Autor Thema: Killer-Kinder vs. Kinder killen  (Gelesen 3312 mal)

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lilith

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Re: Killer-Kinder vs. Kinder killen
« Antwort #100 am: 11.06.2019 | 17:17 »
🍿 Okay, an der Stelle kann ich die Diskussion nicht mehr ernst nehmen. Das ist nur noch ein Witz, oder? 🍿

Offline Teylen

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Re: Killer-Kinder vs. Kinder killen
« Antwort #101 am: 11.06.2019 | 17:23 »
Die wenigsten Horror-Streifen mit Kindern haben die Kinder als Überraschung.
Bei ES/IT weiß man das es um Kinder geht, sieht man in jedem Trailer.
Bei Friedhof der Kuscheltiere weiß man das es um Kinder geht, sieht man auch in jedem Trailer.
Auch Omen platziert die jeweilige Bratze auf den Poster.
Es heißt "Kinder des Zorns" und nicht "Überraschung des Zorns".

Man kann davor warnen bzw. signalisieren ohne alle Twists zu verraten.
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Offline Der Läuterer

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Re: Killer-Kinder vs. Kinder killen
« Antwort #102 am: 11.06.2019 | 17:29 »
beim nächsten Abenteuer kommen Misshandlungen von minderjährigen vor, falls das für euch ein Problem darstellt, können wir es gerne abändern...
Yep. Machen wir also Misshandlungen im Altersheim draus.

Macht das wirklich einen Unterschied?

Dass es beides im realen Leben nicht geben sollte, darüber müssen wir nicht streiten.

Aber wir sind im RPG HORROR Bereich.
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Online Chiarina

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Re: Killer-Kinder vs. Kinder killen
« Antwort #103 am: 11.06.2019 | 17:33 »
Ich kaufe mir lieber Kinderüberraschung.
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Offline Der Läuterer

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Re: Killer-Kinder vs. Kinder killen
« Antwort #104 am: 11.06.2019 | 17:48 »
Okay, an der Stelle kann ich die Diskussion nicht mehr ernst nehmen. Das ist nur noch ein Witz, oder?
Nicht wirklich.
Wenn ich hier einige Antworten lese, dann ist es doch genau das, was man von MIR als SL erwartet.


Vielleicht mache ich als Horror SL im Vorfeld eine Liste?

Bitte ankreuzen, was für Euch okay ist:
🍿 BODY HORROR
🍿 CANNIBALISM
🍿 DEGENERATION
🍿 GORE
🍿 INZUCHT
🍿 MADNESS
🍿 PARANOIA
🍿 OCCULT
🍿 TIERFOLTER
🍿 TORTURE
🍿 ZOMBIES
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Offline ghoul

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Re: Killer-Kinder vs. Kinder killen
« Antwort #105 am: 11.06.2019 | 17:53 »
Ich finde das Konzept HORRORKINDER ziemlich lahm. Es ist einfach ein ganz billiger Trick aus der Mottenkiste, um SCHOCK auszulösen.
 :q

Als Spieler könnte es sein, dass ich innerlich auf die Metaebene wechsle, wenn ich damit konfrontiert werde, einfach aus Unwillen und Abneigung mich damit auseinanderzusetzen.
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Online Chiarina

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Re: Killer-Kinder vs. Kinder killen
« Antwort #106 am: 11.06.2019 | 18:02 »
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So. Bin dann auch wieder weg hier. Viel Spaß noch!
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Offline Der Läuterer

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Re: Killer-Kinder vs. Kinder killen
« Antwort #107 am: 11.06.2019 | 18:07 »
Als Spieler könnte es sein, dass ich innerlich auf die Metaebene wechsle, wenn ich damit konfrontiert werde, einfach aus Unwillen und Abneigung mich damit auseinanderzusetzen.
ghoul, fühle Dich jetzt bitte nicht von mir persönlich angegriffen.
Ich nehme das jetzt lediglich als Beispiel.

