Autor Thema: Rhylthar schreibt...  (Gelesen 30123 mal)

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Offline Coltrane

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Re: Rhylthar schreibt...
« Antwort #250 am: 19.01.2020 | 12:45 »
Na toll, da sich meine Gruppe gerade in Waterdeep rumtreibt, werden da wohl  mal wieder 6€ Stadtmaut fällig. Irgendwie ist deine Review Kolumne schlechter Einfluss auf solche Opfer des Kapitalismus wie mich.  :(

Übrigens, kannst du zufällig auch was hierzu schreiben: Durnan's Guide to Tavernkeeping? Wenn nicht, ist auch nicht schlimm, werde es wahrscheinlich eh kaufen. PDFs haben ja +5 auf Heimlichkeit.  >;D
« Letzte Änderung: 19.01.2020 | 12:57 von Coltrane »

Offline Rhylthar

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Re: Rhylthar schreibt...
« Antwort #251 am: 19.01.2020 | 12:55 »
Dann schreibe ich besser nichts zu Unseen Waterdeep, das zwar eigentlich für Waterdeep: Dragon Heist gedacht ist, aber auch durchaus so genutzt werden kann. Sonst ist es ja direkt ein 10er.  >;D
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"Naja, ich halte eher alle FATE-Befürworter für verkappte Chemtrailer, die aufgrund der Kiesowschen Regierung in den 80er/90er Jahren eine Rollenspielverschwörung an allen Ecken wittern und deswegen versuchen, möglichst viele noch rechtzeitig auf den rechten Weg zu bringen."

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Offline Coltrane

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Re: Rhylthar schreibt...
« Antwort #252 am: 19.01.2020 | 12:58 »
Hau raus, kommt nicht drauf an.

Offline Rhylthar

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Re: Rhylthar schreibt...
« Antwort #253 am: 19.01.2020 | 13:03 »
Zu "Durnan´s Guide to Tavernkeeping" kann ich (noch) nichts sagen, da ich es mir bisher nicht näher angeschaut habe. Ich habe ja "Remarkable Inns & their drinks" für sowas...

The Unseen bringt halt noch eine weitere Verbrecherorganisation und damit eine 5. Möglichkeit, Dragon Heist zu absolvieren, ins Spiel. Ich finde die Unseen halt recht interessant und man kann halt einige Informationen abseits von Dragon heist herausziehen (inkl. Unterschlupf mit Karte).
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Offline Coltrane

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Re: Rhylthar schreibt...
« Antwort #254 am: 19.01.2020 | 13:23 »
Ok, bin überzeugt. Ich brauche das. Zwingend.

Offline Rhylthar

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Re: Rhylthar schreibt...
« Antwort #255 am: 23.01.2020 | 11:40 »
Night of the Walking Dead



Zombies sind ja eigentlich so gar nicht meins. Ich habe zahlreiche Zombie-Filme gesehen und wenn ich manche auch gut fand, dann weniger wegen sondern trotz der Zombies. Deswegen ist dieses Abenteuer damals auch quasi nur zur Komplettierung meiner Sammlung hier gelandet, ohne die Absicht, mich näher damit zu beschäftigen. Aber ich hatte dann irgendwann mal die Chance, dieses Abenteuer am Tisch zu erleben und es lief sehr gut, so dass ich mich dann später auch mal gründlich eingelesen habe. Kluge Entscheidung, möchte ich behaupten.

Bevor ich mehr schreibe, kurzer Eindruck für alle, die keine Spoiler wollen: Fragt euren SL, ob er nicht Lust hätte, es eventuell zu leiten, wenn ihr Zombies "mögt". Werft ein wenig Geld zusammen, das pdf ist für unter 5,00 € auf der DMsGuild zu haben. Der SL muss es dann nur hier und da ein wenig anpassen (auf die passende Edition und an 1 - 2 weiteren Stellen) und schon kann es losgehen. Vorkenntnisse von Ravenloft werden nicht benötigt!

Mein Eindruck (mit Spoilern):
"Night of the Walking Dead" (ab jetzt: NotWD) ist ein AD&D 2nd-Abenteuer für die Stufen 1 - 3, wobei ich, je nach Edition, es wohl am besten für 4 SC der Stufe 2 geeignet halte. Auf höheren Stufen würde ich es nicht spielen wollen (Gründe kommen später). Das pdf ist für momentan $4.99 auf der DMsGuild zu erhalten und umfasst 34 Seiten.

