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Weitere Pen & Paper Systeme / Re: Daggerheart
« Letzter Beitrag von nobody@home am Heute um 14:48 »
Aber immer noch besser als gar kein System zur Ermittlung von Encounter-Schwierigkeiten.

Da bin ich mir gar nicht mal so sicher. Es gibt ja immer mindestens ein formloses "System" dafür: nämlich die Einschätzung der Spielleitung nach eigener Erfahrung und ebensolchem Ermessen. Und ein bloßes Herumwerkeln mit mehr oder weniger willkürlich festgelegten zusätzlichen mathematischen Formeln ist nicht zwangsläufig allein schon deshalb besser, weil da eben noch "gerechnet" wird; im Gegenteil, meiner Erfahrung nach geht solchen Ansätzen oft eher früher als später die Puste aus, weil die Annahmen, die in sie einfließen, erstens selbst noch subjektiv gewichtet und zweitens oft gleich noch sträflich vereinfacht sind (so im Sinne von "Perfekt kugelförmige Kühe im luftleeren Raum").

Was mir persönlich beim Abschätzen, wie hart eine bestimmte Begegnung wohl wird, am meisten hilft, sind nach wie vor einfach möglichst transparente Regeln und Beschreibungen -- idealerweise mit höchstens einem überschaubaren Satz an relevanten Ausnahmen und Spezialfällen. Und daß mir das gerade die Systeme, die in Sachen Encounterdesign mit ausdrücklichen Rechenvorschriften aufwarten, von vornherein oft genug schlicht nicht bieten können oder wollen, ist mMn wohl auch kein Zufall.
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Weitere Pen & Paper Systeme / Re: Symbaroum
« Letzter Beitrag von schneeland am Heute um 14:40 »
Zitat: "Uhrwerk hat in jedem Fall Interesse gezeigt, Symbaroum auch in einer 5E Version aufzulegen"

Verlagsstrategisch ergibt das wahrscheinlich sogar Sinn. Ich neige aber insgesamt auch klatschis Interpretation zu, dass der 5e-Erfolg bei Uhrwerk der guten Arbeit und Kommunikation bei Myranor 5e/von aikar zu verdanken ist und nicht systeminhärent ist. Ich meine mich vage zu entsinnen, gelesen zu haben, dass international das Original bei Symbaroum sogar besser dasteht als die 5e-Version.

So oder so: ich würde jetzt auch darauf warten, was Free League/Mattias dieses Jahr zu Symbaroum 2e/1.5e verkünden, und dazu wie es weitergeht. Ich glaub', der Zug für Symbaroum 1e ist mittlerweile weitestgehend abgefahren, denn selbst wenn jetzt jedes Jahr ein Kampagnenband und ein Zusatzband kommt wäre die Dornenthron-Kampagne ja frühestens 2032 vollständig auf deutsch verfügbar.
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Weitere Pen & Paper Systeme / Re: Symbaroum
« Letzter Beitrag von HEXer [n/a] am Heute um 14:30 »
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Vor allem ist es mehr Meta-Gespräch im Spiel. Wenn eine Sache geregelt ist und alles es wissen und man nicht mehr drüber reden muss, habe ich mehr Zeit im Spiel fürs Spiel.

Kommt halt darauf an, was man unter "dem Spiel" überhaupt versteht. Frei nach unicum das gekonnte Herumjonglieren mit möglichst vielen Zahlen? Das Hantieren mit so vielen verquasten Regeln, daß man am Ende kaum noch Platz zum selber Denken im Kopf hat, weil ja alles schon in den Büchern festgelegt ist und möglichst penibel eingehalten werden will? Lohnabrechnung und Steuererklärung zum Spaß, gewissermaßen?