Was macht der geneigte SL denn, der es allen Recht machen will, wenn jeder Mitspieler an einer anderen Stelle 'herumzickt'? Mal provokant ausgedrückt.
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Offline Teylen

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Re: Killer-Kinder vs. Kinder killen
« Antwort #108 am: 11.06.2019 | 18:08 »
🍿 BODY HORROR (beinhaltet Gore)
🍿 TORTURE
🍿 CANNIBALISM
🍿 ZOMBIES
🍿 TIERQUÄLEREI

Kann man alternativ zusammenfassen:
🍿 SAW style Horror mit Nazis, Zombies und Kannibalen inkl. Tierquälerei

Da, nur ein Satz ohne große "Das ist doch nicht möglich!"-Pseudoliste.


Gestrichen weil betrifft die Spieler nicht und ist seit den 90ern & Verbotene Liebe deutsches Seifenoperthema:
🍿 INZUCHT

Gestrichen weil gehört zu Cthulhu:
🍿 OCCULT
🍿 MADNESS (beinhaltet Paranoia)
🍿 DEGENERATION
« Letzte Änderung: 11.06.2019 | 18:09 von Teylen »
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Offline kasi45

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Re: Killer-Kinder vs. Kinder killen
« Antwort #109 am: 11.06.2019 | 18:14 »
Yep. Machen wir also Misshandlungen im Altersheim draus.

Macht das wirklich einen Unterschied?

Dass es beides im realen Leben nicht geben sollte, darüber müssen wir nicht streiten.

Aber wir sind im RPG HORROR Bereich.


Und weil wir im RPG Horror Bereich sind, heisst das, man darf jedes noch so abartige perverse Szenario bringen und die Spieler sollen das schlucken? Sorry aber ich habe das Gefühl dass dir vllt doch etwas Einfühlungsvermögen fehlt. Ich möchte dich mal folgendes fragen:
Stell dir vor, du leitest eine Szene, in der die Charaktere auf ein Kind treffen. Das erzählt (natürlich erst nach einem erfolgreichen Fertigkeitswurf Psychologie, es sind ja eh nur Pixels) unter Tränen, dass es in einem Ritual mißbraucht wurde. Als du das in deiner Rolle als SL hervorragend rüberbringst, bricht eine Spielerin in deiner Runde unter Tränen zusammen, weil sie als Kind selbst mißbraucht wurde. Wie reagierst du? Sagst du: Beim Horror RPG muss man jemanden halt aus seiner Wohlfühlzone rausholen? Das hier ist halt kein Ponyhof?

Es ist natürlich eine extreme Schilderung, aber es soll nur verdeutlichen, dass Horror KEIN Freifahrtschein für jeden Mist ist und dass auch bei Horror eine Grenze erreicht werden kann, die man auch schnell mal überschreitet.

Offline Maarzan

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Re: Killer-Kinder vs. Kinder killen
« Antwort #110 am: 11.06.2019 | 18:23 »
In der Praxis wird wohl nur mit grob dem 80-20 Prinzip noch etwas Handhabbares rauskommen.

Die dicksten 20% machen üblicherweise ja  80% des Problems aus und der Rest muss dann jeweils dem hoffentlich individuellen verantwortlichen Handeln der Beteiligten anvertraut werden.
Wenn das trotz guten Willen nicht klappt, ist das dann wohl einfach Pech gewesen, liegt kein guter Wille vor, werden weitere Vorschriften das ganze auch maximal ein kleines bisschen verlangsamt haben, aber bis dahin jede Menge Kollateralschäden verursacht haben.

Davon abgesehen kann zusätzlich eine gewisse und in einem Maße dass sie auch noch ernst genommen wird getroffene Bewußtseinsbildung nicht schaden, um dem Pech aus Ahnungslosigkeit etwas Spielraum zu nehmen - erfordert aber auch wieder etwas Fingerspitzengefühl, denn Aufklärung welche unausgewogen, bevormundend oder lächerlich übertrieben rüberkommt erreicht in der Regel das Gegenteil des Beabsichtigten.
Storytellertraumatisiert und auf der Suche nach einer kuscheligen Selbsthilferunde ...

