Autor Thema: Geisteskrankheiten  (Gelesen 294 mal)

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Offline Fasuhl

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Geisteskrankheiten
« am: 27.05.2019 | 10:39 »
Leider kommt gleich ein Wall of Text, aber ich dachte so ist es am besten, aufzuzeigen. Ich benötige Regeltechnische Umsetzung von diesen Geisteskrankheiten und hoffe dabei auf eure Unterstützung, da ich mit dem Regelsystem noch nicht so vertraut bin. Ich benötige aber dringend Geisteskrankheiten, weil diese für meine Welt die ich am Bauen bin von Großer Bedeutung sind. Eine Rasse bekommt immer mehr Geisteskrankheiten, wird dafür sehr alt usw.


Narzissmus
Die Diagnose „Narzissmus“ und das Prädikat „narzisstisch“ dienen im allgemeinen Sprachgebrauch der kritisch-polemischen Kennzeichnung einer Person, die sich den Ansprüchen der Gemeinschaft auf spezifische Weise zugunsten eines überhöhten Ich-Anspruchs entzieht. Tatsächlich markiert der Vorwurf des „Narzissmus“ einen Konflikt zwischen der Einschätzung von außen und der Selbsteinschätzung des Narzissten, dessen Bewusstsein sich genau in dem Maße narzisstisch verhält, wie es sich gegen solche Kritik immunisiert. Typisch „narzisstisch“ scheint zu sein, den eigenen Narzissmus zu bejahen, wie neuere Untersuchungen nahelegen Im Sinn einer Einschätzung von außen allerdings geht die Diagnose des „Narzissmus“ mit dem Vorwurf einer stark aufgeblähten, unrealistisch positiven Selbsteinschätzung, mit Selbstzentriertheit, Berechtigungsdenken und mangelnder Rücksichtnahme auf andere Personen einher; auf ihre Umgebung mögen Narzissten unter Umständen destruktive Einflüsse ausüben. Narzissten sind jedoch, wie die jüngere Forschung aufgewiesen hat, emotional stabil, mit sich selbst und ihrem Leben zufrieden und an ihre Lebenssituation gut angepasst. Zwar sind sie mehr als andere Menschen auf Bewunderung angewiesen, verfügen jedoch über eine große Bandbreite von Verhaltensweisen und Wahrnehmungsmustern, um ihren Bedarf an Bewunderung zu decken und Kritik abzuwehren.


Schizophrenie
Als Schizophrenie werden psychische Erkrankungen mit ähnlichem Symptommuster bezeichnet, die zur Gruppe der Psychosen gehören.  Im akuten Krankheitsstadium treten bei schizophrenen Menschen eine Vielzahl charakteristischer Störungen auf, die fast alle Bereiche des inneren Erlebens und Verhaltens betreffen, wie Wahrnehmung, Denken, Gefühls- und Gemütsleben, Willensbildung, Psychomotorik und Antrieb. Häufig werden nicht wirklich vorhandene Stimmen gehört (sogenanntes Stimmenhören). Es kann der Wahn vorkommen, verfolgt, ausspioniert oder kontrolliert zu werden. Weiter kann das Gefühl auftreten, fremdgesteuert zu werden, z. B. durch Gedankenentzug oder Gedankeneingebung. Anhaltende Halluzinationen jeder Sinnesmodalität sind möglich. Auch sozialer Rückzug, Antriebslosigkeit, mangelnde Motivation, emotionale Verflachung und Freudlosigkeit werden nicht selten beobachtet. Je nach vorherrschenden Symptomen werden mehrere Untergruppen der Schizophrenie unterschieden.


Bipolare Störung
Die bipolare affektive Störung ist durch einen episodischen Verlauf mit depressiven, manischen, hypomanischen oder gemischten Episoden gekennzeichnet:
•   Depressive Phasen zeichnen sich durch überdurchschnittlich gedrückte Stimmung und verminderten Antrieb aus. Bei starken Depressionen kann es zu Suizidgedanken kommen.
•   Eine manische Episode ist durch gesteigerten Antrieb und Rastlosigkeit gekennzeichnet, was oft mit inadäquat überschwänglicher oder gereizter Stimmung einhergeht. Dabei ist die Fähigkeit zur Prüfung der Realität mitunter stark eingeschränkt, und die Betroffenen können sich in große Schwierigkeiten bringen.
•   Unter einer Hypomanie versteht man eine nicht stark ausgeprägte Manie, typischerweise ohne gravierende soziale Konsequenzen. Eine Hypomanie liegt jedoch bereits deutlich über einem normalen Aktivitäts- und/oder Stimmungsausschlag.
•   Eine gemischte Episode ist gekennzeichnet durch gleichzeitiges oder rasch wechselndes Auftreten von Symptomen der Manie und der Depression. Beispielsweise trifft ein verstärkter Antrieb mit einer gedrückten Grundstimmung zusammen.


