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Autor Thema: Symbaroum Grundregelwerk / Bewertung & Rezensionen  (Gelesen 4042 mal)

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Offline Thallion

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Symbaroum Grundregelwerk

Regel/Quellen-Bände-Übersicht
Hier gelangt ihr zu der Auswertung und Übersicht bereits bewerteter Regel- und Quellen-Bände:
http://www.tanelorn.net/index.php/topic,96807.0.html

Klappentext:

Symbaroum ruft euch und lädt euch ein, an den Abenteuern teilzuhaben! Erforscht den unermesslichen Wald von Davokar auf der Jagd nach Schätzen, geheimem Wissen und Ruhm. Besucht die Barbarenklans, um Handel zu treiben oder ihre Schatzkammern zu plündern. Errichtet eine Machtbasis in den Reihen der Prinzen, Gilden oder rebellischen Flüchtlinge in der Hauptstadt Yndaros oder übersteht Begegnungen mit Erztrollen, bösartigen, befleckten Bestien und untoten Kriegsfürsten. Doch was immer ihr auch plant, denkt an die Warnungen der Hüter des Waldes – wählt eure Schritte mit Bedacht und stört nicht die Ruinen der Alten, denn die dunkle Tiefe von Davokar steht kurz davor zu erwachen.
Symbaroum wurde mit den Deutschen Rollenspielpreis 2018 ausgezeichnet:
« Letzte Änderung: 16.06.2018 | 12:35 von Blechpirat »

Offline Thallion

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Re: Symbaroum Grundregelwerk / Bewertung & Rezensionen
« Antwort #1 am: 28.06.2017 | 12:58 »
http://tagschatten.blogspot.de/2017/06/schwedische-blutschwere-erste-eindrucke.html
Zitat
Fazit

Machen wirs heute mal kurz und schmerzlos mit einer erläuterten Punktewertung.

Setting: 5/5 Punkte. Eine klassische, düstere Fantasy im Stil von Tolkien, der Edda oder den Nibelungen. Schwer, und so weit von Conan und Konsorten entfernt wie möglich. Ich mag das sehr.

Regeln: 3.5/5 Punkte. Traditionell mit dem Kniff des Spieler-würfeln-Alles. Unaufgeregt, fast ein bißchen langweilig gar und mir dazu zu grob. Ach ja, außerdem Unterwürfeln. Pfui.

Präsentation: 4/5 Punkte. Ein wertiges, schönes Hardcover mit fast 300 Seiten. Die Texte lesen sich solide (ich bin nie ganz zufrieden mit RSP-Texten, auch nicht mit meinen eigenen). Die Gliederung ist an manchen Stellen etwas unglücklich und verlagert Abschnitte in den SL-Teil, die da nix verloren haben.

Bei 12.5 von 15 Punkten ist das Preis-Leistungs-Verhältnis von € 19,95 für dieses wirklich schön gestaltete Hardcover natürlich eine Kaufempfehlung für alle, die Spaß an eher schwerer klassischer Fantasy mit ungewöhnlichen Elementen haben.

Offline Thallion

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Re: Symbaroum Grundregelwerk / Bewertung & Rezensionen
« Antwort #2 am: 3.05.2018 | 11:17 »
http://www.ringbote.de/rezi-einzelansicht/news/symbaroum-grundregelwerk.html
Zitat
Fazit: Kommen wir zum Fazit. Ich bin ein wenig enttäuscht, denn „Symbaroum“ hält nicht das ein, was die großartigen Illustrationen versprechen. Settingseitig werden die wirklich interessanten Aspekte „Symbaroums“ nur gestreift. Das Regelwerk wiederum ist brauchbar, wenn auch mit einigen Schwächen versehen. Insbesondere die komplexe Modifikationsberechnung und die ungewöhnliche Würfelverteilung verlangen mehr Übung, als es das simple Grundregelwerk eigentlich verlangen dürfte. Die Folgepublikationen werden zeigen müssen, wie es mit den guten Ansätzen – insbesondere aus dem Setting – weitergeht.