Worum geht es?
Es ist die tragische Geschichte dreier Brüder, zum einen die Zwillinge Marcel und Jean Tarascon und zum anderen ihr jüngerer Bruder Luc. Während Jean sich um die familieneigene Plantage kümmerte, war Marcel davon besessen, eine geheimnisvolle Schrift zu finden, die ein Vorfahre versteckt hatte. Er glaubte, dass sie den Schlüssel des ewigen Lebens enthalten könnte. Eines Tages fand er dann, im Beisein seines Bruders Luc tatsächlich diese Schriftrolle, wurde aber von Zombies angegriffen. Marcel starb, Luc wurde aufgrund des Gesehenen verrückt und fiel in einen katatonischen Zusatnd (sein Gehirn will sich nicht an das Geschehen erinnern), so dass er nur noch aus der Schriftrolle zitiert. Jean fand die beiden, doch er konnte Marcel nicht retten, der aber als Zombielord auferstand, was wiederum Jean als Zwilling so verzweifeln liess, dass er zu einem gefährlichen Psychopathen mutierte und seinen nun versteckten Bruder Marcel regelmäßig mit Körpern versorgt, damit er weitere Zombies erschaffen kann. Luc, gefangen in seinem Wahnsinn, bekommt von all dem nichts wirklich mit.

Klingt furchtbar hochtrabend und klischeehaft? Mag sein, ist aber vieles völlig egal für das Abenteuer. Wichtig sind nur 3 Dinge: 1 Zombielord, 1 psychopathischer Mörder und eine Person, die kryptische Rätsel von sich gibt. Reicht doch vollkommen!  >;D

Spaß beiseite:
Das Abenteuer lässt sich grob in 3 Teile aufgliedern: Der Sumpf, der Ort, der Dungeon.

Der Sumpf ist der Ort, in den sich die SC verirren. Dabei ist es vollkommen egal, ob man dies nun in Ravenloft verankert (macht es vielleicht ein wenig einfacher) oder in jedem x-beliebigen größeren Sumpf in der Spielwelt. Wichtig sind nur 2 Encounter: Einmal mit Luc, der dort in einem schwimmenden Haus sein Dasein fristet und vom Dorfschamanen/Dorfpriester mit Lebensmitteln versorgt wird, und einmal mit Vistani, die erste Hinweise/Rätsel auf das bevorstehende Geschehen liefern (und sie können durch jeden fahrenden Wahrsager ersetzt werden).

Das Dorf Marais d´Tarascon (es liegt in der Ravenloft-Domäne Souragne, die sehr karibisch angehaucht ist, deshalb die französischen Namen), das die SC nach ein paar Tagen im Sumpf alleine oder mit Hilfe erreichen werden, macht gerade schwere Zeiten durch. Leute, die eigentlich kerngesund, sterben urplötzlich, nur um nach wenigen Minuten wieder als Zombie aufzustehen. Die einführende Szene im Dorf passend dazu mag ich persönlich sehr gerne: Eine Beerdigung mit einem Sarg, der von Ketten verschlossen gehalten wird...und plötzlichen Scharren von Fingernägeln und Klopfen aus dem Inneren. Großartig!

Das Abenteuer im Dorf ist in erster Linie investigativer Natur, was hier in diesem Stufenbereich auch wunderbar klappt (deswegen mein Einwand oben zu höheren Stufen). Bewohner müssen befragt werden, Informationen eingeholt, Zusammenhänge herausgefunden werden, usw. Trotzdem bleibt die Zeit nicht stehen, denn Jean Tarascon geht weiter seinem "Hobby" nach (Leute umbringen) und auch Marcel verirrt sich ab und an in die Stadt, um seine Zombiearmee (so sein Plan) weiter zu vergrößern. Es kommt also auch zu sogenannten "time-based events", die ich für stimmig halte, aber bei denen man als SL auch ein wenig aufpassen muss, weil sie ab und an an einer "alten Krankheit" leiden, die ich so auch in anderen Ravenloft schon gesehen habe: Das vorprogrammierte Scheitern der SC, z. B. bei einer Verfolgungsjagd. Hier muss man ein wenig basteln oder es eben offen laufen lassen.

