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Autor Thema: [Cthulhu] Das Heer der Verfluchten  (Gelesen 1498 mal)

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Offline Winterphönix

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Re: [Cthulhu] Das Heer der Verfluchten
« Antwort #25 am: 1.08.2017 | 22:55 »
Nun steht die große Schlacht um Antiochia kurz bevor! Es wird also spannend. Ich bitte, den kleinen Fehler vom letzten Mal zu entschuldigen. Natürlich handelte es sich um eine Nachricht von Gottfried von Bouillon, den Anführer unseres Lagers, nicht um Gottfried von Toulouse, den verrückten Bettler. Zudem vergaß ich etwas zu erwähnen, was ihr beim Lesen aber sicherlich bemerkt habt: Wir haben eine neue Mitspielerin, die nun dauerhaft dabei ist. Ihr Charakter ist die Bettlerin Madeleine (ich hatte sie zunächst fälschlicherweise Madlen geschrieben), die in Zawra eine Gelehrte ist. Jetzt sollten alle Fehlerchen erklärt sein und es kann endlich losgehen.

Originalbericht: http://black-oracle.blogspot.de/2017/07/cthulhu-das-heer-der-verfluchten-im.html


Die Gruppe steht auf dem Sklavenmarkt im Obsidianviertel. Madeleine, offenbar genervt von der Planlosigkeit ihrer neuen Gefährten, will wissen, was eigentlich deren Ziel ist und meint, man solle sich darauf konzentrieren. Natürlich will man Zawra verlassen, aber das, so glaubt man, sich zu erinnern, geht nur, nachdem man den Sultan getroffen hat. Madeleine hat noch von einigen anderen Wegen gehört, dem Traumland zu entkommen: Zunächst soll dies in einer Haschischhöhle im Obsidianviertel möglich sein, dann über einen Spiegel im Palast, in der Bibliothek soll es einen Ort geben und vor den Toren der Stadt soll es einen Wandsturm geben, der einen ebenfalls fortbringen kann. Leider, erinnert sich Lorentz, wurde es ja immer heißer, wenn man sich von der Stadt entfernt. Man braucht also die Fliegenden Teppiche des Sultans. Ein Teufelskreis...

Schließlich wendet man sich an einen Sklavenhändler, dessen Preise man sich jedoch nicht leisten kann. Von 111 Dinaren - ja, Dinare, er weiß schließlich, wo die Gruppe herkäme - aufwärts kosten sie, je nach Alter. Dafür kann man Sklaven überall mit hinnehmen außer auf den Basar und zum Palast nur als Geschenk für den Sultan. Es entbrennt eine Diskussion mit dem Händler, als man nach einem Sklaven fragt, der sich in der Stadt auskennt. Warum man da keinen Stadtführer nähme? Und als man den Begriff der Verwirrten Zeitreisenden erwähnt, spricht der Mann gar nicht mehr mit der Gruppe. Man sollte dringend herausfinden, was dies bedeutet.

So beschließt die Gruppe, dass sie Geld verdienen muss, um sich mumifizierte Körperteile zu kaufen, damit man auf dem nächtlichen Basar Andreas' Namen zurückkaufen kann. Zudem erzählt Madeleine, dass man wohl vom Observatorium aus die Sonnenuhr sehen könne, allerdings ist dieses bei Tag geschlossen und bei Nacht schwer bewacht. Auf dem Weg zum Basar verläuft sich die Gruppe allerdings und kommt von dem normal aussehenden Bereich des Obsidianviertels wieder in einen düsteren, schiefen Teil. Als man sich umdreht, um zurückzugehen, ist da eine Mauer. Schlägt man dagegen, spürt man allerdings, dass diese aus Sand ist und nur wie eine Mauer aussieht. Otto schlägt wütend dagegen und seine Hand wird eingesogen. Als er sie herauszieht, besteht sie ebenfalls aus Sand und Lorentz will die "Dämonenhand" sogleich abschlagen. Nun will man wieder einen Ausgang herzaubern, ist sich aufgrund der Dunkelheit jedoch nicht sicher, ob es Tag oder Nacht ist und welches Geschlecht gerade träumen darf. In einem Geistesblitz zieht der Krieger sein Buch hervor und schlägt es auf. Die Regelnder Nacht können immerhin nur am Tage gelesen werden. Und tatsächlich, er kann eine weitere Seite entziffern.

Schließlich findet man zu einem großen Torbogen, in dem ein neues Rätsel aufflammt.

Vom Tode gezeugt,
durch Leben geboren;
Auf ewig glänzend,
im Feuer verloren.


Die Gruppe rätselt und vergisst dabei leider den dritten Satz. Bei der ersten falschen Antwort, Holzkohle, rumpeln die Gebäude und die Gruppe sinkt leicht in den Boden ein. Auch rauchendes Öl ist keine akzeptable Antwort, man versinkt weiter. Kohle, Kerze und Papier bringen die fünf Personen schließlich zum vollständigen Versinken, während sie noch diskutieren, wie der dritte Satz lautete und dass sie es sich vielleicht systematisch merken sollten, jeder einen Satz.

Aus den Sekunden des Fallens durch die Dunkelheit kehrt man zurück in die Kapelle, wo Berengar überlegt, wie er den Gläubigen vermittelt, dass sie sich in ihrem Hunger zurückhalten sollen. "Wir sind die Geprüften", meint er schließlich und will die Charaktere schon als Auserwählte hinstellen, was diese jedoch ablehnen. Auf Ottos Frage nach den Vermummten Gestalten erklärt Berengar: "Das waren Priester." Die Gruppe mag dies nicht so ganz glauben und fragt nach der Vermummung. "Manche von uns sind etwas mehr... geprüft als andere", rückt der Bischof schließlich heraus. Während er die Predigt vorbereitet, suchen noch einmal alle nach dem Geheimgang, finden jedoch nichts. Otto stellt die These auf, dass dieser nur nachts auffindbar sei, das kennt man ja bereits aus Zawra. Madeleine ist ganz wild darauf, Anna zu suchen und Marie würde ihr auch helfen, da überzeugt der Mönch beide jedoch, dass das Mädchen auch sonst immer zurückgekehrt ist. Während nun Andreas und Lorentz nun ein Pferd schlachten gehen, um ihren Hunger zu stillen, schnitzt Marie ein neues Kreuz für Otto. Als die Frauen zu den Männern zurückkehren, sind diese über und über mit Pferdeblut bekleckert, Andreas frisst an einer rohen Keule, während Lorentz genüsslich das Gehirn schlürft.

Otto betet derweil in der Kapelle und bittet den Herrn um ein Zeichen, woraufhin er etwas Nasenbluten bekommt, das in Form eines Kreuzes auf den Altar tropft. Er bedankt sich, muss es nun aber erstmal noch interpretieren. Nun setzt man sich zum Essen zusammen und speist auch diejenigen, die hungrig um die Kirche lagern. Dabei ertönt lauter Schlachtenlärm von Richtung Antiochia. Der Angriff hat anscheinend begonnen. Als Bruder Richard zur Gruppe stößt, wollen die "Geprüften" natürlich wissen, warum sie nicht mit dabei sind, Marie kann sie jedoch beruhigen, immerhin sind sie eine Art Geheimwaffe, die nicht leichtfertig weggeworfen werden kann. Sie werden dann in der Stadt Angst und Schrecken verbreiten. Nach dem Essen schenkt Marie Otto nun auch das Kreuz als Widergutmachung für das alte, welches er wegen dem Vorfall im Brunnen zerbrochen hatte. Richard erklärt ihnen nun, dass sie in Zawra einen Gelehrten namens Johannes Oxitis finden sollen, welcher eine große Bibliothek besitzt und vermutlich im Palast des Sultans eingekerkert ist. Madeleine ist verwirrt, dass Richard Zawra sagt. Otto meint daraufhin: "Das ist manchmal so. Bruder Richard? Antiochia, Zawra, Antiochia. Wie oft habe ich Antiochia gesagt?" Der andere ist sichtlich verwirrt, deshalb winkt Otto einfach ab. Jedenfalls soll die Gruppe später bei der Suche helfen, Madeleine ist jedoch extrem verzweifelt und will unter keinen Umständen nach Antiochia. Mit harten Worten bringt Bruder Richard sie zum Schweigen. Außerdem, meint die Gruppe, sei Anna ganz sicher dort.

Wieder umschließt Dunkelheit die Gruppe Finsternis und man hat das Gefühl des Fallens. Dann ist man am Boden, die Frauen sind in einem Käfig, die Männer in einem anderen. Man trägt nur noch Lumpen, schlechter als das, was selbst die Bettler tragen. Die Fähigkeiten des Träumens und des Wissens um die Traumwelt kann man hier nur sehr schwer anwenden und wenn, dann kann dies große Schmerzen und schlimmeres verursachen. Verärgert und verängstigt tritt Otto gegen die Gitterstäbe und bleibt mit dem Fuß dazwischen stecken. Marie versucht, eine Vision zu erhalten, wie sie hier wieder herauskommen. Sie sieht, wie ein Wächter zweimal hereinkommt und nach dem zweiten Mal ein Schlüssel am Boden liegt. Eigentlich will sie es jemandem neben sich zuflüstern, aber da sie noch völlig neben sich steht, flüstert sie in den Raum hinein, dass sie sich den Schlüssel holen müssen, bevor die anderen es tun. "Die will uns hintergehen", murmelt Lorentz.

Fazit
Wir wussten, dass es irgendwann soweit kommen würde, dass wir im Kerker landen. Und ehrlich gesagt hätte ich das Rätsel auch nicht gewusst, wenn wir uns an die dritte Zeile erinnert hätten. Die Antwort war übrigens Diamant.
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Offline Winterphönix

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Re: [Cthulhu] Das Heer der Verfluchten
« Antwort #26 am: 4.08.2017 | 18:23 »
Orignialberucht: http://black-oracle.blogspot.de/2017/08/cthulhu-das-heer-der-verfluchten-im.html


Schritte ertönen und ein großer Mann schreitet auf die Gruppe zu. Er trägt einen Schleier vor dem Gesicht und an der Seite einen großen, schweren Schlüsselbund. Die Gruppe rüttelt an den Gitterstäben und fleht und fragt, herausgelassen zu werden. Als Madleen fragt, was sie tun dafür müssen, zieht der Mann seinen Schleier herunter und enthüllt seinen zungenlosen Mund. "Wir müssen schweigen?", fragt sie und der Mann nickt. Dann geht er wieder.

Die Männer tasten den Boden ab, da sie dort jedoch nichts finden, meint Otto, er wolle die Decke absuchen, also hilft Andreas ihm hoch. Doch auch die Decke ist absolut glatt. Während dort drüben also gesucht wird, entdeckt Madleen in ihrer Zelle eine schattenhafte Gestalt, die nur sie sehen kann. Sie beginnt zu zittern und zu schreien und je mehr sie bangt, desto kleiner wird die Gestalt, die nun allerdings auf sie zugekrochen kommt. Marie schafft es nicht, Madeleine zu beruhigen, dafür sehen nun auch Otto und Lorentz die Gestalt und weisen sie auf das Wesen hin. Otto spricht es an: "Bist du Mater Lacrimatum oder eines ihrer Kinder?" Und die Schattengestalt antwortet zischeln: "Beides, mein Kind."

Die Gruppe erwacht nach einem Alptraum in der Kapelle. Draußen ist es bereits dunkel geworden und der Schlachtenlärm ist noch immer zu hören. Auch Bruder Richard erwacht und übergibt sich. Berengar dagegen meint, er hatte eine Vision: Er und die Gruppe seien in Antiochia gewesen und hätten eine Grotte gefunden. Man beginnt also, sich vorzubereiten, sucht seine Waffen zusammen, Lorentz holt sich noch einen Schild. Dann geht es los in die belagerte Stadt.