Offline Frosty

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Re: Symbaroum Grundregelwerk / Bewertung & Rezensionen
« Antwort #3 am: 26.05.2018 | 21:45 »
von mir gibts 15.5 / 16

Regeln sind sehr simpel, der Spielleiter kann hier hoffentlich etwas mehr rausholen als simplen Dungeoncrawl,
das laste ich aber nicht dem Regelwerk an


https://youtu.be/tUBtW2OrYQI

Online Korig

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Re: Symbaroum Grundregelwerk / Bewertung & Rezensionen
« Antwort #4 am: 26.05.2018 | 21:56 »
Ich leite momentan eine Runde. Das Regelwerk ist nicht so komplex und mit ein paar kleinen Schwächen. Macht aber Spaß und bietet trotzdem genug Option. Die Welt ist atmosphärisch beschrieben. Die Abenteuer bieten genug Abwechslung und haben eine gute Mischung aus Interaktion und Kampf. Von mir gibt es 4.5 Punkte.

Offline Blechpirat

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Re: Symbaroum Grundregelwerk / Bewertung & Rezensionen
« Antwort #5 am: 16.06.2018 | 12:34 »
Warum Symbroum den Deutschen Rollenspielpreis 2018 gewonnen hat: https://www.deutscher-rollenspielpreis.de/2018/06/15/laudatio-symbaroum-grundregelwerk/

Zitat
„Skandinavien ist das neue Schwarz.“ Rollenspiele aus dem Hohen Norden sind momentan der letzte Schrei, und so nimmt es nicht Wunder, dass diese Strömung mit Symbaroum auch den Deutschen Rollenspielpreis erreicht – und überzeugt. Der Einstieg, nein, der Sog in das Buch ist natürlich die mystisch-verzauberte Grafik, die eine archaische und zutiefst rätselhafte Welt zeigt und gleichermaßen von skandinavischen Märchen wie auch Hayao Myazaki (Prinzessin Mononoke!) inspiriert ist.

 Concept Art, gerne mit hastig hingeworfenen Farbflächen, die sich nur in Andeutungen ergehen, bewirbt sich hier erfolgreich als die ideale Illustrationsform für Rollenspiele. Denn im Rollenspiel geht es nicht um die Vision des Autors oder Weltendesigners. Es geht um die Vision der Spieler. Statt Iconics oder Metaplotcharakteren, von denen man Namen und jede Stirnfalte kennt, sollten die Helden der Spieler im Mittelpunkt stehen. Concept Art schafft den Spagat zwischen Stimmung, die nötig ist, um ein Setting zu beschreiben, und Projektionsflächen für die vielfältigen, noch unbekannten Helden der künftigen Spieler. Hier fühlt sich gerade die undefinierte Natur, die ungenaue Architektur, die nicht erkenn- und zählbaren Gürtelschnallen an den Archetypen „richtig“ an.
 Der Stil ermutigt die Spielleiter, die Angebote der Autoren anzunehmen und sich trotzdem das Setting zueigen zu machen, die Welt selbst zuende zu erfinden. Das ist ein lange überfälliger Kontrapunkt zu den „in Stein gemeißelten“ offiziellen Settings, die einen Rattenschwanz von nicht minder offiziellen Merchandise-Nebenprodukten nach sich ziehen.
Symbaroum überzeugt mit seinem dichten, fantastischen Weltenfeeling: Eine tiefe Geschichte der Welt, die an den Herrn der Ringe erinnert, aber weniger schwarz-weiß ist. Die Schatten der Welt und die schleichende Korruption der Charaktere sind wesentliche Bestandteile einer Symbaroum-Kampagne. Während für viele Rollenspiele die Leinwand nicht groß und bunt genug sein kann, fasziniert Symbaroum mit lokaler Begrenzung. Die kleinere Bühne hier präsentiert sich wesentlich stringenter, dichter und spannender als so manches Kontinente umspannende Setting. Regelseitig ist Symbaroum ein solides System klassischer Bauart, und doch ganz en vogue mit seinem „Nur die Spieler würfeln“, und bewegt sich dabei gerade noch so weit innerhalb des gewohnten Rollenspiels, dass traditionelle Spieler nicht verschreckt werden. Die Regeln sind schlank und griffig und trotzdem nicht flach. Die Einbindung von Schatten und Korruption ist regeltechnisch gut gelungen, was die Folgen der eigenen Entscheidungen deutlich spürbar macht. Kurz: Symbaroum ist die stetige Gratwanderung zwischen dem Erreichen deiner Ziele und den Methoden, die man dafür einzusetzen bereit ist. Das macht es zu einem erwachsenen Rollenspiel.
Diese Kombination hat gleich bei mehreren Jurymitgliedern sofort Lust auf Charakterbau und Losspielen gemacht.
« Letzte Änderung: 16.06.2018 | 20:46 von Blechpirat »