Depression
Die Hauptsymptome sind:
•   Gedrückte, depressive Stimmung: Die Depression ist charakterisiert durch Stimmungseinengung oder bei einer schweren Depression das „Gefühl der Gefühllosigkeit“ bzw. das Gefühl anhaltender innerer Leere.
•   Interessensverlust und Freudlosigkeit: Verlust der Fähigkeit zu Freude oder Trauer; Verlust der affektiven Resonanz, das heißt, die Stimmung des Patienten ist durch Zuspruch nicht aufzuhellen
•   Antriebsmangel und erhöhte Ermüdbarkeit: Ein weiteres typisches Symptom ist die Antriebshemmung. Bei einer schweren depressiven Episode können Betroffene in ihrem Antrieb so stark gehemmt sein, dass sie auch einfachste Tätigkeiten wie Körperpflege, Einkaufen oder Abwaschen nicht mehr verrichten können.
Die Zusatzsymptome sind:
•   verminderte Konzentration und Aufmerksamkeit
•   vermindertes Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen (Insuffizienzgefühl)
•   Schuldgefühle und Gefühle von Minderwertigkeit
•   negative und pessimistische Zukunftsperspektiven (hoffnungslos): Charakteristisch sind übertriebene Sorge um die Zukunft, unter Umständen übertriebene Beunruhigung durch Bagatellstörungen im Bereich des eigenen Körpers (siehe Hypochondrie), das Gefühl der Hoffnungslosigkeit, der Hilflosigkeit oder tatsächliche Hilflosigkeit
•   Suizidgedanken oder -handlungen: Schwer Betroffene empfinden oft eine völlige Sinnlosigkeit ihres Lebens. Häufig führt dieser qualvolle Zustand zu latenter oder akuter Suizidalität.
•   Schlafstörungen
•   verminderter Appetit


Dorian Grey Syndrom
Unter dem Dorian-Gray-Syndrom verstehen einige Forscher eine psychische Störung bzw. ein klinisches Syndrom, das sich in der psychischen Unfähigkeit zu altern und zu reifen und in einer mangelnden Akzeptanz des eigenen Aussehens zeige. Einige Autoren betrachten dies als ein gesellschaftliches Phänomen, als eine Ausprägung des aktuellen Zeitgeistverhaltens. Der Begriff findet teilweise auch außerhalb des medizinisch-psychiatrischen Bereichs Verwendung bzw. Verbreitung.


Nymphomanie
Trotz der kulturellen Relativität des Begriffs verweist das, was man mit Nymphomanie zu bezeichnen versucht, zumindest in einigen Fällen tatsächlich auf psychische Probleme der betroffenen Menschen, unter denen diese auch tatsächlich subjektiv leiden. So ist aus tiefenpsychologischer Sicht eine Fixierung zwischengeschlechtlichen (oder auch gleichgeschlechtlichen) Verhaltens auf die Ebene des Sexuellen oft Ausdruck einer psychisch tief sitzenden Bindungsangst, die in einer auf den sexuellen Aspekt einer Beziehung reduzierte Bindung jenes Bedürfnis nach Nähe auszuleben versucht, das als tiefere partnerschaftliche Bindung ängstlich vermieden wird. Sexualität wird dann zur Sucht und Ersatzbefriedigung für wirkliche Liebe, vergleichbar mit anderen Süchten wie Alkoholismus oder Drogenkonsum

eldaen

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Re: Geisteskrankheiten
« Antwort #1 am: 27.05.2019 | 10:45 »
Was genau möchtest du denn regeltechnisch erreichen? Mein erster Gedanke wäre, einfach mich den social und mental flaws zu arbeiten, die es in den verschiedenen Regelwerken ja schon gibt.

Kurze Frage für die weitere Diskussion: Ich weiß du hast das Triple Ace Games Megabundle. Hast du auch die Hollow Earth Expedition Regelwerke? (nur für mich, damit ich weiß, auf welche Bücher ich Bezug nehmen kann.)

