Autor Thema: [Age of the rising Sun] Überlegungen zu einem Solarpunk-Setting  (Gelesen 7777 mal)

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Offline Kardinal

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Solare Gegenspieler



Das Octagon (alias „Die Acht Alten“, the Old Eight, the O8, the Great Old Ones)


Dies ist die Sammelbezeichnung für die letzten der großen Giga-Corporations des 21./22. Jahrhunderts. Mit zwei Ausnahmen (Yucheng Technology in Wuhan und die Astrasia Group in Kuala Lumpur) haben diese mächtigen Relikte des transglobalen Hyperkapitalismus ihre Hauptfirmensitze schon vor langer Zeit in Bereiche jenseits der Erdatmosphäre – und der dort wirkenden Gesetze und internationalen Agenturen – verlegt. Auch wenn die O8 von vielen immer wieder gerne als Dinosaurier verspottet werden, so erfreut sich doch so mancher T-Rex unter ihnen guter Gesundheit – und ein günstig gelegener Asteroid scheint auch noch nicht in Sicht zu sein.


Radikale Puristen

„Puristen“ ist im 23. Jh. zu einer allgemeinen Bezeichnung für all die vielen Bewegungen, Parteien, Sekten und Organisationen geworden, die auf diese oder jene Weise eine „Reinheit“ der Zivilisation fordern, bzw. anstreben. Besonders häufig sind dabei genetische Puristen, die jede Form biogenetischer Manipulation ablehnen und „Uplifts“ oder gar nicht-biologische Entitäten (eine AI als Lebensform anzuerkennen wäre für sie undenkbar)  als Monstrositäten oder arme Opfer ansehen. Ebenfalls beliebt sind „technische“, „historisch/kulturelle“ oder gar „geographische“ Puristen, die die Beschränkung auf bestimmte traditionelle Technologiestufen, historische Sprachen/Gebräuche/Verbote oder eben auch gewisse *räumliche* Einschränkungen fordern – wobei die geographischen Puristen natürlich sehr oft das Ende der Raumfahrt oder zumindest jeder Aktivität jenseits von Erde-Mond verlangen.


Die Rufer

Als „Rufer“ werden in der Öffentlichkeit die Angehörigen einer Art Geheimreligion bezeichnet, die vielerorts schlicht als Terroristen oder eine Art apokalyptischer Kult verschrien sind. Die Rufer selbst scheinen in allerlei kleine und große Gruppen zu zerfallen, die alle irgendwie verzweifelt auf die Ankunft – oder wenigstens eine Botschaft – uralter hochentwickelter Aliens warten, von denen viele Rufer glauben, dass sie uns längst beobachten und dabei nur einem obskuren Test unterziehen, bevor wir würdig sind, von ihnen akzeptiert und so auf die nächste Entwicklungsstufe gehoben zu werden. Rufer neigen zu dramatischen Aktionen, die Außenstehende kaum verstehen können, wie das Hacken von Kommunikationssatelliten, die Sprengung von militärischen Einrichtungen oder sogar der Ermordung prominenter Wissenschaftler, Politiker oder Schauspieler, die öffentlich an der Existenz von Aliens zweifen oder gar vor ihnen warnen. Natürlich sind die Maulwürfe oder Morlocks, wie sie sich teilweise selbst stolz nennen, also die modernen Prepper und Survivalists, die überall im Sonnensystem vor der nahenden Alieninvasion warnen und tiefe Bunker anlegen, die geschworenen Todfeinde der Rufer…
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Oh cool! Da hätte ich doch glatt noch welche:

Die Lapisten
Als die Welt langsam aber sicher zur Hölle fuhr, gab es nicht wenige, die in der Verwendung von Technologie und dem Prinzip "Wissenschaft" selbst das grundlegende Problem der Menschheit sahen und sich zunehmend in esoterische Parallelwelten flüchteten. Die in Mitteleuropa am weitesten verbreitete Gruppe waren die Lapisten, die nach den Lehren eines obskuren "Philosophen" namens Rudolphus Lapis lebten. Die vorgeblich "grünen" Kommunen der Lapisten zogen mit ihrer Propaganda von "Frieden", Sanftheit" und "Ganzheitlichkeit" eine ganze Menge Heilsuchender an. Hinter den Phrasen versteckten sich allerdings Engstirnigkeit und Obrigkeitshörigkeit, die das Leben in den Sektenkommunen zur Hölle machte. Erschwerend hinzu kam, dass die Lapisten versuchte , Umweltprobleme mit magischen Methoden zu bekämpfen - was ungefähr so gut funktionierte, wie es sich anhört.
In ihrem Fanatismus behinderten sie sich nicht nur selbst, sondern auch die Kommunen anderer Überlebender.
Heute gibt es kaum noch lapistische Kommunen irgendwo....es gibt jedoch noch eine ganze Reihe lapistischer Kleinkulte, einige davon äußerst gewaltbereit....
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Umweltprobleme mit magischen Methoden zu bekämpfen - was ungefähr so gut funktionierte, wie es sich anhört.
wenn man sich die Welt so ansieht sehr gut, wenn man jetzt nur noch irgendwie diese Technologie loswerden und den Rest der Menschheit auf Linie bringen könnte
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Wie man's nimmt - in diesem Setting gibt's nämlich keine Magie. Was die da eigentlich machen, sind demzufolge irgendwelche seltsamen Rituale wie "Traumfänger gegen Radioaktivität aufhängen" oder "Pflanzenwachstum durch Sonnentänze fördern". Im besten Falle hat der Klabaster eine Placebowirkung auf die Anwender, im schlechtesten ist er ganz konkret schädlich. Denn egal, wie fest ich daran glaube - selbstgebastelte "Zaubertalismane" helfen nicht gegen Strahlung und toxische Substanzen.
Die Lapisten mögen vielleicht selber glauben, sie wären sowas wie die Navi aus Avatar oder die Elfen aus Bakshis "Wizards", tatsächlich sind sie aber eher sowas wie die Peoples-Temple-Sekte auf Öko. Inklusive Guru-Diktatur, Psychoterror und jeder billigen Ausrede, die man von solchen Trüppchen gewohnt ist
("Was, Du hast die Strahlenkrankheit, obwohl Du Deinen Traumfänger aufgehängt hast? Tja, da bist Du eindeutig selber schuld. Entweder hast Du nicht heftig genug geglaubt oder das ist der gerechte Ausgleich für schlechtes Karma aus Deinem letzten Leben!")

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Die Acht Könnten eine Bewaffnete Mischung aus Sekte und Politsichern Partei Finanzieren die zur Guten Alten Ausbeutung der Natur zurück kehren will. Das als recht der Menschheit oder sogar Göttlichen Akt ansieht.
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Die O8 düften definitiv ihre Finger in diversen "false flag" Operationen haben!

...und es erscheint mir nur folgerichtig, dass viele Lapisten fest überzeugt sind, dass die Welt nur dank einiger ihrer mächtigen mystischen Rituale noch einmal dem totalen ökologischen Kollaps entfliehen konnte  >;D >;D >;D

P.S.: selbst mit grün-solarer Vollbremsung in einigen Jahren dürfte das 23. Jh. doch eine Menge mehr Meer haben: https://phys.org/news/2019-07-instability-antarctic-ice-sea-rapidly.html

...meanwhile geht es gut voran mit der Erschließung solarer "Bodenschätze": https://edition.cnn.com/2019/07/11/asia/japan-hayabusa-2-asteroid-intl-hnk/index.html
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... und noch etwas wirklich übles, eine Gefahr und potentiell zutiefst korrumpierende Macht, die nur darauf wartet geweckt zu werden.


Warum gingen die Thanetier trotz aller ihrer Bemühungen unter?


Nun, zwei der drei großen Fraktionen der Thanetier gingen natürlich genau genommen nicht unter, sondern begaben sich entweder in die sichere Ewigkeit ihrer VR-Bunker oder segelten mit einem der großen Generationenschiffe zu den Sternen. Warum aber verschwanden auch die Vertreter der dritten Fraktion, die genialen Erbauer der mächtigen Omninstrumente – oft auch als Omnis bezeichnet, auch wenn die meisten Fachleute lieber von Allotech oder alloiontischer (sich verwandelnder) Technik sprechen –, deren Spuren selbst in der Antarktis kaum noch nachweisbar sind?