Offline Dimmel

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Re: Symbaroum Grundregelwerk / Bewertung & Rezensionen
« Antwort #6 am: 25.09.2018 | 11:31 »
Ich habe letztens ein Probespiel machen können. Die Regel sind recht leicht verständlich, so leicht, dass ich extra Charaktere fürs Probespiel vorbereitet habe, anstatt die aus dem Grundbuch zu nehmen. Die Charaktererschaffung ist recht einfach und ging sehr schnell, allerdings mit etwas hin und her suchen verbunden. Die Fähigkeiten an sich fand ich stellenweise etwas unintuitiv. Aber im Großen und ganzen hat es mir gut gefallen.

Das Beispielabenteuer finde ich prinzipiell gut gewählt, da man langsam an das Setting herangeführt wird und eine gute Auswahl an Eigenheiten des Settings präsentiert gekommt. Es ist allerdings eher einfach gestrickt und recht kurz. Dafür wird es aber in einer späteren Pubilkation Fortgeführt.

Das Hardcover und der Stil gefallen mir sehr gut. Der Preis ist sehr günstig.

Insgesamt bin ich sehr zufrieden und vergebe knapp 5.


Offline Olibino

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Re: Symbaroum Grundregelwerk / Bewertung & Rezensionen
« Antwort #7 am: 4.10.2018 | 18:37 »
Ich habe ca. 1 Jahr Symbaroum geleitet (die Englische Version) und einen Großteil der Kaufabenteuer genutzt.

Dem Setting gebe ich 5 Punkte. Es ist recht klein (ein zivilisiertes Land und ein großer Wald). Alles ist düster, es gibt überall Konflikte und alles ist weit komplexer als es zunächst den Anschein hat. Die geringe Ausdehnung erlaubt es, dass man oft wiederkehrende Orte und NSC hat.

Dem Regelsystem hätte ich zunächst auch 5 Punkte gegeben. Es ist einfach, dennoch stehen den Spielern viele coole Optionen offen, die sie frei kombinieren können (keine Klassen). Die Probleme sind bei uns nach und nach gekommen. Power Gamer können um Faktoren stärkere Charaktere erstellen als andere Spieler, alles außerhalb des Kampfes wird recht stiefmütterlich abgedeckt, viele Fertigkeiten sind unklar beschrieben, auf Dauer ist ein Würfelsystem das nur Erfolg/Fehlschlag kennt, doch recht langweilig.

Alles in allem habe ich 4 Punkte gegeben.

Offline KAW

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Re: Symbaroum Grundregelwerk / Bewertung & Rezensionen
« Antwort #8 am: 20.11.2018 | 22:17 »
Ich hatte ursprünglich 5 Punkte gegeben, nachdem ich Symbaroum eine Weile als Spielerin erlebt habe, habe ich jedoch auf 4 Sterne korrigiert.

Wirklich positiv finde ich nachwievor das Setting, das ich auch gerne nochmals bespielen möchte. Ich mag düstere Spiele und ich mag nordische Mythologie und Symbaroum verbindet beides auf eine für mich sehr stimmige Art und Weise. Es gibt kein klares Gut und Böse und an jeder Ecke lauern Geheimnisse, die es zu enthüllen gibt (auch wenn man von manchen besser die Finger lässt). Sowohl die verschiedenen rivalisierenden Machtfraktionen als auch die Gefahren des Waldes Davokars, unter dem die Ruinen des untergegangenen Reiches Symba ruhen, bieten zahlreiche Anknüpfungspunkte für spannende Geschichten.

Das Grundregelwerk ist optisch sehr gelungen, im Großen und Ganzen gut übersetzt und bietet auch ein gutes Preis-/Leistungsverhältnis. Es ist aber auch furchtbar unübersichtlich und trotz Index hatte ich auch nach vielen Spielrunden noch Probleme mich zu recht zu finden (jedes Mal, wenn jemand gecrittet hat, haben gefühlt alle erstmal 5 Minuten lang geblättert, bis jemand gefunden hat, was jetzt passiert..). Zumindest hinsichtlich der Fertigkeiten/Kräfte gibt es da aber eine sehr hilfreiche App (allerdings mit den englischen Namen).