Online grannus

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Re: Killer-Kinder vs. Kinder killen
« Antwort #111 am: 11.06.2019 | 18:32 »
🍿 Okay, an der Stelle kann ich die Diskussion nicht mehr ernst nehmen. Das ist nur noch ein Witz, oder? 🍿

Ich halte vieles von der Diskussion für einen schlechten Witz  ;D
Habe ganz interessiert mitgelesen, bin jetzt aber auch raus aus dem Ponyhof.
SYSTEMKRIEG - BATTLE OF THE ROLEPLAYING GAMES (powered by FATE)

Ich spiele dann aber nach den FATE-Regeln ANTI-FATE the HOTZENPLOTZING-HARTWUSTING, weil ich mit dem offenen Ansatz von Fate nicht zurechtkomme.

A-FtH-H ist ein Spiel für den detailverliebten Allesdurchspieler in der Phantasiewelt Bauernland, wo alle SC mit vielen Fertigkeiten ausgestattet nichts Heldiges können, dafür aber viele Stunden in der örtlichen Taverne um Groschen meiern, die Bedienung nicht verführen, im Wald Holz....

Offline SeldomFound

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Re: Killer-Kinder vs. Kinder killen
« Antwort #112 am: 11.06.2019 | 18:33 »
@Der Läuterer

Ich finde deine Vorstellung von Horror verständlich, möchte aber anmerken, dass du dabei als SL Privilegien verlangst, die nicht ohne weiteres gewährt werden.

Kinder zu verletzen oder zu töten ist ein Tabu (für uns). Ein Tabu zu brechen ist verboten. Ein Tabu zu brechen ist aber notwendig für Horror und für Humor.

Wie also rechtfertigen Regisseure oder Comedians ihre Tabubrüche? Durch ihre Privilegien als Künstler, welche ihnen von der Mehrheit der Gesellschaft verliehen werden. Und selbst dann sehen wir immer wieder, dass diese Privilegien alles andere als sicher sind und eine Satire oder Ekelszene nach hinten losgehen kann. Wichtig ist hier das Vertrauen der Öffentlichkeit auf der einen Seite, aber auch natürlich das politische Interesse mächtiger Akteure.

In Metal Gear 5 zum Beispiel durfte man die Kindersoldaten nicht töten, sonst hieß es Game Over. In einer anderen Mission hingegen muss man die eigenen, erkrankten Gefolgsleute ermorden. Und der letztere Tabubruch wird durch den gefährlichen Wahnsinn der Erkrankten und später durch die Erlaubnis der vernünftigen Erkrankten entschuldigt. Letzteres wurde wie ein Ritual inszeniert und das ist wichtig.

Als SL das Privileg zu beanspruchen, die Spieler mit Tabubrüche zu schockieren, geht meine Meinung nach nicht ohne Rituale. Rituale (Absprache, X-Karte, usw.) schaffen Vertrauen. Vertrauen, dass man die Macht eines Tabubruchs nicht gegen die Gruppe einsetzt, sondern für das Wohl der Gruppe.

Ich bin mir sicher, Läuterer, dass du in deinen Gruppen viele Rituale hast, mit denen du dir das Vertrauen der Spieler sicherst. Doch diese kenne ich nicht.

Wie würdest du eine Sitzung eröffnen, in denen die Spieler mit mörderischen Kindern konfrontriert werden?




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Offline Der Läuterer

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Re: Killer-Kinder vs. Kinder killen
« Antwort #113 am: 11.06.2019 | 18:36 »
Zu den Horror Sub Genres...

http://popcornhorror.com/genres/
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Offline Issi

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Re: Killer-Kinder vs. Kinder killen
« Antwort #114 am: 11.06.2019 | 18:45 »
Und ich wollte gerade schreiben, dass ich gewaltfreien Horror am liebsten mag... :D

Jetzt kenne ich auch das Sub Genre:
Psychologischer Horror,  und Paranormaler Horror (Ghosts and Spirits)

Geht mir auch in Film so: Sobald ich das Monster mal gesehen habe, ist der spannenste Teil eigentlich vorbei.  :)
« Letzte Änderung: 11.06.2019 | 18:49 von Issi »

lilith

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Re: Killer-Kinder vs. Kinder killen
« Antwort #115 am: 11.06.2019 | 19:14 »
@Läuterer
Was für mich okay wäre: Alles außer bildhafter Darstellung / Ausspielen von Folter. Mensch und Tier eingeschlossen.
Schmerzgrenze erreicht bei American Psycho (Roman) - Wobei der durchaus unterhaltsam war.

