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Nu ja, es heißt ja auch "Star Reeves". Nomen est Omen. Da jetzt irgendwie was anderes zu erwarten ist schon irgendwie seltsam. Da kann man sich genauso beschweren, dass sich in Cthulhu irgendwie das Spiel nur um Cthulhu dreht und nicht um was anderes.
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TT - Archiv: WT 2026 / Re: [WT26 FrMi] Blind Date (17+4 / 20)
« Letzter Beitrag von Hotzenplot am Heute um 19:46 »
Die Wild-West-Horror-Mystery-Runde bei Dark_Pharaoh hat 1. gerockt :headbang: und 2. mal wieder bewiesen: Maisfelder sind das ultimativ böse  :ctlu:

Ja, super Ding vom dunklen Pharao. Die Mechanik mit den von uns geschriebenen Geschichten war einzigartig. Vielen Dank dafür!
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Pen & Paper - Spielberichte / Re: [Deadlands] Savage West Solo Play
« Letzter Beitrag von Schalter am Heute um 19:44 »
Mallory derweil wirbelt zu ihren beiden Angreifern herum, und lässt ihren blau glühenden Ectoplasma-Säbel aus der Luft entstehen, hebt ihn defensiv gegen die beiden Kerle.



Die Hucksterin beschwört ihren Geister-Säbel aus dem Nichts, um sich doch noch zu verteidigen


Luca Byrd joggt vorwärts, pustet mit Rapid Fire einen der Sweetrock-Gunslinger um, und (als zweite Multi-Action) reißt er seine Knarre herum, um auf noch einen abzudrücken. Der zweite Wurf ist leider eine Doppeleins! Die schwarze Pistole mit der Gravur ‚The Judge‘ fliegt ihm aus der Hand, und überschlägt sich auf dem Ackerboden! „Upps!“, macht er, aber ruft dann Mallory zu, „Aushalten, Miss Kentrall, wir schießen Sie frei!“ Dank seinem Common Bond schanzt er ihr dadurch einen seiner vielen Bennies zu, damit die Bedrängte auch wieder einen hat.
Leichtfüßig rennt Joycelyn den anderen beiden nach, und feuert mit ihrem kleinen Derringer auf einen der Pistoleros, schießt ihn damit an, und er wird Shaken. Dann kauert sie sich in Deckung hinter einen großen Felsbrocken.



Byrd, Lancaster, und Perriwinkle nahen eilig dem Gewühl beim Farmhaus


Runde 2: Das gibt’s doch nicht, der schurkische Richter hat diese Runde abermals einen Joker! Er zischt John entgegen, „Bloody Knife, und der Deserteur, Byrd! Ich fordere Euch ein, um Euer Urteil zu erhalten!“, und er würfelt Intimidation gegen den Indianerkrieger. Sein Blick ist so dämonisch, dass dieser kurz erstarrt, er wird Distracted und Shaken durch die Einschüchterung. (John hat ja seinen Gratis-Reroll für Spirit-Würfe eingebüßt durch die Fahrt auf dem vermaledeiten Maze Runner!) Im selben Moment schießt der Strangrichter auf ihn, und verpasst ihm erneut zwei Wundlevel. Eins davon bekommt der Krieger absorbiert, die Kugel kracht zwischen die Muskelpakete über seinen Rippen. Da er den Hünen Shaken bekommen hat, kann Gabriel nun weiter von ihm zurückweichen, ohne eine Free Attack zu kriegen, und er verschanzt sich hinter der Kante des Farmhaus.

Mit seinem As spurtet Byrd waghalsig auf den offenen Acker, die Zunge komödiantisch im einen Mundwinkel, zieht blitzschnell seine beiden alten, schrabbeligen Peacemaker, und putzt mit drei Schüssen einen der Revolvermänner weg, und einen von Mallorys Nahkampfgegnern. „Sehen Sie, wir haben die Halunken gleich!“, ruft er, und legt noch einen Benny für sie drauf, sicher ist sicher, jetzt hat sie sogar wieder zwei.

John kriegt Shaken nicht weggewürfelt, und muss es also mit seinem vorletzten Benny wegkaufen. Seine Axt fällt daraufhin den Pistolero, hinter dem sich Gabriel bis eben noch versteckt hatte. John sucht Deckung an der frontalen Ecke des Farmhauses, wirft sich mit dem breiten Rücken gegen die Holzbohlen, die blutige Axt erhoben, gegenüber seinem verborgenen Widersacher an der Hinterseite. Er schnauft vor sich hin, lauscht hochkonzentriert auf Gabriels Fußtritte im Kies.