Das Regelsystem gefiel mir zunächst sehr gut. Es ist einfach gehalten und viele Kräfte empfand ich als sehr stimmig. Auch dass der SL nicht würfelt, passt für mich zu diesem Setting, wo es die Charaktere häufig mit mysteriösen, übermächtigen Gegnern zu tun haben. Bei uns hat sich allerdings rasch gezeigt, dass das Balancing sehr schlecht ist und bereits mit relativ wenigen Erfahrungspunkten übermächtige Charaktere gebaut werden können. Hinzu kommt, dass einige Kräfte sehr unklar beschrieben sind. Sollte ich Symbaroum jemals leiten, dann also nur mit einem Haufen an Hausregeln.

Wer auch die offizielle Kampagne spielen möchte, dem würde ich außerdem raten, gleich zur englischen Version zu greifen, da die deutschen Übersetzungen hier doch etwas hinterherhinken. Wir haben auf deutsch begonnen, haben dann die neuen Bände aber auf Englisch gekauft, was aufgrund der unterschiedlichen Bezeichnungen nicht optimal ist.
Agathe Lohenstein
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Offline Thallion

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Re: Symbaroum Grundregelwerk / Bewertung & Rezensionen
« Antwort #9 am: 21.01.2019 | 13:35 »
Der Dan
Symbaroum - Schwedische Dark Fantasy die Bestien des Waldes [Rezension\Deutsch]
https://www.youtube.com/watch?v=zoC6gDCFof8

Offline Grubentroll

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Re: Symbaroum Grundregelwerk / Bewertung & Rezensionen
« Antwort #10 am: 23.01.2019 | 11:25 »
Positiv:
* sehr preisgünstiges Regelwerk
* Relativ gut übersetzt (außer der "Goblin". Aber das Thema hab ich wirklich genug durchgekaut im Symbaroum Thread)
* Einige der besten Illustrationen die es in meiner Meinung nach in der Rollenspielgeschichte gab. Allein als Artbook lohnt sich das Geld schon


Negativ:
* Ich finde, dass sich die Atmosphäre der Illustrationen nicht wirklich in den Flufftexten wiederfindet. Ich habe mir da irgendwie eine andere Art von Setting erwartet. Irgendwie rauher, nordischer, europäischer. Vieles ist dann doch wieder sehr klein klein übererklärt und letzten Endes wieder Standard Fantasy.
* Das oben schon erwähnte Power-Charakter-Building.

Offline Der Läuterer

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Re: Symbaroum Grundregelwerk / Bewertung & Rezensionen
« Antwort #11 am: 23.01.2019 | 13:20 »
Ich hatte bereits vor mir das System zu gönnen, weil das Artwork so viel Atmosphäre transportiert, die mich wirklich anspricht. Diese rohe, wilde, ungezähmte und unbarmherzige Natur.

Wenn das System das nicht zu transportieren vermag, lasse ich es besser sein.

Danke für Deine Einschätzung, Grubentroll.
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Offline Grubentroll

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Re: Symbaroum Grundregelwerk / Bewertung & Rezensionen
« Antwort #12 am: 23.01.2019 | 13:22 »
Ich hatte bereits vor mir das System zu gönnen, weil das Artwork so viel Atmosphäre transportiert, die mich wirklich anspricht. Diese rohe, wilde, ungezähmte und unbarmherzige Natur.

Wenn das System das nicht zu transportieren vermag, lasse ich es besser sein.

Danke für Deine Einschätzung, Grubentroll.

Also ich mags dir jetzt nicht vergrätzen mit meiner einen persönlichen Meinung. Vielleicht fühlt es sich ja für dich ganz anders an.
Schau dir bitte die Schnellstarter (Regeln und Abenteuer) noch an die es auf Deutsch gibt. Aber ich denke, da kommt man schnell zu dem selben Schluss.
« Letzte Änderung: 23.01.2019 | 13:28 von Grubentroll »

Offline korknadel

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Re: Symbaroum Grundregelwerk / Bewertung & Rezensionen
« Antwort #13 am: 23.01.2019 | 13:38 »
Ich hatte bereits vor mir das System zu gönnen, weil das Artwork so viel Atmosphäre transportiert, die mich wirklich anspricht. Diese rohe, wilde, ungezähmte und unbarmherzige Natur.