Offline viral

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Re: Killer-Kinder vs. Kinder killen
« Antwort #116 am: 11.06.2019 | 19:34 »
weil es einfach zu gut passt:
Clickbait Hinweis:
XXXXXX FSK 18 XXXXXX
Aus einem frühen Werk von Peter Jackson (Herr der Ringe) mit Gewalt gegen ein Baby!!!!!

https://www.youtube.com/watch?v=Lsbn7cfbmKM


Offline Der Läuterer

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Re: Killer-Kinder vs. Kinder killen
« Antwort #117 am: 11.06.2019 | 19:41 »
Und weil wir im RPG Horror Bereich sind, heisst das, man darf jedes noch so abartige perverse Szenario bringen und die Spieler sollen das schlucken? Sorry aber ich habe das Gefühl dass dir vllt doch etwas Einfühlungsvermögen fehlt. Ich möchte dich mal folgendes fragen:
Stell dir vor, du leitest eine Szene, in der die Charaktere auf ein Kind treffen. Das erzählt (natürlich erst nach einem erfolgreichen Fertigkeitswurf Psychologie, es sind ja eh nur Pixels) unter Tränen, dass es in einem Ritual mißbraucht wurde. Als du das in deiner Rolle als SL hervorragend rüberbringst, bricht eine Spielerin in deiner Runde unter Tränen zusammen, weil sie als Kind selbst mißbraucht wurde. Wie reagierst du? Sagst du: Beim Horror RPG muss man jemanden halt aus seiner Wohlfühlzone rausholen? Das hier ist halt kein Ponyhof?

Okay, kasi, ich schlucke Deinen Köder jetzt mal.

Ich weiss nicht, was Du von mir jetzt erwartest, das ich schreiben soll.
Und, das Bittere daran ist, dass man jetzt alles missverstehen kann.

Der Spruch mit dem Ponyhof ist ziemlich platt. Aber er ist auch nicht deplatziert.

Es macht die Situation nicht besser, wenn man sagt "Schlimme Dinge passieren." oder "Die Zeit heilt alle Wunden."

Man muss da durch, sonst verreckt man langsam. Oder man bringt sich um.

So ist es nun mal tatsächlich.
Schlimme Dinge passieren. Selbst den Besten unter uns.
Und ja, die Zeit heilt wirklich alle Wunden. Ob man es glaubt oder nicht.
Mitunter dauert es Jahre oder Jahrzehnte.
Man wird es nicht vergessen oder verdrängen können.
Aber der menschliche Verstand hat diese einzigartige und unglaubliche Gabe, Erinnerungen verblassen zu lassen, als würde es mit einem Weichzeichner gefiltert werden.
Leider braucht es oft lange, bis es so weit ist.

Es muss nicht mangelndes Einfühlungsvermögen sein. Manchmal ist es exakt das Gegenteil; viel zu viel Einfühlungsvermögen.

Es gibt Menschen, die eine gewisse Reizschwelle haben müssen, um sich noch zu spüren. Menschen, die sich selbst verletzen, um sich sicher zu sein, dass es sie noch gibt.
Es gibt Menschen, die viel zu viele menschliche Verluste ertragen mussten. Geliebte Menschen verloren haben, die ganz, ganz langsam immer weniger wurden, bis sie dann endlich sterben durften, und die dieses Sterben begleitet haben.
Es gibt Menschen, die nicht mehr weinen können, weil sie irgendwann einmal alle Tränen, inkl. jener die noch kommen könnten, bereits aufgebraucht und vergossen haben.
Es gibt Menschen, die innerlich so laut schreien, dass es sie zerreisst und doch kann niemand sie hören.
Und es gibt Menschen, die ein anderes Menschenleben auf dem Gewissen haben und denen in bestimmten Situationen der kalte Schweiss ausbricht, wenn sich eine ähnliche Situation einstellt.