Die beiden ungleichen Kontrahenten belauern sich gegenseitig


Der letzte der Knochenbrecher-Typen schlägt auf Miss Kentrall ein, aber die pariert blitzschnell mit dem Blatt ihres blau glühenden Säbels. Die Revolvermänner verfehlen währenddessen Byrd und John, heißes Blei pfeift durch die Luft.

Marcus kommt schnaufend näher, als wandelnde Wolke aus Wasserdampf, und hat im Gehen seine komplizierte Schock-Pistole kalibriert. Ein präziser Schuss über das Schweine-Gehege hinweg macht einen der Pistoleros Stunned, und der klappt benommen im Dreck zusammen.

Mallory fechtet verzweifelt gegen den verbleibenden Schlägertypen, aber ihre angeknacksten Rippen und die ausgerenkte Schulter (und der entsprechende Wundabzug) verhindern, dass sie einen Treffer landet.

Joycelyn hechtet flink aus ihrer Deckung, rennt ein paar Schritte neben Byrd her, schießt dabei dem Pistolero, der auf Byrd anlegt, in die Fresse mit ihrer zweiten Derringer-Kugel; dann kauert sie sich in die nächste Deckung hinter einem weiteren Stein.

Runde 3: Luca Byrd guckt eine Sekunde lang verdattert Joycelyn an, das ist ja eine ganz neue Kaltschnäuzigkeit von unserer Prominenten! Dann jedoch spurtet er weiter zu Mallory an der Hausecke, und macht deren Nahkampfgegner mit drei Schüssen Shaken. (Ein zäher Brocken, dieser Schlägertyp!)
„Geben Sie auf, Bloody Knife! Ich weisss, was Sie auf dem Kerbholz haben!“, ruft Gabriel hinter der Gebäudeecke, und macht diesen wieder Distracted. Gleichzeitig schleicht Gabriel hinter dem Haus durch, und feuert über einige Fässer hinweg auf Luca Byrd. Er verfehlt jedoch, trotz einem Reroll.

„Mallory, machen Sie den alle, schnell!“, schreit Joycelyn herüber zu den anderen beim Farmhaus, während sie mit zitterigen Fingern eine neue Kugel für ihren Derringer hervorzieht, zum Nachladen. Mallory erhält durch die Anfeuerung einen +2-Support-Bonus.

Marcus Perriwinkle sieht sich defensiv um, mit dem klickenden Strahler feuerbereit in seiner riesigen Maschinenpranke, und geht erstmal auf Hold.

John hinkt auf seinem zerschossenen Fuß um das Farmhaus herum, wo bis eben Richter Gabriel stand, zückt einen seiner knöchernen Wurfspieße, und schleudert ihn auf den Widersacher; aber er verfehlt, weil noch Distracted durch die Einschüchterung.

Mallory Kentralls blaue Phantomklinge durchbohrt ihren Nahkampfgegner bis zum Heft, und der Schlägertyp gleitet in den Staub. Dann macht sie hastig einen Seitenschritt hinter die Gebäudeecke, um aus Gabriels Schusslinie zu kommen.

Runde 4: „Sehen Sie ruhig ein, dass demnächst ein wirklicher Richter nach Gomorra kommt!“, grinst Byrd Steven Gabriel entgegen, und schießt mit seinen Peacemakern seinem Gegenüber präzise die Waffe aus der Hand. Da Gabriel direkt an der Abhangkante der Mesa steht, poltert der Colt ins Leere hinab. Im Fallen dreht er sich glänzend ein paarmal um sich selbst. Der Richter sieht dem Schießeisen kurz nach, jetzt ist er waffenlos.