Wenn das System das nicht zu transportieren vermag, lasse ich es besser sein.

Danke für Deine Einschätzung, Grubentroll.

Also das System ist sicher nicht der Bringer, aber das Setting ist schon richtig gut und auch nicht Standardfantasy. Und ich finde, dass die Illus extrem gut zu dem rauen, geheimnisvollen Hintergrund passen, ich glaube, der Grubentroll hat da halt was anderes drin gesehen, als nachher daraus gemacht wurde. Die Abenteuer sind auch okay bis exzellent. Nicht abschrecken lassen von einem Enttäuschten!
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Offline Grubentroll

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Re: Symbaroum Grundregelwerk / Bewertung & Rezensionen
« Antwort #14 am: 23.01.2019 | 13:51 »
Die Abenteuer sind auch okay bis exzellent. Nicht abschrecken lassen von einem Enttäuschten!

Ich bin da halt auch recht speziell.. :D

Ja, auf jeden Fall selber anschauen und sich einen Eindruck bilden!

Und uns dann berichten... ;)

Offline Marask

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Re: Symbaroum Grundregelwerk / Bewertung & Rezensionen
« Antwort #15 am: 23.01.2019 | 13:59 »
Standardfantasy ist das sicher nicht. Das Setting wird in meinen Augen perfekt durch die Illus wiedergegeben. Das Regelsystem wurde andernorts bereits ausdiskutiert. Bei uns am Tisch funktioniert es fantastisch.

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Offline Grubentroll

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Re: Symbaroum Grundregelwerk / Bewertung & Rezensionen
« Antwort #16 am: 23.01.2019 | 14:13 »
Standardfantasy ist das sicher nicht.

Der Ausdruck war sicher etwas provokant gewählt.
Aber letzten Endes habe ich mir etwas wesentlich Raueres und Geheimnisvolleres erwartet von dem Setting.

Ich kann da gerne mehr zu schreiben wenn ich das Buch vor mir liegen habe heute Abend..

(eine kurze frage, kanntest du die Illus bevor du das  Regelwerk vor dir hattest, oder hast du beides gleichzeitig erlebt? Eventuell kommt da meine andere Wahrnehmung her.)
« Letzte Änderung: 23.01.2019 | 14:15 von Grubentroll »

Offline Hotzenplot

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Re: Symbaroum Grundregelwerk / Bewertung & Rezensionen
« Antwort #17 am: 23.01.2019 | 14:20 »
Ich kann da gerne mehr zu schreiben wenn ich das Buch vor mir liegen habe heute Abend..

Ich wäre daran sehr interessiert. Ich habe mich auch vorher von den Illus reizen lassen und frage mich jetzt, ob meine Erwartungen zu hoch waren.
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Mein größenwahnsinniges Projekt - Eine DSA-Großkampagne mit einem Haufen alter Abenteuer bis zur Borbaradkampagne:
http://www.tanelorn.net/index.php?topic=91369.msg1896523#msg1896523

Ich habe die G7 in 10 Stunden geleitet! Ich habe Zeugen dafür!

Offline Der Läuterer

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Re: Symbaroum Grundregelwerk / Bewertung & Rezensionen
« Antwort #18 am: 23.01.2019 | 17:11 »
Ich wäre daran sehr interessiert. Ich habe mich auch vorher von den Illus reizen lassen und frage mich jetzt, ob meine Erwartungen zu hoch waren.
Da geht es mir wie Hotzenplot.
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Offline Der Läuterer

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Re: Symbaroum Grundregelwerk / Bewertung & Rezensionen
« Antwort #19 am: 23.01.2019 | 17:19 »
Die Bilder transportieren eine sehr spezielle Stimmung.

Ähnliches würde ich bei LotR vom Old Forest, Fangorn oder Mirkwood erwarten.

Wenn die Regeln das aber nicht transportieren, dann brauche ich auch das System nicht zu wechseln und wende schlicht die D&D oder Warhammer Regeln an.