Offline Fasuhl

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Re: Geisteskrankheiten
« Antwort #2 am: 27.05.2019 | 11:02 »
Ich hab folgende Regelbücher

All for One
Gothic Horror
1889 Space
Adventure League
Desolation

daraus versuche ich nun für meine Welt was zu bauen.
ich habe so eine Art Altenrasse (analog Atlantis, ein wenig Elfen), diese werden sehr Alt aber mit zunahme des ALters steigt vielleicht auch die Magie, aber sie bekommen immer mehr Geisteskrankheiten. Deswegen sterben fast alle irgendwann an Suizid, natürliches sterben durch alter gibt es nicht. Entweder Gift (auch überhöhter Drogenkonsum), eine Bleikugel im Kopf, oder Suizid. Für diese Rasse brauch ich viele Geiteskrankheiten, und es soll auch für den Spieler möglich sein diese zu spielen aber mit mind. einer Krankheit.

Offline Fasuhl

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Re: Geisteskrankheiten
« Antwort #3 am: 27.05.2019 | 11:35 »
Die Phaktanen aka „Die Alten“

Eine Menschähnliche Rasse, die Hauptsächlich im „Alten Imperium“ noch zu finden ist. Doch gibt es überall auf der bekannten Welt Einzelgänger, Clans oder Gemeinschaften von dieser Rasse. Sie bildeten einst vor tausenden von Jahren das letzte Hegemoniale Imperium „Phaktan“. Dieses Hauptsächlich auf Magie basierende Imperium ging größtenteils in den Nächten des Zorns unter und wurde vom Meer verschlungen. Grund dafür war der Prophet oder Frevler Alphaks, es ist eine Frage der Perspektive in Derhan ist Alphaks ein Prophet und im Alten Imperium ein Frevler und Schuld am Untergang.
Die Phaktanen können sehr lange leben, ihre Alterung ist im Vergleich zu den Menschen sehr langsam und so wurden einzelne dieser Rasse schon über 700 Jahre alt. Doch dies hat ihren Preis, die meisten Phaktanen sind geistig erkrankt und erkranken im Laufe ihres Lebens an immer mehr geistigen Krankheiten. Zwar gibt es im Alten Imperium eine Priesterkaste der „Flüsterer“. Diese haben diverse Tränkchen und Tinkturen die, die Geistige Gesundheit verlängern kann. Diese „Arzneien“ haben aber massive Gegenwirkungen, von Rauschzuständen hin bis zu einer tiefen Abhängigkeit (sowie Geistig und auch Körperlich).
Trotz allem scheint gerade diese Rasse bis jetzt die meisten und größten „Wunderwirker“ und „Magier“ hervorgebracht zu haben.

Erscheinungsbild: wie Menschen, aber meistens sehr attraktiv und Jung. Durch das Ritual der Jugend kann der Phaktane seine Optische Erscheinung „einfrieren“ was aber oft auch Geistige Nebenwirkungen mit sich bringt.
Fortpflanzung: Die Weiblichen Phaktanen bekommen in Ihrem Leben ein bis drei Kinder (Verteilung: 50%: ein Kind, 40%: zwei Kinder, 9% drei Kinder, 1% mehr als drei Kinder)
Größe: männlich 170cm bis 200 cm und weiblich 155cm bis 185cm
Hautfarbe: alle sind Möglich (meistens aber versuchen die „herrschenden“ einen hellen Tan, da diese Hautfarbe, zeigt dass sie es nicht nötig hat unter der Sonne schuften zu müssen).
Augenfarbe: im Vergleich zu den Menschen haben sie Edelsteinfarbende Augen, wie rubinrot, smaragdgrün, bernsteinfarben, saphirblau u.v.m. – aber sehr prächtig in den Farben.

für diese Rasse brauche ich ein regelsystem über Drogenkonsum und Geisteskrankheiten.  :)

eldaen

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Re: Geisteskrankheiten
« Antwort #4 am: 27.05.2019 | 14:55 »
Mal sehen...

Ich bin ein großer Freund davon, solche Dinge erstmal mit "Bordmitteln" zu versuchen, bevor man neue Regeln einführt. Versuchen wirs mal:

0) Wie wichtig ist geistige Gesundheit in deinem Setting? Oder betrifft es nur die Phaktanen? Ansonsten gibt es Regeln für Sanity (also gesitige Gesundheit) sowohl im HEX Abentuer "The Frozen CIty of Terror", als auch (etwas detaillierter) im "Quantum Black" Grundregelwerk. Letztlich ist Sanity in beiden Versionen ein neues Sekundäres Attribut, vergleichbar mit Health. Beide Settings zielen eher auf den Effekt von Horror auf die Psyche ab und "Frozen CIty" belässt es auch einfach bei Schaden. Quantum Black gibt dir die Option, Charakteren bei höherem geistigem Schaden neue Social/Mental Flaws zu verpassen (s. u.)

