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Okay, da mittlerweile so viel geschrieben wurde, löse ich mich mal von der Diskussion und fange quasi am Ausgangspost, bzw. dessen ergänzungen von Grey an. Bitte nicht krumm nehmen, es gibt hier so viele Beiträge auf die ich eigentlich etwas sagen wollen würde, aber dafür fehlt mir leider die Zeit.

Und vorneweg zur Einordnung: Ja, ich bin Psychologe, wenngleich auf grundsätzlich anderem Gebiet unterwegs und würde mich nie als einen Experten bezeichnen, und ja, ich würde mich selbst als jemanden bezeichnen der durchaus in gewissem Rahmen nach Macht strebt. Trotzdem würde ich mir den Großteil der Schuhe, die hier bereitgestellt werden, nicht anziehen wollen ;) Aber dazu gleich mehr.

Ausgangspunkt für die Diskussion war ja die Frage, warum jemand nach Macht strebt um ihrer selbst willen - was später dann aber auch genauso schnell relativiert wurde. Da bin ich dann ganz bei Luxferre: Ja, solche Menschen gibt es, aber sie sind wirklich verschwindend gering in der Zahl! Wo sie existieren, sind sie mitunter ein großes Problem. Aber sie sind wirklich weit, weit entfernt davon die Regel zu sein. Wir reden hier, wie Luxferre schon andeutete, in Dosen des Ausmaßes der FDP.

Die "gut vs böse" Diskussion klammere ich auch komplett aus. Das ist aus meiner Sicht ein Konzept, das für super Storytelling sorgt und klare Fronten schafft, aber für die Realität ist es wenig brauchbar.

Und zu Guter letzt verabschiede ich mich hiermit vom Wort Macht, denn das ist in unserer Gesellschaft - leider - wahnsinnig negativ konnitiert.
Stattdessen möchte ich den Blick etwas weiten auf zwei andere Konzepte: Kompetenz, also das Wissen darum, wie und warum etwas funktioniert inkl. der Fähigkeit dieses Wissen zielgerichtet in Handlung umsetzen zu können, sowie als zweite Komponente dazu die Möglichkeit, diese Kompetenz auch einsetzen zu können/dürfen, was ich als Einfluss bezeichnen will.

Ein einfaches Beispiel, aus dem Rollenspielkontext: Ein NSC Magier wirkt einen Beherrschungszauber auf die Gruppe, wodurch diese, wenn er gelingt, komplett gelähmt wäre. Es stellen sich dann zwei Fragen: Gibt es in der Gruppe jemanden, der etwas dagegen unternehmen kann, beispielsweise einen anderen Magier, der diesen Spruch brechen kann? Das wäre die Frage nach der Kompetenz.
Und die zweite Frage: Ist der Magier in der eigenen Gruppe in der Initiativenreihenfolge in einer Position, in der er überhuapt noch etwas machen kann? Oder hat er seine Einflussmöglichkeiten mittlerweile erschöpft?

Und damit kann man das Streben nach Einfluss glaube ich ganz gut erklären. Die allermeisten Menschen, die ich kenne, die nach Einfluss streben, tun dies, weil sie sich gewisse Kompetenzen angeeignet haben, die sie entweder a) endlich auch zeigen können wollen, dies aber bislang aus diversen Gründen nicht können oder dürfen, oder b) die andere sehen, die zwar Einfluss haben, denen aber die notwendige Kompetenz fehlt und die daher - zumindest in ihren Augen - mit ihrem Einfluss Schaden anrichten.

Oder, um konkret auf Greys Frage zu antworten, was die Verlockung von Macht/Einfluss ausmacht: Es ist in den allermeisten Fällen das positive Gefühl eines Erfolgserlebnisses. Ich habe eine Kompetenz und kann endlich zeigen, dass die auch funktioniert.

Mehr ist es nicht.
Und ja, da ist ganz viel Verhaltensbiologie dabei ;)
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Danach könnte es zu einem Whodunit im Wirtshaus werden oder so etwas wie Die 12 Geschworenen oder The Hateful Eight oder zu The Menu ...