Abgeschlossen wird dieser Teil mit einem Angriff seitens Jean auf die SC bzw. seinen Bruder Luc (er ist den SC ins Dorf gefolgt), der wohl mit seinem Ableben enden wird (oder dem der SC). Allerdings ist damit NotWD noch nicht am Ende, denn der sich schon das ganze Abenteuer (mehrere Tage) anbahnende Sturm bricht los. Und genau jetzt schickt Marcel seine Zombiearmee los, das Dorf anzugreifen. Die SC müssen nun, wenn sie ihn vorher nicht entdeckt haben, den Unterschlupf Marcels finden (ein kleiner Dungeon), um dem Zombielord ein Ende zu setzen und Marais d´Tarascon vor dem Untergang zu bewahren.

Für Ravenloft-Kenner: In diesem Abenteuer passiert eines der 6 Zeichen, die im Endeffekt die "Great Conjunction" einleiten. Also auch als Einstieg in eine längere Kampagne mit dieser Thematik geeignet. Anton Misroi (Darklord) tritt nicht auf.

Mein Fazit:
Night of the Walking Dead ist ein schönes Einstiegsabenteuer, egal, ob für Ravenloft oder eine normale Kampagne. Es hat hier und da kleinere Schwächen, die man mMn leicht ausfeilen kann, und evtl. ist ein wenig Konvertierungsarbeit nötig. Für unter 5,00 € defintiv:  :)
« Letzte Änderung: 23.01.2020 | 12:02 von Rhylthar »
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Offline BobMorane

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Re: Rhylthar schreibt...
« Antwort #256 am: 23.01.2020 | 12:41 »
Hört sich gut an ich glaube das lege ich mir mal zu

Offline Rhylthar

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Re: Rhylthar schreibt...
« Antwort #257 am: 23.01.2020 | 13:05 »
Kannst ja mal schreiben, ob es Dir zugesagt hat. :)
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Offline Coltrane

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Re: Rhylthar schreibt...
« Antwort #258 am: 23.01.2020 | 16:05 »
Hast du eigentlich mal über ne Karriere im Marketingbereich nachgedacht?
Könnte ich mir super vorstellen, denn ich werde immer wieder gerne Opfer deiner Empfehlungen. Und Klick. 321 Meins.

BTW: was ich mir noch wünschen würde in den Rezensionen, ist eine ungefähre Einschätzung der Spieldauer.
« Letzte Änderung: 23.01.2020 | 16:07 von Coltrane »

Offline Rhylthar

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Re: Rhylthar schreibt...
« Antwort #259 am: 23.01.2020 | 18:10 »
Hast du eigentlich mal über ne Karriere im Marketingbereich nachgedacht?
Könnte ich mir super vorstellen, denn ich werde immer wieder gerne Opfer deiner Empfehlungen. Und Klick. 321 Meins.

BTW: was ich mir noch wünschen würde in den Rezensionen, ist eine ungefähre Einschätzung der Spieldauer.
Hehe, ich bin der einzige bei uns, der den Themenbereich "Marketing" liebt und gerne unterrichtet.  ~;D

Einschätzung der Zeit ist immer ganz schwer. Zu viele Variablen, gerade bei größeren Abenteuern. Hier würde ich aber von maximal 2 Sitzungen à 4 Stunden ausgehen, wenn konzentriert gespielt wird.

Edit:
Ich habe es auch einfach, was das Empfehlen angeht. Ich suche ja bewusst Sachen raus, an denen auch andere Spaß haben könnten. Früher, als ich noch "Auftragsrezensionen" geschrieben habe, war das deutlich was anderes.
« Letzte Änderung: 23.01.2020 | 18:15 von Rhylthar »
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Re: Rhylthar schreibt...
« Antwort #260 am: 23.01.2020 | 18:19 »
Danke. Und ja, ist mir klar, dass die Zeit schwer abzuschätzen ist, aber mir wäre zum Beispiel mit einer groben Kategorisierung ala kurz, mittel, lang oder sehr lang geholfen. Wobei kurz in einer Sitzung zu packen wäre und sehr lang auch mal 15+ Sizungen dauern könnte, dass eine Sitzung unterschiedlich lang sein kann ist mir bewusst. Wäre halt schön, wenn man mal was von einer bestimmten Länge sucht.
Aber muss auch nicht sein, ich lese deine Rezensionen immer gerne.