Schon ist man zurück im Kerker. Das Gespräch mit Mater Lacrimatum ist nicht sonderlich ergiebig. Auf die Frage, was sie mit den Sünden der Menschen will, fragt sie nur, was man denn mit Sünden machen kann. Beichten, begehen, vergessen, usw. ist die Antwort. "Wie du siehst, kann man vieles damit machen. Ich will alles tun." Dann erfährt man noch, dass Le Rouge eine Art Avatar von ihr war, sie ist aber nicht wütend, dass wir diesen zerstört haben. Schließlich hört man erneut Schritte und der Wächter schaut noch einmal nach der Gruppe, danach ist Mater Lacrimatum auch verschwunden. Dafür liegt nun plötzlich, wie prophezeit, ein Schlüssel genau zwischen den Zellen. Madeleine reicht Marie eine Schlinge, die sie aus ihrer Kleidung gemacht hat. Damit kann Marie den Schlüssel zu sich heranziehen, allerdings fällt den Männern auf, dass es ein Silberschlüssel ist. Da man nun glaubt, wer einen Silberschlüssel berührt, wird zum Sklaven, will Marie ihn natürlich nicht berühren, also bietet Lorentz sich an. Marie wirft den Schlüssel an der Schlinge hinüber, doch leider außer Sichtweite. Tastend findet der Ritter ihn dennoch wieder und steckt ihn ins Schloss.

Je mehr es bekommt, desto hungriger wird es.
Hat es aber alles gefressen, dann stirbt es.


Das Rätsel erklingt und Madeleine antwortet sogleich "Feuer". Der Schlüssel klickt, doch die Tür öffnet sich nicht. Dafür kehrt der Wächter zurück, schüttelt den Kopf und nimmt den Schlüssel wieder an sich. Marie erlebt nun den zweiten Teil der Vision und sieht, wie der Wächter mit einer Schattengestalt spricht, wie sie quasi wetten, ob die Gruppe darauf hereinfällt. Hätten sie den Schlüssel nicht benutzt, hätte der Wärter sie freigelassen. Nun weiß man nicht mehr, was man tun soll, also versucht man erst, zu schweigen und legt sich schließlich schlafen. Nur einer bleibt wach und sieht, wie sich die Schlafenden in Embryonalstellung kauern, manchmal aufstehen und wieder hinfallen und dabei winseln wie geschlagene Welpen. Als er dies nach dem Aufwachen erzählt, meint Madeleine, sie habe gehört, dass gefallene Bürger der Stadt zu Hunden werden. Marie hält dies für Unsinn, da die Hunde sehr gut behandelt werden.

Wieder liegt plötzlich ein Schlüssel zwischen den Zellen. Eine schattenhafte Gestalt hat ihn dort hingelegt, vielleicht die Mater. Lorentz nimmt den Schlüssel an sich, steckt ihn jedoch nicht ins Schloss. Aus der Dunkelheit hört man nun hochwertige Stiefel auf die Zellen zukommen.

Zurück in der Realität durchquert die Gruppe zusammen mit den anderen Geprüften die Tore Antiochias. Drinnen herrscht Chaos. Viele der Hungrigen fallen über die Verletzten her und auch Madeleine versucht, einen zu fressen. Lorentz hält sie glücklicherweise auf und die anderen verarzten einige der Verwundeten. Dafür wachsen nun auch Madeleine Klauenhände und eine ihrer Hände wird sogar etwas größer und haariger als die andere. Lorentz Gesicht verzerrt sich etwas mehr zur Wolfsschnauze und Andreas wachsen Wolfsohren.

Auf dem Weg durch die Stadt trifft man auf eine Frau, deren 5jähriger Sohn Johann aus Furcht davongelaufen ist. Sie bittet die Gruppe, nach ihm zu suchen. Man sagt zu, die Augen offen zu halten, allerdings ist die oberste Priorität, in den oberen Teil der Stadt zu gelangen, wo sich der Palast und die Grotten befinden. Den Rest des gesegneten Trupps hat man längst verloren, als man an einen Turm kommt, in dem sich einige Heiden mit Bögen verschanzen. Um sie zu umgehen, bricht Lorentz in ein Haus ein, aus dem er Tür und Tisch entwendet, während eine Frau um ihr Leben fleht. Sie und ihre Kinder werden komplett ignoriert. Lorentz hebt seinen Schild und rennt am Turm vorbei in die nächste Gasse, dann folgen Madeleine, Otto und Marie unter dem Tisch. Als am Ende Andreas unter der Tür folgt, schießen die Männer im Turm schon gar nicht mehr.

In der Gasse liegt ein Toter, der jedoch keinen Hunger bei der Gruppe weckt. Er scheint zu Lebzeiten krank gewesen zu sein und ist wohl schon länger tot. Dafür hört man nun etwas in der Dunkelheit umherschleichen, ein Hund vielleicht...

Im Kerker hört die Gruppe jemanden sprechen, der die Neuen begutachten möchte. Der Wesir, so befürchtet man sogleich. Allerdings hört man dann, er habe noch andere Gäste, zu denen er zuerst geht. Scheinbar ist es jemand Wichtiges. Otto und Andreas tasten erneut die Wand ab und spüren plötzlich feine Linien, darin, obwohl sie nichts sehen. Andreas sucht etwas, um sich zu schneiden und die Linien mit seinem Blut sicher zu machen. Auch Otto hat diesen Gedanken, allerdings geht er wesentlich rabiater vor: Er haut seinen Kopf gegen die Wand. Die Zellen erbeben dabei und die Fünf fallen zu Boden.

Sofort ist man zurück in Antiochia, wo Otto tatsächlich am Kopf blutet und die anderen wirklich hingefallen sind. Man steht wieder auf und sieht dann einen Wolfsmenschen in der Nähe stehen. Ein Gefühl von Zugehörigkeit macht sich breit. Otto glaubt schon, es sei der Schimmelwolf, fällt auf die Knie und ruft: "Heil dir, Nagob! Befehle mir!" Dann stürmt das Wesen auf sie zu. Lorentz stellt sich mit erhobenem Schild schützend vor seine Gefährten. Marie, die bereits befürchtet, es könne der Gelehrte sein, dem sie die Kette geschenkt hatten, ruft: "Buji Beg?"

Und dann sind alle wieder im Kerker. Vor ihnen steht Buji Beg und grinst fast höhnisch. Er öffnet den Mund und setzt an, etwas zu sagen.

Fazit
Das mit der irreleitenden bzw. zweigeteilten Vision war schon fies. Klar, wir hätten auch so drauf kommen können, dass es eine Falle ist, aber manchmal hofft man ja doch noch, dass der SL so nett ist... Was es nun mit dem zweiten Schlüssel auf sich hat, wissen wir nicht. Er war auch glaube ich später gar nicht mehr in unserem Besitz. Generell haben wir nichts mehr in unserem Besitz. Ich hoffe, wir bekommen die Sachen später zurück, da das Ei der Zauberkunst und das Zweite Leben schon sehr wichtige Items sind - auch wenn wir noch immer nicht wissen, was es mit dem Ei auf sich hat.

Spaßig war die Szene, als der gelehrte Otto meinte, sich den Kopf blutig hauen zu wollen, während der Bettler Andreas die deutlich klügere Idee hatte, um die Linien mit Blut sichtbar zu machen. Leider hat es uns auch gezeigt, dass die Erlebnisse in der Traumwelt immer realere Auswirkungen haben, weshalb wir uns eigentlich beeilen sollten, einen Ausweg zu finden.

Die Runde hat viel Spaß gemacht und ging ziemlich schnell vorbei. Und natürlich ist man mal wieder in beiden Welten bei besonders interessanten Szenen. Ich denke, es ist sehr gut, dass wir jetzt beiden Orten wieder gleich viel Spielzeit einräumen statt mal auf die eine oder andere zu fokussieren. So ist man immer bei beiden voll dabei und egal, in welche man wechselt, es wird nie langweilig. Außerdem hat uns der SL mit dem NSC Sklavenhändler unsere eigene Dummheit aufgezeigt, als er uns fragte, warum wir nicht einen neuen Fremdenführer aufsuchen. Tja, wir sind halt verwirrte Zeitr- äh, Spieler.
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Re: [Cthulhu] Das Heer der Verfluchten
« Antwort #27 am: 9.08.2017 | 19:08 »
Originalbericht: http://black-oracle.blogspot.de/2017/08/cthulhu-das-heer-der-verfluchten-die.html


Der Wolfsteufel rennt auf die Gruppe zu. Madeleine rennt ängstlich davon, Otto und Marie erkennen in dem Wesen Anna, welche sich freut, bekannte Gesichter zu sehen, doch Andreas und Lorentz sind so im Angriffsmodus, dass sie auf den Wolf zustürmen.

Im Kerker von Zawra steht die Gruppe nun dem höhnisch grinsenden Buji Beg gegenbüber, dessen Name wohl nicht wirklich Buji Beg ist. Auf die Frage, ob er eine Mater oder ihr Avatar sei, fragt er nur: "Habe ich etwa Brüste?" "Le Rouge hatte auch keine." "Habt ihr nachgesehen?" Er gibt keine klaren Antworten auf seinen Namen und der Verdacht kommt auf, er könne der Wesir sein, allerdings stimmt das Äußere nun überhaupt nicht mit den Münzen der Nacht überein. Buji Beg spricht mit verschiedenen Stimmen von Bekannten der Gruppe und Wahrheit und Zeit scheinen für ihn eher dehnbare Begriffe zu sein. Er will auf jeden Fall ein Spiel mit der Gruppe spielen. Verliert diese, werden ihre Seelen in Flaschen gesperrt, gewinnt sie, erhalten alle ihre Besitztümer und Freiheit zurück. Das Spiel hat drei Phasen, für jede hat man 24 Stunden Zeit: Zuerst müssen drei Rätsel gelöst werden. Anschließend muss man den Bettlerkönig finden. Und drittens -

Mit Mühe kann der Mönch den Ritter zurückhalten, doch Andreas stürzt sich mit seinem Speer auf Anna, die im Angesicht der Bedrohung ebenfalls zum Angriff übergeht und den Metzger verletzt. Als sich die Lage endlich beruhigt, verwandelt sich das Kind auch wieder zurück. Gemeinsam folgt man dem schweren, köstlichen Geruch von Blut nach Norden zum Hospital. Von dort erklingt Kampfeslärm und unterwegs hört man das Geräusch von merkwürdigen Hunden oder Wölfen, man weiß es nicht genau. In einem Haus bedrohen zwei Franzosen einige Frauen und Kinder, die wohl keine Vorräte mehr zu haben scheinen. Als die beiden Männer den Schlächter und das berüchtigte Wolfskind erkennen, weichen sie zurück und überlassen der Gruppe die "Beute". Die Frauen sind dankbar, haben jedoch wirklich nichts mehr. Als man einen Soldatentrupp näherkommen hört, lässt man sich von den Frauen in einem kleinen Keller verstecken. Problemlos hält man in Stille aus und beruhigt auch die Kinder. Die Gruppe hört mit an, wie etwas über die Soldaten herfällt, man hört Schreie, brechende Knochen und das Geräusch, wenn etwas gefressen wird.

Die dritte Aufgabe, fährt Buji Beg fort, ist das zu tun, was der Sultan am Liebsten hat bzw. mag. Da die Gruppe dies jedoch nicht weiß, muss sie es zusätzlich zuerst noch herausfinden. Aus dem vorigen Gespräch geht jedoch hervor, dass es sich um ein besonderes Spiel handeln könnte. Dann verschwindet er. Otto schmiert etwas Blut aus seiner Kopfwunde an die Wand, wo er die feinen Linien entdeckt hat. Sofort flammt ein Rätsel auf:

Loch an Loch
und hält doch.


Kurz wird überlegt, die Antwort dann aber schnell gefunden: Es ist ein Netz bzw. eine Kette. Sowie die Worte gesprochen wurden, fängt es an, nach Schokolade zu duften. Nun ist Andreas an der Reihe, seinen blutigen Finger über die Linien zu reiben. Erneut flammt ein Rätsel auf, gerade flüchtig genug, um es zu lesen, bevor sich die Worte in Luft auflösen.