Wir fragen die Orakelwürfel: Endet hier der Kampf, oder versucht der Kerl noch was? Das Orakel entscheidet deutlich, ersteres! Also dann, die noch nicht gespielten Aktionskarten abgelegt:

„Glauben Sie nicht, dass Sie mir entkommen!“, zischt der Strangrichter, und seine stechenden Augen erfassen der Reihe nach alle seiner Gegner, „Ich werde Sie mir schon noch holen … einen nach dem anderen!“
„Da müssten Sie ja aber erstmal aufs Festland zurück, Pardner“, sagt Luca, „Vielleicht sollten Sie bis dahin ein wenig höflicher zu uns sein!“
„War das nicht eben mein altes Schießeisen in Ihren Händen, Byrd?“, knurrt der Widersacher unbeirrt, „Hab‘ ich da richtig gesehen …?“
„Oho? Ihr Schießeisen? … Ein modifizierter Armee-Colt, schwarz lackiert, und es steht ‚The Judge‘ drauf eingraviert?“
„Eben der.“
„Nö, war‘s nicht! Da müssen Sie sich wohl geirrt haben, Richterchen!“, lügt Byrd grinsend. (Das Teil liegt hinter ihm im Ackerstaub, er hat‘s ja ungeschickt fallen lassen durch seinen Patzer vorhin.)
„Her damit, Sie Dorfidiot! Wir kämpfen das endgültig aus. Sie schießen doch nicht auf einen Mann ohne seine Waffe …!“
John hebt grimmig seinen nächsten Wurfspeer, er für seinen Teil hat kein Problem mit sowas.
Gabriel behält den verwundeten Hünen im Auge, während er unbewegt dasteht. Schweißperlen sind auf der Stirn des Strangrichters erschienen, trotz der Eiseskälte!
Marcus mischt sich ein, „Hier wird überhaupt nicht mehr gekämpft! Glauben Sie, wir knallen einen Vertreter des County über den Haufen?“
Mallorys durchscheinender Säbel ist verschwunden, als wäre er nur Einbildung gewesen, aber sie knurrt, „Einen Vertreter des County, der unschuldigen Bauern ihr Land stehlen will, unter Vorspiegelung falscher Tatsachen, um der Sweetrock und sich selbst die Taschen vollzustopfen …!“
Joycelyn pflichtet bei, „Ihre Tage als Bezirksrichter sind gezählt! In wenigen Tagen hat Gomorra einen wirklichen Richter, Sie Schwein, und außerdem ein wirkliches Gericht!“
Gabriel funkelt sie mit seinem teuflischen Blick an — und beginnt dann behände, sich an der Felswand hinab zu hangeln! Auf seinen Colt zu, der dort unten im Kies liegt!
„Bleiben Sie hier!“, stößt Marcus entsetzt hervor, „Dies ist doch eine Steilwand, das ist viel zu gefährlich!“

Was bekommen wir denn für einen GM Move an dieser Stelle? Foreshadow Trouble, sagen die Orakelwürfel. Da weiß ich direkt was zu:

Jetzt wird allen Wild Cards bewußt, dass sich ein fauliger Gestank in den Küstenwind gemischt hat. Er ist schon einige Zeit da, und allmählich stärker geworden! Durch die Kanäle unter ihnen wandert eine große Menge Treibgut. Äste und Planken … von ihnen geht der Gestank aus. Denn es sind auch menschliche Gebeine dazwischen!
„Wie widerlich!“, keucht Joycelyn, wo kommen bloß so viele Tote her?“
„Wahrscheinlich die Mannschaft einer der Minen hier in der Gegend“, sagt Marcus mitleidig, und presst sich ein blütenweißes Taschentuch vors Gesicht, mit seiner menschlichen Hand, „Viele dieser Strikes werden doch mit lamentablen Sicherheitsvorkehrungen bewirtschaftet, wie Sie wissen … solche Unfälle passieren hier draußen mit trauriger Regelmäßigkeit …“
„Nein, die treiben nicht“, haucht Mallory in tonlosem Entsetzen, „Die paddeln! Sehen Sie mal genau hin!“
Leider hat sie Recht. Die Wasserleichen zwischen den Ästen und dem Bauholz stellen sich nur tot. Unauffällig beeinflussen sie ihre Richtung durch gelegentliches Strampeln unter der Wasseroberfläche!
„Sie steuern die Bygone Mesa an!“, japst Perriwinkle erschrocken.
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Weitere Pen & Paper Systeme / Re: Daggerheart
« Letzter Beitrag von Radulf St. Germain am Heute um 19:44 »
OK, das sind ein paar Punkte.