Die Antwort ist liegt buchstäblich im Dunkel, doch leider dringt die Menschheit des 23. Jahrhunderts langsam aber sicher immer weiter in diese Dunkelheit vor. Denn tatsächlich erging es den südpolaren Thanetiern zunächst recht gut, nachdem sie als letzte Verwalter des Erbes ihrer Zivilisation auf Erden zurückgeblieben waren. Sie bauten und forschten zwar immer weiter an ihren mächtigen Superwerkzeugen, doch so nach und nach schien es fast, als ob es ihnen gelingen sollte, auch auf einem radikal erwärmten und veränderten Planeten nicht bloß zu überleben, sondern sich zu neuer Blüte zu entfalten. Aber leider eben nur fast…

Lange nachdem das letzte der Generationenschiffe die Oortsche Wolke durchquert hatte und zu einem Zeitpunkt als viele der „Ewigen“ bereits begannen, die Welt jenseits ihrer VR-Königreiche zu vergessen, erreichte der Chor das Sonnensystem. Bei diesem sogenannten Chor handelte es sich um eine enorme Flotte interstellarer Schiffe, die vor Ort sofort damit begannen, sich selbst zu zerlegen und aus sich ein riesiges Heer autonomer Drohnen zu fertigen. Ihr Ziel? Die Auslöschung jeder fremden technologischen Zivilisation. Die verbliebenen Thanetier glaubten später, diese Flotte wäre die Reaktion auf die massive Radioerkundung im Vorfeld der Generationenschiffe, aber Beweise dafür gab es anscheinend nie. Jedenfalls begann der Chor sofort mit der radikalen Entfernung aller Forschungssatelliten, Raumschiffe, Raumstationen oder planetarer Kolonien, deren sie noch irgendwo habhaft werden konnten. Es gelang einigen auf Terra diese Entwicklung lange geheim zu halten, aber schließlich kam der Chor auch zur guten alten Mutter Erde. Die Thanetier verteidigten sich heldenhaft und entwickelten trotz großer Verluste einige wirkungsvolle Waffensysteme und ein „Gegenmittel“ für die Vernichtung aller Mitglieder des Chors. Der Chor konnte sich blitzschnell an die meisten Bedrohungen anpassen, aber endlich gewannen die Thanetier die Oberhand. Sie standen wohl kurz vor dem entscheidenden Schlag, als der Chor seine letzte Waffe aktivierte – die Selbstzerstörung. Ein auf unbekannte Weise ins kosmische gesteigerter EMP – weit gewaltiger und fremdartiger als der Bleep – raste mit einer riesigen Energiewelle durch das Sonnensystem und zerstörte nicht nur den Großteil aller aktiven technischen Systeme, sondern verheerte die sensiblen Gehirne der Thanetier, die schlagartig in geistige Umnachtung oder auf das Niveau stumpfer Tiere hinab stürzten. Eine Handvoll nur überlebte dies unbeschadet, doch sie konnten lediglich noch feststellen, dass der Chor diese Energie nur um den Preis der eigenen Vernichtung entfesseln konnte. In den Ruinen ihrer Kultur gelang es ihnen nur noch, große Mengen der zuvor sicher gelagerten Omnis zu erhalten und in diversen Bunkern zu hinterlegen, aber es war ihnen wohl klar, dass sie die letzten ihrer Art auf Erden sein würden. Sie bauten auf die Nachkommen der Generationenschiffe und die sicher in der Tiefe ruhenden Geister ihrer VR-Brüder und Schwestern, aber sie ahnten nicht, dass der Chor an einigen Orten im System ein eigenes Vermächtnis hinterlegt hatte – nur für den Fall eines Wiederaufstiegs dieser garstigen Zivilisation.

Und so wartet in manch tiefen Höhlen, in einsamen Asteroiden und Kometenkernen, in den Abgründen von Bleiseen auf Merkur, in den Methannebeln Titans und unter dem Eis von Europa die Saat des Chors darauf, von einem geeigneten Wirt aufgenommen zu werden…   
« Letzte Änderung: 11.07.2019 | 19:02 von Kardinal »
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Die Lapisten mögen vielleicht selber glauben,
Nu rate mal was ich gemeint habe
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Ah, OK - jetzt versteh ich Dich!!  ;D