Es kommt vom Leben,
hat kein Leben
und muss doch Leben tragen.


Dieses Mal tut sich die Gruppe schwer. Die ersten Assoziationen sind Bett und Stuhl, doch bei beiden Antworten geschieht nichts. Auch das Seil ist es nicht. Da Madeleine wie in der wachen Welt verschwunden ist - Buji Beg fragte Marie, ob sie sicher sei, dass da jemals jemand mit ihr in der Zelle gewesen wäre - hat die Gruppe nur noch eine Antwort. Da fällt Otto ein, dass auch etwas aus Leder gemeint sein könnte. Man schwankt zwischen Schuh und Sattel, doch da nicht alle sich sicher sind, ob ein Schuh einen wirklich trägt, nimmt man Sattel, was wohl auch richtig ist. Nun sucht Marie in ihrer Zelle nach Linien.

Als man sich endlich aus dem Keller des Hauses wagt, findet man auf den Straßen Antiochias 12 tote Seldschuken, augenscheinlich von Wolfsteufeln getötet und gefressen. Die Angreifer rochen sehr dreckig, scheinen sich aber in der Stadt auszukennen. Während die anderen sich etwas an den Resten der Toten sättigen, will Anna lieber lebendes Fleisch. Sie zählt sogar die Kinder ab und nun, da sie wohl länger nichts gegessen hat, beginnt sie zu würgen, ihre Knochen scheinen sich zu verformen und ihre Augen sind blutunterlaufen. Auf dem weiteren Weg bemerkt die Gruppe bald, dass sie verfolgt wird. Da die Person nicht aggressiv zu sein scheint, lässt man dies erst einmal zu und gelangt in die Nähe eines Marktes, wo es nach Früchten riecht. In einer Gasse hört man jedoch ein Würgen. Nun geht Lorentz doch nachsehen, wer denn der Fremde ist.

Im Kerker muss Marie sich zunächst überwinden, sich in den Finger zu beißen und ihr Blut an die Wand zu schmieren, wo sie ebenfalls feine Rillen gefunden hat. Ein neues Rätsel flammt auf:

Was gehört einem Menschen,
das die Anderen viel öfter verwenden
als er selbst?


Auch hier ist die Antwort schnell klar: Der eigene Name. Kaum ist die Lösung ausgesprochen, fallen die Gitterstäbe beider Zellen einfach um. Die Gruppe läuft durch die Dunkelheit, einen scheinbar endlosen Gang entlang, rechts und links überall weitere, leere Zellen. Erst nach einer Weile entdeckt man, dass es unterschiedliche Platten auf dem Boden gibt, einige davon sind mit 3en markiert. Läuft man auf diesen, verursacht man keine Geräusche und tatsächlich findet man bald eine Treppe, die nach unten führt. Sie führt ins Obsidianviertel, wo wieder einmal alles verzerrt und ungerade zu sein scheint. Während man eine scheinbar nicht enden wollende Gasse entlanggeht, sieht jeder die anderen an merkwürdigen Positionen: An den Wänden laufen, rückwärtsgehend, versetzt usw. Dann kommt man wieder zur Treppe zurück, die die Gruppe einzusaugen droht. Marie erträumt sich ein Seil und sowie die Gruppe dieses ergreift, stoppt der Sog.

Marie versucht nun, sich einen Weg heraus zu erträumen, ein Loch in den Wänden, doch das klappt nicht. Also ruft sie eine Vision herbei. Die Männer graben derweil im Boden und stoßen auf allerlei seltsame Dinge: Schmiedewerkzeuge, Würfel aus verschiedenen Materialien und eine merkwürdige Öllampe mit Katzen drauf. Derweil bekommt Lorentz heftige Hüftschmerzen und Buchstaben schälen sich aus seiner Hüfte. Er vermag sie jedoch nicht zu lesen. Maries Vision offenbart, dass sie an den Wänden laufen müssen. Sobald man dies tut, normalisiert sich die Sicht. Otto geht schließlich einen Schritt weiter und springt in den Himmel hinein, Marie tut es ihm ohne zu zögern gleich, da sie eine ähnliche Idee hatte, die anderen beiden folgen nach kurzem Zögern. Ohne einen Laut verschwindet einer nach dem anderen...

In Antiochia stößt man in der Gasse auf Henri, der ebenfalls Anzeichen des Wolfsteufelfluches zeigt. Er ist der Gruppe gefolgt, weil ihm die anderen zu wild waren und er in ihnen eher einen Schutz und eine Ablenkung für Feinde sieht. Als sich erneut bewaffnete Gegner nähern, ziehen er und Marie sich zurück, während die anderen die Männer, die im Dunkeln kaum sehen können, rasch dezimieren. Anna frisst sich endlich satt und wirkt nun auch wieder deutlich gesünder. Nun offenbart auch Lorentz Henri sein entstelltes Gesicht, worauf dieser panisch fliehen will, doch der Ritter packt ihn und schleudert ihn davon. Marie kann den Händler gerade noch beruhigen.

Etwas weiter trifft man schließlich wieder auf die Haupttruppe der Geprüften, allerdings sind diese wild am Plündern und Morden und selbst Bischof Berengar scheint erneut dem Blutrausch verfallen zu sein. Sein schwerer Umhang ist über und über in Blut getränkt und er rezitiert nonstop Bibelzitate. Otto ist völlig außer sich, bahnt sich einen Weg zu ihm und schreit dabei: "Bischof! Du Hurenbock! Wer hat Euch ins Hirn geschissen? Wir sollen der Prüfung widerstehen, nicht sie zelebrieren!" Lorentz unterbindet derweil halbwegs erfolgreich die sinnlose Ermordung weiterer Frauen und Kinder. Anna sieht ehrfurchtsvoll zum Bischof auf, der sich wieder im recht sieht in seinen Ansichten. Daraufhin greift Otto ihn an.

Angenehme Gerüche von Vanille und Schokolade liegen in der Luft. Die Gruppe befindet sich wieder in Zawra, in einem schier unendlichen Thronsaal. Nur einige Fackeln erleuchten die Säulen und einen riesigen Thron, um den ein Käfig gebaut wurde. Man kann weder Wände noch eine Decke sehen. Durch einiges angestrengtes Überlegen fällt der Gruppe nun nach und nach ein: Der Bettlerkönig Khulud hatte ein besonderes Erkennungszeichen, eine Öllampe, die mit violetter Flamme brennt. Derjenige, der die Lampe findet und entzündet, kann der neue Bettlerkönig werden. Alle Augen richten sich erwartungsvoll auf Andreas, der seine gerade erst gefundene Lampe hervorzieht und diese entfacht.

Als Otto den Bischof angreift, packt Anna gewaltsam das Bein des Mönchs und hält ihn so von der Attacke ab. Gemeinsam mit Marie kann Otto Berengar langsam wieder zur Vernunft bringen und als dieser bemerkt, was er getan hat, fließen Tränen über sein blutverschmiertes Gesicht.

Die Öllampe entzündet mit violetter Flamme und alle Fackeln im Thronsaal nehmen ebenfalls diese Farbe an. Leider macht die Lampe noch keinen neuen König aus. Erst muss sich der Anwärter mit Hilfe seines neuen Hofstaats beim Haushofmeister des früheren Bettlerkönigs bewähren. Diesen ruft man durch das Reiben der Lampe herbei. Aus der Dunkelheit erklingen Schritte und eine bekannte Stimme sagt: "Ah, Khulud, ein Erbe, endlich!"

Fazit
Eine wunderbar dynamische Runde mit vielen Sprüngen. Vielleicht wäre ein Fokus auf Antiochia, um diesen Teil abzuschließen, besser gewesen, aber auch so kam wieder ein interessanter Plot zustande, den ich nicht missen wollte.

Da der Bettlerkönig seit langer Zeit als verschollen gilt, wollten wir schon versuchen, in der Zeit zurückzureisen, um ihn in der Vergangenheit aufzusuchen. Dass Andreas die Lampe gefunden hat, war wahrhaftig ein geiler Zufall. Die Zufallstabellen in dem Buch sind wirklich sehr lustig.

Bei dem zweiten Rätsel sind wir nur dank SL-Gnade durchgekommen. Die offizielle Antwort wäre Schuh gewesen, aber Sattel machte für ihn auch noch genug Sinn. Für ihn war Schuh nur naheliegender, da dieser einen quasi durchs Leben trägt. Wir haben es allerdings etwas wörtlicher genommen, weshalb es auch ok war.

Und in Antiochia spitzt sich die Lage zu, da die Hälfte der Gruppe nur noch frisches Fleisch essen kann, tote Körper verursachen ihnen Übelkeit und sättigen sie nicht länger.
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Offline Winterphönix

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Re: [Cthulhu] Das Heer der Verfluchten
« Antwort #28 am: 26.08.2017 | 08:16 »
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Aber wirklich, was für eine Runde dieses Mal. Da glaubt man, alles läuft ausnahmsweise mal gut und dann das... aber lest besser selbst. Übrigens teste ich hier mal etwas aus: Zur besseren Unterscheidung der Antiochia- und Zawra-Parts mache ich Zawra mal in einer anderen Farbe. Sagt mir gerne Bescheid, wie ihr das findet.



Madeleine taumelt völlig aufgelöst aus einer Gasse Antiochias, während Lorentz gerade ein paar der aggressiven Geprüften von weiterem Morden abhält. Von den etwa 30 Personen auf dem Platz ist die Hälfte verwundet oder anderweitig nicht mehr kampffähig, also trommelt Marie sie zusammen, um sie etwas weiter im Süden ausruhen zu lassen und sie zu verarzten. Gerade, als sie dabei ist, hört man, wie sich ein Trupp Krieger von Norden aus nähert. Bevor jedoch der Angriff von Lorentz organisiert werden kann, ertönt ein lautes Krachen in der Nähe. Viele Leute werfen sich zu Boden, andere flüchten in die umstehenden Häuser. Ein Teil einer Statue ist in eine nahe Wand gekracht. Anscheinend werden die Geprüften mit Katapulten beschossen.

Im Thronsaal des Bettlerkönigs schreitet Savaric aus der Dunkelheit. Er führt die verwirrte Madeleine neben sich her und trägt fürstliche Kleidung. Feierlich erklärt er, ein König brauche schließlich eine Königin. Während die anderen versuchen, sich wie ein anständiger Hofstaat zu benehmen, redet Lorentz mal wieder dummes Zeug, was den Haushofmeister etwas verwirrt. Marie versucht Schadensbegrenzung zu betreiben, indem sie erklärt, seine körperlichen Attribute seien eben stärker ausgeprägt als seine geistigen, woraufhin Savaric einen anerkennenden Blick in Richtung von Lorentz' Geschlecht wirft und verstehend nickt. Dann erklärt er, die Gruppe müsse ein Rätsel lösen nach den Regeln der Obsidianfürsten. Schaffe man dies, dürfe man bei den Fürsten vorsprechen und sich vor ihnen beweisen. Schaffe man es nicht, schulde man jedem von ihnen einen Gefallen. Bei diesen Regeln gibt es keine zeitliche Begrenzung, allerdings sollte die Gruppe sich nicht zu lange im Thronsaal aufhalten, solange Andreas noch nicht König ist, da sonst die drei Fürsten ihnen Lebensenergie entziehen.

Einem jeden Edelstein
Gebe ich noch hell'ren Schein.
Wer mich aber hat verloren,
Der wird rot bis an die Ohren,
Oder er erblasst vor Schrecken
Und bleibt in der Rede stecken.