Es muss echt kein Dungeon sein, aber Rollenspielbezug wäre schon toll. Filme, die in Tavernas spielen, fallen mir ja auch ohne Tanelorn 467 ein.
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Das ist etwas widersprüchlich erklärt, aber wenn der Gegner Defense(!) Extreme hat, verliert er bei einem Impossible Success nur 3 Grit.

Da ist die Beschreibung der Erfolge auch merkwürdig. Das kann aber an Ricos Spielern liegen. Auf dem 2LM Discord hat er mal erzählt, dass seine Spieler es schaffen, mit 9 Würfeln am Ende mit 2 Basics zu landen, was eine echte Leistung darstellt. Erst 3 Basics würfeln und dann beim Reroll vergeigen und einen Basic verlieren.

Imo klingt daher die Beschreibung eines Extreme Success und die Folge eines Spotlight Einsatzes im Buch auch so krass.

Meine SpielerInnen der Vergangenheit haben auch gerne mal Extreme und Impossible gewürfelt.
Ich habe auch schon Jackpot! erlebt. 3x um genau zu sein.

Meiner Meinung nach sollte man sich an das Mantra "3 zu 1 und 1 zu 3" halten und die Erfolge auch bei Extreme und Impossible notmal verrechnen.

Bei mir ist ein Impossible auch bei Critical Gegnern kein I Win Ergebnis, wenn er am Anfang kommt und die Gegner 12 Grit haben. Impossible ist 3x Extreme, Extreme ist 3x Critical und deshalb ist Impossible 9x Crit und dementsprechend wird Grit weggestrichen.

Ich kann nix dafür, dass die Spieler des Designers scheisse würfeln und narrative Krücken brauchen, um erfolgreich zu sein.  ;D
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Gestern endlich gespielt und es hat sehr viel Spass gemacht.
Das System ist flüssig und leicht zu erlernen.
Allerdings haben wir bei einigen Kleinigkeiten Fehler gemacht.
Das ist aber normal.

Was mich irritiert hat, war die Kompetenz der Charaktere, wobei ich den Eindruck hatte, dass die Spieler viel Glück hatten. Der Showdown wurde durch einen Jackpot beendet, aber auch zuvor haben die Spieler unglaubliches Würfelglück gehabt und sind brutal durch marschiert.
Extreme Rolls waren eher üblich.

Ich muss sagen, dass mich das Schadenssystem irritiert..
Also wenn ein Gegner bei Attack: Extreme hat, dann erhält der Gegner einen Punkt Schaden, wenn der Wurf geschafft wird. Bei einem Impossible-Ergebnis verliert der Gegner komplett (hier hab ich einmal geschummelt und nur 3 Schaden angestrichen, weil ich mich wohl auch verrechnet habe und auch nicht vor hatte, den Kampf vorzeitig zu beenden).

Für mich ist es teilweise schwer greifbar.
Aber das kommt.
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7te See / Re: 7te See: 3e im Jahr 2026, Studio Agate
« Letzter Beitrag von Andropinis am Heute um 09:40 »
Gibt jetzt eine Kickstarter Seite, der KS wird bald starten:

https://www.kickstarter.com/projects/agate/7th-sea-ttrpg-a-new-journey
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Midgard / Re: Neues von Midgard
« Letzter Beitrag von Wyndor am Heute um 08:15 »
Ich bin übrigens sehr gespannt, wie der von Michael Masberg aufgebrachte Aspekt unterschiedlicher "Erzählräume", sprich Settings von Low Fantasy Bus High Fantasy und sogar Horror Szenarien auf Damatu abgebildet werden sollen. Erinnert mich etwas an das alte AD&D Welten Konstrukt, in dem wir auch nahtlos von den Forgotten Realms nach Ravenloft nach Al-Quadim gegangen sind.

