am Hals.

Totilas hatte mit Marshal, Cherie und Vin eine Unterredung über Rory McCormac und die Familienhistorie der Raiths bzw. über den ersten White Court-Vampir. Dabei fragte er, ob seine drei Verwandten wüssten, was passiere, wenn ein White Court den Dämon eines anderen in sich aufnehme. Ob das überhaupt ginge und wie sich das äußere. Marshal habe gesagt, das sei möglich, das habe er schon getan, und das mache einen stärker. Totilas fragte Marshal ganz direkt, ob es möglich sei, dass er den Dämon von Ruairidh MacCormac in sich trage, was der nicht wusste, es aber nicht glaube. In dem Gespräch kristallisierte sich heraus, dass  Ruairidh MacCormac eigentlich vermutlich der erste Weiße König gewesen sein dürfte, und wer dessen Essenz in sich aufgenommen habe, müsste eigentlich ziemlich stark sein.

Nachdem Totilas uns von dem Gespräch berichtet hatte, erzählte ich von meinem Einherjar-Problem. Ich erzählte auch, dass Bjarki angeboten habe, Loki auf die Sache anzusetzen ihn zu bitten, Odin zu mir zu schicken, dass ich das aber lieber vermeiden würde, weil mir das nicht ganz geheuer sei.
„Ich würde Loki nicht mal trauen, wenn er sagen würde, der Tisch ist blau“, stimmte Totilas mir zu. „Aber wir könnten Odin ein Geschenk oder eine Gabe darbringen, um ihn milde zu stimmen.“
„NEIN.“ Anzuerkennen, dass eine metaphysische Entität existiert, ist eine Sache. Sie anzubeten – und ein Geschenk oder eine Gabe wäre genau das – ist eine ganz andere, und das kommt nicht in Frage.
„Dann eine Audienz vielleicht? Eine Audienz hat mit Religion nichts zu tun.“
Hmmm. Na okay. Eine Audienz würde gehen, schätze ich.

Es gibt da ja in der nordischen Mythologie diesen Heimdall, der angeblich alles hört und sieht, was so passiert. Also blickte ich irgendwo in die Luft hinter den Jungs, räusperte mich und sagte: „Ähm, Heimdall? Ricardo Alcazár hier. Seid gegrüßt. Ich, ähm, würde gerne mit Odin sprechen, wenn sich das irgendwie machen lässt.“

Ja, ich weiß. Super-wortgewandter Schriftsteller und all das. Haha. Keine blöden Sprüche bitte, Römer und Patrioten. Eine direkte Antwort kam natürlich keine. Aber die hatte ich auch nicht erwartet. Ich bin nur mal gespannt, ob überhaupt irgendwann eine Reaktion kommen wird.
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Pen & Paper - Allgemein / Re: Savegames im Pen&Paper
« Letzter Beitrag von Alexander Kalinowski am Heute um 00:10 »
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Antwort: https://www.tanelorn.net/index.php/topic,116854.msg134939927.html#msg134939927
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Aus einem anderen Thread, weil da Off-Topic:
Wodurch ist das ihre Funktion? Episch-heroisches Rollenspiel funktioniert problemlos ohne Gummipunkte — du musst nur die Schwierigkeiten entsprechend niedriger halten. Was Gummipunkte bewirken (und was ich anerkenne) ist, dass sie Balancingprobleme mit dem Holzhammer lösen: Es gibt eine Off-Play resource über die Alle zumindest ein paar Highlights für ihren jeweiligen Char erzwingen können. Das ist besser, als sie gar nicht zu lösen, aber ich würde mir wünschen, dass die Ursache angegangen würde (ungenügende Prüfung von Crunch-Interaktionen).

Die Schwierigkeit zu verringern bedeutet entweder den Fluff weniger episch zu gestalten - oder man hält den Fluff verschleiernd episch, aber kreiert halt einen Fluff-Crunch-Mismatch. Beides nicht wünschenswert. Es gibt kein Entkommen: Helden brauchen Heldenglück. Ja, man kann das auch ohne Gummipunkte machen, das gibt's verschiedene Mechaniken. Aber es braucht diese Ausnahmeregeln, weil unsere Helden die Ausnahmen in einer ansonsten halbwegs plausiblen Welt sind. (Und einige der Antagonisten vermutlich auch.)


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