@Chor
Oh ja, das gefällt mir gut und bringt so eine schöne Revelation-Space-Note in die ganze Sache rein.  :d
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Ich hatte ja schon nette Bilder von Lapisten ohne den Chor;Blutmagie(Reinigung von der Sünde der High Tech), HIgh Tech Sabotage, Breeding Programs, klassische Terror Aktionen gegen Schlüsselpositionen,  … und jetzt dialen wir das to Eleven damit
« Letzte Änderung: 12.07.2019 | 12:41 von Lichtschwerttänzer »
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 Yeah! Genau so! Und schön wären auch noch Verbrechen, die in direktem Zusammenhang mit ihrer kruden Ideologie stehen - Impfstoffe vergiften zum Beispiel wäre was herrlich Fieses. Nicht nur, dass man damit Ungläubige killt, man unterminiert auch noch das Vertrauen in Impfstoffe.
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aka High Tech Sabotage, Krankheitserreger entwickeln die den Impfschutz gegen sie umgehen bzw. üble Nebenwirkungen des Impfschutzes auslösen - verstärken und oder den Impfstoff dementsprechend manipulieren
Wäre das Opfer nicht geimpft worden wäre das besser für es gewesen
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...das entwickelt sich doch alles recht prächtig  >;D 8) >;D

 - und passend zum Stil & dem Meeresspiegel im 23. Jh.:
https://edition.cnn.com/travel/article/adastra-yacht-scli-intl/index.html
https://edition.cnn.com/2013/07/01/tech/is-this-space-age-ipad-superyacht/index.html
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eine Sache hätte ich da noch...  ;) >;D

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Die Zeit der vier Stämme




Es könnte den Eindruck erwecken, als ob das 23. Jh. mit der Existenz von autonomen AI-Entitäten auf der einen und intelligenten Uplifts auf der anderen Seite der Spektren von belebter zu unbelebter Materie, von Mensch zu Maschine und von Tier zu Mensch zumindest jede Form des „traditionellen“ Rassismus doch wohl endgültig überwunden haben dürfte, aber dem ist leider nicht so. Zwar haben sich die Träume der klassischen Transhumanisten von der Singularität, dem mentalen „Upload“ und dem freien Wechsel zwischen Körpern bisher nicht erfüllt, doch dank der Errungenschaften der modernen Biotechnologie entstanden im Laufe des letzten halben Jahrhunderts drei eigenständige – von manchen als Subspezies bezeichnete – Untergruppierungen in den Homo Sapiens Populationen des besiedelten Sonnensystems. Während die Mitglieder dieser drei neuen Varianten zum Thema „Mensch“ vielerorts ein ganz normales und emanzipiertes Leben führen können, gibt es aber leider gleichzeitig massive Ressentiments bis hin zum blanken Rassismus gegenüber – aber auch zwischen – diesen „neuen Menschen“.


-   Die Aetherier: Der älteste der neuen „Stämme“ der Menschheit nahm seinen Anfang mit den ersten Generationen der reichen Prominenten und Ultra-Reichen der Jahrtausendwende, die sich zunächst noch mit primitiver kosmetischer Chirurgie und kruden pharmakologischen Hilfsmitteln zu fleischgewordenen Schönheitsidealen formen ließen. Doch nach zwei-drei Generationen hatte sich die Medizin und Biotechnologie ebenso weiterentwickelt wie der Ehrgeiz der Reichen und Schönen, die mehr und mehr entschlossen waren, das genaue Erscheinungsbild ihres perfekten, von Leihmüttern geborenen Nachwuchses nicht dem bloßen biologischen Zufall zu überlassen. Als Ergebnis dieser Bemühungen sind die Abkömmlinge der obersten Schichten der solaren Gesellschaft – und insbesondere die Nutznießer der älteren Vermögen – schon von weitem klar erkennbar: Männer und Frauen weisen einen massiven sexuellen Dimorphismus auf, der insbesondere in Größenunterschieden von fast einem halben Meter sowie dem völligen Fehlen von Körperbehaarung unterhalb von Mund und Ohren zum Ausdruck kommt. Beide Geschlechter sind auffällig hochgewachsen (im Schnitt etwa 195-220 cm bei Männern, 170-185 cm bei Frauen) und unglaublich schlank, verfügen über hohe Wangenknochen, große Augen und absolut makellose Zähne. Frauen haben außerdem permanent an hohes Schuhwerk angepasste Fußknochen, so dass sie ohne Probleme ihr Leben lang hochhackige Schuhe tragen können (und müssen). Das einzige echte Problem dieser „Aetherischen“ Erscheinungen ist ihre Unfähigkeit Fettreserven zu bilden und ihr mörderischer Stoffwechsel, der sie zwingt mindestens 7000-9000 kCal am Tag zu konsumieren, um eine lebensbedrohliche Unterenährung zu vermeiden – ein Problem, das viele Aetherier zunehmend auf stark Zucker- und Alkoholhaltige Getränke zurückgreifen lässt. 