Offline Rhylthar

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Re: Rhylthar schreibt...
« Antwort #261 am: 23.01.2020 | 18:45 »
Kein Thema, ich versuche es mal mit reinzupacken, wenn ich glaube, es ca. einschätzen zu können. :)
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Offline Coltrane

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Re: Rhylthar schreibt...
« Antwort #262 am: 23.01.2020 | 19:24 »
Besten Dank.

Offline Rhylthar

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Re: Rhylthar schreibt...
« Antwort #263 am: 25.01.2020 | 15:36 »
Monsters of Feyland



Vorweg wieder mal etwas Anekdotisches. Kann man lesen, muss man nicht. ;)

Ich habe eine große Vorliebe für Feen, Feewesen und ähnliches. Es ist ein wenig schwierig, zu sagen, wann dies begann (Mochte ich früher schon Tinkerbell? Oder waren es doch die Elfen im Herrn der Ringe?), ich weiss aber sicher, dass es sich sehr verstärkt hat nach dem Lesen des Tír na nÓg-Quellenbuches für Shadowrun, der Greyhawk-Romanreihe um Escalla und weiteren Publikationen. Mittlerweile habe ich auch nicht wenige Artbooks zu dem Thema hier. Was finde ich so faszinierend? Seelie und Unseelie. Dieses "Ander-/Außerweltliche". Feen sind nicht einfach kleine Humanoide mit Flügeln, niedlich und süß. Ganz im Gegenteil, Menschen (andere Humanoide) sind für viele nichts anderes als (im besten Fall) Diener oder Haustiere, im schlechtesten Fall Sklaven oder Spielzeuge. Robert J. Schwalb hat es mit einem Satz zu den Elfen in "Shadows of the Demon Lord" recht gut auf den Punkt gebracht (frei aus dem Gedächtnis): "Elfen nehmen sich, was ihnen gefällt. Eine schöne Blume, die Augen einer Magd, weil ihnen die Farbe zusagt..."

Nein, Feenwesen sind nicht "nett" und ihre Welt ist nicht "unsere". Und nichts ist dort unbedingt so, wie es den Anschein hat und der Tod kommt schneller, als man denkt.

Mein Eindruck:
Kurze Faktenlage: 112 Seiten pdf, ca. 14,50 € auf DrivethruRPG, Vollfarbe, insgesamt 100 Monster für D&D 5E von Cawood Publishing.

Fangen wir mal mit dem Artwork an. Das Cover lässt ja schon einiges erahnen, ich habe mal noch ein Bild dazugepackt, dass mir gut gefällt:

Aber Rhylthar, warst Du nicht derjenige, der sich die Augen auskratzen wollte bei DCC-Covern und findest das jetzt gut?"- Toll, wie das Gehirn so den subjektiven Geschmack prägen kann, nicht wahr?  ~;D
Im Ernst, ich habe keine Ahnung, warum es mir so auffallend gut gefällt, aber der Stil spricht mich sehr an und passt mMn auch sehr gut zu dem Buch.

Wie gesagt, es sind 100 Monster in diesem Buch enthalten bzw. genauer: 92 "Creatures" und 8 "Beasts". Von den Challenge Ratings ist von den niedrigsten Stufe bis zu den höchsten alles dabei, so dass jeder SL fündig werden kann (dazu später noch eine Anmerkung).
Vorweg wird noch kurz die Hierarchie der beiden Seelie-Höfe aufgezeigt inklusive der Seitenzahlen für die entsprechenden Kreaturen, was ich durchaus praktisch finde.

Wie beschreibt man jetzt ein Monsterbuch? Zuerst vielleicht noch damit, dass eben nicht nur Fey-Wesen enthalten sind (sie machen aber den Großteil aus), sondern auch Riesen, Gobliniode, Untote, Pflanzen, etc. Das Prinzip hinter dem Buch ist ganz einfach: 1 Seite, 1 Monster. Dargestellt mit dem typischen Stat-Block, einem Bild und einigen schönen Anmerkungen, die in meinen Augen sehr hilfreich und sinnvoll sind, gerade auch für das narrative Spiel. Die Auswahl der Monster ist für mich fast perfekt: "Weird", ohne zu übertreiben, mit vielen schönen Fähigkeiten und Hintergründen und in vielerlei Hinsicht so, wie ich das Feywildland vorstellen könnte.