In den Veröffentlichungen bisher habe ich das noch nicht wirklich so erkannt, finde aber den Aspekt sehr reizvoll. Ich hoffe, dass die Umsätze stimmen, so dass sie alle Ideen auch umsetzen können.
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Multimedia - Hardware / Re: Komponenten für Linux-Office-Rechner
« Letzter Beitrag von Skasi am Heute um 07:54 »
Kurzes Update:

Ich habe jetzt folgende Komponenten bestellt:

KomponenteModell
MainboardGigabyte Eagle WIFI6E AMD B850 So.AM5 DDR5 ATX Retail
CPUAMD Ryzen 5 7600X 6x 4.70GHz So.AM5 WOF
CPU-KühlerArctic Freezer 36 schwarz Tower Kühler
SSD1TB Patriot P400 Lite M.2 2280 PCIe 4.0 x4 3D NAND
RAM16GB Patriot VIPER VENOM DDR5-6000 DIMM CL36 Single
Netzteil550 Watt be quiet! Pure Power 13 M Modular 80+ Gold

Ich versuche es mal ohne eine dedizierte Grafikkarte für den Anfang.
Danke nochmal für die zahlreichen Hinweise und Erläuterungen!
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Sehen, Lesen, Hören / Orken
« Letzter Beitrag von klatschi am Heute um 07:22 »
SIXMOREVODKA (also Marko Djurdjevic, der ja auch mit Degenesis Rebirth schon viel Arbeit in ein Produkt gesteckt hat) hat nun Orken soweit, dass es auf den Markt kann.

https://www.kickstarter.com/projects/sixmorevodka/orken

Orken ist dabei der Kampf der Elemon und der Orks (Khar), ein Konflikt Empire vs. Tribal, laut Kickstarter Page: "Sometimes it’s not about who drew first blood – but about who keeps on drawing." Ich mag die Zusammenfassung: Princess Mononoke on the Set of Apocalypto.

Spannend an dem Konzept sind für mich drei Dinge:
  • Es wird konsequent immer aus zwei Perspektiven erzählt, sowohl der Elemon als auch der Khar.
  • Es ist ein multimediales Projekt. Neben einem Settingmaterial kommt gleich ein PC Spiel, das man bereits im Demo spielen kann und das alles eine Bildsprache spricht. Man kann also noch mit Novels und Comics etc rechnen.
  • Es ist schon vieles fertig und wird in Waves angegegangen, aktuell geht es um die Finanzierung der "Foundation". Die Story wird dann durch unterschiedliche Medien vorangetrieben werden.

Und auch wenn es noch kein TTRPG ist, denke ich, dass es das sicher noch werden kann, weil Punkt 2.
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Multimedia - Hardware / Re: Komponenten für Linux-Office-Rechner
« Letzter Beitrag von OldSam am Heute um 00:48 »
Ich würde es mit den Änderungen dann aber bei einem 650W-Netzteil belassen. Der beQuiet-Online-Rechner meint zwar, 550W reichen, aber da würde ich dann lieber etwas Luft einplanen.

Mach dir da mal überhaupt keine Sorgen, es ist umgekehrt der Rechner hat schon dick Luft eingeplant!
Die machen das, weil sie an diverse mögliche Erweiterungen denken, auch wenn die dann gar nicht kommen, z. B. du baust 2-3 weitere Laufwerke ein und v. a. könnte es ja sein, dass du plötzlich ne sehr krasse Grafikkarte nutzen willst. Dafür sind diese Puffer, in deinem Fall - Office-PC (!) - ist das alles völlig unkritisch.
Hier ist nen kleines, fachliches Textbeispiel was dir zeigt, dass selbst 400W normalerweise satt ausreichend sind, wenn du nur kleinere Gaming-Ansprüche hast, du bist aber sogar nur um Office-Bereich, also alles voll entspannt...  ;) https://www.mindfactory.de/Highlights/Welches_Netzteil

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Ich würde auch mit den anderen Empfehlungen mitgehen, dass es in deinem Fall wahrscheinlich smarter ist eine stärkere CPU mit guter integrierter Grafik / iGPU zu nehmen (für "Allround-Leistung"), die AM5-Plattform ist ne gute Wahl, statt unbedingt eine externe Grafikkarte.  Dadurch sparst du auch nochmal bei den Stromkosten im Alltag und ggf. nachrüsten wäre später immer noch möglich, wenn es aus irgendeinem Grund sein soll (auch nen 550W-Netzteil o. ä. wäre dafür ganz entspannt vorbereitet).
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