Zu den Bäumen "You’ve noticed something unique about the look of trees here in the Sablewood. What is it?" - Das ist für mich so wie die Taverne, die man beschreibt, das sehe ich auch so, dass das im Spiel vorgesehen ist (collaborative world building). Das ist nett, beeinflusst vielleicht sogar die Handlung (wenn die klebrig sind oder so) aber ist kein major Plot Twist. Ich hatte das im Post so verstanden, dass der Spieler/die Spielerin konkret gefragt wird, "welchen Hinweis findest Du in den Bäumen?" (Das sehe ich wiederum nicht in den Regeln, aber kommen wir zu den anderen Punkten, die sind bis hier noch nicht berücksichtigt.) Wenn die Spieler sagen "da ist Gestrüpp" oder so etwas triviales finde ich das OK. Ein SL kann auch daraus was cooles machen und sei es nur zu beschreiben, wie die SC ihre Hände verkratzen oder so was.

Telling the story together - man kann hier sehr viel unterschiedliches reininterpretieren. Für mich ist jedes Rollenspiel so, außer man fährt knallhartes Railroading. Aber meine Interpretation ist nicht die einzige, die hier passt. Wie gesagt, Erwartung formt Wahrnehmung, das gilt auch für mich. :-)

Die Actual Play Beispiele kann ich nicht so richtig kommentieren, weil ich die nicht kenne. (Ich bin nicht so der Fan davon, daher geht vieles an mir vorbei.) Wenn der Mercer fragt, was für eine Bedrohung kommt dann wäre das für mich wieder World Building und das sehe ich im Spiel. (Am Ende der Session würde ich das vielleicht auch machen, sogar in anderen Spielen.)

Daggerheart gibt für mich eine weite Spanne her, mich ist das hier eine Schlüsselstelle im Buch:

"Every GM and player has a different level of interest and comfort in this roll-by-roll improvisation. Some groups might prefer a largely predetermined world—for example, the GM
could have previously decided there are two guards on patrol, and you roll simply to learn whether you unwittingly run into both of them, whether one rounds the corner but you catch
them unawares, or whether you escape both guards without notice. In other groups, the GM might not have decided if there are guards at all."

Aber spannend, danke für die Beispiele.



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Pen & Paper - Spielberichte / Re: [Deadlands] Savage West Solo Play
« Letzter Beitrag von Schalter am Heute um 19:32 »
Jetzt haben wir den Salat! Da muss eine Battle Map her, denn sofort kommen die Revolvermänner aus dem Farmhaus gestürzt, und unsere Wild Cards sind halbwegs über das Gelände verteilt.

Wie viel Feuerkraft hat die Sweetrock sich denn diesmal eingekauft? Da würfle ich mal auf der Tabelle namens Challenge Rank aus Ironsworn. Die Orakelwürfel sagen, die Herausforderung sei Formidabel, das bedeutet wohl, dass das Kräfteverhältnis ziemlich ausgewogen sein sollte. Die Gegenseite besteht also aus so vielen Revolverhelden wie Wild Cards im Spiel sind, und nochmal so viele Knochenbrecher dazu für den Nahkampf, plus natürlich Ober-Bösewicht Steven Gabriel.



Johns Versuch, den Strangrichter Steven Gabriel hinterrücks zu erledigen hat nicht geklappt, und jetzt gibt's Ärger


Hier ist sein Profil, er zählt natürlich als eine Wild Card. Auch er basiert auf einer der Karten aus dem klassischen Doomtown-TCG (mit einer Illustration von meinem Helden Ron Spencer). Im TCG ist er aber (trotz seines Aussehens und komischem Gezischels) wider Erwarten kein Harrowed oder Magiebenutzer. Für diese Kampagne hier wird er also schlicht als wahnsinniger Tyrann umgesetzt. Was allerdings nicht heißt, dass er eine geringere Gefahr darstellt! Mallory Kentrall ist seinem Geheimnis bereits auf der Spur: Er scheint zwar von einem Dämonen gesteuert, aber das ist in Wirklichkeit eine Geistesstörung, keine wirkliche Besessenheit. In jedem Fall ist es der Grund für seine unmenschliche Grausamkeit.