Der Plan, dass sich jeder eine Zeile merken soll, geht natürlich total in die Hose. Nicht alle haben verstanden, wo eine Zeile endet, sodass einige sich einen längeren Teil merken als andere und so einmal wieder die vorletzte Zeile vollkommen vergessen wird, nur das "erblasst" merkt man sich. Verzweifelt rätselt man herum und versucht es mit "Atem". Zwei der Fackeln gehen daraufhin aus und Savaric schüttelt amüsiert den Kopf. Etwas verzweifelt wird überlegt, es könne ja auch Glanz sein, was natürlich so gar nicht passt. Erneut erlöschen zwei Fackeln und der Haushofmeister wirkt immer weniger amüsiert. Nun wird fieberhaft überlegt. Begriffe wie Schönheit, Krone oder Schmuck kommen zur Sprache und Ottos Erklärung zur Krone passt wohl am besten: Immerhin könnte das Rotwerden auch eine Hinrichtung durch Köpfen meinen. Lorentz ist eher für Schönheit, aber Marie setzt sich mit Krone durch, da sie und die anderen die Erklärung logischer finden. Kaum hat sie die Worte gesprochen, erlöschen alle Fackeln im Saal.


Ein weiterer Teil einer Statue wird nun mitten auf die Meute geworfen, die noch etwas kopflos auf dem Platz umherirrt. Während Marie nun mit den Verletzten zurück nach Süden zieht, um Schutz zu suchen und sie zu pflegen, ruft Lorentz ein paar der noch kampffähigen Männer zusammen und will sich den Angreifern entgegenstellen. Andreas wird von den umherfliegenden Gesteinsstücken am Kopf getroffen und geht bewusstlos zu Boden. Die anderen halten ihn für tot und lassen ihn liegen. Erst, als sie weg sind, beginnt Henri, ihm Fleisch in den Mund zu stopfen, um ihn zu wecken und zu stärken.

Der Haushofmeister ist sehr zufrieden. Das Rätsel wurde gelöst und so kann er die Gruppe endlich losschicken, um ihre Aufgabe zu erfüllen, um neuer Bettlerkönig und Hofstaat zu werden. Sie müssen alle drei Fürsten des Obsidianviertels aufsuchen und sich vor ihnen beweisen. Die Lampe bringt die Fünf mittels Reiben zu ihnen und auch an jeden anderen Ort in Zawra, an dem sie bereits waren. Kurz wird überlegt, was man über die Fürsten weiß. Es sind der Unsterbliche Meister des Goldes, die Verschleierte Herrin des Flüsterns und der Blinde Meister der Klingen. Marie erwirkt eine Vision, um zu sehen, welche Aufgaben sie erwarten. Leider kann sie nur zwei der Fürsten sehen: Der Meister des Goldes scheint einer der sprechenden Hundewesen zu sein. Um ihn herum stehen Särge und liegen Leichenteile herum. Er möchte ganz besonderes Fleisch haben, vielleicht ein Neugeborenes oder Teile eines Adligen. Die Herrin des Flüsterns wiederum steht in einem Raum voller Schleier. Sie tauscht Geheimnisse gegen Geheimnisse aus Zawra, die sie noch nicht kennt.

Es kommt zur Diskussion, wohin man zuerst gehen soll. Lorentz meint, man könne ja dem Meister des Goldes Maries Arm geben, was dieser selbstverständlich widerstrebt. Schließlich entscheidet man sich für den Meister der Klingen, da Lorentz dessen Aufgabe für die einfachste hält. Andreas reibt also an der Lampe und schon steht man auf einem hohen Turm, an dessen Rand hunderte verschiedener Waffen liegen. In der Mitte sitzt ein verschleierter Mann, der zunächst nicht auf uns reagiert. Nach kurzem Überlegen weiß man jedoch, dass Andreas sich und seinen zukünftigen Hofstaat vorstellen muss. Dies tut er auch sehr holprig. Anschließend begrüßt der Meister die Gruppe ebenfalls und erklärt die Aufgabe: Einer von ihnen muss sich an eine Wand stellen und "muss Vertrauen in meine Klinge haben". Bedeutet, er wirft mit Wurfmessern und man darf sich nicht bewegen. Andreas verhaut es gleich beim ersten Versuch, also tritt Madeleine für ihn an und schafft sogar zwei Runden. Dann scheidet jedoch auch sie aus. Die anderen sind sich nicht sicher, ob sie der Herausforderung gewachsen sind, da schlägt der Meister der Klingen ein Duell vor. Natürlich nimmt Lorentz die Herausforderung an und schnappt sich einen Krummsäbel, während der Meister ihm mit bloßen Händen entgegentritt. Schafft Lorentz es, drei Hieben auszuweichen oder einen Treffer zu landen, hat die Gruppe die Prüfung bestanden. Zu spät bemerkt Marie, dass sie das Duell ablehnen hätten sollen, da man dem Meister nicht gewachsen ist - dies hätte ihm als Erklärung genügt. Stattdessen schlägt sich Lorentz gut und landet tatsächlich einen Treffer. "Nun gut, Ihr habt bestanden, aber nicht meine Wertschätzung." Als die Gruppe nun ein wenig mit ihm plaudert, erfährt man, dass der Meister Zawra verlassen will und die Charaktere ihn mitnehmen sollen, wenn sie einen Weg finden.

Während des Gesprächs entdeckt Lorentz, dass er wieder aus seinem Buch lesen kann. Dieses Mal geht es um die Regeln des Hafenviertels:

Das Silbenfeilschen ist außer Kraft gesetzt.

Die Schiffspassage kann nicht mit Münzen gezahlt werden, nur mit einem Gefallen oder einem Schmuckstück aus dem Palast des Sultans.

Jegliche Kampfhandlung steht unter Kerkerstrafe.

Wer beim Diebstahl erwischt wird, dem werden beide Hände abgeschlagen.

Strafen können entgangen werden, wenn man sich zu 3x3 Jahren der Arbeit auf dem Schwarzen Schiff verpflichtet.

Der Hafenmeister allein vermag zu sagen, wohin ein Schiff fährt.


Als man daraufhin den Meister nach dem Schiff fragt, erzählt dieser, dies sei ein Piratenschiff, welches nur bei Neumond nach Zawra kommt und dessen Besatzung willenlos ist. Bevor die Gruppe geht, erfährt Marie außerdem, dass der Sultan Geschichten sehr mag. Vielleicht ist es das, was die Gruppe tun soll...


In Antiochia geht derweil ein Hagel brennender Pfeile auf die von Lorentz geführten Krieger nieder...

Fazit
Beim Rätsel haben wir mal wieder ziemlich verkackt. Eigentlich war die richtige Antwort "Die Fassung", aber Ottos Erklärung hat den SL ziemlich überzeugt. Ich selbst wäre sicherlich nicht auf die richtige Antwort gekommen, weil ich das mit dem hellen Schein nicht in Verbindung mit einer Fassung gebracht hätte. Auf der anderen Seite ist eine Krone ja auch eine Art Fassung... Dieses Teekesselchen hat mich allerdings zu sehr verwirrt. Ottos Spieler hat zwar daran gedacht, die Antwort aber nicht ausgesprochen.

Nun war dieser Teil bis jetzt eher die Einleitung. Wir haben sehr zielgerichtet gehandelt und sind gut vorangekommen. Der richtige Blödsinn (von uns Spielern herbeigeführt) geht jetzt erst los. Vielleicht könnt ihr ja anhand des Titels erraten, was wir getrieben haben...
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Re: [Cthulhu] Das Heer der Verfluchten
« Antwort #29 am: 9.09.2017 | 07:28 »
Originalbericht: http://black-oracle.blogspot.de/2017/09/cthulhu-das-heer-der-verfluchten.html


Andreas und Otto, die nach einigen Wirrungen wieder zueinander gefunden haben, machen sich gemeinsam auf den Weg zurück ins Lager. Da hören sie aus Osten und Westen Soldaten näherkommen. Die Stimmen verraten sie als Syrer und Aramäer. Aus dem Süden dagegen hört man leise Gebet, also schleichen die beiden Männer mehr schlecht als recht dorthin.

Lorentz führt den Verletzten, Guisebert, derweil weiter. Als der Ritter Anna riecht, versucht er, dem Geruch zu folgen, doch bald überlagern andere Gerüche wie verbranntes Fleisch und Asche ihre Fährte und er gibt die Suche auf. So beschließen die beiden, nun tatsächlich umzukehren, da niemand von den anderen mehr in ihrer Nähe ist und sie zu zweit nicht viel ausrichten können. Da ertönt ein lauter Schrei, der sich anhört wie von jemandem, der aus großer Höhe herunterfällt. Sie können die Richtung allerdings nicht ausmachen.

Marie und Bruder Richard haben sich glücklicherweise noch nicht allzu weit vom Lager entfernt, als der Mönch meint, es wäre vielleicht doch etwas gefährlich ganz allein zu gehen. Marie stimmt ihm zu und sie kehren um. Vielleicht können sie später mehr Leute zusammentrommeln.

Madeleine derweil, verlassen und verzweifelt, fällt auf die Knie und betet inbrünstig zu den Müttern. Diese mögen ihr den Weg weisen und ein Zeichen schicken. "Ich preise eure Grausamkeit!" Tatsächlich liegt plötzlich Anna vor ihr, zusammengekauert und tief schlafend.

Da sich die beiden Männer umzingelt wähnen, verstecken sich Andreas und Otto halbwegs, als auch sie plötzlich den Schrei hören. Und sie erkennen ganz eindeutig: Da wurde eine Person mit einem Katapult in die Luft befördert. Noch während sie sich über diese Grausamkeit ekeln, bemerken sie, wie etwas Humanoides schnüffelnd über den Boden kriecht.

Kaum hat Madeleine das schlafende Kind auf den Arm genommen, bricht in der Nähe eine Mauer zusammen. Dahinter sieht sie einen Lichtschein wie von Feuer, auf das sie zugeht.

Lorentz und Guisebert machen sich vorsichtig auf den Rückweg und sind dem Lager schon recht nahe, als sie feindliche Truppen hören. Aus einer Seitengasse erklingt zudem ein Winseln, von dem Lorentz vermutet, es stamme wohl von einem der ihren. Er beschließt jedoch, besser nicht nachzusehen und die beiden ziehen weiter.

Als Marie zurückkehrt, sind weitere Verwundete und Erschöpfte eingetroffen. Da diverse Gerüchte kursieren, debattieren die Kreuzritter heftig untereinander, ob sie sich zurückziehen oder einen Vorstoß wagen sollten. Aber Marie hört auch Geschichten darüber, dass Lorentz und der Schlächter tot sein sollen. Ein Mann hat sich sogar Gedärme umgehängt und behauptet fest, es seien die "Insignien vom Heiligen Otto! - Äh, er wird bestimmt heiliggesprochen."

Andreas erkennt die Kreatur, die ihnen folgt, als Mensch. Dieser riecht nach Wolfsteufel und nach Tafuren. Es ist ein Jugendlicher, der die beiden eindringlich beobachtet. Otto versucht ihn zunächst mit Gesten und Steinen auf Distanz zu halten, woraufhin der Bursche nur knurrt. Da er ihnen nichts tut, gehen sie einfach weiter und er folgt ihnen.

Madeleine ist auf das Feuer zugegangen, welches sich als Lagerstelle herausstellt. Sie ist verlassen und hier und dort sieht sie alte Blutspritzer. Irgendwo liegt eine Feldflasche, in der altes, fast geronnenes Blut ist. Aus einem Haufen von Speeren nimmt sie sich einen, ehe sie noch ein Buch findet, welches sie ebenfalls mitnimmt. Einer der Blutspritzer, erkennt sie, sieht wie ein Pfeil aus, dem sie nun folgt, es könne ja ein Zeichen der Mütter sein.

Nun spricht Otto den Jugendlichen auf Arabisch an. Dies scheint ihn kurz zu irritieren und dann sehr wütend zu machen. Er greift die beiden Männer an, die sich ihm entgegenstürzten. Der Kampf dauert nicht lange, Beide schlagen und beißen auf denselben Arm des Angreifers ein. Der scheint zwar keinen Schmerz zu spüren, ist aber sichtlich irritiert, dass er den Arm nicht mehr bewegen kann. Winselnd bleibt er am Boden und die anderen beiden lassen ihn in Ruhe und gehen weiter. Er folgt ihnen nicht mehr.