-   Die Gun-Yu: Anders als die Aetherier entstanden die Gun-Yu als ganz bewusste Schöpfung einer großen Gruppe von sogenannten Survivalists und Preppern, die in der nahen Zukunft der Menschheit eine das gesamte Sonnensystem verheerende Invasion feindlicher Aliens voraussahen.  Dass ein wesentlicher Anteil dieser Gruppe außerdem von gewissen westlichen ultra-konservativen Ideologien geprägt war (und ist) zeigt sich außerdem schon in ihrer Ablehnung dieses Namens, der sich eigentlich auf einen alten chinesischen Flutmythos bezieht. Sie selbst bezeichnen sich und ihre Nachkommen lieber als Deukalier oder sogar Bergelmir und sehen sich als gleichzeitig verbesserte und ursprünglichere Variante des „dekadenten“ Homo Sapiens. Die ersten Gun-Yu enstanden kurz vor dem Bleep, in dessen Auftreten unzählige Preppergruppierungen eine Rechtfertigung ihrer Ideen sahen. Doch die wirklich extremen Ausformungen dieses neuen Menschentyps begannen erst mit den moderneren Methoden der genetischen Gestaltung, die ab der zweiten Hälfte des 22. Jh. den Markt eroberten. Die modernen Gun-Yu (von Kritikern manchmal als „Guns?! Yo!!“ verunglimpft) zeichnen sich außer durch den Besitz gut verborgener Bunkeranlagen und privater Waffenlager vor allem durch ihre ausgeprägte Muskulatur, eine relativ geringe Größe (Männer und Frauen sind selten über 170 cm und im Schnitt nur etwa 155-160 cm) und ihre ungewöhnlich pigmentierte Haut auf. Letztere ist entweder von einem stumpfen Aschgrau bis Weiß oder von einem intensiven dunklen Goldbraun. Dies verdanken sie einem patentieren Genkomplex, der sie ungemein widerstandsfähig gegen UV-Strahlung und bestimmte Formen von Radioaktivität macht, von dem aber behauptet wird, er wäre auch für ihren Hang zu eher rundlichen Formen oder gar leichtem Übergewicht verantwortlich. Die Gun-Yu sehen sich selbst hingegen nur als gute Futterverwerter und sind stolz darauf, dass sie im Mittel deutlich weniger Raum und Ressourcen beanspruchen als gewöhnliche Menschen. 

-   Die Seleniden Der jüngste der neuen Stämme der Menschheit ist deutlich weniger homogen als seine Vorläufer, denn die Seleniden entstanden an mehreren Orten gleichzeitig und stehen eher für ein ganzes Spektrum physischer Besonderheiten, von denen die meisten bis vor kurzem auch keine echte genetische Basis hatten. Ihr Name suggeriert, dass die ersten von ihnen auf Luna heranwuchsen, aber die Seleniden selbst bevorzugen es meist ohnehin, sich selbst schlicht – und stolz – Pixies oder Faeries nennen. Anfänglich waren sie „nur“ die ersten Generationen, die in Raumstationen oder den Kolonien auf Mond, Mars und verschiedenen Monden und Asteroiden aufwuchsen oder dort sogar das Licht einer ganz und gar künstlichen Umwelt erblickt hatten. Doch nach und nach häuften sich kleine und größere Eingriffe – ob chirurgischer oder gentechnischer Art –, die dazu dienen sollten, den Nachkommen der Raumfahrer ein Leben im All zu erleichtern oder sogar erst zu ermöglichen. Heute erkennt man Seleniden an einem Körperbau, der sogar noch größer und schlanker werden kann als bei den Aetheriern (Männer und Frauen sind selten unter 185 cm), auch wenn Seleniden im Vergleich meist kürzere Beine und sehr lange Arme haben, selten muskulös wirken und Männer und Frauen zu einem eher androgynen Aussehen neigen. Moderne junge Seleniden, also solche, die in den letzten drei Jahrzehnten geboren wurden, sind außerdem von fast lackschwarzer Hautfarbe, hochgradig strahlungsresistent und können dank ihrer Greifzehen ihre Füße praktisch als zusätzliche Hände nutzen. Woher der stark verminderte Geruchs- und Geschmacksinn der Seleniden stammt ist hingegen umstritten, auch weil die Seleniden dies leugnen und nur von einer "Vorliebe für wirklich scharfes Essen“ sprechen.


