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Ich kann nichts ankreuzen: Hatte es mal vollständig und habe es dann vollständig und ungespielt in der Bucht verklappt, als ich Platz brauchte.
Ich mag OSR/D&D sehr. Aber Beyond The WALL gefiel mir nicht besonders. Zu "märchenhaftes" Bauergaming. "Unsere kleine Farm" in D&D ... so würde ich das beschreiben - die seltsame Schubheftprässentation fand ich auch nicht so dolle.
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Mir macht das ganze Themenfeld "Indianer" immer noch etwas Unbehagen, ich habe mich aber entschieden das Thema Kopf voran anzugehen.  Damit ist dann South Dakota fertig, inklusive Rapid City und den Black Hills. In Rapid City stehen über die Stadt verteilt lebensgroße Bronzestatuen der amerikanischen Präsidenten. Amerikaner...
Wie auch immer, mit dem nördlichen Ende der Hell Bowl bzw. der "unbefriedeten Gebiete" ist die Hintergrundbeschreibung vollständig, und die Ecke hat noch ein paar ganz interessante Konfliktlinien erhalten.
Ungefähr sieht das dann so aus:

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Das Ende der Reservate
Mit der Auflösung der Reservate waren ihre Bewohner Illegale im eigenen Land geworden, ohne irgendeinen rechtlichen Schutzstatus und gejagt von den Behörden von South Dakota. Sie wurden ausgebeutet, herumgeschubst und zu tausenden in Arbeitslager gesteckt. “No indians allowed” hing bald an vielen Ladentüren und Missbrauch, Drogenhandel und Lynchmorde waren an der Tagesordnung. Die Lager in Sioux Falls platzten aus allen Nähten und einige Leute machten eine Menge Geld mit der billigen Arbeitskraft der Gefangenen. Tausende amerikanische Ureinwohner wurden später in Lager nach Kolumbien verschifft, der Rest musste schuften oder zugrunde gehen. Viele Lakota und Dakota waren so gezwungen abzutauchen und wirkliche “Illegale” zu werden. 
 
> Es war ein teuflischer Trick, die Bewohner der Reservate mit ein paar juristischen Winkelzügen zu Illegalen zu erklären. Keine Bürgerrechte, kein Wahlrecht, kein gar nichts. Jeder Sheriff mit schlechter Laune konnte nach Belieben mit ihnen umspringen und sie in Lager verfrachten. Für die meisten Weißen waren die Lakota vorher schon antriebslose, unbeherrschte Alkoholiker, die nicht mit den Ressourcen des Landes umgehen konnten und nur dem Staat auf der Tasche lagen. Und jetzt muss man nicht mal mehr ihren Namen sagen oder von “Natives” sprechen. Man sagt Illegaler, meint aber Rothaut.
> Criollo

 
> Das Sioux Correctional Camp 3 auf dem Gelände des ehemaligen Wild Water West Waterparks ist eines der berüchtigsten Lager, und es besteht bis heute. Die Gefangenen werden wie so oft miserabel versorgt und schuften in den umliegenden Betrieben. Es ist schwer zu sagen, was genau in den Lagern geschieht, aber so wie ich den Umgang mit Gefangenen auf der einen und mit “nichtweißen Minderheiten” auf der anderen Seite kenne, dürfte das eine menschengemachte Hölle sein. Zwar versucht das BHRP sowohl juristisch als auch mit Bestechung und politischen Kampagnen die Inhaftierten freizubekommen, aber die Schlipse in Pierre halten sie lieber als Druckmittel in der Hinterhand, während sie bei jeder sich bietenden Gelegenheit von der “Befriedung der Black Hills” fantasieren.
> Raised Fist