1) Langlebigkeit der Phaktanen
Hier würde ich als Ausgangspunkt das Talent "Atlantean Blood" aus dem HEX Grundregelwerk verwenden (ich habe in den anderen Regelwerken auf die Schnelle nichts entsprechendes gefunden).

Zitat
Only available at character creation (but may be increased later with experience points)
Prerequisites: None
Your character is a direct descendent of the Atlanteans. Because of her heritage, she is blessed with longevity, and exceptional physical and mental abilities.
Benefit: Your character ages significantly slower than normal. Humans with Atlantean heritage age normally until they reach puberty, then their aging begins to slow slightly. The older they get, the slower they age. Barring illness or violence, humans with Atlantean blood can live for centuries.
Normal: Your character has little or no Atlantean heritage.
Advanced: You may buy this Talent up to three times. Your character gains a universal +1 bonus to all dice rolls at second level and a +2 bonus at third level.

Du könntest das jetzt auf verschiedene Weisen abwandeln:
  • Entscheide, ob der universelle +1 Bonus in höheren Stufen des Talentes deiner Vorstellung der Phaktaner entspricht, ansonsten lösche den Teil einfach raus und schaffe die höheren Talentstufen in deinem Setting ab.
  • Überlege, ob die Phaktaner automatisch ein erstes "Social/Mental Flaw" bekommen, sozusagen als "Rasssenbonus".
  • Falls du mit mehreren Stufen des Talentes arbeitest (s. o.), überlege, ob du einfach an jede Stufe des Talentes einen weiteren "Social/Mental Flaw" koppelst.

2) Social / Mental Flaws

Als Basis würde ich den Phaktanen hier folgendes Flaw aus "Quantum Black" verpassen:

Zitat
Inherently Unstable: You are mentally less stable than others and prone to losing your calm. You receive a -2 to all Sanity rolls. Receive a Style point when this causes problems for you or your allies.

Die Geisteskrankheiten selbst würde ich persönlich nicht über detaillierte Regeln abbilden, sondern wie die normalen Social/Mental Flaws eher Abstrakt halten. Zum einen hältst du damit die Komplexität niedrig. Zum anderen vermeidest du es, sensible Themen mit einer festen Interpretation der Symptome (also klar definierten Effekten, Boni, Mali...) zu versehen und so evtl. jemandem vor den Kopf zu stoßen. Drittens überlässt du es der jeweiligen Runde, dieses Thema situationsabhängig und im Rahmen ihrer eigenen Komfortzone zu behandeln.

Quantum Black schlägt vor, dass Spieler für das Ausspielen ihrer durch fehlende Sanity entstandenen Flaws keine Style Points erhalten. Ich würde sagen, sie erhalten nicht nur keine Stile Points wenn sie ihre Flaws ausspielen, sondern müssen auch noch Stilpunkte abgeben, wenn sie das nicht tun. Das Schöne daran ist, dass du damit dem Spieler überlässt, sich in Situationen in denen es ihm nun so gar nicht passt (sei es wegen der Story, wegen der eigenen Komfortzone, oder aus anderen Gründen) quasi freizukaufen.

Quantum Black gibt in seinen Sanity Rules bereits eine gute Auswahl an möglichen Flaws:

Zitat
Possible flaws include any Mental Flaw as well as Callous, Condescending, Intolerant, Pacifist, Speech Impediment, Shy, or Superstitious. The
player does not receive Style for roleplaying the new Flaw or Flaws.


Ich würde noch "Vain" dazunehmen, weil das den Narzissmus einschließt. Ansonsten kannst du ja mal die Flaws der anderen Settings auf mögliche Übereinstimmungen mit den von dir genannten "Geisteskrankheiten" durchsuchen. Und letztlich hindert dich auch niemand daran, die Krankheiten, die du genannt hast, so wie sie sind als eigene Flaws anzuwenden. Regeln brauchst du dafür (außer dem Style Point Mechanismus) denke ich gar nicht unbedingt. Spielt die Effekte lieber am Tisch aus.
« Letzte Änderung: 29.05.2019 | 17:46 von HEXer »