Tatsächlich würde ich rückblickend durchaus sagen, daß die "alte Rollenspielschule" durchaus gleich mit ihren Anteilen genau davon angefangen und sich dann speziell im Lauf der frühen Jahre im Namen von "Realismus" und "Simulation" eher noch weiter in diese Richtung hineingesteigert hat. Aber ob das jemals wirklich der eigentliche Sinn des Spiels war...darüber, denke ich, ließe sich damals wie heute und vermutlich auch in nochmal fünfzig weiteren Jahren noch der eine oder andere heilige Krieg ausfechten.
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Weitere Pen & Paper Systeme / Re: Daggerheart
« Letzter Beitrag von Raven Nash am Heute um 14:13 »
Die Frage ist, ob DH Encounter wirklich exakt berechnen will.
Während bei D&D ja u.a. die XP-Werte am CR hängen, ist das ja bei DH gar nicht der Fall.
Ich hatte da beim Lesen eher das Gefühl, die ganze Sache ist maximal Daumen-mal-Pi und sollte sich dem Narrativ unterordnen.

Wenn ich da an das Acutal Play Age of Umbra denke, erscheinen mir da die meisten Kämpfe nicht "balanced" - eher mit einer deutlichen Neigung zur Gegnerseite hin, um die Spieler auch tatsächlich zu fordern und sie auch mal zur Flucht zu zwingen.
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Apocalypse World System (PbtA) / Re: Eclipse-Phase mit PbtA
« Letzter Beitrag von Mr. Ohnesorge am Heute um 14:12 »
In diesem Sinne: Was wären Ausprägungen, die sich in allen Playbooks finden (vgl. die Sex Moves bei AW)? Meiner Einschätzung nach Ego, Resleeving....
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Apocalypse World System (PbtA) / Re: Eclipse-Phase mit PbtA
« Letzter Beitrag von Mr. Ohnesorge am Heute um 14:11 »
Ehrlich gesagt: Überzeugt mich wenig. Einige Moves machen, was bei D&D Feat Tax heißt. Also, vielleicht will auch jemand Drohnen reparieren, und es ist kein Techie.

Als generelle Faustregel würde ich sagen: Jobs sind keine guten Playbooks.

Denn sie führen häufig zu genau diesem Problem. Besser funktioniert, für Playbooks zu fragen: Wo kommst du her? Was ist dein Problem? Welches Ziel hast du?

Für die Interaktion zwischen Basic Moves und Playbooks gibt es drei Möglichkeiten.

1.) Optionale Zusätze. Das Playbook macht bestimmte Basic Moves irgendwie besser. Also ganz banal +1, zusätzliche Auswahlmöglichkeiten, besserer Effekt, Trotpreis bei Fehlschlag usw.

2.) Bestimmte Sachen sind kein Basic Move, aber alle Playbooks haben ihre eigene Ausprägung dafür. Das macht Apocalypse World mit den Sex Moves. Alle können Sex haben und je nach Playbook passieren danach unterschiedliche Dinge.

2.a) Es gibt einen Basic Move, aber was der tut, ist Playbook-spezifisch. Also bei Erfolg, lies deine Effekte auf deinem Playbook nach. Vgl. Let It Out in Urban Shadows. Alle Übernatürlichen können letzlich andere Sachen, aber wie das gewürfelt und generell abgewickelt wird, ist für alle gleich.

3.) Ein Playbook hat einen zusätzlichen Move mit Trigger und allem Pipapo. Das sind genau die Sachen, wo du ggf. diese Gatekeeping-Probleme hast. Also Sachen reparieren, ist hier nicht gut. Percussive Maintenance dagegen ist ein Kandidat, denn ja, alle Charaktere können gegen Sachen gegen treten, aber nur hier passiert was.



Das ist sehr hilfreiches Feedback, danke. :d Ich bin anscheinend sehr stark in der traditionellen RPG-Design-Denkweie verhaftet. Hätte ich so gar nicht erwartet.
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Weitere Pen & Paper Systeme / Re: Daggerheart
« Letzter Beitrag von flaschengeist am Heute um 14:06 »
Interessant ist ja deshalb wieder der Vergleich mit den anderen großen Regelwerken: Ist der Kampf bei Daggerheart spielregelbedingt mehr o. weniger dynamisch, abwechslungsreich, zufällig, usw. als es bei D&D o.ä. der Fall ist.

Oder nimmt es sich nicht viel, weil es Zufalls- und Glücksprinzipien (Würfel), langweilige Monster oder zu schwache Gegner eben auch dort gibt (und das Erlebte weniger eine Frage der grundsätzlichen Regelmechanismen ist).

Ich habe mit drei verschiedenen Charakteren schon so einige Kämpfe in Daggerheart erlebt und fand sie im Mittel ziemlich spannend.