Lorentz kommt endlich beim Lager an, wo man sich sehr freut, ihn lebend wiederzusehen. Er wird sogleich überschwemmt mit Geschichten darüber, wie es beim Palast aussieht. Als er dann aber hört, dass jemand angeblich die Gedärme Ottos trägt, schüchtert er diesen ein und zwingt ihn, diese zu essen. Als der Mann würgend daran herumzulutschen beginnt, erkennt der Ritter seinen Irrtum - der Mann ist gar kein Geprüfter, daher entschuldigt er sich, entreißt ihm die Gedärme und wirft sie ins Feuer. Als nächstes möchte er Andreas' Leiche bergen, wofür er gut 14 Leute zusammentrommeln kann. Gemeinsam mit diesen und Marie geht er zurück zu jenem Platz, an dem sie sich getrennt hatten. Hier treffen sie allerdings einen recht lebendigen Andreas und einen ebenso lebendigen Otto, den Marie schonmal darauf vorbereitet, wie die Leute aktuell von ihm denken. Und dann hört man Reiter näherkommen. Ein- oder zweidutzend. Schnell wird eine Barrikade errichtet und man kehrt zum Lager zurück, wo dann auch Madeleine zu der Gruppe stößt. Wie eine Kriegsgöttin kommt sie auf die anderen zu, ehe man erkennt, was sie da auf dem Arm trägt...

In Zawra schleichen die Männer hinter dem Greis her durch eine sehr schmale Gasse, die immer schmaler zu werden scheint. Der alte erklärt, ein Händler wolle sie kennenlernen. Ein Händler, der genau wie der Alte seinen Namen verkauft hat. Schließlich kommen sie in einer Schmiede an, die aber eher wie eine Tarnung wirkt. Ein Mann kommt ihnen entgegen. Er sieht aus wie Buji Beg, trägt aber eher schlichte Kleidung und scheint die Gruppe auch nicht zu erkennen. Anscheinend hat er dieses Aussehen nicht wissentlich angenommen oder benutzt es einfach so zur Tarnung. Er erklärt, es gäbe eine Möglichkeit, die ihnen vielleicht ihre Namen wiederbringt. Dazu müssten sie allerdings einbrechen und ein Gefäß entwenden. In dieses müssten sie das Blut von 3 Namenlosen geben. Allerdings ist die Methode nicht ganz gesichert und mehr Einzelheiten könne er Andreas erst geben, wenn dieser einwillige. Er bekäme selbstverständlich auch eine Gegenleistung für seine Hilfe.

Marie und Madeleine stehen derweil in einem wunderschönen Garten. Die Mütter sind nirgendwo zu sehen. Hohe Hecken formen eine Art Labyrinth und von allen Seiten hört man Kinderlachen. Beim Nachdenken fällt den Frauen ein: Das hier ist vermutlich der Garten der Stille, der Palastgarten! Und hier dürfen sich nur die Frauen des Sultans und seine Kinder aufhalten...

Madeleine trägt nicht Anna auf dem Arm, wie sie glaubt, sondern eine verkohlte Kinderleiche. Als sie dann auch noch erklärt, die Mütter hätten ihr Anna gebracht und sie hierher zurückgeführt, wollen einige sie natürlich sofort verbrennen, doch Marie hält sie davon ab. Die Frau sei von all der Gewalt nur verwirrt und würde sich wieder beruhigen. Zunächst redet man Madeleine also gut zu und sagt ihr die Wahrheit noch nicht. Sie reicht Otto das Buch, welches jedoch leer ist. Das Leder fühlt sich allerdings merkwürdig an und bei genauerem Hinsehen erkennt der Mönch, dass es sich um die Haut gleich mehrerer Menschen handelt! Dann versucht er, Madeleine davon zu überzeugen, Anna in eine Ecke zu legen und schlafen zu lassen, doch sie weigert sich. Anna sei ein Geschenk der Mütter! "Das ist nicht Anna auf deinem Arm, das ist eine Kinderleiche!", fährt Otto sie schließlich an und in diesem Augenblick erkennt die Bettlerin ebenfalls die Wahrheit. Weinend bricht sie zusammen und hört in ihren Gedanken leise eine Stimme, die sich wie ihre eigene anhört, aber gewiss die einer der Mütter ist: "Du hast diese Prüfung leider nicht bestanden. Doch keine Sorge, es werden noch andere kommen." Nun hört man aus einer anderen Richtung Reiter näherkommen und irgendetwas schleicht durch die Dunkelheit.


Fazit
Nun, zumindest in einer Welt haben wir wieder zueinander gefunden. In der zweiten sieht es leider so aus, als ob es noch ein Weilchen dauern könnte. Viele möglicherweise interessante Geheimnisse sind in Antiochia leider ungelöst geblieben, viele mögliche Verbündete zurückgelassen. Aber gut, wir haben uns auch darauf konzentriert, endlich wieder zusammenzufinden und wie man sieht hat dies bereits die Hälfte der Spielzeit in Anspruch genommen.
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Re: [Cthulhu] Das Heer der Verfluchten
« Antwort #30 am: 12.09.2017 | 07:13 »
Orginalbericht: http://black-oracle.blogspot.de/2017/09/cthulhu-das-heer-der-verfluchten_5.html


Im Palastgarten beginnt Madeleine darüber zu philosophieren, dass die Mütter sie hierher in Schwierigkeiten gebracht hätten und wie wundervoll dies doch sei. Marie kann ihre Begeisterung nicht nachvollziehen und meint, Madeleine müsse deren bösen Einflüsterungen widerstehen. "Aber überleg doch, die Mütter haben Macht hier und in der echten Welt!" Und dann beginnt Madeleine zu erklären, seit wann es den Glauben an Gott gäbe und in welchen griechischen Schriften etwas anderes stünde und so weiter. Für Marie ist dies alles ketzerisches Gewäsch. Sie sieht sich um und entdeckt überall in Pflanzen und Steinen kleine Kindergesichter, die sich jedoch nicht bewegen. Da anscheinend keine Gefahr von ihnen ausgeht, ruft sie eine Prophezeiung herbei, wie sie aus dem Garten entkommen und die anderen wiederfinden. Sie sieht, wie sie und Madeleine, jede einen purpurnen Apfel in der Hand, in einen Brunnen springen. Als sie dies Madeleine mitteilt, fragt diese nur, ob es sich nicht vielleicht um selbsterfüllende Prophezeiungen handelt. Marie ist das Geschwätz irgendwie zu hoch und blockt es daher mit Schweigen ab. Madeleine klettert auf einen Baum, um nach den Äpfeln oder dem Brunnen Ausschau zu halten, doch sie sieht nur den Garten, der bis zum Horizont zu reichen scheint.

Die Männer verhandeln derweil, was sie für ihre Mithilfe als Gegenleistung bekommen. Die beiden Namenlosen bieten an, ihnen die Wege zu nennen, auf denen sie Zawra verlassen können. Als jedoch Otto nachfragt, ob sie ihnen auch helfen können, das Durch-die-Zeit-Springen zu unterbinden, bitten sie um Verzeihung und brechen das Gespräch regelrecht ab. Verwirrten zeitreisenden könnten sie nicht helfen. Man könne sie aber noch dorthin bringen, wo sie wollten und dann würde man sich wohl nie wiedersehen.

Die Frauen verlassen sich auf Kismet und ziehen los, in der Hoffnung, die purpurnen Äpfel zu finden. Tatsächlich kommen sie problemlos zu einem Baum, welcher Äpfel in den verschiedensten Farben führt, allerdings keine in Purpur. Marie erinnert sich an eine Geschichte, nach der nur eine einzige Konkubine des Sultans die Äpfel berühren durfte. Pflückt man außerdem zu viele, geschieht etwas Schlimmes mit dem Baum, was wohl schon einmal geschehen ist. Noch während sie überlegen, hören sie ein Geräusch näherkommen und verstecken sich rasch. Ein weißer Hund trottet vorbei und sieht sich um. Sein scheußliches Gesicht sieht aus wie das eines Kindes mit grausigen Zähnen. Der Hund entdeckt sie nicht und zieht wieder von dannen, doch die Frauen sind so voller Angst, dass sie nicht wagen, sich zu bewegen, bis es dunkel geworden ist. Es ist kalt und Raureif überzieht die Äpfel, die nun alle blau sind.

Nach einigem Hin und Her einigt man sich darauf, zum Basar zu gehen. Dort hält Andreas Ausschau nach einer möglichst reich aussehenden Person. Tatsächlich hat er Glück und stiehlt einen Schriftrollenbehälter. Darin steckt eine Art Stadtkarte, die allerdings keinen Maßstab hat. Darauf ist Zawra in Kreisen abgebildet. Ganz innen im Kreis ist der Basar, darum herum das Händlerviertel. So geht es weiter, wobei einige Viertel nicht beschriftet sind und es auch keine richtigen Einzelheiten gibt. Ganz außen liegt zumindest der Hafen. Als Andreas sich etwas auf die Karte konzentriert, erscheint in ihrer Mitte ein kleiner Stern, der sich bewegt, wenn sich Andreas bewegt.

Otto handelt in dieser Zeit mit einem Händler. Dieser bietet ihm eine Pfeife aus Elfenbein an, deren Klänge angeblich Tiere kontrollieren können, nur keine Hunde des Sultans. Einst habe sich dieses Artefakt im Besitz des Sultans selbst befunden, er habe es jedoch großzügig seinem Volk zur Verfügung gestellt. Während der Verhandlung mischt sich immer wieder Lorentz ein und versucht durch Geringschätzung des Gegenstandes dessen Preis zu senken. Otto dagegen fährt genau die umgekehrte Taktik, indem er dem Händler Abu schmeichelt. Leider ist der Preis trotzdem viel zu hoch und so verabschieden sich die Männer und überlegen, was sie nun tun sollen. Weitere Ablenkungen wie die Suche der Sonnenuhr wollen sie vermeiden. Daher überlegen sie, ob sie entweder die Frauen suchen oder gleich zum unsterblichen Meister des Goldes gehen.

Madeleine erwacht schließlich aus ihrer Starre und pflückt einen der Äpfel, der sich in ihrer Hand gelb verfärbt und herrlich nach Zitrone duftet. Sie beißt hinein. Der Bissen erfüllt sie mit einem wohligen, erfrischenden Gefühl. All ihre Wunden und Erschöpfungen fallen von ihr ab und ihre Augen verfärben sich gelb. Nun traut sich auch Marie. Ihr Apfel hat eine diamantene Oberfläche und ist völlig geruchslos. Auch als sie hineinbeißt schmeckt er nach nichts. Da sie keine andere Möglichkeit haben, träumen sie ihre Äpfel einfach purpur, auch wenn das Zaubern hier nur den Haremsdamen erlaubt ist. Wieder verlassen sie sich auf Kismet und finden den gesuchten Brunnen. Madeleine zögert anfangs etwas, ergreift dann aber Maries Hand. gemeinsam springen sie in den Brunnen.


Die Reiter, die näherkommen, entpuppen sich als die eigenen Leute. Es sind Wilhelm von Gascogne und einige verletzte Gefolgsmänner. Auch sie zeigen Anzeichen des Wolfsteufelfluches. Auf ihrem Weg zum Lager stießen sie auf eine Barrikade, weswegen sie einen Umweg nehmen mussten und einige Männer verloren. Natürlich meint Lorentz schulternzuckend, dass es ihre Barrikade war. Wilhelm ist verärgert, berichtet dann aber weiter vom Palast. Die letzten Widerständler würden sich dort verschanzen. Man müsse sich einfach neu formieren und am nächsten Morgen angreifen.