Die ganze Sache begann zu kippen, als zwei Dinge zusammenkamen: Die Regierung in Pierre erklärte die Regionen des East River zum “unbefriedeten Territorium”, und gleichzeitig begab sich das Black Hills Reclamation Project (BHRP) aus seiner Deckung. Die kanadische Regierung bezahlte die gleichen kolumbianischen Regierungsbehörden, die zuvor aus Pierre bezahlt wurden, nur diesmal nicht, um Indianer tausende Meilen fern der Heimat wegzusperren, sondern um sie zu einem “First Nations Education Project” einzuladen. Die befreiten “Illegals” wurden für kurze Zeit in Kanada betreut und dann an der Grenze zu South Dakota an Vertreter des BHRP übergeben. Die wiederum hatten über eine Reihe von Stiftungen und Scheinfirmen einen Großteil der Black Hills erworben und, das muss man ganz klar auch sagen, durch Druck, Anschläge und teils offenen Terrorismus einen guten Teil der bisherigen Bewohner der Black Hills vertrieben.  Und während der Regierung in Pierre immer weiter die Zügel entglitten, übernahm das BHRP immer mehr Regierungsaufgaben. Innerhalb der “unbefriedeten Territorien” dürften die Black Hills einer der sichersten Orte sein, an dem man leben kann. Zumindest, wenn das BHRP einen als Bürger akzeptiert. Und das gilt üblicherweise nur für Abkömmlinge der Lakota, Dakota und einigen Winnebago, Omaha und Crow.

> Es leben tatsächlich einige hundert Crow, beziehungsweise Absarokee, in den Black Hills, hauptsächlich in der Region um Deadwood. Aber es gibt immer wieder Reibereien zwischen ihnen und den Lakota.
> Meat Eraser


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Ach ja: Ich hab noch ein paar weitere Skizzen erhalten. Ich warte noch ab, dass "mein" Illustrator selbst die Sachen online stellt, bevor ich die hier mit reinpacke. Er hat übrigens auch ein eigenes ganz cooles, rollenspielfähiges Setting, geht aber in eine völlig andere Richtung. Hat eine Menge Potential.

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Siehst du Ähnlichkeit? Sagen zwar nicht Western aber fühlen tue ich es.

Ich würde auf den ersten Blick sagen, sie beziehen ihre Inspiration in Teilen aus ähnlichen oder identischen Quellen wie ich, was sie da zeigen wirkt auf mich aber eine ganze Spur mehr over the top als Star Reeves. Das kann aber auch an dem quietschebunten Trailer liegen. - Oder D&D an sich. :think:

Letztlich sagt der Trailer von denen auch nur bedingt etwas darüber aus, wie sie sich das konkrete Spiel vorstellen, während Star Reeves eine sehr klare Linie hat, was das "offizuielle" Setting für die SCs betrifft. Oft sieht man ja interessante Settings und dann bekomtm man gesagt: Ihr könnt damit spielen, was immer ihr wollt aka baut euch selber was. Auch das muss nicht schlecht sein, ich finde einen gewissen Fokus aber u.U. hilfreich dabei, sich im Setting zurechtzufinden.

Mein Problem ist eher, dass die so ein wenig den Eindruck machen, als ob sie halt da sind, weil man das Trope "Quasi-Aliens" bei einem Science Fiction Rollenspiel erwartet.

Naja, ohne Nicht-Menschen gäbe es keine United Fed... ähm, keinen Terranischen Sternenbund und der ist ja schon ein ziemliches Kernelement des Settings. - Deshalb spreche ich von einem vielleicht zu starken Blick auf die funktionale Ebene. Genauso wären die Neuen Gtrenzwelten in meinen Augen auch weniger interessant ohne ein paar Einheimische, die zuerst da waren. - Ohne die jetzt in Ecke der indigenen Völker drängen zu wollen.