Und mitunter braucht ein solcher Mensch den Kick, um zu merken, dass er doch noch am Leben ist.

Noch Fragen?
« Letzte Änderung: 11.06.2019 | 19:44 von Der Läuterer »
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Offline Just_Flo

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Re: Killer-Kinder vs. Kinder killen
« Antwort #118 am: 11.06.2019 | 19:59 »
Ja. Bist du sicher das du Horror leitest und nicht Pulp?
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Re: Killer-Kinder vs. Kinder killen
« Antwort #119 am: 11.06.2019 | 20:13 »
Klar ist, dass es verschiedenste Dinge gibt, bei denen im Horror-Genre etwas "schiefgehen" kann. Und da muss man nicht unbedingt immer nur die Extreme heranziehen, wobei ja auch schon "Extreme" für jeden etwas anderes bedeuten kann.

Habe für mich auch nochmal über das Thema nachgedacht und bin zu erstaunlichen (und irgendwie auch seltsamen) Erkenntnissen gekommen:
Während ich "Damien" und auch den "Kindern des Zorns" ohne "Probleme" mit Gewalt (in-character) entgegentreten könnte, würde ich es mich bei "Gage" sehr stören. Szenen wie bei "Rosemarys Baby" gehen gar nicht (mehr), was ich für mich sehr krass finde, da ich früher den Film nur als strunzlangweilig eingeordnet hatte.

Alle anderen "Gore" oder sonstigen Szenen nehmen mich allerdings weniger mit; als latenter Arachnophobiker kann ich bei manchen Szenarien schon mal eine Klinikpackung Zovirax bestellen für den nächsten Tag, aber es ist okay. Auch bei politischen Szenarien kann ich gut zwischen Fiktion und Wirklichkeit unterscheiden, weiss aber natürlich, dass damit auch so manche Grenze bei jemanden schnell überschritten werden kann. Da hatten wir hier(?) vor ein paar Jahren mal so einen Fall, wenn ich mich recht erinnere.



“Never allow someone to be your priority while allowing yourself to be their option.” - Mark Twain

"Naja, ich halte eher alle FATE-Befürworter für verkappte Chemtrailer, die aufgrund der Kiesowschen Regierung in den 80er/90er Jahren eine Rollenspielverschwörung an allen Ecken wittern und deswegen versuchen, möglichst viele noch rechtzeitig auf den rechten Weg zu bringen."

Für alle, die Probleme mit meinem Nickname haben, hier eine Kopiervorlage: Rhylthar.

Offline Der Läuterer

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Re: Killer-Kinder vs. Kinder killen
« Antwort #120 am: 11.06.2019 | 20:14 »
Ja. Bist du sicher das du Horror leitest und nicht Pulp?
Jedem das, was er für sich darin sehen mag. Vielleicht leite ich ja auch eine Therapie Gruppe.
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Offline SeldomFound

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Re: Killer-Kinder vs. Kinder killen
« Antwort #121 am: 11.06.2019 | 20:19 »


.

Und mitunter braucht ein solcher Mensch den Kick, um zu merken, dass er doch noch am Leben ist.

Noch Fragen?[/size][/font]

Bist du ein solcher Mensch?



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Offline kasi45

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Re: Killer-Kinder vs. Kinder killen
« Antwort #122 am: 11.06.2019 | 20:29 »

Okay, kasi, ich schlucke Deinen Köder jetzt mal.

Ich weiss nicht, was Du von mir jetzt erwartest, das ich schreiben soll.
Und, das Bittere daran ist, dass man jetzt alles missverstehen kann.

Der Spruch mit dem Ponyhof ist ziemlich platt. Aber er ist auch nicht deplatziert.

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Man muss da durch, sonst verreckt man langsam. Oder man bringt sich um.

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Und ja, die Zeit heilt wirklich alle Wunden. Ob man es glaubt oder nicht.
Mitunter dauert es Jahre oder Jahrzehnte.
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Aber der menschliche Verstand hat diese einzigartige und unglaubliche Gabe, Erinnerungen verblassen zu lassen, als würde es mit einem Weichzeichner gefiltert werden.
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Es muss nicht mangelndes Einfühlungsvermögen sein. Manchmal ist es exakt das Gegenteil; viel zu viel Einfühlungsvermögen.