Aber mal "Butter bei die Fische"; exemplarisch 3 Wesen, die mir sehr gut gefallen haben:

a) Doubt Trout
Ja, das ist ein forellenartiges Feenwesen, das auch noch schön leuchtet. Aber nicht nur wegen des Namens stelle ich das hier vor, sondern auch aufgrund seiner Fähigkeiten. Wenn man sich einer Doubt Trout (oder auch einen ganzem Schwarm) nähert, bedeutet das regeltechnisch, dass man Disadvantage auf alle Rettungswürfe hat. Schafft man einen WIS-Save nicht, fängt man auch an, seine Entscheidungen zu hinterfragen, ob das hier alles noch Sinn macht. Klingt gut für einen Teich im Seelie Court, oder?

b) The Hatter
Das ist ein recht umgänglicher Zeitgenosse, der eigentlich gerne mit anderen Feen feiert und auch Neuankömmlinge schnell dazuholt. Nur verärgern sollte man ihn nicht...denn er greift mit Hüten an, die bei einem Treffer auf dem Kopf des Verteidigers landen. Das wird ihn nicht töten, aber sehr effektiv ausser Gefecht setzen (Ohnmacht, Charmed, etc....je nach Hut, er hat 4 verschiedene für jede Jahreszeit).

c) Sandman
Weder das Sandmännchen noch der Comic-Held sind hiermit gemeint...der Sandman ist böse und kann u. a. als Entführer angeheuert werden. Nachts kaum zu sehen, streut er arglosen Opfern Sand in die Augen und wenn sie wieder erwachen, ist er mit seiner Beute wieder verschwunden.

Natürlich sind nicht alle Wesen so "abgefahren", es sind auch "normale" Feenwesen wie Centaurs, Feenbogenschützen u. ä. aufgeführt. Aber viele haben eben diesen "weird touch", den ich persönlich aber auch hier nicht anders haben wollte. Ein Kritikpunkt muss allerdings angebracht werden: Die CR sind teilweise...nicht gut gewählt, insbesondere für die höherstufigen Gegner/Wesen. Wenn weder Queen Titania noch King Oberron "Legendary Actions" haben und auch sonst nicht übermäßig stark daherkommen, ist ein CR von 18+ nicht passend. Klar, aus dem Seitentext wird deutlich, dass man sie wohl nie alleine treffen würde, aber das kann ja "regeltechnisch" nicht die Begründung sein. Also da sollten Spielleiter ein wenig aufpassen, wenn sie solche Gegner wählen und evtl. doch ein wenig selbst Hand anlegen. Das CR bleibt nach wie vor eine "Pi*Daumen"-Sache.

Unterschlagen möchte ich nicht, dass zwischendurch immer wieder mal nette kleine Kästen auf den Seiten noch ein wenig Informationen zum Feyland/Feywild, meistens zur Fauna mit ein paar Früchten/Pilzen, deren Verzehr...nun ja, nicht immer den gewünschten/erwarteten Effekt haben. Fügt sich wunderbar ein.

Mein Fazit:
Monsters of Feyland ist nicht ganz günstig und (regel-)technisch gesehen an manchen Stellen nicht ganz zutreffend (imho). Trotzdem überlege ich, am Crowdfunding für das Nachfolgebuch "Monsters of the City" teilzunehmen und mir auch noch dabei "Monsters of the Underworld" zu leisten. Die Vorschau für beide Bücher sieht sehr vielversprechend aus. Insgesamt hier also leichte Abzüge in der B-Note:  :) :d
« Letzte Änderung: 25.01.2020 | 18:04 von Rhylthar »
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Re: Rhylthar schreibt...
« Antwort #264 am: 25.01.2020 | 21:12 »
Den Preis finde ich sogar ok, wobei ich den Verzicht auf legendäre Aktionen für hochstufige 5e-Monster schon für einen gravierenden Schnitzer halte. Leider spricht mich das Ding visuell eher wenig an. Aber trotzdem danke für's Besprechen!
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Offline Rhylthar

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Re: Rhylthar schreibt...
« Antwort #265 am: 25.01.2020 | 21:47 »
Das Artwork ist...Geschmackssache!

Ich kann ja selbst nicht sagen, warum es mir gefällt. ;)
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