Ich denke aber auch, dass man mit denen richtig coole Sachen machen kann, die das Setting bereichern. Wichtig sind dabei auch die kleinen Sachen, wie z.B. Schlafröhren für Schlangenspezies oder Warnschilder anderer Natur für Spezies, die farbenblind sind aber dafür Infrarot/UV/Ultraschall/o.ä. nutzen (die sehen ja keine "normalen" Signalfarben).
Auch so banale Dinge wie "wer darf was essen" können interessant werden, v.a. bei Hyperspezialisten wie Space-Koalas - ist schon blöd, wenn man auf der letzten Ration in irgendeinem Dorf ankommt und alles was es gibt sind unverdauliche Blätter, die dazu noch giftig sind.

Der Punkt ist halt, dass sie rein biologisch bewusst realtiv menschenählich gehalten sind. Andere Kulturen sind natürlich völlig erwartbar und das könnte man sicherlich auch mehr ausbauen. Hier scheint durch, dass ich mich in dem Punkt doch recht stark an dem Vorbild von Star Trek orrientiere, gleichzeitig aber versuche, eigenständig zu sein. Sicherlich ein gewisser Spagt. :-\

"verschiedene Alien-Spezies mit unterschiedlichsten Bedürfnissen"  mein erster Gedanke dabei: https://en.wikipedia.org/wiki/Sector_General

Ich habe jetzt keine Ahnung ob das als Inspiration etwas taugt, aber wollte ich mal loswerden den Gedanken...

Das scheint mir tatsächlich stärker in die Richtiung zu gehen, die Galatea vorschwebt.
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Pen & Paper - Allgemein / Re: Combat as War vs. Combat as Sport
« Letzter Beitrag von nobody@home am Heute um 00:08 »
Wie schon im anderen Topic angemerkt, denke ich, dass ein Teil des Problem auch einfach in der Erwartung besteht, dass Spieler einen Encounter immer gewinnen können sollten.
Es kommt selten ja eher selten vor, dass Spiele wie modernes D&D der Gruppe einen Gegner vorsetzen, gegen den sie schlicht keine Chance hat und gegen den bloßes Überleben schon gewinnen IST.

Wenn dann noch die Erwartung dazu kommt, dass die Gegner die Gruppe bei einer Niederlage eh abmursken, kommt man sehr schnell beim binären 'Death or Glory' raus, wo die Spieler den Kampf gewinnen können MÜSSEN, weil die einzige andere Option der TPK ist. Da ist es dann echt auch egal, ob man CaW oder CaS spielt.

Sicher. Persönlich halte ich beide diese Erwartungen für ein Stück weit toxisch; ich bin nicht auf den ausdrücklichen Tod von Spielercharakteren aus, aber Angst davor, ihnen gelegentlich mal eine anständige Niederlage zuzumuten, habe ich definitiv auch nicht. Nur brauche ich für eine saubere Unterscheidung zwischen diesen Ausgängen eben auch Spielregeln, die nicht darauf bestehen, sie steif und stur trotzdem zusammenzuwerfen...und da lassen einen manche Systeme recht schnell schmählich im Stich.
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Ein Hauptsystem im engeren Sinne gibt es bei mir nicht (mehr), aber ich leite aktuell eine Beyond the Wall-Kampagne, die planmäßig auch noch eine Weile läuft.

Regelseitig habe ich gleich zu Anfang die Möglichkeit eingeführt, für einen Schicksalspunkt kleinere Spielweltfakten zu erschaffen. Und jetzt, wo wir zum Hexcrawl übergegangen sind, plane ich das slotbasierte Inventarsystem von Old-School Essentials zu importieren und die Ressourcenwürfel aus Forbidden Lands. Außerdem kommt eventuell die Weather Flower zum Einsatz, um ein bisschen Varianz in die Umgebungsbedingungen zu bringen.
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Hi Leute,

wie man bestimmt schon in einigen Posts bemerkt hat, bin ich ein riesiger Fan von BtW. Es taucht in diesem Forum auch immer wieder in einigen Diskussionen auf, besonders dann, wenn es um den Einstieg in das Rollenspiel oder wenn es um Rollenspiel mit Kindern geht.

