Vielleicht hat der Ersteller schlichweg nicht den Nerv, sich für ein Taschengeld hypothetischen Gewinns mit der deutschen Bürokratie herumzuschlagen, die wirklich alles tut, um stelbständige Arbeit maximal kompliziert zu machen. - Tatsächlich sehe ich persönlich die bürokratischen und (steuer)rechtlichen Hürden, die eine gewerbliche Publikation im Eigenverlag überwinden muss, als die größte aller Eingangshürden bei der Vermarktung selbst erstellter (RPG) Produkte in Deutschland.
Kann ich total nachvollziehen.
Ein Gewerbe anzumelden ist dabei noch das einfachste (geht online) und das brauchst du auch nur, wenn du selbst Bücher verkaufen willst. Nutzt du einen Print-on-Demand Anbieter, machst du nur freiberufliche Arbeit, so weit ich weiß. Und auch eine ISBN ist meines Wissen nur dann notwendig, wenn du ins Verzeichnis der lieferbaren Bücher willst. Solange du eh direkt an die Kunden verkaufen willst, ist das aus meiner Sicht unnötig. Viel lästiger finde ich aber die Auseinandersetzung mit dem Finanzamt. Oder man muss für einen Steuerberater bezahlen und das bedeutet, dass man schon ein paar Tausend Euro im Jahr einnehmen muss, damit sich das lohnt.
Wenn man eh schon selbstständig ist, fällt ein Buch nebenher zu schreiben dann kaum noch ins Gewicht. Vielleicht, weil ich aus dieser Position heraus denke, sehe ich da nicht so große Probleme. Als ich anfing, war alles total nervenzerreibend, aber inzwischen würde ich sagen, neue Firma gründen? Kein großes Ding

Mein Tipp wäre daher höchstens, es ist alles nicht so schlimm, wie es klingt. Aber ich stimme dir zu, für ein Hobby-Projekt lohnt der Aufwand nicht.
Beachte allerdings, es wird rein rechtlich nicht unterschieden zwischen Verkaufen oder Tausch gegen Spenden. Du kannst dann nur hoffen, unter dem Radar zu fliegen und (optional) dann Nebeneinkünfte bei der normalen Steuererklärung zu deklarieren.