An Phantasie und Ausdrucksfähigkeit mangelt es mir ja nicht.
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Offline KAW

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Re: Symbaroum Grundregelwerk / Bewertung & Rezensionen
« Antwort #20 am: 2.02.2019 | 20:24 »
Wenn die Regeln das aber nicht transportieren, dann brauche ich auch das System nicht zu wechseln und wende schlicht die D&D oder Warhammer Regeln an.

Ich finde, die Regeln transportieren das sehr gut. Vor allem der Korruptions-Mechanismus passt gut zu dem Setting. Meine Kritik am Regelsystem ist also nicht, dass es nicht stimmig wäre, sondern dass es nicht ausreichend getestet scheint und man mit ein paar Kombinationen sehr früh sehr übermächtige Charaktere bauen kann. Hier braucht man daher entweder zahlreiche Hausregeln oder eine Gruppe, die eher an Setting und Rollenspiel interessiert ist und diese Regelschwächen daher nicht ausnutzt.
Agathe Lohenstein
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Offline Der Läuterer

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Re: Symbaroum Grundregelwerk / Bewertung & Rezensionen
« Antwort #21 am: 3.02.2019 | 10:22 »
Gerade habe ich mir noch einmal das Artwork des Systems angesehen.

Und es rührt mich mit einer Art Sehnsucht nach einer archaischen und brachialen, sowie unberührten Natur an, die ich vom lauschigen Sofa aus, unglaublich faszinierend finde.

Da fliesst für mich viel von Tolkien ein, bzw. wie ich Teile von Mittelerde sehe. Die Kreaturen und Chars transportieren dann jedoch eher den Eindruck von Hexenjägern im Warhammer.

Die Crux ist jetzt also nicht, ob das System brauchbar ist, sondern wie es von mir transportiert wird, d.h. ob ich in der Lage bin, die Stimmung und die Eindrücke des Artwork den Spielern adäquat zu vermitteln.

Viele Adjektive braucht es dazu nicht.
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Offline Fezzik

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Re: Symbaroum Grundregelwerk / Bewertung & Rezensionen
« Antwort #22 am: 3.02.2019 | 10:35 »
Die Crux ist jetzt also nicht, ob das System brauchbar ist, sondern wie es von mir transportiert wird, d.h. ob ich in der Lage bin, die Stimmung und die Eindrücke des Artwork den Spielern adäquat zu vermitteln.

Das war einer der Punkte der mir beim leiten das Genick gebrochen hat. Ich fühlte mich tatsächlich immer ziemlich unter Druck (den ich mir selbst gemacht hab) diese Stimmung in den Szenarios zu erzeugen und das Regelsystem an sich war da leider nicht so hilfreich wie ich mir gewünscht hätte.
SL: Labyrinth Lord, Mutant Future
Spieler: Hollow Earth Expedition

"Falls du mich meinst: Ich spiele Regelwerke und Settings, keine Bilder" - Weltengeist

Offline Grubentroll

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Re: Symbaroum Grundregelwerk / Bewertung & Rezensionen
« Antwort #23 am: 3.02.2019 | 22:09 »
Ach, das ist echt ein schwieriges Thema.
Ich denke, das hängt einzig und allein mit meiner Erwartungshaltung zusammen die ich beim Anschauen der Illustrationen Symbaroums gebildet habe.

Wie ich schon schrieb, da lief in meinem Kopf sofort so eine Art skandinavisch mythischer Fantasy-Voll-Wahnsinn ab in dem ich mich merkwürdig zuhause gefühlt habe. Bzw als hätte da jemand was aufs Papier gebracht, was in irgendeiner Form schon immer in meinem Kopf war.

Das Setting an sich macht ja vieles richtig in der Hinsicht, es ist schön rau, teilweise recht düster.
Aber wenn ich mir das Setting durchlese fühle ich mich trotzdem erschlagen von diesem ganzen Brei, von dieser Wall of Text, die es erfolgreich schafft mir da jedes Gefühl von Mystik mal ganz schnell auszutreiben. Irgendwie wird mal wieder jeder Furz erklärt und beschrieben, und das ist für mich das Gegenteil von Geheimnisvoll.