Für mich ist jetzt aber interessant, ob es darüber hinaus auch noch in Rollenspielgruppen gespielt wird. Wie intensiv spielt ihr BtW und noch interessanter, was habt ihr an den Regeln für eure Gruppe verändert, angepasst?

Ich habe für meinen Teil die Zahl der Fertigkeiten etwas erhöht, so dass bei jedem Stufenaufstieg sich auch an den Fähigkeiten des Charakters etwas ändert. Dafür steigen bei mir die Charaktere auch etwas langsamer auf.

Wie sieht es bei euch aus?
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Pen & Paper - Allgemein / Re: Combat as War vs. Combat as Sport
« Letzter Beitrag von Galatea am Gestern um 23:04 »
Wie schon im anderen Topic angemerkt, denke ich, dass ein Teil des Problem auch einfach in der Erwartung besteht, dass Spieler einen Encounter immer gewinnen können sollten.
Es kommt selten ja eher selten vor, dass Spiele wie modernes D&D der Gruppe einen Gegner vorsetzen, gegen den sie schlicht keine Chance hat und gegen den bloßes Überleben schon gewinnen IST.

Wenn dann noch die Erwartung dazu kommt, dass die Gegner die Gruppe bei einer Niederlage eh abmursken, kommt man sehr schnell beim binären 'Death or Glory' raus, wo die Spieler den Kampf gewinnen können MÜSSEN, weil die einzige andere Option der TPK ist. Da ist es dann echt auch egal, ob man CaW oder CaS spielt.
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Die Basics Box recht günstig bei ebay entdeckt:

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Multimedia - Spiele / Re: RISEN
« Letzter Beitrag von Blizzard am Gestern um 20:40 »
Weiss zufällig jemand wo man "Erz schürfen" lernen kann?.... bin bisher nur im Banditenlager und war noch nicht in der Hafenstadt.... lt. google soll ein gewisser "Olf" es einem beibringen können bei den Banditen... überlege gerade ob ich dem schon begegnet bin....  :think:
"Erz schürfen" kannst du auf jeden Fall bei einem der (drei) "Schürf-Brüder" (Bart,Dytar und Olf) lernen. Olf findest du allerdings nicht im Banditenlager, sondern in der Hafenstadt. Er wird dort vom Orden in einem Haus gefangen gehalten. Bei dem kannst du "Erz schürfen" lernen - aber erst, nachdem du ihn befreit hast.

Spar dir lieber Teil 2 und vor allem Teil 3 und mach lieber einen zweiten Run bei Teil 1.

Ich denke Risen 2 ist trotz der Macken einen Blick wert. Ich werde es demnächst vielleicht auch nochmal spielen, weil ich es seinerzeit ohne die DLCs durchgespielt hatte.

Risen 2 hat noch seine Momente, ja. Aber es ist kein Vergleich mehr zu Teil 1. Und Teil 3 ist imho wirklich eine Beleidigung. Der Schwierigkeitsgrad ist so runtergeschraubt worden, dass jedes Kindergartenkind das Spiel durchspielen kann, ohne auch nur ein einziges mal draufzugehen. Das ist das Rollenspieläquivalent zur Mario Kart Fahrhilfe.
Ja, die Kämpfe sind insgesamt zu leicht im dritten Teil von Risen  - zumindest waren sie das damals, als ich es gespielt habe. Ich hatte trotzdem viel Spaß mit Risen 3. Aktuell spiele ich das gerade wieder...und naja, am Anfang kriegt man da schon ordentlich auf die Mütze, wenn man sich zu früh in den Schattenregionen herumtreibt. Ich weiß auch nicht, ob die Patches da noch irgendwas gefixt haben nachträglich in der Richtung - und selbst wenn nicht, kann man ja immer noch den SG nach oben schrauben, wenn einem die Kämpfe zu einfach sind.
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