Es gibt Menschen, die eine gewisse Reizschwelle haben müssen, um sich noch zu spüren. Menschen, die sich selbst verletzen, um sich sicher zu sein, dass es sie noch gibt.
Es gibt Menschen, die viel zu viele menschliche Verluste ertragen mussten. Geliebte Menschen verloren haben, die ganz, ganz langsam immer weniger wurden, bis sie dann endlich sterben durften, und die dieses Sterben begleitet haben.
Es gibt Menschen, die nicht mehr weinen können, weil sie irgendwann einmal alle Tränen, inkl. jener die noch kommen könnten, bereits aufgebraucht und vergossen haben.
Es gibt Menschen, die innerlich so laut schreien, dass es sie zerreisst und doch kann niemand sie hören.
Und es gibt Menschen, die ein anderes Menschenleben auf dem Gewissen haben und denen in bestimmten Situationen der kalte Schweiss ausbricht, wenn sich eine ähnliche Situation einstellt.

Und mitunter braucht ein solcher Mensch den Kick, um zu merken, dass er doch noch am Leben ist.

Noch Fragen?


Ja ich hätte da eine Menge Fragen bzw. schon eine Menge Kommentare.
1. Bin ich mir selbst ja nicht sicher, ob du mich richtig verstanden hast. Du hast den Köder letztendlich nicht geschluckt. Denn meine Frage an dich war: Wie reagierst du in einem konkreten Fall?
2. Ich halte es für ein seeehr schwaches Argument, Grenzenlosigkeit damit zu rechtfertigen, dass manche Menschen VIELLEICHT den Kick benötigen. Ich will es mal anders sagen: Wenn ich eine Bekannte hätte, die vergewaltigt worden wäre, dann würde ich mit Sicherheit mit ihr nicht den Film "Irreversibel" schauen (Ein FIlm, in dem eine explizite Vergewaltigungsszene in der Mitte vorkommt). Und beim RPG sollte man (meiner bescheidenen Meinung nach) die gleiche Sensibilität an den Tag legen.
3. Ein Horror-Rollenspiel sollte in erster Linie eins sein: Ein Spiel. Ein Spiel sollte dazu dienen, allen Spaß zu machen. Und dies kann sehr schnell schief gehen, wenn gewisse Grenzen nicht eingehalten werden.

Noch Fragen?

Zusatz: Die konkrete Situation hatte ich als ein Beispiel geschildert, warum Grenzen meiner Meinung nach auch bei einem Horror-Rollenspiel wichtig sind.
« Letzte Änderung: 11.06.2019 | 20:32 von kasi45 »

Offline Der Läuterer

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Re: Killer-Kinder vs. Kinder killen
« Antwort #123 am: 11.06.2019 | 20:31 »
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Offline JaneDoe

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Re: Killer-Kinder vs. Kinder killen
« Antwort #124 am: 11.06.2019 | 20:42 »
2. Ich halte es für ein seeehr schwaches Argument, Grenzenlosigkeit damit zu rechtfertigen, dass manche Menschen VIELLEICHT den Kick benötigen. Ich will es mal anders sagen: Wenn ich eine Bekannte hätte, die vergewaltigt worden wäre, dann würde ich mit Sicherheit mit ihr nicht den Film "Irreversibel" schauen (Ein FIlm, in dem eine explizite Vergewaltigungsszene in der Mitte vorkommt). Und beim RPG sollte man (meiner bescheidenen Meinung nach) die gleiche Sensibilität an den Tag legen.
3. Ein Horror-Rollenspiel sollte in erster Linie eins sein: Ein Spiel. Ein Spiel sollte dazu dienen, allen Spaß zu machen. Und dies kann sehr schnell schief gehen, wenn gewisse Grenzen nicht eingehalten werden.

Ich stimme dem voll zu. Es GEHT grundsätzlich fast alles...aber nur wenn es auch FÜR alle geht... ich mache es im Zweifel so, dass ich die Leute vorher frage, ob sie denn Trigger oder Tabus haben.