Während im frühen 23.Jh. oft von den „vier menschlichen Stämmen“ geredet wird und dabei natürlich die überwältigende Mehrheit der „normalen“ Homo Sapiens mit dem vierten Stamm gemeint ist, behaupten einige Forscher und auch manche Politiker, dass sich schon längst ein anderer vierter Stamm – oder eben ein fünfter Stamm nach dieser Zählung – gebildet hat. Dieser Stamm sei wenigstens so alt wie derjenige der Aetherier, bilde dabei aber ihr genaues Gegenteil. Es handele sich bei diesem Stamm die Caeniden (abgeleitet von einem lateinischen Ausdruck für Schmutz): das Ergebnis einer gnadenlosen urbanen Evolution in den größten Slums der alten Gigacities, in denen die Ärmsten der Armen ständigem Mangel, Umweltgiften und physischer Gewalt ausgesetzt sind und waren. Die Caeniden sollen klein, sehnig und von brauner Hautfarbe sein, außerdem immun gegen unzählige Krankheiten und Parasiten, resistent gegen Gifte und fähig mit äußerst wenig Nahrung auszukommen. Viele halten die Caeniden allerdings für einen bloßen urban myth, insbesondere wenn es um Geschichten über verborgene, von Caeniden beherrschte Stadtteile, Kannibalismus oder gar einen bis zum Niveau von Bluthunden gesteigerten Geruchssinn oder „Schlangenmenschen“ unter diesen mysteriösen Kreaturen geht.
 
« Letzte Änderung: 13.07.2019 | 19:14 von Kardinal »
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Es ist diskriminierend die welche durch die Heillige Macht der Umweltverschmutzung verbessert wurden als Mutanten oder krank ab zu stempeln. Sie sind die Echte Menschheit die wahrhaftigen Menschen auf denen die Zukunft aufgebaut ist.
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Es ist diskriminierend die welche durch die Heillige Macht der Umweltverschmutzung verbessert wurden als Mutanten oder krank ab zu stempeln. Sie sind die Echte Menschheit die wahrhaftigen Menschen auf denen die Zukunft aufgebaut ist.
  >;D ~;D >;D
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Die Rassen finde ich doch auch super :). Dem Einwurf mit den "Fantasyrassen" würde ich beipflichten, würde aber meinen, dass wir hier nicht in Gefahr schweben, dass die Stämme dergestalt interpretiert werden. Ich halte sie, so wie sie hergeleitet wurden, für schöne Beispiele für "moderat-bodenständigen Transhumanismus".

Ganz hübsch wäre natürlich, wenn wir so ein paar leicht zu erwartende "ideologische Brüche" zwischen den Stämmen umschiffen würden. Zum Beispiel würde man durchaus erwarten, dass sich Aetherier und Gun-Yu traditionell nicht riechen können. Aber was wäre, wenn das garnicht der Fall wäre, da es viele Aetherier gibt, die in der Wildnis sowas wie "Apex-Predator" spielen und dem Prepper-Lebensstil der Gun-Yu durchaus was abgewinnen können. Die Gun-Yu hingegen sind der Meinung, dass eine Aufteilung der Menschheit in verschiedene Hominidenspezies mit unterschiedlichen Eigenschaften das Überleben der Menschheit als Ganzes begünstigt und sind daher ohnehin Fans der genetischen Vielfalt. (Das wäre auch ein netter Bruch des Klischeebilds vom rassistischen Prepper-Waldschrat)
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Yo, die Gun-Yu dürften vor allem viel Interesse an der möglichen Existenz der Caeniden haben, denn schließlich wären solche Menschen quasi das Idealbild darwinistischer Überlebenskunst. Die Aetherier tun sich wahrscheinlich in "normaler" Wildnis eher schwer, aber die Ähnlichkeit zu den Seleniden - die eh alle in künstlichen Umgebungen leben - und die Wahrscheinlichkeit, dass ultrareiche Survivalfans lieber der (auch heute schon vorhandenen) Tradition luxuriöser Superbunker an exotischen Orten folgen werden ist recht groß ;)
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Law & Order