Ich merke auch immer wieder, wie ich ein spezielles Problem mit vielen der Namen habe, die einfach eben nicht diesem "nordischen Bild" entsprechen was ich im Kopf hatte, sondern für mich meistens nach dem üblichen Fantasybrei einmal quereuropäisch alles abbilden was es so gibt. Seltsam viel italienisch klingendes wie "Arganto", "Marvello" oder "Ludo" ist dabei, aber auch die klassischen Naturnachnamen.

Die Elfen werden in den Illustrationen oft als sehr geheimnisvolle mythische fremdartige Kreaturen dargestellt, treten aber in gefühlt jedem zweiten Abenteuer als so ne Art nerviger Geheimbund auf, der Leuten nachstellt die in dem Wald was geklaut und sich damit "Corruption eingefangen" haben, und sind irgendwie gar nicht geheimnisvoll.

In den Illustrationen wirkt alles wesentlich titanischer als in den Beschreibungstexten, die diese Stimmung aus den Bildern für mich eben einfach nicht einfangen können, bzw teilweise sogar was anderes beschreiben.

Ich habe einfach eine extrem starke Dissonanz von Bildern zu Beschreibungstexten bei Symbaroum. Ich sehe da diese Wahnsinns-Illus mit wirklich einer großartigen mystischen Stimmung, aber der Fluff spiegelt das oft nicht wieder ->für mich<-

Es wird auch immer darauf hingewiesen wie krass düster und gefährlich doch alles sei, vor allem in diesen dämlichen Kapiteleinleitungen. Aber letzten Endes ist es halt doch einfach nur ein räumlich eingegrenztes Fantasysetting.

Das mag wirklich nur meine Meinung sein, und ich finde es auch nicht ganz einfach das in Worte zu packen.
Ich habe mich unfassbar auf Symbaroum gefreut, wurde dann aber schon bei den Schnellstartern etwas abgeturnt weil ich merkte, das geht überhaupt nicht in die Richtung die mir vorschwebte, und als ich dann das fertige deutsche Werk in Händen hielt regte sich bei mir gar nix mehr.

Ich denke, ich wäre mit einem schönen Bildband  besser dran anhand dessen ich mir selber ein schönes Setting gebastelt hätte.

Offline Crimson King

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Re: Symbaroum Grundregelwerk / Bewertung & Rezensionen
« Antwort #24 am: 3.02.2019 | 23:19 »
Ich habe mein Symbaroum abgegeben, als ich vernommen habe, dass die einen fetten Metaplot haben, dessen Kern sie aber erst zum Schluss offenbaren wollen. Das ist insofern schade, als mich die Atmosphäre der Illus und des deutschen Teasers ziemlich gepackt hat. Ggf. schaue ich mir die Sache noch mal an, wenn sie "fertig" ist. Davon abgesehen könnte es glaube ich sehr spannend sein, den Davokar in ein anderes Setting zu verfrachten. Das Düsterer-Wald-Trope ist ja generell recht weit verbreitet (TOR - Darkening of Mirkwood oder Trudvang Chronicles - Wildheart).
Nichts Bessers weiß ich mir an Sonn- und Feiertagen
Als ein Gespräch von Krieg und Kriegsgeschrei,
Wenn hinten, weit, in der Türkei,
Die Völker aufeinander schlagen.
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J.W. von Goethe

Offline viral

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Re: Symbaroum Grundregelwerk / Bewertung & Rezensionen
« Antwort #25 am: 3.02.2019 | 23:27 »
Das Artwork hat mich auch ziemlich angemacht. Aber die Regeln und um was es dann im Spiel geht, war dann wieder relativ unspektakulär. Einerseits werde ich mit Belanglosigkeiten gelangweilt andererseits wird der Metaplot, der das Ganze doch noch interessant machen könnte, scheibchenweise enthüllt. Ich hasse so unfertige Handlungsbögen.

Die Regeln sind jetzt auch nicht der Hit. Mir ging es da oft so, dass ich bei manchen Fertigkeiten gar nicht so genau gerafft hab wie die nun genau funktionieren soll.
Da würde ich das Ganze lieber mit Shadow of the Demon Lord Regeln bespielen.

Ich hab das limitierte Grundbuch behalten und den Rest verkauft. Eye-Candy ist nicht alles ....

Meine Bewertung:

Visual 4/5 (wenn man ehrlich ist, ist der Stil doch etwas "monoton")
Rules 2/5
Content 3/5

Am Ende ist es dann doch ein mittelmäßiges Rollenspiel mit unausgegorenen Regeln.