Gerade wollen die drei Männer sich auf den Weg machen, da stehen die Frauen wieder neben ihnen. Die Äpfel sind verschwunden. Um keine weitere Zeit zu vergeuden, nutzt man die Lampe, um zurück in den Thronsaal zu kommen und von dort aus zum Meister des Goldes. Man findet sich in einer Art Grab wieder, das sehr an die Höhle der Sünden erinnert. Überall liegen verschiedenste Schätze angehäuft und Särge zieren die Wände. Es gibt nur eine dicke, steinerne Tür, auf der etwas geschrieben steht. Als Lorentz sie berührt, flimmern kurz Worte auf:

Wer es macht, der sagt es nicht.
Wer es nimmt, der kennt es nicht.
Wer es kennt, der will es nicht.


Kurz denkt die Gruppe, es sei wieder das Sarg-Rätsel, doch dieses klingt dann doch etwas anders. Die erste Antwort, die richtig erscheint, ist Gift, doch beim Aussprechen des Wortes erscheint nur ein Strich auf der Tür. Das war wohl doch nicht die richtige Lösung. Es wird weitergerätselt, vor allem, da man sich mal wieder über den genauen Wortlaut nicht mehr sicher ist. Tod, rät man, doch auch das ist falsch. Geheimnis ebenso. Die Zeit verrinnt, doch so wirklich fällt niemandem mehr etwas ein, bis Lorentz plötzlich freudig ruft, es könne ja Falschgeld sein. Und tatsächlich, der Stein rollt zur Seite.

Da der Gruppe einfällt, dass der Meister des Goldes Schmuck sehr schätzt, träumt Otto sich seine Haut mit Blattgold überzogen. Dann geht man hinein. Auf einem Thron sitzt eine übermäßig von Schmuck behangene Wolfsgestalt, vor ihm knien zwei vermummte Gestalten, die denen ähneln, die die Männer vorhin verfolgt haben. Als Andreas dem Meister den Korb, indem sich ein Schrumpfkopf befindet, wie man mittlerweile weiß, als Gastgeschenk überreicht, tritt eine der vermummten Gestalten vor, um diesen anzunehmen. Sie stinkt furchtbar nach Verwesung und Marie wird fast ohnmächtig davon. Der Meister des Goldes ist sehr verzückt von dem Geschenk und bricht immer wieder kleine Stücke heraus, die er genüsslich verspeist. "Hervorragend! Gut abgestanden!" Dann erklärt er ihnen ihre Aufgabe, um seine Anerkennung zu verdienen: Sie müssen ihm ein Relikt von hohem Wert bringen.

Andreas zögert zunächst, überreicht ihm dann aber die seltsame Stadtkarte. Zunächst ist der Meister erbost, was für eine Kinderkritzelei das denn sei. Daraufhin fragt Andreas: "Sehr Ihr nicht den kleinen Stern?" Der Obsidianfürst zögert, blickt genauer hin und fragt dann erstaunt: "Warum ist hier mein Versteck drauf?" "Die Karte zeigt an, wo sich der Besitzer befindet." "Oh, da führt das also hin... und das liegt dort, aha!", murmelt der Fürst nun. Dann wendet er sich an die Gruppe und erklärt, sie hätten seine Anerkennung verdient und ihm einen großen Dienst erwiesen. Wann immer sie Artefakte bräuchten, er könne sie ihnen besorgen. Bevor sie gehen, richtet Marie noch eine Frage an ihn: Was denn der Sultan am liebten täte oder möge. "Oh, das ist einfach. Ihr kommt sicher auch noch in den Genuss. Er mag -"


Fazit
Was haben wir uns wieder für schöne Probleme eingebrockt! Madeleine ist quasi zu den Müttern übergelaufen, die beiden Frauen haben ziemlich schwere Verbrechen begangen und wir haben ein Artefakt weggegeben, das uns richtig nützlich hätte sein können! Leider hat Ottos Spieler vergessen, dass wir uns darauf geeinigt haben, unsere Zeitreiseprobleme nicht mehr zu erwähnen, sodass auch die Möglichkeit, Andreas' Namen wiederzubekommen erstmal verpufft ist. Aber ich glaube, wir könnten langsam versuchen, ob wir das mit der Traumfähigkeit in den Griff bekommen können. Der ursprüngliche Buji Beg erwähnte ja etwas, das wir nur mehr üben müssen und ich glaube, seitdem durften wir Dreaming einmal steigern.

Ansonsten sind wir natürlich mal wieder fast an dem Rätsel gescheitert. Es kam allerdings auch sehr spät am Abend und wir waren ein wenig unkonzentriert.

Insgesamt war auch die Verteilung der Antiochia- und Zawra-Anteile sehr schön gemacht. Zuerst lag der Fokus auf der Wachen Welt und als wir dort wieder zusammen waren, verschob sich der Fokus auf Zawra.

Der Abbruch der Runde mitten im Satz haben wir übrigens einem der Mitspieler zu verdanken, der unserem SL handwedelnd Zeichen gab, jetzt unbedingt aufzuhören. Später meinte der SL, er hätte ja eigentlich eine viel schönere Stelle für den Cliffhanger nehmen wollen, aber wenn wir es so haben wollen, bitte.
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Re: [Cthulhu] Das Heer der Verfluchten
« Antwort #31 am: 16.09.2017 | 08:04 »
Originalbericht: http://black-oracle.blogspot.de/2017/09/cthulhu-das-heer-der-verfluchten-die.html


Ein neuer Tag bricht an in Antiochia. Es herrscht bereits geschäftiges Treiben und die Lager werden nun endlich von vor der Stadt in die Stadt verlegt. Antiochia ist eingenommen, nur das Palastviertel leistet noch Widerstand. Großer Hunger plagt die Gruppe und so plant man, sich einmal umzusehen. Bevor es jedoch losgeht, stapft Lorentz in bester Schlächter-Manier auf den nächstbesten Kerl zu, der Essen hat und bedroht ihn, damit ihm dieser etwas abgibt. Der Mann stopft es jedoch schnell in sich hinein, damit Lorentz ihm ja nichts wegnehmen kann. Guisebert teilt jedoch nur zu gerne sein Mahl mit dem Ritter.

Dann zieht man los, auch mit dem Plan, das Pferd zu schlachten, welches Lorentz ganz zu Beginn des Abenteuers erbeutet hat. Zunächst sucht man den Marktplatz auf, der jedoch vollkommen leergefegt ist. Dann kommt die Gruppe an ein Haus, welches von außen verriegelt wurde. Die Person drinnen bittet sie, sie in Ruhe zu lassen. Als ein paar Wachen vorbeikommen, fragt man nach, wer denn dort drin sei. Es ist anscheinend das Haus von Firuz, dem Verräter, der die Stadttore geöffnet hat. Er wurde auf eigenen Wunsch hin eingemauert. Den Sinn hinterfragt niemand weiter.

In einem anderen Haus ganz in der Nähe erschnüffeln die Männer einige Rationen, die sie untereinander aufteilen. Als Savaric seine Bekannten entdeckt, kommt er natürlich näher. Andreas schenkt ihm eine seiner Rationen, die der Raubritter freudig und dankend annimmt. Man beschließt, dass man ziemlich dreckig ist und dem Badehaus einen Besuch abstatten sollte. Auf dem Weg dorthin hört man jedoch eine altbekannte Stimme vor sich hinbrabbeln. Es ist Peter Bartholomäus, der Seher. Er sitzt in der Sonne und redet nur noch wirres Zeug. Sein Geruch verrät, dass er ebenfalls geprüft ist, doch sein Äußeres verrät es noch nicht. Allerdings fehlt ihm ein Arm. Da der Mann von den Leuten sehr verehrt wird, nimmt man ihn mit. Das Badehaus ist allerdings völlig verdreckt. Schmutz und Leichen wurden ins Wasser geworfen, sodass es weder zum Trinken, noch als Badequelle taugt. Man beschließt also, die Kirche aufzusuchen und Bischof Berengar zur Suche nach der Grotte, die er in seiner Vision gesehen hat, zu animieren.

"Der Sultan mag Geschichten, die nur für ihn bestimmt sind. Einzigartige Geschichten. Natürlich gibt er auch einige Vorgaben dazu", erklärt der unsterbliche Meister des Goldes. Man bedankt sich. Otto erträumt Andreas noch einmal schlauer, damit dieser seine merkwürdige andere Schriftrolle endlich lesen kann. Anschließend leiden zwar beide unter Kopfschmerzen, aber zumindest lernt Andreas ein paar neue Dinge.

Nun betritt man mithilfe der Lampe die Kammern der Herrin des Flüsterns. Hier gilt, dass man nur flüstern darf und niemals lauter sprechen darf als sie selbst. Der Raum ist in ein diffuses, dunkles Licht getaucht und jedes Wort, das man spricht, hallt unendlich wider. Auch andere Wörter und Sätze, die vielleicht vor langer Zeit einmal hier gesprochen wurden, hört man immer und immer wieder. Überall hängen Schleier von der Decke, die man zwar berühren, jedoch nicht zur Seite schieben darf. Lorentz und Marie sind von dem Hall so verstört, dass sie sich zunächst nicht regen können. Eine positive Geschichte von Otto beruhigt die beiden einigermaßen wieder. Dann lauschen alle genau dem Flüstern und hören die Stimme von Anna, welche den Weg zu weisen scheint. An einer Kreuzung dringen jedoch bösartige Einflüsterungen auf die Gruppe ein. "Wirf dich zu Boden!" "Bring dich um!" "Töte den Bärtigen!" "Es hat keinen Sinn, kehr um!" Und viele ähnliche Dinge erschüttern den Willen der Charaktere. Marie wirft sich winselnd zu Boden, Andreas beißt sich selbst und Lorentz versucht, Otto hinterrücks zu erwürgen. Doch erneut kann Otto alle wieder zur Vernunft bringen, nur Marie rührt sich nicht. Also wirft Lorentz sie sich über die Schulter und trägt sie.

Schließlich kommt man in einen großen Raum ohne Schleierlabyrinth. Auf einem Thron hinter einem Schleier sitzt eine Person, wohl die Obsidianfürstin. Bei genauerem Hinsehen bemerkt man, dass sie sich nicht bewegt, weder beim Sprechen, noch sonst irgendwann. Flüsternd bittet sie alle, sich vorzustellen, was auch allen außer der noch immer irritierten Marie gelingt. Die Frau stottert nur vor sich hin. Dann stellt die Fürstin der Gruppe ein Rätsel:

Auf Vieren steh' ich,
Hab einen Rücken,
Und wer's grad mag,
Der darf mich drücken.


Man überlegt kurz leise, doch die sinnvollste Antwort ist der Stuhl. Dies erweist sich auch als richtig und man erfährt, dass man auch nur eine Antwortmöglichkeit hatte. Ein kleiner Ups-Moment für die Gruppe, die ja begonnen hatte, immer mehr zu überlegen, wie die Regeln in einzelnen Orten sind. Nun jedenfalls muss man der Herrin des Flüsterns ein Geheimnis verraten, welches sie noch nicht kennt. Man berichtet ihr also das, was man von Al'Kadim gehört hat: Wenn man ein Rätsel, welches man an diesem Tag zum ersten Mal gehört hat, in einer Vollmondnacht im Obsidianviertel rückwärts spricht, kann man beim nächsten Rätsel selbst bestimmen, nach welchen Regeln das nächste Rätsel sein soll. Die Fürstin ist zufrieden und dankt der Gruppe. Sie könne ihnen auch das sagen, was die Gruppe am meisten wissen will: Wie man Zawra verlässt.


Auf dem Weg zur Kirche kommt man an einigen Soldaten dabei, die gerade ein Haus anzünden, in dem sich wohl einige Araber verbarrikadiert haben. Lorentz findet das nicht sonderlich gut und versucht, die Männer davon abzuhalten. Sie haben jedoch ihre Befehle und auch Otto weist darauf hin, dass es ihr gutes Recht ist. Die Stadt hat sich nicht ergeben, also wird sie nicht geschont. Trotzdem versucht der Ritter weiterhin, einen Kampf zu provozieren, während die anderen ihn zurückzuhalten versuchen. Schließlich ziehen beide Gruppen ihrer Wege, doch Lorentz droht noch immer, die Männer sollten sich nicht noch einmal vor ihm blicken lassen. Unterwegs entbrennt dann ein leises Streitgespräch, bei dem sich Lorentz und Otto gegenseitig mit Kindsmörder und Zweifler an der Kirche beschimpfen.