🌵Hangin‘ Judge Gabriel
Attributes: Agility d8, Smarts d8, Spirit d10, Strength d6, Vigor d8
Skills: Athletics d6, Common Knowledge d8, Fighting d6, Intimidation d12, Notice d8, Persuasion d8, Riding d4, Shooting d10, Stealth d8, Thievery d6, Trade (Judge) d8
Pace: 6; Parry: 5; Toughness: 6
Hindrances: Greedy (Major: Corrupt), Grim Servant o' Death (+1 to all damage rolls, but hits allied characters with a raise when rolling an attack with a Critical Failure), Mean (Believes that he‘s a demon)
Edges: Brave, Connections (Corrupt Caine County businessmen), Level Headed, Menacing („The sentence is death!“), No Mercy
Gear: Peacemaker pistol and ammo, handcuffs, knife, letters of authority, official stamps, notepad and pencil

Profile für die Gunmen sind aus dem Deadlands-Grundbuch, von S. 147. Die Knochenbrecher haben folgende Profile:

Sweetrock Company Bonebreakers
Attributes: Agility d8, Smarts d4, Spirit d6, Strength d8, Vigor d8
Skills: Athletics d6, Common Knowledge d4, Fighting d8, Intimidation d8, Notice d4, Persuasion d6, Riding d4, Shooting d6, Stealth d6
Pace: 6; Parry: 6; Toughness: 8
Hindrances: Greedy (Minor), Loyal (Sweetrock Mining Company), Mean
Edges: Brawler, Brawny
Gear: Peacemaker pistol and ammo, brass knuckles, bowie knife



Das Farmgelände auf der Maze-Insel ...



... wo Steven Gabriels Schergen aus dem Gebäude stürmen, und John und Mallory schnappen wollen ...



... während Marcus, Joycelyn und Luca alarmiert ihre Köpfe aus ihrer Deckung recken


Soundtrack: Blues Saraceno, Cold Black Heart
https://www.youtube.com/watch?v=d-Jo-fEtzW0

Runde 1: Richter Gabriel beginnt den Kampf mit einem Joker. Er bellt hasserfüllt, „Ergeben Sie sich! Sie sind umstellt!“, und würfelt Intimidation. Mallory muss dagegen würfeln, und wird Vulnerable. Gleichzeitig zieht der korrupte Richter seinen Friedensstifter, und schießt John in den Fuß, um ihn festnehmen lassen zu können. Mit seinen Boni (Grim Servant o' Death und die Joker-Karte) kommt er auf 17, zwei Wundlevel selbst für einen Brocken wie John. Der würfelt zum Absorbieren, und senkt den Schaden auf ein Wundlevel. Die Kugel durchlöchert seinen großen Plattfuß! Dann weicht Gabriel zwischen seinen aus dem Farmhaus rennenden Schergen hindurch zurück.
Die Schlägertypen haben ein Pik As gezogen, und preschen aus der Eingangstür und um die Gebäudeflanken herum. Zwei fallen Mallory Kentrall in den Rücken, die ja vor Erschrecken gerade Vulnerable ist. Ihre Schlagringe bringen ihr einmal zwei Wundlevel ein, durch eine ausgerenkte Schulter, und einmal weitere vier bei einem fiesen Nierenschlag. Letztere Level bekommt sie (trotz ihrem schwächlichen Vigor-W4) durch Klasse-Würfelglück mit ihrem letzten Benny negiert! Die Rippen knacken aber brechen nicht. Dennoch schreit sie gellend auf. Bleiben zwei Wundlevel von der ersten der Attacken. Drei der Klopper umzingeln währenddessen auch John, aber er pariert alle Schwinger mit seinem langen Axtstiel.

Marcus nähert sich dem Gewühl, lässt überschüssigen Boiler-Dampf aus der Klappe in seiner Schulter ab, und hüllt sich dadurch in Qualm, via Deflection, sogar mit Raise. „Halten Sie ein, lassen Sie uns reden!“, ruft er verzweifelt. (Derartige Aufforderungen sind den Schergen natürlich scheißegal, die wollen Blut sehen!)
„Da sind noch mehr!“, schreit eine Stimme. Die Pistoleros bewegen sich in Deckung, und ballern verbissen alle fünf auf Byrd und Joycelyn hinter ihrem Mäuerchen, aber verfehlen fast alle auf die lange Distanz. Byrd wird von einem Treffer mit Raise erwischt, aber eine Dreifach-Eins bei den drei Schadenswürfeln bedeutet, dass er dennoch nur leicht von der Kugel gestreift wird.