Offline korknadel

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Re: Symbaroum Grundregelwerk / Bewertung & Rezensionen
« Antwort #26 am: 4.02.2019 | 10:10 »
Also ich finde ja, dass das Symbaroum-Setting ein ganz starkes Thema hat, das sehr gut zu den Illus passt. Zum einen dieses Imperium à la Warhammer, das den Krieg gegen das Chaos verloren hat und jetzt notgedrungen zur Kolonialmacht der Verzweifelten wird. Der Pionier- und Wild-West-Flair. Die Relikte eines älteren Imperiums, das vor tausend Jahren dasselbe Schicksal erlitten hat. Gekoppelt mit dem Konflikt Zivilisation-Natur, dem Verderben als Rache der verletzten und deshalb pervertierten Natur, das jederzeit geweckt werden kann, wenn man die alten Relikte aufstört. Und die gerade die Elfen, die mal nicht die Wesen aus Magie und Altweibersommer sind, sondern tatsächlich eine verschworene Gemeinschaft derer, die die Welt vor einem neuen Ausbruch des Verderbens bewahren wollen/müssen. Auch so ein ganz kleines bisschen Indianertum. So konsequent und gleichzeitig subtil habe ich das in keinem anderen Fantasy-Setting erlebt. Ich finde das alles sehr stimmungsvoll.

Und der erst im Lauf der Zeit enthüllte Metaplot juckt mich eigentlich gar nicht. Ich würde meinen, man kann jederzeit mit einer Kombination aus GRW und irgendeinem der anderen Bücher, sei es nun ein Abenteuerband oder das Monsterbuch, munter drauflos spielen, ohne dass einem der Metaplot irgendwo reingrätscht.
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Offline Crimson King

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Re: Symbaroum Grundregelwerk / Bewertung & Rezensionen
« Antwort #27 am: 4.02.2019 | 10:16 »
Ich würde Symbaroum auch jederzeit mitspielen. Dann muss ich mir das Buch halt wieder zulegen. Leiten muss ich es definitiv nicht.
Nichts Bessers weiß ich mir an Sonn- und Feiertagen
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Offline Grubentroll

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Re: Symbaroum Grundregelwerk / Bewertung & Rezensionen
« Antwort #28 am: 5.02.2019 | 19:14 »
So konsequent und gleichzeitig subtil habe ich das in keinem anderen Fantasy-Setting erlebt. Ich finde das alles sehr stimmungsvoll.

Fandest du die Sachen nicht auch etwas überbeschrieben?

Offline korknadel

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Re: Symbaroum Grundregelwerk / Bewertung & Rezensionen
« Antwort #29 am: 6.02.2019 | 06:17 »
Fandest du die Sachen nicht auch etwas überbeschrieben?

Im GRW bekommt man ja nur einen groben Überblick, mehr als angerissen wird das Setting dort ja nicht, aber immerhin so weit, dass man halbwegs schon losspielen kann.

Und was ich bisher von den anderen Büchern gelesen habe, muss ich sagen, dass ich das eigentlich so ziemlich genau die richtige Detailfülle finde. Die Dinge sind so weit beschrieben, dass man sie gut verwenden kann, aber selten so erschöpfend, dass nicht noch Raum für Interpretation wäre. Gerade der Monsterband zum Beispiel bringt da eine gute Mischung aus harten Fakten, Gerüchten und Andeutungen zu den einzelnen Viechern, dass man immer noch selbst was entdecken kann.

Eine Welt, in der alles geheimnisvoll ist, ist eben leider schlecht bespielbar und kaum beschreibbar. Es hilft schon ungemein, wenn ich zum Beispiel weiß, welche Mächte sich da in dieser Ruine im Davokar um die Schädelkrone streiten, wenn ich das Abenteuer leiten will. Dann sind das natürlich keine "geheimnisvollen dunklen Mächte" mehr, aber dunkel und atmosphärisch sind sie bei Symbaroum immer noch. Und ich finde, man kann auch noch nicht von überbeschrieben sprechen, wenn man erfährt, wie der Bürgermeister von Distelfeste heißt.

Für mich macht Symbaroum gerade an der Stelle ziemlich vieles richtig.
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