Als man bei der Kirche ankommt, ist diese verschlossen und einige Wachen stehen davor. Berengar ist wohl bei Johannes Oxitis, dem Patriarchen der Stadt. Er wird wohl erst am Abend zurück sein und will dann eine Mitternachtsmesse halten. Die Gruppe bekommt etwas zu trinken und übergibt den verwirrten Bartholomäus in die Obhut der Wachen. Savaric lässt man ebenfalls zurück, damit dieser seine Ausrüstung säubern kann. Marie, die auch von einem gefangengenommenen Gelehrten gehört hat, fragt nach dessen Namen.

Der Preis für diese Information ist allerdings der Kopf eines der Obsidianfürsten. "Wir kommen darauf zurück", meint Otto, dann begibt man sich wieder in den Thronsaal. Dieser ist nun erhellt und der Käfig um den Thron ist verschwunden. Der Haushofmeister bringt ihm eine dreieckige Krone aus rauchig schwarzem Material. Als er sie sich aufsetzt, verwandelt sie sich in eine einfache Kopfbedeckung, einen schlichten Turban, doch die Krone scheint noch ein wenig durch. Leider ist Andreas noch kein vollwertiger Bettlerkönig. Er muss erst drei Tage überleben, dann stehen ihm alle Fähigkeiten zur Verfügung. Zudem weiß man nun auch, dass der Sultan und der Wesir die Obsidianfürsten eher als Bedrohung empfinden, da diese Macht über Geheimnisse der Stadt haben und aus dem Untergrund agieren. Auf Andreas' Handfläche bildet sich eine Art Münzabdruck, allerdings noch nicht vollständig.

Nun, da auch diese Aufgabe bestanden ist, will man sich der letzten Prüfung stellen. Mittlerweile weiß man schließlich, dass man eine Geschichte erzählen muss. Die Frage ist nur, ob man dies tatsächlich vor dem Sultan tun muss oder einfach nur so. Mit der Lampe wünscht man sich also zurück in den Kerker.


Fazit
Während in Zawra alles einigermaßen läuft, haben wir in Antiochia aktuell kein ganz klares Ziel. Jedenfalls keines, welches wir aktuell erreichen können. Sicherlich gäbe es etwas zu entdecken oder zu tun, aber unser Hauptziel können wir wohl erst nach der Mitternachtsmesse angehen.

Die Herrin des Flüsterns bzw. ihr Labyrinth hat uns aber ziemlich zugesetzt. Das hätte ganz schön nach Hinten losgehen und ein paar Charaktere das Leben kosten können. Die Aussicht auf eine verlässliche Information bezüglich Zawra verlassen ist allerdings auch nicht schlecht, nur die Bedingung ist ziemlich... schwierig....
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Re: [Cthulhu] Das Heer der Verfluchten
« Antwort #32 am: 19.09.2017 | 17:17 »
Originalbericht: http://black-oracle.blogspot.de/2017/09/cthulhu-das-heer-der-verfluchten-die_13.html

Und ich habe eine Zusammenfassung mit allen wichtigen Informationen verfasst. Wer sich also eine Übersicht machen möchte, kann dies hier tun: http://black-oracle.blogspot.de/2017/09/cthulhu-das-heer-der-verfluchten_15.html



Der Wachmann überlegt und meint dann: "Ich glaube, der hieß Begbuji oder so." Marie bedankt sich, dann geht man zum Haus der Gelehrsamkeit, einer Bibliothek. Diese ist mittlerweile jedoch recht leer. Viele Bücher wurden verbrannt, andere geplündert. Die Männer von Clemens dem Geldschneider sollen viele Schriften mitgenommen haben. Also geht man dorthin, wo Clemens gerade seine Waren verkauft. Kurz davor trifft man auf Henri und einige seiner Kameraden, die wohl etwas Fleisch bei Clemens erworben haben. Lorentz nimmt ihnen einige Rationen ab, immerhin schulde uns Henri ja noch etwas. Dafür lädt er ihn aber auch zum Mitessen ein, wenn das Pferd später geschlachtet wird.

Clemens verkauft gerade Fleisch an die hungrigen Kreuzfahrer. Um zu ihm durchzudringen, steigt Lorentz auf sein Pferd und versucht, durch die Menge hindurchzureiten, allerdings scheut das Pferd. Otto kämpft sich einfach so durch, als Lorentz die Leute erschreckt und dann zu Clemens vorprescht. Marie und Andreas folgen ihm einfach, ebenso wie Otto, der sich gerade noch in Sicherheit bringen kann. Clemens hat vier Leibwächter, einfache Männer, wie der Ritter schnell erkennt, keine große Gefahr. Die Menge derweil erkennt Marie und fleht sie an, etwas zu tun, damit die Preise sinken. Der Geldschneider ist alles andere als erfreut über den Auftritt der Gruppe, besonders nach Ottos Ausraster im Heerlager. Otto fragt jedoch nach den Büchern, die Clemens besitzt, doch der will horrende Preise dafür haben, auch wenn er nicht wirklich weiß, was er da genau verkauft. Die Menge empört sich derweil darüber, dass der Geistliche Geld für Papier zahlt. Der Mönch handelt schließlich aus, dass er für 5 Dinar pro Tag die Schriften lesen darf. Dann geht er in den Raum, wo diese gelagert liegen und beginnt, sie sich anzusehen. Marie, Lorentz und Andreas versuchen derweil, Clemens dazu zu bewegen, die 15 Dinar für eine Ration auf 5 zu senken, da so mehr Menschen versorgt werden können. Maries Diplomatie scheitert leider, doch die beiden Männer wirken einschüchternd genug, um das Vorhaben durchzusetzen.

Anschließend begibt man sich zu einem Brunnen, um sich endlich zu waschen. Dort hört die Gruppe etwas über die Tafuren, die sich in den bergigen Teilen der Stadt niedergelassen haben. Sie sammeln sich anscheinend bei Charonion, einer hohen Felsfigur, welche Charon darstellt. In diesem Moment stößt Bruder Richard zu ihnen.

Man steht in einem prächtigen Saal voller Wohlgerüche. Überall sieht man 66 oder 99 Diener und Dienerinnen und vor ihnen befindet sich ein leicht korpulenter, aber durchaus gutaussehender Mann. Es ist der Sultan und seine Stimme ist so angenehm, dass man sich wünscht, er möge nie aufhören zu sprechen. Die Gruppe ist vollkommen von ihm eingenommen und überwältigt von all der Pracht, sodass niemand auch nur ein Wort herausbekommt - außer Lorentz, der immer wieder stammelt: "Aber wir haben uns doch in den Kerker gewünscht." Da man nichts sagt, wirkt der Sultan nun doch etwas verärgert und man fürchtet sich, als er beschreibt, worum es in der Geschichte gehen soll: Sie beginnt in einer Folterkammer, der Held ist ein Fischer und er hat im Wahnsinn seinen eigenen Bruder getötet.

Die Gruppe fasst sich und beginnt zu erzählen, immer einer nach dem anderen. Otto beginnt: Der Mann im Kerker ist Hassan, ein Fischer. Er hat seinen älteren Bruder getötet, um das Fischerboot seines Vaters für sich zu haben. Nach einer Weile des Erzählens fragt der Sultan an Lorentz gewandt: "Aber war es nicht so, dass es nicht sein einziger Bruder war?" Und Lorentz erzählt von dem jüngeren Bruder, welcher der Foltermeister ist. Der Vater der drei, ebenfalls ein Fischer, war kürzlich gestorben und hatte den Söhnen sein Fischerboot vermacht. Jeder sollte an einem anderen Tag damit ausfahren, doch Hassan hatte das nicht gewusst und geglaubt, nur einer von ihnen könne das Fischerboot erben. Daher hatte er seinen Bruder erschlagen. Dabei habe der Vater doch gewollt, dass jeder seiner Söhne gut heirate und wiederum drei Söhne bekäme, die ebenfalls das Fischerhandwerk erlernten. "Aber war es nicht so, dass keiner von ihnen einen Sohn hatte?" Ja, der eine habe nur Töchter gehabt und die Ehefrau des Jüngsten sei im Kindbett verstorben, sodass sich das Herz des Bruders versteinert hatte und er Foltermeister geworden sei. Nun wendet sich der Sultan an Marie: "Aber war es nicht so, dass Hassan nicht die einzige Person im Kerker war?" So berichtet Marie davon, wie auch eine junge Frau im Kerker sitzt, deren Stimme so lieblich ist, dass sie allein vermochte, das kalte Herz des Foltermeisters zu erwärmen. "Aber war es nicht so, dass ihre Strafe das Herausschneiden der Zunge war?" Ja, berichtet Andreas, denn sie hatte etwas gestohlen und gegessen, was für den König des Landes bestimmt war. Dies sei ein magischer Fisch gewesen, den der Vater der drei Söhne einst gefangen und im violetten Salz aus den Himalayabergen eingelegt hatte. "Aber war es nicht so, dass es in Wirklichkeit gar kein Fisch war?", fragt der Sultan nach. Lorentz meint zuerst, doch, es sei ein Fisch gewesen, woraufhin der Sultan seine Frage noch einmal etwas eindringlicher stellt. Der Krieger gibt nach und erzählt, es sei ein Frosch gewesen, doch der Fischer, ein Mann von einfachem Geiste, habe dies nicht erkannt. Andreas erzählt nun stockend weiter, es sei zudem ein singender Frosch gewesen - als er noch lebte. Und er könne Wünsche erfüllen. Der erste Wunsch des Sultans, so erzählt Otto, sei gewesen, zum Sultan zu werden. "Wie egoistisch!", wirft der Sultan ein. "Aber so konnte er dem Volk am besten Wohlstand sichern. Er tat es also für seine Untertanen", erklärt Otto. Und Hassan würde seine Tat mittlerweile auch zutiefst bereuen, schlägt er den Bogen zurück. Lorentz beendet schließlich die Geschichte mit dem zweiten Wunsch des Sultans: Der erschlagene Bruder ersteht wieder auf und die drei versöhnten sich. Bis zu ihrem Lebensende fuhren sie, wie der Vater es gewollt hatte, mit dem Fischerboot hinaus.

Die Szenerie verändert sich schlagartig, man ist wieder im Kerker und ein Klatschen ist zu hören. Er meint, wir hätten die Aufgaben gelöst. Das Geschichtenerzählen müssten wir aber nochmal üben. Endlich dürfen sich alle ihre Ausrüstung zurücknehmen und den Kerker verlassen. Man geht auf den Basar, um sich einen neuen Fremdenführer zu suchen, wie es empfohlen wurde. Vorher erzählt Otto, der von der Kritik des Kerkermeisters angefressen ist, jedoch die Geschichte von Hassan und dem singenden Frosch, welche beim Volk hervorragend ankommt und sich wie ein Lauffeuer verbreitet.

Beim Fremdenführer fragt man nach der Sonnenuhr, doch um die zu finden braucht man wohl Kismet und muss ein Freund der Zeit sein, wie Otto es ist. Er müsse dies jedoch erst üben. Das ginge am besten in einer Stresssituation. Also schlägt Lorentz Otto in den Magen. In diesem Moment dreht sich jedoch die Zeit zurück und Lorentz tritt zu, Otto kann dieses Mal jedoch ausweichen. Der Krieger erinnert sich an nichts, während die anderen den Zeitrücklauf mitansehen konnten und völlig fasziniert sind. Nun soll das Kismet erhöht werden. Dazu muss man den Turm der Mysterien aufsuchen, den man nur einmal in seinem Leben aufsuchen darf. Man soll dort jede Menge seltsamer Dinge sehen und am Ende erhalte man die Antwort auf eine Frage.