Unabhängig davon hat Quaint einen Punkt. Encounter-Schwierigkeit ist zwar so eine Sache: Besonders in D&D 5 hört man immer wieder Beschwerden, die Berechnungen seien nicht exakt genug. Im Einzelnen mag die Kritik hier und da berechtigt sein aber als Entwickler eines eigenen Systems ähnlicher Regeltiefe kann ich euch sagen, dass solche Metriken ab einer gewissen Systemtiefe notwendigerweise ungenau sind. Aber immer noch besser als gar kein System zur Ermittlung von Encounter-Schwierigkeiten.
Doch so ungenau wie in Quaints Beispiel muss es wirklich nicht sein - das ist einfach murks, wenn zwei so unterschiedlich effektive Adversaries ähnlich viel zur Encounter-Schwierigkeit beitragen.
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Ich meine, man kann's ja auch positiv drehen: was für den einen "Mehr Handwedeln oder Aushandeln" ist, ist für den anderen eben "Mehr Einfallsreichtum und Sozialkompetenz". ~;D

Mein Eindruck ist hier dass "Wünsch-dir-as" mit Einfallsreichtum verwechselt wird und mehr Sozialkompetenz sehe ich da auch nicht.

Vor allem ist es mehr Meta-Gespräch im Spiel. Wenn eine Sache geregelt ist und alles es wissen und man nicht mehr drüber reden muss, habe ich mehr Zeit im Spiel fürs Spiel.
Eben und in der Lage zu sein sich vorher auf grundlegende Regeln zu einigen und sich dann auch daran zu halten, gehört auch zur Sozialkompetenz denke ich.

Bezgl. Fortschritte in der Spielwelt:
Ich glaube der Knackpunkt waren individuelle Steigerungen für ebensolche "Leistungen" in  der Spielwelt. Dies hat dann auch oft genau den Wettkampfgedanken in ein Spiel gebracht, welches ja eigentlich mehrheitlich zur Zusammenarbeit auf ein Ziel angelegt ist.

Zum eigentlichen Begriff: Das Problem dürfte daran liegen dass man das "modern" in (mindestens) drei Varianten sehen kann.

Die ich nenne es einmal künstlerisch oder experimentelle Sicht: Neu ist, was ein neues Erlebnis schafft, sei es durch eien Einzellneuerung oder eine so noch nicht gebebene neue Kompination, welche ein deutlich von altem abweichendes Erlebnis schafft. Der Fokus ist hier klar auf dem Neu, eine Qualitätsaussage ist nicht beinhaltet. Traditionellere Musik wird damit nicht künstlerisch gesehen unmodern.

Die technische Sicht: Es ist für die Lösung einer Aufgabe eine neue Variante erstellt worden, welche die alte Lösung für diese Aufgabe in ausreichendem Umfang besser erledigt ohne relevante Nachteile mit sich zu ziehen.
Wichtig ist dabei der Bezug zur Aufgabe.
Im rollenspielerischen Blickfeld heißt dies, dass der Vorteil aus der Sicht des jeweiligen Spielstils gesehen werden muss, nicht nach einem globalen Maßstab.

Die marktwirtschaftliche Sicht. Hier beschreibt "modern" den aktuellen Mehrheitsgeschmack (oder was man dafür gerade hält).
Wobei hier das Problem denke ich sowohl die beschränkte Marktforschung im Rollenspiel ist als auch die marktbeherrschende Stellung von D&D5e, was entsprechende Spielerzahlen meines Erachtens verzerrt, da die Wahrnehmung wie auch die Spielerfindung bezüglich anderer Spielsysteme so eingeschränkt ist.

Und Zoff gibt es wenn 1 oder 3 dann als Allgemeinaussage über Rollenspiel an sich als 2 verkauft werden soll.
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Weitere Pen & Paper Systeme / Re: Symbaroum
« Letzter Beitrag von Boba Fett am Heute um 13:55 »

RollenspielWelten   https://www.youtube.com/watch?v=sJ5XkeQWoJc&t=312s
von heute...
Zitat: "Uhrwerk hat in jedem Fall Interesse gezeigt, Symbaroum auch in einer 5E Version aufzulegen"
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