Ich male hauptsächlich 15mm-Sachen. Finde die Demonworld-Reihe (jetzt bei Ral Partha) sehr gut, bei den historischen Sachen gefällt mir das meiste von Essex (zuverlässig nicht zu groß); auch viel Museum Minatures, Donnington Miniatures, Irregular Miniatures; benutze aber fast alles.
In 28mm finde ich die Sachen von Perry-Miniatures großteils sehr gut, Gripping Beast mag ich auch.
Andererseits: Angesichts der Preislage bin ich nicht sicher, ob ich in Zukunft noch viel mit 15mm machen werde. Durch die explodierenden Preise in den UK einerseits und die Importproblematik andererseits, ist man da schnell bei einem Euro oder mehr pro Figur, eher zwei Euro pro Reiter. Mag günstig klingen, wenn man Games-Workshop-Preise gewohnt ist, aber um Armeen mit 100 Figuren oder mehr zu bauen, geht das dann doch schnell ins Geld. Und es ist nicht allzu lange her, dass die Preise eher bei der Hälfte des heutigen Niveaus waren. 28mm ist durch die Plastikfiguren und die meist geringeren Figurenmengen inzwischen oft sogar günstiger (!), zumal wenn man bedenkt, dass man bei 15mm traditionell einen erheblichen Überschuss mitkaufen muss.
Ich verstehe die Preise - die Lebenshaltungskosten in den UK sind völlig irre geworden und für Porto, Zoll und Importsteuer plus willkürlich gesetzter DHL-Bearbeitungsgebühr können die Händler nichts.
Hin oder her, mir ist das schlicht zu teuer - jedenfalls für viele Sachen, die ich sonst vielleicht einfach mal ausprobieren würde.
Jedenfalls bin ich zunehmend am Überlegen, auf was man ausweichen könnte. Werde wahrscheinlich erstmal meine Bestände anmalen und dann weitersehen. Vielleicht brauche ich auch einfach kaum noch was - komme eh kaum dazu, den Bestand zu nutzen. (Und vermute, dass ich schon mehr spiele, als die meisten anderen...)
Yasashii Kyojin Studio finde ich da sehr gut. Viele Miniaturen sogar kostenlos und wenn man das volle Programm mit Supports haben will, dann kosten einen das lausige 6€ pro Monat.
Verstehe natürlich, was Du meinst. Es ist schön, dass man günstig an die Druckdateien kommt, finde ich auch.
Allerdings sind die Anschaffungs- und Folgekosten für 3D-Druck nicht gerade zu vernachlässigen. Dazu kommt die Problematik der Aufstellung der großen und (ist das noch so?) giftig ausgasenden Geräte. In einer Zwei-Zimmer-Wohnung nicht gerade ideal...
Das klingt ja merkwürdig, ist das die Farbschicht, die klebt, oder was genau passiert da? Ich habe das auch manchmal, das bestimmte Farben nicht ganz trocknen bzw. sich durch meine Hände leicht reaktivieren, aber da hilft (wie auch vor/nach Ölfarben) eine dünne Schicht Klarlack (und Trockenzeit).
Tippe auch auf Weichmacher. Und dass der nur mit der Sprühgrundierung reagiert, scheint mir auch unwahrscheinlich.
Gibt immer mal wieder interessante Reaktionen der unterschiedlichen Materialien. Wir alle kombinieren halt bunt irgendwelche Dinge und lassen dass dann jahrelang stehen - soll sich nichts verformen, nichts verfärben etc. Gar nicht so einfach.
Mir sind mal Zahnstocher, die ich als Ständer für Flugmaschinen auf die Base geklebt habe aufgeblüht, richtig dicke Knubbel am Ansatz. Keine Ahnung, woher das kam. Tippe auf zuviel Luftfeuchtigkeit (Keller; die andern Minis waren aber unbeschädigt) und ungünstige Reaktionen von Farbe, Holz und möglicherweise noch ausgasender Modelliermasse.
Und einige alte Zinnfiguren sind etwas brüchig geworden. Nicht gerade die berüchtigte Zinnpest ("lead rot"), auch keine Ausblühungen, aber doch deutlich erhöhte Brüchigkeit.