Auch wenn viele sich Versprechen der klassischen Transhumanisten aus schlichten technischen, wirtschaftlichen oder wissenschaftlichen Gründen bisher als bloße Luftschlösser dargestellt haben, gibt es doch so einige Aktivitäten und Technologien, die im frühen 23. Jh. zwar prinzipiell möglich wären, aber dennoch in weiten Teilen des Sonnensystems nicht anzutreffen sind – jedenfalls nicht auf der allgemein akzeptierten Seite der Gesetze. Insbesondere die sogenannten Terranischen Verträge bilden bis heute für viele Regionen das rechtliche Vorbild, was vor allem das Verbot oder zumindest die strenge Regulierung einiger sonst durchaus realistischer Praktiken zur Folge hat.

-   Unlizenzierte Doppelgänger (auch international wird hier dieses deutsche Wort benutzt), d.h. die täuschend echten Nachbauten der physischen Erscheinung einer realen Person, sei es durch chirurgische, gentechnische, biochemische, kosmetische oder andere physische Mittel und Methoden sind grundsätzlich verboten. Lizenzen können natürlich erworben werden, wobei das „Copyright“ auf eine gewisse körperliche Erscheinung vererbt werden kann, aber meist 30 Jahre nach dem Tod erlischt.

-   Humane adulte Multi-Clonings (bzw. „Ham Cloning“), d.h. die kontemporäre Erschaffung mehrerer (was meist „mehr als zwei“ bedeutet, auch als Zwillingsregel bekannt) postembryonaler Klone ein und derselben Person ist fast überall untersagt. Als Grund wird oft der berüchtigte Fall der 99 Neils (2154) und der Amoklauf der „Legion of Angels“ in Brazilia (2166) angeführt.

-   Unlizenziertes „echtes“ Uplifting, d.h. die biologische Transformation einer oder mehrerer natürlich vorkommender nicht-personaler empfindungsfähiger Wesen, um so personale empfindungsfähige Wesen zu erschaffen, ist zwar keineswegs überall illegal, aber nahezu im gesamten Sonnensystem mit schweren Auflagen und strengen Kontrollen verbunden.

-   Nanotechnologie der sogenannten Stufe G (von „grey goo“), d.h. Nanotechnologie, die zumindest potentiell fähig ist, vollständig autonome und autarke Selbstvermehrung durchzuführen und die entweder zu autonomen Selbstumbauten in der Lage ist oder als „evolutionär instabil“ gilt, unterliegt – soweit überhaupt vorhanden – strengsten Auflagen und kann bei katastrophalem Zuwiderhandeln gemäß den Terranischen Verträgen sogar den Einsatz nuklearen „Reinigungsmaßnahmen“ rechtfertigen.

-   Virtuelle Isolation (auch als „Nonlining“ oder „Nomouthing“ bekannt), d.h. schon der ernstzunehmende Versuch eine oder mehrere Personen gegen ihren Willen oder ohne ihr Wissen in einer Form von Totalsimulation einzuschließen, die ihnen eine im wesentlichen Teil computergenerierte virtuelle Realität vorgaukelt.
« Letzte Änderung: 15.07.2019 | 22:07 von Kardinal »
The Future: Transhumanism is what all the rich people are doing - and Cyberpunk is what they are doing to the rest of society.

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Was spielt man/frau in Age of the Rising Sun?


Nun, wie schon erwähnt geht es primär um die Agenten des geheimnisumwitterten Club of Geneva, die als Enforcer und Troubleshooter dieses inneren Kreises der GEO unterwegs sind. Auch wenn es natürlich im frühen 23. Jh. noch viele weitere Bereiche gibt, in denen regelmäßig gefährliche Herausforderungen auf einen warten und lebenswichtige Entscheidungen gefällt werden müssen.
Agenten

