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« Letzter Beitrag von Mr.Misfit am Heute um 15:50 »
Es ist sicherlich eine witzige Idee, die aber mehr für GATE-Szenarien einlädt als echtes Isekai.
Echtes Isekai wäre ja eher:
Helmut Schornstoff, alleinstehend, Mitte 40, Haarverlust, arbeitet bei Tupfing-Röhrich seit fast 30 Jahren als schlecht bezahlter, aber stetig und unermüdlicher Dichtungsingenieur. Als er erneut nach einer 120-Stunde-Arbeitwoche um 3 Uhr morgens von der Firma nach Hause wanken will in seine Junggesellen-Bude, die er seitdem er 16 ist bewohnt, fällt er unglücklich vor einen plötzlich aus dem Nichts auftauchenden kleinen Mitsubishi Transporter: Truck-kun ist hier. Helmut scheidet aus dem Leben wie die Dichtungen die er baute. Mit plötzlichem, explosivem Druck.
Als er die Augen öffnet stellt er unvermittelt fest, dass er noch lebt. Die Sonne scheint. Eine seltsam gekleidete junge Frau in weiß-roten Roben schaut ihn an. Dann kommen andere dazu. Sie alle sind gekleidet als wäre er auf einem Mittelalterfestival und sprechen ein seltsames Kauderwelsch. Als sie ihn anfassen und er zurückzuckt, stellt er mit Erschrecken fest, dass er mit dem Unfall das Gedächtnis verloren haben muss. Die Gebäude sehen verfallen und hölzern aus, die Menschen wirken von ihm befremdet und er selbst stellt fest, dass die Leute mit ihrer seltsamen Sprache nur einen Schluss zurücklassen. Er muss in einem bayrischen Dorf aufgewacht sein. Erst später stellt er fest, dass er auf eine Fantasy-Welt namens "AVENTURIEN" reinkarniert wurde, als er in dieser kleinen Kirche plötzlich eine Begegnung mit Gott hat. Oder dachte, er hätte eine. Sie stellte sich aber als Hesinde vor. Und das war erst der Anfang seiner Probleme!
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Aventurien als Setting für Isekai wäre schwierig. Kein gutes Harem-Setting, Magie ist nicht so riesig Kram-Bum-Action-Gedöns, Leveln ist kein massiver Machtfaktor, Professionen keine dauerhafte Einschränkung und auch "Heldentum" eher so Freischärlerisch denn als "coole Gildenlogik" angesehen. Dazu kommt: Einfach Wesen, die als Orks und Goblin bezeichnet werden zu töten bringt ihm die Angst und den Hass der anderen ein, statt ihn zum großartigen Helden zu machen.
Könnte witzig sein, wenn es dazu dient, ein bisschen echte Welt wie Aventurien zu pieksen.