John Bloody Knife steht ja so schön umzingelt, das gibt ihm seinerseits Gelegenheit für einen Sweep mit seinem beidhändigen Tomahawk. Alle drei Sweetrock-Schläger werden zu Boden gefegt! Dann humpelt der Indianer mit finsterer Miene Steven Gabriel hinterher, stellt sich ihm abermals entgegen.



Mit durchschossenem Fuß holt John grimmig zum zurückweichenden Strangrichter Gabriel auf, der sich hinter einem seiner Pistoleros versteckt
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Weitere Pen & Paper Systeme / Re: Daggerheart
« Letzter Beitrag von Starocotes am Heute um 19:25 »
Ist ja auch nur logisch. Zumindest typisch "klassische" Fertigabenteuer funktionieren ja nur, indem sie die Möglichkeiten der Spieler, gegen die Abenteuervorgaben potentiell schon rein aus Versehen zu verstoßen, möglichst unauffällig einschränken; will ich im Spiel nun gerade mehr aktive Spielerbeteiligung mit wenigstens teilweise bewußtem Einfluß über "Spiel gefälligst nur genau deinen Charakter und laß die Finger von allem sonst!" hinaus, dann beißt sich das schon regelrecht zwangsläufig.
Ich bin schonmal drauf gespannt wie die das machen wollen. Elise hat ja angeteasert das man wohl so zum Ende des Jahres da vielleicht was erwarten kann.
Erstmal „The Dying Spire“ zum Free RPG Day, im Sommer Hope & Fear und dann Drakkenheim was sicherlich viele Ideen mit bringt.


Wobei ich auf meine alten Tage ohnehin zu zumindest der Vermutung gekommen bin, daß Du-kontrollierst-nur-deinen-Charakter-Spiel dem Gruppenzusammenhalt eigentlich eher abträglich sein mag. Denn wenn ich eh bloß dieses eine Spielelement habe, mit dem ich konkret arbeiten darf, worauf konzentriere ich mich dann fast schon selbstverständlich am meisten...und wen und was alles ignoriere ich dann im Vergleich dazu wohl eher? :think:
Jein. Ich denke man kann durchaus einen sozialen Charakter spielen der sich für mehr als sich selbst interessiert ohne das man die Welt mit gestaltet. Ich denke aber auch das der Ansatz das man z.B. die Stadt die man beschützen soll mit ihren Bewohnern durch die Spielenden beschreiben lässt nochmal eine ganz andere Motivation weckt. 
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Pen & Paper - Spielberichte / Re: [Deadlands] Savage West Solo Play
« Letzter Beitrag von Schalter am Heute um 19:17 »
Ja, endlich geht es weiter!  :d

Danke fürs weiterhin Mitlesen!
Hier ist die nächste Session:
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Ich hab gerade keine Zeit, auf diesen ausführlichen Beitrag angemessen einzugehen und bitte darum, etwas geduldig zu sein. Aber auf einen Punkt möchte ich schon mal vorab eingehen, denn der ist wichtig!

Und ich bin jetzt auch mal ganz ehrlich: Ich bin auch unabhängig von der KI-Nummer nicht der größte Fan deines Spiels. Ich finde dafür, dass du von Space-Western schreibst, ist mir einfach zu wenig "Western" drin. Das, was ich lese, wirkt auf mich viel mehr wie ein Militärpolizei-Rollenspiel, bei dem alle Leute zufällig Cowboyhüte tragen. Es ist nicht so sehr "Fistful of Dollars" in Space als vielmehr "Walker: Texas Ranger" in Space. Und ich bevorzuge den "Fistful of Dollars". Da ist unser Zugang auch einfach zu unterschiedlich.

Ich hab in der Einleitung mMn eigentlich sehr deutlich die Inspiration für Star Reeves genannt:

Zitat
Diese Buch bedient sich an einer ganzen Reihe von Inspirationsquellen, manche davon recht offensichtlich, andere bewusst etwas dezenter eingebracht. Folgende Medienhinweise könnt ihr als Spieler und Spielleiter als Anregung für eure eigenen Charaktere und Geschichten aufgreifen. Zunächst einmal, die schon angesprochenen Serien:

- Saber Rider and the Star Sherrifs
- Captain Future
- Galaxie Rangers

Weitere Filme bzw. Serien, die euch ein gewisses Gefühl für den Nu Texas Sektor vermitteln können sind Serenity bzw. Firefly, Cowboy Bebop, Earth 2, Outland (1981) oder Moon 44 - und natürlich auch Star Trek!