Es kann davon ausgegangen werden, dass auch gewisse mächtige Staaten oder Konzerne – wie etwa die I5 oder die O8 – über eigene Geheimdienste und Teams von Sonderagenten verfügen, doch zunächst liegt der Fokus hier einmal auf den Agenten des Club of Geneva. Im Rahmen der ursprünglichen Phoenix Directive und der Gründung des Clubs kam es auch zur Idee, dass die etwas handfesteren Pläne und Probleme des Clubs einer speziellen Exekutive bedürfen. Diese wurde unter dem Namen HERALD (Human Emergency Rescue & Liasion Department) ins Leben gerufen und ihre Mitglieder werden intern als sogenannte Correctors bezeichnet. Die meisten HERALD Mitglieder sind in lokalen oder umherreisenden Zellen organisiert, die als Glaives bezeichnet werden. Jede Glaive enthält 4-7 Mitglieder – wenn eine Glaive längerfristig 8+ Mitglieder aufweist, so wird sie gewöhnlich in zwei neue Glaives aufgespalten.

Correctoren verfügen über unterschiedliche Schlüsselqualifikationen und Zuständigkeiten, die in sieben Kategorien (selten mehr als eine pro Glaive) aufgeteilt und mit bestimmten Codenamen aus Mythologie und Heraldik gekennzeichnet werden:

-   Dragon
    Aufgaben: Teamführung, Strategie, Planung
    Hintergrund: Recht, Finanzen, Politik

-   Kraken
    Aufgaben: Kampf, Sprengtechnik
    Hintergrund: Militär, organisiertes Verbrechen, Terror/Guerilla

-   Sphinx
    Aufgaben: Aufklärung, Information
    Hintergrund: IT, Geschichte, Bibliothekswissenschaft

-   Centaur
    Aufgaben: Medizinische Versorgung, Umwelt
    Hintergrund: Biologie, Chemie, Medizin

-   Griffin
    Aufgaben: Kampf, Sicherheitstechnik, Infiltration
    Hintergrund: Geheimdienst, Polizei, Verbrechen

-   Pegasus
    Aufgaben: Fahrzeuge, Raumfahrt, Transport
    Hintergrund: Ingenieurswissenschaft, Logistik, Luft- & Raumfahrt

-   Unicorn
    Aufgaben: Diplomatie, Ethik
    Hintergrund: Philosophie, Psychologie, Theologie



Aber auch sonst mangelt es im Sonnensystem des 23. Jh. nicht an „interessanten“ Karriereoptionen…

Siedler: Die Männer und Frauen in den Raumkolonien, die Umweltingenieure und Farmer in den Re-Kultivierungsgebieten am Rande alter Deathzones, die Seenomaden oder die Retrofarmer tief in der alten und neuen Wildnis.

Prospektoren: Genjäger im Amazonas, in bizarren Höhlensytemen in Südasien oder in Quarantänegebieten voller Neofauna und Neoflora, Erzsammler im Asteroidengürtel, Meteoritensucher überall auf Terra.

Forscher: Pioniere der Cyberprosthetik und Robotik, Uplift-Ingenieure, AI-Trainer, halbverrückte Verschwörungstheoretiker auf der Suche nach Alien-Artefakten.

Siegelbewahrer: Besitzer eines oder gar mehrerer der rätselhaften Siegel Salomons, oft versehen mit sonderbaren Fähigkeiten, stets im Fadenkreuz von Konzernen, Geheimdiensten und dem organisierten Verbrechen.

Schmuggler: Einige gehören zu den Seenomaden und werden gern auch als Piraten bezeichnet, andere schaffen verbotene politische Schriften, Waffen und Drogen in die Konzernenklaven im All oder in Ostasien, wieder andere transportieren seltene Tiere, Pflanzen, Gensequenzen und Iridium quer über den Globus.

Söldner
: Obwohl eigentlich illegal erfreuen sich Söldner aller Art wachsender Beliebtheit. Sei es in den höllischen Slums der alten Gigastädte, in den dunklen Nebenstraßen der Konzernsiedlungen, den Tunneln von Luna, den Kriegsgebieten Innerasiens oder irgendwo in den Deathzones und Wüsten des Nahen Ostens.
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hmmm, mal ganz naiv in die hypothetische Runde, der an diesem Setting interessierten Threadbesucher:

Was für Details, spezielle Informationen oder besondere Elemente würdet ihr für dieser Art Setting noch zusätzlich gern sehen? Kewl Powers? Technologie & Waffen? "Monster"? Politik? Religion? Verbrechen? Verschwörungen? Kunst & Kultur? Spezielle Regelmechanismen für dieses oder jenes? Zufalllstabellen (für was?)? Sonst was?
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