Bruder Richard fragt nach dem verschollenen Bartholomäus, woraufhin Marie ihn beruhigt, den habe man zur Kirche gebracht. Lorentz erzählt daraufhin, Otto sei bei Clemens und lese dort in diversen Schriften. Also geht man dorthin. Der Platz, der zuvor voller Menschen war, ist nun leergefegt und nur noch zwei von Clemens' Wachen stehen dort herum. Man drängt, Otto sehen zu dürfen und wird auch nach kurzem Widerstand durchgelassen. Otto hat ein paar interessante Dinge herausgefunden. So hat wohl Sankt Babylas dem Caesar selbst verboten, seine Kapelle zu betreten, solange dieser sich nicht von seinen Sünden gereinigt hat. Der Herrscher ließ ihn daraufhin in Ketten legen und er wurde auch in diesen Ketten beigesetzt. Sein Leichnam wurde mehrfach an andere Orte gebracht, bis er schließlich in Antiochia landete, irgendwo bei einer Statue des Charon. Da die Gruppe das Buch für interessant hält, überlegt man, wie man es mitnehmen könne. Stehlen wollen die beiden Mönche natürlich nicht, doch der einfache Andreas "kauft" es quasi einem der Wachen für zwei Rationen ab, worüber Bruder Richard nur den Kopf schüttelt.

Da es nur noch wenige Stunden bis zur Mitternachtsmesse sind, beschließt die Gruppe, zumindest den Weg dorthin schon einmal auszukundschaften. Bei der Statue sieht man jede Menge Tafuren, die wohl gerade jemanden ermorden. Man hört das Brechen eines Rückgrades. Dann nehmen die Wilden die Witterung auf und stürzen sich auf die Gruppe.

Fazit
Ich kann leider die Geschichte und das Drumherum schriftlich niemals so wiedergeben, wie es sich angefühlt hat. Ich denke, wir hatten alle ziemlich Schiss, als wir uns auf einmal wirklich etwas ausdenken mussten. Und dass dann quasi zufällig vom Meister ausgewählt wurde, wer drankommt, hat es nicht besser gemacht. Es hat allerdings auch ziemlich Spaß gemacht. Besonders gut wurde es, als aus dem Fisch plötzlich ein Frosch wurde und dann aus dem Frosch auch noch ein singender! Natürlich nur zu Lebzeiten! An der Stelle haben wir einfach nur gelacht, weil es so absurd und komisch war. Und dann, als Otto angefressen auf dem Markt die Geschichte noch einmal erzählt, würfelt er auch noch eine 4x10 auf sein Geschichtenerzählen. Nur um das mal zu verdeutlichen: Mit 8 Würfeln 4x dieselbe Zahl (irgendeine) zu würfeln, hat eine Wahrscheinlichkeit von 5% und die 10 ist das beste Ergebnis, was man bekommen kann! Es war absolut grandios!

Ich kann fast gar nicht über irgendetwas anderes nachdenken, weil das einfach der absolute Höhepunkt der Runde war. Und auch, wenn man eigentlich bei Cthulhu ernst bleiben sollte, in diesem Falle war es einfach zu genial.

Ansonsten müssen wir jetzt noch irgendwie prüfen, ob die Dinge, die wir während der drei Prüfungen getan haben, nur Illusion waren oder ob Andreas tatsächlich Bettlerkönig wird und wir ihn nun 3 Tage lang am Leben halten müssen. Einen davon verbringen wir ja ohnehin in der Bibliothek.

Und in Antiochia wird es nun spannend, der erste Kampf seit Längerem steht an und danach geht es hoffentlich bald in die Katakomben. Das Rätsel um die Geheimtür in der Kapelle haben wir ja leider nicht gelöst und werden wohl auch keine Gelegenheit dazu haben, da bald das feindliche Heer vor den Stadttoren stehen wird. Und es gibt Buji Beg anscheinend wirklich. Mal sehen, ob wir noch mit ihm sprechen können und ob er uns überhaupt erkennt.
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Offline Winterphönix

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Re: [Cthulhu] Das Heer der Verfluchten
« Antwort #33 am: 22.09.2017 | 17:24 »
Originalbericht: http://black-oracle.blogspot.de/2017/09/cthulhu-das-heer-der-verfluchten-die_18.html


Die Gruppe steht wieder auf dem Basar. Otto und Marie bemerken schnell, dass sie in einigem Abstand von drei Hunden umkreist werden und irgendwo steht eine verhüllte Gestalt und beobachtet sie zusätzlich. Am Himmel stehen seltsamerweise 4 Sonnen und alle Leute sprechen merkwürdige Akzente, die man nicht versteht. Auch die Gegenstände, die von Händlern feilgeboten werden, wirken merkwürdig verdreht. Als Otto einen davon erwerben will, kann er die scheinbare Fantasiesprache des Händlers nicht verstehen und bietet ihm drei Dirham an, Als er ihm diese gibt, grinst der Händler nur, gibt ihm aber den Gegenstand nicht. Otto, der durch die Legende vom singenden Frosch einiges an Geld gemacht hat, stört sich jedoch nicht daran. Marie drängt darauf, zum Hafen oder Handwerkerviertel zu gehen, da man dort die Zeit kontrollieren darf. Die anderen wollen jedoch erst zur Bibliothek. Bevor man sich dorthin auf den Weg macht, stiehlt Andreas jedoch ein rohes Ei aus dem Beutel eines Passanten.

Bei der Bibliothek der fünf Türme angekommen, ist plötzlich alles wieder normal. Es gibt nur zwei Sonnen und die Leute sprechen wieder normal. Auch Habibi, der neue Fremdenführer, wartet bereits und grüßt die Gruppe erfreut.


Sechs Tafuren stürzen sich auf die Gruppe, die keine andere Möglichkeit sieht, als sich mit Klauen und Zähnen zu verteidigen. Lorentz hat keine Schwierigkeiten, sie niederzustrecken, während die anderen heftig einstecken. Nach dem Kampf überkommt Andreas der Hunger und er labt sich am Fleisch der Besiegten. Daraufhin schließen sich seine Wunden und seine Muskeln schwellen an, Lorentz dagegen wachsen nun ebenfalls Klauen.

Jetzt, wo man Ruhe hat und sich erst einmal verarztet, erzählt Otto vom Sinn der Charon-Statue: Einst suchte eine Seuche die Bevölkerung heim und ein Mann namens Leios ließ Charonion errichten, um sie davor zu schützen. Tatsächlich half der Bau gegen die Seuche. Als man gehen will, taucht Madeleine noch ihre Hand in Blut und hinterlässt damit einen Abdruck auf der Statue.

Die Gestalt in der Kutte beobachtet die Gruppe noch immer und zum ersten Mal sieht man auch Hunde bei der Bibliothek. Vor der Bibliothek hört man plötzlich eine Art Heulen, aber so merkwürdig und außerweltlich, dass es an den Nerven der Gruppe zehrt. Es sind erneut die Hunde von Tindalos, ein weiterer Reisezyklus ist verstrichen und sie kommen näher. Als Madeleine fragt, was die Hunde von Tindalos sind, rastet Lorentz aus und greift sie an. Zum Glück nur mit seinen Fäusten, aber sofort beginnen die Gelehrten in der Nähe nach den Wachen zu rufen. Bevor Marie also Habibi fragen kann, wie genau man sein Kismet im Turm der Mysterien erhöht, ist auch dieser geflohen. Rasch eilt man zur Bibliothek und begehrt Einlass. Jeder muss zunächst beantworten, was ein Mysterium ist und selbst Madeleine "Eines von deinen Kindern", wird akzeptiert. Die Stadtwache bekommt sie beinahe zu fassen, doch dann entschlüpft auch sie in die Bibliothek.

Nachdem man Madeleine fortgezerrt hat, zieht sich Marie erst einmal um, da ihre Kleidung vom Kampf ziemlich in Fetzen hängt. Anschließend macht man sich auf den Weg zur Mitternachtsmesse. Auf dem Weg dorthin trifft die Gruppe auf Savaric, dem Madeleine Tafurenfleisch anbietet, es ihm aber nicht sagt. Lorentz warnt ihn, es nicht zu essen, doch Savaric, gierig wie er ist, steckt es sich trotzdem in den Mund. "Das ist Tafurenfleisch", erklärt der Ritter und der andere spuckt es sofort aus. "Garstiges Biest!", brummt der Raubritter zu Madeleine. Als nächstes trifft man auf Henri, dem Lorentz eine der Rationen gibt, die man zuvor gefunden hatte. Savaric verlangt daraufhin auch etwas und bekommt auch eine weitere Ration.

In der Kirche versammeln sich etwa 30 bis 50 Geprüfte. Andreas geht vorsichtshalber einmal um die Kirche herum. Es gibt nur einen weiteren Ausgang, der so wie der Haupteingang bewacht wird. In der Kirche selbst stinkt es nach Stall. Die Männer befürchten, es könne eine Falle sein und bleiben deshalb direkt beim Eingang stehen. Jedoch passiert zunächst nichts dergleichen. Bischof Berengar hetzt nur gegen die Muselmanen und kommt dann zu seiner blutigen Schlussfolgerung: Den Geprüften wird erst vergeben, wenn sie alle von ihnen ausgelöscht haben. Die meisten Anwesenden sind Feuer und Flamme, nur wenige, so wie die Gruppe und Savaric, stimmen dieser Einstellung nicht zu. Dann verteilt Berengar Fleisch und Blut. Lorentz will dem Einhalt gebieten, doch einer der Fanatiker schreit, er gäbe sogar seinen Arm her, damit die anderen sich daran stärken mögen. Sofort kommt eine Wache zu ihm und schlägt ihm den Arm ab, den er dann verzweifelt dem Schlächter geben will, damit dieser noch stärker werden kann. Lorentz versucht dabei erfolglos, die Menge zu beruhigen oder einzuschüchtern. Madeleine hört derweil erneut die Einflüsterungen der Mütter und will unbedingt bleiben, um an dem unheiligen Abendmahl teilzunehmen. Marie, Andreas und Otto verlassen die Kirche, während Lorentz mühevoll Madeleine hinauszerrt. Die reißt sich jedoch bei der erstbesten Gelegenheit wieder los und versucht, erneut in die Kirche zu gelangen. Lorentz schlägt ihr jedoch die Tür vor der Nase zu. Neben der Gruppe sind auch Savaric, Guisebert und zwei weitere Männer hinausgegangen.

Im Raum ist es dunkel. Es gibt keine Wände, in der Ferne sind lediglich Spiegelungen der Charaktere zu sehen. Diese zeigen sie allerdings nicht, wie sie sind, sondern mit deutlich mehr Wolfsmerkmalen und sehr verzerrt. Lorentz jammert: "Das bin ich nicht!" Woraufhin eine ferne Stimme erklingt: "Aber was bist du dann?"

Fazit
Bis hierhin lief es recht gut, abgesehen von dem Chaos, was wir mal wieder angerichtet haben. Lorentz dreht bei jeder Gelegenheit ab, da er im Bereich des Übernatürlichen zu viele Failed Marks hat und deshalb automatisch durchdreht. Madeleine ist schwierig in der Gruppe zu halten, da sie eigentlich die Mütter anbeten und mit den fanatischen Geprüften mitgehen will. Und Andreas ist in Zawra demnächst Ziel vieler Attentate, wie wir befürchten. Noch ist nichts Schlimmes passiert, aber das ist womöglich nur die Ruhe vor dem Sturm.

Was die Hunde von Tindalos angeht, glaube ich fast, dass sich unser SL verplappert hat. Die Sache mit dem Reisezyklus, der anscheinend etwas mit den Tierchen zu tun hat, ist uns nämlich ziemlich rätselhaft und wir hatten vorher auch noch nie irgendetwas von einem Reisezyklus gehört. Wird wohl Zeit, dass mein Charakter sein Mythoswissen wieder anschmeißt. Denn irgendetwas scheint daran ja wichtig zu sein...
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