Falls ihr mit musikalischer Untermalung spielen wollt, ist der Saber Rider OST natürlich perfekt für Star Reeves geeignet. - Tatsächlich entstand die Idee zu Star Reeves genau beim Anhören dieser Musik. - Generell empfiehlt es sich, eine Mischung aus Soundtracks von Western und Science Fiction Filmen zu verwenden. Ansonsten kommt man natürlich schnell in den Bereich von persönlichen Geschmacksfragen und Vorlieben.

Und:

Zitat
Aber wie sieht dieses eigentliche Setting denn jetzt überhaupt aus? - Wie schon angesprochen, liegt der Fokus des Star Reeves Rollenspiels auf den Neuen Grenzwelten und dort speziell auf dem Nu Texas Sektor. Hier schlüpfen die Spieler in die Rolle der namensgebenden Star Reeves, deren Aufgabe es ist, im Dienst des Terranischen Sternenbundes für Recht und Ordnung zu sorgen. Dabei kämpfen sie nicht nur gegen Gesetzesbrecher und diverse Widrigkeiten, sondern oft auch mit ihrer eigenen Legitimation und Zuständigkeit im Wirrwarr von unterschiedlichen Welten und politischen Zugehörigkeiten.

Und die - zugegeben "fiktionalen" - Zitate auf dem Backcover sagen:

Zitat
»Saber Rider and the Star Sheriffs trifft mit einer Priese Cyberpunk gewürzt auf Star Trek.«

Zitat
»Wenn du ein Science Fiction Rollenspiel suchst und auch noch Westernmotive in der Zukunft magst, aber diese ganzen Dystopien, Post-Apokalypsen und zusammengebrochen Zivilisationen leid bist und statt Außenseitern und Outlaws endlich mal die Ordnungshüter darstellen möchtest, ist Star Reeves genau dein Spiel!«

Davon mal abgesehen, gibt es durchaus ein paar Westernmotive mehr als "zufällig getragene Cowboyhüte" in diesem Setting. Es werden nur nicht alle davon mit dem Holzhammer präsentiert. ;)

[...] Fehlen wichtiger Informationen (wie sehen die Gesetze, die die Star Reeves durchsetzen, konkret aus und wer bestimmt darüber), Eindeutigkeit... und ich persönlich würde mir etwas ausgefallenere Alienspezies wünschen als diese Tiermenschen-Nummer).

So völlig fehlen diese Informationen nicht: Siehe "Rechte & Pflichten der Star Reeves" (S. 57) und "Rechtsraum" (S. 60)

Und die "Tiermenschen" haben sowohl innerweltliche als auch außerweltliche Gründe. - Und ja, natürlich spielt es bei den Bildern eine Rolle, dass ich die KI-generiert habe. Nicht ohne Grund steht das auch extra im Vorwort:

Zitat
Und das Artwork basiert ganz offen gesagt aus Budgetgründen neben Stockart zum Großteil auf - von mir - via KI generierten Inhalten, die zwar immer besser werden, aber speziell bei den nicht-menschlichen Spezies lediglich als eine Annäherung an das Star Reeves Setting zu sehen sind.

PS:

Ich habe mir vor ein paar Monaten eine Version gezogen, die ich hier im Thread gefunden habe. Wie aktuell die ist, kann ich auch nicht sagen

Auf der ersten Seite des Buchs steht eine "Versionsnummer", die aus dem Datum der letzten Bearbeitung besteht. Die gibt zwar nicht an, wie viele Versionen es zwischenzeitlich gab, zeigt aber immerhin an, ob man das aktuellste oder ein älteres eBook hat. - Oh, und der QR Code unter dem Inhaltsverzeichnis bringt einen im Zweifel auch immer zur neusten Fassung. :)
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Danke schön! Aber das soll andere nicht vom Vorschlsgen von Szenarios abhalten. Auch publizierte Abenteuer sind willkommen.
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Was mir allerdings ein absolutes Rätsel ist und bleibt: Warum man sich ausgerechnet Basis-D&D als Schablone für bedrückenden Horror mit (tendenziell) FNZ-Setting aussucht. Mir ist nicht klar, warum das nicht z.B. auf CoC/BRP-Basis besser funktionieren sollte.

Weil Raggis Ziel nicht regeltechnisch gestützter Horror ist, sondern inhärenter Horror.
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